Auge um Auge

Alexa Rodrian ruft in einem Lied speziell die Mütter zum Widerstand gegen die Vorgänge im Schlachthaus Gaza auf und kritisiert auch die Schützenhilfe aus Deutschland.

„Mütter, erhebt eure Stimmen! Steht auf und trefft eine Wahl! Wie können wir’s ertragen, den Gedanken: Kinder anderer Mütter in solch einer Qual?“ Eigentlich sollte die Liedermacherszene jetzt überquellen vor Songs, die dem Entsetzen über das Massaker von Gaza Ausdruck verleihen. Aber die meisten hüllen sich, wie so oft, in Schweigen. Für das Video zum Lied haben Alexa Rodrian (Text, Komposition) und Gatte Jens Fischer Rodrian (Produktion, Gitarre) sowie Kathrin Henneberger und Michael Rahn (Regie) wirklich alles gegeben. Videoeinblendungen von Gewalt, marschierenden Soldaten, Trümmern und menschlichem Leid machen die Schrecken des Krieges spürbar. Alexa Rodrian singt wie immer auf hohem technischen Niveau ausdrucksstark mit seelenvoller Soulstimme. Rhetorisch richtet sich die Künstlerin vor allem an die Mütter der ermordeten oder vielleicht bald ermordeten Kinder, was an Yael Deckebaums berühmt gewordenes „Prayer of the mothers“ erinnert. Und auch die deutsche „Haltung“ wird von der Textdichterin angeprangert: „Schämen sollten wir uns eigentlich. Im Namen der historischen Schuld lassen wir die Unschuldigsten kaltblütig im Stich.“ Dieses Video wurde übrigens prompt von YouTube zensiert. Umso wichtiger, dass wir es jetzt auf unseren Kanälen verbreiten. Ein Text zu der Aktion #Friedensnoten.

Liebe Leserinnen und Leser, Väter und Mütter, Menschen aller Art und Gesinnung,

ich bin es müde, immer wieder zu erwähnen, wie lange ich schon für den Frieden auf die Straße gehe. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass keine meiner bisherigen Aktivitäten jemals auch nur irgendetwas bewirkt hat. Das Kriegsgrauen geht unentwegt weiter, und ein großer Teil der Menschheit schaut abgestumpft und mit beschämender Ignoranz dabei zu, wie die NATO-Staaten das tödliche Feuer schüren. In Deutschland geht alles so weiter wie gehabt — wer sich für Frieden und Verhandlungen statt Waffenlieferungen einsetzt, ist ein gefallener Engel aus der Hölle, wer sich für Palästina einsetzt, ist Antisemit, wer nicht gegen rechts auf die Straße geht, ist rechts. Und das alles, während in Israel eine rechtsextreme Regierung einen Völkermord begeht — fast schon zum Lachen, wäre es nicht so alptraumhaft. Desillusioniert: Ja. Gebe ich deshalb auf? Nein, niemals. Warum? Weil ich Mutter bin. Weil ich Mensch bin. Weil meine geliebten Freunde Väter, Mütter und Menschen sind — und weil wir es unseren Kindern und unserem Menschsein schuldig sind.

Als Künstlerin habe ich das Privileg des kreativen Ausdrucks, und ein kleiner Funke in mir hofft immer noch, dass ich damit meine Botschaft in die Welt tragen und die Menschen in ihren Herzen erreichen kann. We will see! Love and Peace, Eure Alexa

Auge um Auge

Mütter da lässt mich was nicht los
es ist voller Emotion und ganz schön gross
Wie können wir’s ertragen den Gedanken
Kinder anderer Mütter werden gefoltert und erschlagen
Im Namen des eigenen Clans welch grausamer Wahn

Mütter erhebt eure Stimmen
Steht auf und trefft eine Wahl
Wie können wir’s ertragen den Gedanken
Kinder anderer Mütter in solch einer Qual
Im Namen der Selbstverteidigung
Lassen sie ihre tödlichen Schwerter klingen

Mütter Zeit ist’s wach zu werden
Wenn nicht jetzt wann dann
Immer noch schauen wir zu
Wie sie anderer Mütter unschuldige Babies kaltblütig ermorden
Und im Heiligen Land erhalten sie dafür sogar noch einen Orden

Auge um Auge Zahn um Zahn
Mütter wollen wir wirklich so blind weiter gehen
Hätte Jesus das so kommen sehen
würde er sich jetzt im Grab umdrehen

Mütter mit Mut sollten wir jetzt beisammen stehen
Wer uns teilt wird weiter am Rad des Tötens drehen
Wie können wir zusehen wie sie die Menschenrechte so verletzen
weiter gegen unsere Brüder und Schwestern auf der anderen Seite hetzen
Im Namen des Heiligen Landes ohne des Herzens Verstandes

Mütter hier hilft nur die wahre Empathie
In Mark und Bein muss er übergehen
der Schmerz das eigene Kind nie wieder zu sehen
Schämen sollten wir uns eigentlich
Im Namen der historischen Schuld lassen wir die Unschuldigsten kaltblütig im Stich

Mütter gestern sollten wir ihn gegangen sein den Weg der Solidarität
Heute ist‘s schon fast zu spät
Kriegstreiber raus aus unserem Leben
Frieden Liebe Freiheit dafür Mütter lasst uns aufbegehren
Die Menschlichkeit müssen wir mit Mutterliebe nähren
Nur noch das Gebet kann helfen wenn wir sie verwehren

Auge um Auge Zahn um Zahn
Mütter so wollen wir nicht weiter gehen

wir dürfen es nicht dulden und es nicht ertragen
Kinder anderer Mütter zu begraben


Manova sammelt keine nutzerbezogenen Daten. Auf YouTube, Spotify und Co. haben wir leider — noch — keinen Einfluss. Wenn Sie den Inhalt wiedergeben möchten klicken Sie bitte auf diese Box. Dann werden gegebenenfalls einige Ihrer Nutzungsdaten durch die jeweilige Plattform erfasst.