Die Entscheidung

Ein Gemeinschaftsprojekt in Portugal erforscht die reale Möglichkeit einer Erde ohne Krieg. Teil 1/6 — Martin Winiecki im Gespräch mit Elisa Gratias.

Totalitärer Albtraum oder globale Revolution? Die Menschheit steht vor der Wahl, in welche Richtung sie ihr Handeln und ihre Energie lenkt. Das große Dilemma besteht darin, dass die einzelnen Menschen, die diese Menschheit bilden, sich ihres Einflusses und ihrer Macht nicht bewusst sind. Zu groß erscheint „das System“, zu unlösbar und weit weg die Probleme. Die Informationsflut stiftet zusätzlich Verwirrung und Chaos, sodass selbst motivierte Aktivisten oft in ideologische Fallen rennen und dem dienen, was sie zu bekämpfen glauben. Tamera, eine Gemeinschaft aus engagierten Friedensarbeitern in Portugal, erforscht seit über vierzig Jahren Wege, um ein Modell einer friedlichen Gesellschaft aufzubauen und das weltweite System der Gewalt abzulösen. Manova war vor Ort und stellt die Arbeit dieses Friedensforschungszentrums in einer sechsteiligen Videoreihe vor. In Teil 1 spricht Friedensaktivist Martin Winiecki über die Bedeutung des Wassers für das Überleben der Menschheit.

Während Politik und Medien die Ökokatastrophe auf eine Klimakrise rund um CO2 reduzieren, arbeiten Pioniere an vielen Orten der Welt bereits an den unterschiedlichsten Lösungen; während viele Umweltbewegungen noch darauf hoffen, dass sich an den Verhandlungstischen von Regierungen Entscheidungen anbahnen könnten, sind lokale Initiativen dabei, konkrete Maßnahmen umzusetzen, teilweise mit großem Erfolg.

Rajendra Singh, der „Wasser-Gandhi“ aus dem indischen Rajasthan, ist einer von ihnen. Vor über 30 Jahren begann er, die Dorfgemeinschaften in der Region zu mobilisieren, um mit traditionellen Methoden Tausende Wasserretentionsräume, sogenannte Johads, zu bauen. Das Ergebnis: Teile der Wüste Thar sind wieder fruchtbar, etwa 8.600 Quadratkilometer trockenster Wüste sind komplett revitalisiert, 2.000 verlassene Dörfer werden wieder bewohnt, und 11 ausgetrocknete Flüsse fließen wieder.

Menschen wie Rajendra Singh haben die Bedeutung eines Faktors erkannt, der in den Klimadebatten immer noch unterschätzt wird: Wasser. Ein wachsender Kreis von Experten bestätigt diese Pionierarbeit. Wasser ist das fehlende Puzzlestück in der Klimadiskussion, das global zu einer schnellen und effizienten Lösung führen könnte.

Darüber spricht der seit 2007 in Tamera lebende Friedensaktivist und Autor Martin Winiecki, der in Südeuropa eine ähnliche Graswurzelinitiative wie die in Rajasthan starten möchte, im 1. Teil der Videoreihe „Die Entscheidung“ mit Elisa Gratias.


Teil 1/6 der Tamera-Videoreihe „Die Entscheidung“: Elisa Gratias im Gespräch mit Martin Winiecki


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Während Regierungen jeden Tag Milliarden von Steuergeldern für Krieg und Zerstörung ausgeben, kostet der Bau eines gesamten Heilungsbiotops weniger als ein einziger militärischer Panzer. Da es noch keine öffentlichen Gelder für Heilungsbiotope gibt, ist die Arbeit an einer gewaltfreien Kultur weitgehend von privater Unterstützung abhängig.

Derzeit stammen rund 60 bis 70 Prozent der Mittel Tameras aus Seminarumsätzen. Mit Ihrer Unterstützung können die Mitarbeiter des Friedensforschungszentrums sich intensiver auf ihre Forschung konzentrieren, ihr Ausbildungsprogramm erweitern, gleichgesinnten Organisationen helfen und mehr Heilungsbiotope initiieren.

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