Die Entscheidung

Ein Gemeinschaftsprojekt in Portugal erforscht die reale Möglichkeit einer Erde ohne Krieg. Teil 3/6 — Eiko Goldbeck und Juliane Eckmann im Gespräch mit Elisa Gratias.

Totalitärer Albtraum oder globale Revolution? Die Menschheit steht vor der Wahl, in welche Richtung sie ihr Handeln und ihre Energie lenkt. Das große Dilemma besteht darin, dass die einzelnen Menschen, die diese Menschheit bilden, sich ihres Einflusses und ihrer Macht nicht bewusst sind. Zu groß erscheint „das System“, zu unlösbar und weit weg die Probleme. Die Informationsflut stiftet zusätzlich Verwirrung und Chaos, sodass selbst motivierte Aktivisten oft in ideologische Fallen rennen und dem dienen, was sie zu bekämpfen glauben. Tamera, eine Gemeinschaft aus engagierten Friedensarbeitern in Portugal, erforscht seit über vierzig Jahren Wege, um ein Modell einer friedlichen Gesellschaft aufzubauen und das weltweite System der Gewalt abzulösen. Manova war vor Ort und stellt die Arbeit dieses Friedensforschungszentrums in einer sechsteiligen Videoreihe vor. In Teil 3 sprechen die Friedensaktivisten Juliane Eckmann und Eiko Goldbeck über die Bedeutung des freien Aufwachsens und Lernens als politische Kraft.

„Es reicht nicht, sich zu empören. Wir müssen uns auf den Weg machen. Überall im Land und alle gemeinsam, für die Verwandlung unserer Schulen in Bildungswerkstätten für die Welt im 21. Jahrhundert“ (Gerald Hüther).

Das Schicksal unserer Kinder entscheidet über die Zukunft unseres Planeten. Die Grundlage für ein gesundes Heranwachsen von Kindern ist das gesunde Zusammenleben der Erwachsenen. Dies ist unter den heutigen gesellschaftlichen Bedingungen schon lange nicht mehr gegeben. Das Friedensforschungszentrum Tamera in Portugal erforscht, wie Kinder innerhalb einer Gemeinschaft genau diese Voraussetzungen wieder erfahren können.

Menschen kommen mit einem angeborenen Urvertrauen auf die Welt. Sie haben Vertrauen in das Leben und in ihre Umgebung. Das Leben in Tamera ist so aufgebaut, dass Kinder diese Vertrauensquelle bewahren und vertiefen können. Sie erfahren sich als Teil von etwas Größerem, das sie lieben. Sie beginnen nach und nach, Verantwortung für die Gemeinschaft und für die Welt anzunehmen, und wachsen so zu künftigen Friedensarbeitern heran.

Eiko Goldbeck und Juliane Eckmann begleiten die Kinder und Jugendlichen ihrer Gemeinschaft beim Aufwachsen und Erkunden der Welt, zum Beispiel auch durch Reisen mit den Jugendlichen in Krisengebiete, wo sie Freundschaften schließen und wirklich Anteil nehmen am Geschehen der Welt.

Im Gespräch mit Elisa Gratias erklären die beiden Friedensaktivisten, was freies Aufwachsen in einem Friedensforschungsprojekt bedeutet und erzählen von ihrer Vision, eine internationale Schule zu gründen, die für Kinder aus Tamera, aus der Region Alentejo und aus der ganzen Welt ein solches Lernen ermöglicht.


Elisa Gratias im Gespräch mit Juliane Eckmann und Eiko Goldbeck


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Hier erfahren Sie mehr über die Finanzierung der „Schule der Hoffnung“ und wie Sie das Projekt unterstützen können: Escola da Esperança



Quellen und Anmerkungen:

Reisende Schule: https://escola-da-esperanca.org/de/projekte/reisende-schule/

Zur Forschung im Bereich Kinder und Jugend: https://www.tamera.org/de/kinder-und-jugend/

Elternschule: https://www.tamera.org/de/elternschule/

Informationen zur eigenen Weiterbildung in Bezug auf freies Kinderaufwachsen:

Online-Kurs „Freies Aufwachsen“: https://www.tamera.org/de/online-kurse/

Vor-Ort-Seminar in Portugal 5. bis 14. Oktober 2023: https://www.tamera.org/events/introduction-raising-free-children-october-2023/