Belächelte Greise

Noch grün hinter den Ohren, erklären junge Menschen ihre Eltern für technisch unzurechungsfähig und positionieren sich als überlegene Experten.

Es beginnt ganz harmlos: Jemand spricht plötzlich langsamer mit einem. Dann wird das Autofahren kommentiert, die Leiter kritisch beäugt und die Bedienung des eigenen Telefons mit jener geduldigen Nachsicht verfolgt, die normalerweise Menschen vorbehalten ist, die gerade lernen, einen Löffel zu benutzen. Dabei hat man keineswegs aufgehört, etwas zu können. Man ist nur in eine Lebensphase geraten, in der andere das offenbar erst einmal überprüfen müssen. Eine kleine Betrachtung über Alter, Technik und die erstaunlich kurze Halbwertszeit von Kompetenz.

von Hans Casteels, der anscheinend Jahrzehnte voller Arbeit, Ehe, Kinder, Technologie und Leitern überlebt hat, nur um mit etwa fünfundsechzig zu einem Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit zu werden.

Ich würde gerne wissen, wann dieses Treffen stattfand. Nicht, weil ich etwas gegen Treffen habe. Ich habe genug Zeit meines Berufslebens damit verbracht, um ihre wichtige Rolle dabei zu verstehen, tatsächliche Arbeit zu verhindern. Ich würde einfach gerne das Protokoll von jenem speziellen Treffen sehen, bei dem sich anscheinend alle einig waren, dass ich nicht mehr kompetent sei. Es muss einen Antrag gegeben haben. Vielleicht hat ihn jemand unterstützt. Ich gehe davon aus, dass Kaffee serviert wurde. Irgendwo zwischen meinem fünfundfünfzigsten und meinem fünfundsiebzigsten Geburtstag hat die Gesellschaft, ohne Konsultation, Benachrichtigung oder auch nur eine dieser nutzlosen Online-Umfragen, bei denen ich die Erfahrung bewerten soll, mein Konto stillschweigend von „voll funktionsfähiger Erwachsener“ auf „ältere Person, die möglicherweise Hilfe beim Öffnen von PDF-Dateien benötigt“ herabgestuft.

Niemand hat es mir gesagt. Das ist der clevere Teil. Es gibt keine Zeremonie. Niemand kommt zu einem nach Hause und nimmt einem das Elektrowerkzeug weg. Auf dem Führerschein steht nicht plötzlich MUSS VON JEMANDEM MIT TIKTOK BEAUFSICHTIGT WERDEN. Man bemerkt einfach kleine Veränderungen in der Art und Weise, wie Menschen mit einem sprechen. Der Apotheker fängt an, das Etikett zu erklären.

„Nehmen Sie zweimal täglich eine Tablette.“

Ja. Das hatte ich den Worten „Nehmen Sie zweimal täglich eine Tablette“ bereits entnommen.

„Zu einer Mahlzeit.“

Ja.

„Am besten ungefähr zur gleichen Zeit.“

Danke. Vor diesem Gespräch hatte ich nämlich geplant, alle dreißig Tabletten nächsten Dienstag zusammen mit einer Flasche Burgunder einzunehmen.

Auch die Stimme ist anders. Nicht unbedingt lauter. Langsamer. Freundlicher. So, wie man einem Labrador die Sicherheitskontrolle am Flughafen erklärt.

Junge Menschen haben inzwischen angefangen, mir Technologie zu erklären. Das ist besonders amüsant, weil ich einen großen Teil meines Berufslebens damit verbracht habe, zuzusehen, wie die Technologie ganze Branchen auf den Kopf stellte, während Führungskräfte herumstanden und sich fragten, ob das Internet vielleicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung sei.

Ich habe Großrechner, Personal Computer, Netzwerke, E-Mail, das Internet, digitale Plattformen, Smartphones, Cloud Computing, künstliche Intelligenz und ungefähr siebzehntausend Unternehmens-Technologierevolutionen miterlebt — und jede einzelne davon sollte „alles verändern“, bis achtzehn Monate später die nächste kam und wieder alles veränderte.

Aber offenbar bin ich inzwischen mit QR-Codes überfordert.

Kürzlich erklärte mir ein 27-Jähriger künstliche Intelligenz mit der feierlichen Autorität, mit der Marie Curie Radium beschrieben haben dürfte.

„Du musst verstehen: KI lernt aus Informationen.“

Ach wirklich? Faszinierend. Und Automobile bewegen sich, weil sich die runden Dinger darunter drehen.

Besonders amüsiert mich die Annahme, jüngere Menschen seien allein deshalb technisch kompetent, weil sie jünger sind. Sie sind mit Technologie vertraut. Das ist nicht dasselbe.

Ein Sechsjähriger kann ein iPad bedienen. Das macht ihn nicht zu Steve Jobs. Es bedeutet lediglich, dass Apple erfolgreich ein Produkt entwickelt hat, das von jemandem bedient werden kann, der gelegentlich noch Hilfe beim Abwischen seines Hinterns braucht.

Bitten Sie einen beliebigen 25-Jährigen, ein Netzwerk zu konfigurieren, herauszufinden, warum ein Drucker sich weigert, mit einem Computer zu kommunizieren, eine Festplatte auszutauschen, zu erklären, was ein Betriebssystem eigentlich tut, oder etwas wiederherzustellen, das aus der Cloud verschwunden ist — und plötzlich steht die technologische Herrenrasse in der Küche und flüstert:

„Vielleicht mal neu starten?“

Danke, Alan Turing.

Es gibt allerdings einen Bereich, in dem die natürliche Ordnung nicht nur überlebt hat, sondern sogar eine entzückende bürokratische Anomalie hervorgebracht hat. Sharon ist älter als ich, was bedeutet, dass ich bei uns zu Hause der junge Mensch bin.

Diese Auszeichnung nehme ich nicht auf die leichte Schulter. Vor der Haustür mag die Gesellschaft mich für jemanden halten, der nur ein schlecht gewähltes Passwort von einer digitalen Katastrophe entfernt ist, aber innerhalb des Hauses bin ich der Technische Support. Ich bin der Helpdesk. Ich bin die IT-Abteilung, auch wenn diese Abteilung aus einem älteren Belgier in Pantoffeln besteht, der sagt: „Was hast du gedrückt?“

Sharon kann mir ein Handy in die Hand drücken, auf dem etwas angezeigt wird, das sie noch nie zuvor gesehen hat, und augenblicklich lege ich die großspurige Sicherheit eines 27-Jährigen an den Tag, der mir künstliche Intelligenz erklärt.

„Gib her“, sage ich — und schließe damit einen der befriedigenderen Kreise des Lebens.

Sharon als faktischer technischer Support zur Verfügung zu stehen, ermöglicht mir außerdem zu beobachten, wie schnell Fachwissen relativ wird.

Ich muss eigentlich gar nicht viel wissen. Ich muss in diesem Moment lediglich ein bisschen mehr wissen als sie. Im Grunde wurde die gesamte Beratungsbranche auf genau dieser Grundlage aufgebaut.

Manchmal behebe ich das Problem, indem ich eine Einstellung ändere. Manchmal finde ich die verschwundene E-Mail. Manchmal verbinde ich den Drucker wieder. Und manchmal starre ich einige Minuten lang nachdenklich auf den Bildschirm, während ich so tue, als würde ich verstehen, was gerade passiert ist, schalte das Gerät aus und wieder ein.

Wenn es dann funktioniert, sieht Sharon mich an, als hätte ich persönlich die Elektrizität in Ontario wiederhergestellt. Diese Bewunderung nehme ich dankbar entgegen, ohne ihr zu erklären, dass ein Neustart nach wie vor das technologische Äquivalent dazu ist, im Jahr 1972 gegen die Seite des Fernsehers zu schlagen.

Diese Anordnung hat einen weiteren Vorteil. Wann immer eines meiner Kinder meine angebliche mangelnde technische Kompetenz kommentiert, kann ich darauf hinweisen, dass ich derzeit für das technologische Wohlbefinden eines ganzen anderen Menschen verantwortlich bin. Ich warte Geräte. Ich behebe App-Fehler. Ich stelle Passwörter wieder her. Ich erkläre, warum das Fernsehen plötzlich Untertitel auf Portugiesisch hat. Ich bin nach Haushaltsstandards praktisch IBM.

Das beeindruckt meine Enkel natürlich vielleicht nicht. Sie sind zehn. Für sie sieht es wahrscheinlich aus, als würde ein mittelalterlicher Mönch ein Manuskript illuminieren, wenn ich ein Passwort eintippe. Aber es tröstet mich zu wissen, dass meine Kinder jetzt genau dieselbe Verachtung von ihren Kindern erfahren, die sie einst mir entgegenbrachten, nur viel früher.

Meine warteten wenigstens bis fünfzehn oder achtzehn, bevor sie entschieden, dass ich technologisch nutzlos war, nicht zuletzt, weil ich die Technologie immer noch kaufte. Deren Kinder haben auf diese Höflichkeit gänzlich verzichtet. Sie verspotten ihre Eltern mit zehn Jahren und benutzen Geräte, die ihre Eltern bezahlt haben. Die Zivilisation mag im Niedergang begriffen sein, aber die Effizienz hat sich verbessert.

Aber von niemandem wurde meine anscheinend zunehmende Inkompetenz sorgfältiger überwacht als durch meine Kinder. Das ist besonders irritierend, weil ich mich an meine Kinder erinnere, bevor sie Experten wurden. Ich erinnere mich daran, ihnen beigebracht zu haben, wie Löffel funktionieren. Es gab eine Zeit, in der ich persönlich dafür verantwortlich war, diese Leute davon abzuhalten, Metallgegenstände in Steckdosen zu stecken. Ich brachte ihnen bei, Straßen zu überqueren. Ich kaufte Fahrräder und zeigte ihnen, wie man sie fährt. Ich erklärte Geld, Autofahren, Kochen, Telefone, Computer und warum es keine vernünftige Grundlage für eine Entscheidungsfindung ist, etwas abzulecken, nur weil ein anderes Kind einen dazu herausgefordert hat.

Und, was entscheidend ist: Ich kaufte die Technik. Dieser Punkt ist irgendwie aus den Geschichtsbüchern verschwunden. Meine Kinder verspotteten meine technologische Inkompetenz nicht, als sie zehn waren, weil ich die Technologie besaß. Ich war der Risikokapitalgeber. Sie durften gerne eine Meinung über meine Computerkenntnisse haben, sobald sie genug Geld mit dem Austragen von Zeitungen gespart hatten, um sich einen 2.000-Dollar-Computer zu kaufen. Bis dahin bestimmten Bill Gates und ich die Spielregeln.

Im Allgemeinen warteten sie bis sie bis fünfzehn oder achtzehn waren, bevor sie zu dem Schluss kamen, dass ich von nichts eine Ahnung hatte. Das ist die natürliche geistige Entwicklung eines Teenagers.

Mit zwölf weiß Papa ziemlich viel. Mit vierzehn wird Papas Wissen fragwürdig. Mit sechzehn ist es geradezu erstaunlich, dass Papa es so lange ohne die Aufsicht eines Teenagers geschafft hat zu überleben. Mit achtzehn ist das Kind zu dem Schluss gekommen, dass praktisch alles, was Papa glaubt, das Produkt einer früheren und peinlich primitiven Zivilisation ist.

Dann geschieht etwas Wunderbares. Sie bekommen Kinder. Und Gott, der sich vielleicht nicht in jede menschliche Angelegenheit einmischt, unterhält offenbar eine kleine Abteilung, die ausschließlich für Rache zuständig ist. Meine Kinder werden jetzt von ihren eigenen Kindern verspottet. Und deren Kinder warten nicht einmal bis fünfzehn. Sie sind zehn.

Zehnjährige sehen ihre Eltern bereits mit jener müden Verachtung an, die früher Menschen vorbehalten war, die glaubten, die Erde sei eine Scheibe. „Nein, Mama. So macht man das nicht.“

Ich kann das Vergnügen, das mir dies bereitet, nicht angemessen beschreiben. Eigentlich kann ich es doch. Es ist großartig. Ich beobachte, wie meine Kinder von ihren eigenen Kindern darin unterwiesen werden, wie man Geräte, Apps, Spiele und allerlei digitalen Unsinn benutzt, und ich unternehme absolut keinen Versuch, sie zu verteidigen. Warum sollte ich in die Natur eingreifen? Dies ist generationelle Gerechtigkeit, die sich vor meinen Augen abspielt. Gelegentlich sieht mich eines meiner Kinder während dieser Austausche mit einem Ausdruck an, der andeutet, dass ich vielleicht eingreifen könnte. Ich tue es nicht. Ich habe dreißig Jahre darauf gewartet.

Anscheinend beschleunigt sich der generationelle Zyklus der technologischen Demütigung. Meiner Generation blieben vielleicht fünfzig nützliche Jahre, bevor sie für obsolet erklärt wurde. Meine Kinder bekamen dreißig. Ihre Kinder könnten bis zur Pubertät technologisch irrelevant sein.

Irgendwann im Jahr 2042 wird ein Achtjähriger seinem zwölfjährigen Bruder neuronale Implantate erklären und fragen, ob Menschen in seinem Alter noch unbeaufsichtigt Haushaltsgeräte bedienen dürfen sollten.

Aber Technologie ist nur der sichtbarste Teil von etwas weitaus Seltsamerem. Irgendwann verschiebt sich die angenommene Kompetenz. Wenn Sie fünfundvierzig sind, ist die Standardannahme, dass Sie wissen, was Sie tun, es sei denn, Sie beweisen das Gegenteil. Wenn Sie siebzig sind, wird die Standardannahme zunehmend, dass Sie möglicherweise nicht wissen, was Sie tun, bis Sie beweisen, dass Sie es doch tun. Das ist eine enorme Veränderung, und niemand kündigt sie an.

Ihre Kinder fangen an zu fragen, ob Sie auf der Leiter stehen sollten. Ich kletterte auf Leitern bevor sie geboren wurden. Ich habe Häuser gestrichen, Dinge repariert, Bäume gefällt, Möbel bewegt und unzählige Haushaltsaufgaben ausgeführt, die die Schwerkraft involvierten, ohne eine Evakuierung per Hubschrauber zu benötigen. Aber jetzt stehe ich drei Sprossen hoch, um eine Glühbirne auszuwechseln, und plötzlich gibt es eine Familienbefragung. „Solltest du das tun?“ Was denn? „Da oben zu sein.“ Wo oben? Auf dem Dach von Notre Dame? Ich bin gerade mal zwei Meter über dem Teppich. „Sei einfach vorsichtig.“ Dies ist ein weiterer Ausdruck, der mit dem Alter kommt. Sei vorsichtig. Als wäre ich bis dahin mit der unbekümmerten Sorglosigkeit eines Cirque-du-Soleil-Artisten auf Leitern herumgeturnt.

Meine Kinder inspizieren auch mein Fahren. Sie sitzen jetzt anders neben mir. Früher sind sie eingeschlafen. Jetzt überwachen sie mich. Eine Hand bewegt sich gelegentlich in Richtung Armaturenbrett. „Papa.“ Was? „Das Auto.“ Ja. Ich habe das riesige Auto direkt vor mir gesehen. „Ich wollte nur sichergehen.“ Gott sei Dank. Ohne dich wäre ich vielleicht einfach direkt hindurchgefahren.

Die Beleidigung liegt nicht darin, dass sie sich sorgen. Ich weiß, warum sie sich sorgen. Ich liebe sie dafür, dass sie sich sorgen.

Das Irritierende ist die stille Annahme, die ihrer Sorge zugrunde liegt, dass ein unsichtbarer Prozess begonnen hat, in dem mein Urteilsvermögen, mein Gleichgewicht, mein Gedächtnis, meine Reflexe und mein Verständnis der Welt allmählich auf sie übertragen werden. Und das Gemeine daran ist, dass sie irgendwann recht haben werden. Das ist es, was es schwierig macht, das Ganze einfach abzutun.

Es wird wahrscheinlich einen Tag geben, an dem ich nicht mehr auf die Leiter steigen sollte. Es mag einen Tag geben, an dem mein Fahrstil nicht mehr das ist, was ich denke, dass er ist. Es mag einen Tag geben, an dem mich eine neue Technologie wirklich ratlos macht. Es mag sogar einen Tag geben, an dem eines meiner Kinder mir etwas erklärt und ich mit beträchtlicher Irritation feststelle, dass ich die Erklärung tatsächlich gebraucht habe. Aber wir haben uns die eigenartige Angewohnheit zugelegt, die Möglichkeit zukünftiger Inkompetenz als Beweis für gegenwärtige Inkompetenz zu behandeln. Graues Haar ist zum Indiz geworden. Das Alter selbst ist anscheinend ein hinreichender Grund für einen Verdacht.

Das Absurde daran ist, dass manche Fähigkeiten zwar nachlassen, andere Formen von Kompetenz jedoch zunehmen. Ich kenne vielleicht nicht die neueste Social-Media-Plattform, vor allem deshalb, weil ich es erfolgreich vermieden habe, ein Interesse daran zu entwickeln, Fremden beim Tanzen in Küchen zuzusehen. Aber ich weiß Dinge, die ich mit dreißig nicht wusste. Ich weiß, wenn mich jemand anlügt. Ich weiß, wann eine Verhandlung schlecht läuft, noch bevor die andere Seite es merkt. Ich kenne den Unterschied zwischen einem Notfall und einer Unannehmlichkeit. Ich weiß, dass die meisten vermeintlich katastrophalen Probleme nach dem Mittagessen weniger katastrophal sind. Ich weiß, wann ein Experte tatsächlich ein Experte ist und wann er lediglich eine beeindruckende PowerPoint-Vorlage präsentiert.

Dieses Wissen erscheint nicht auf einem Handybildschirm, daher wird es leicht unterschätzt. Erfahrung hat eine schreckliche Marketingabteilung. Neuartigkeit hingegen hat Influencer angeheuert. Wir haben Geschwindigkeit mit Intelligenz verwechselt, Vertrautheit mit Kompetenz und Jugend mit Relevanz. Von der Person, die eine App drei Sekunden schneller bedienen kann als ich, wird angenommen, dass sie die Zukunft versteht. Jemand der beobachtet hat, wie vier frühere Versionen dieser Zukunft ankamen, dominierten, zusammenbrachen und ersetzt wurden, bekommt gesagt, wo er klicken soll.

Daran ist etwas zutiefst Komisches. Aber auch etwas leicht Gefährliches. Denn jede Generation wird irgendwann zu der Generation, der man Dinge erklärt. Meine Kinder entdecken das etwa zwanzig Jahre früher, als sie erwartet hatten. Ihre Zehnjährigen stehen schon in den Startlöchern.

Die Korrekturen haben begonnen. Das Seufzen. Das Augenrollen. Die kleinen Hände, die über den Tisch greifen. „Gib es mir.“ Das ist vielleicht mein Favorit. Gib es mir. Die universelle Erklärung, dass die vorherige Generation zu dumm geworden ist, um das Gerät weiterhin zu bedienen.

Meine Kinder sagten es einmal zu mir. Jetzt sagen es ihre Kinder zu ihnen. Und an einem herrlichen Tag, wenn man davon ausgeht, dass die Zivilisation lange genug überlebt, werden diese Enkelkinder irgendwo sitzen und versuchen, welches Gerät auch immer das menschliche Gehirn ersetzt hat, zu aktivieren, während ein Kind sich vorbeugen und sehr langsam sagen wird: „Nein, Opa. Du musst zweimal daran denken.“ Opa wird sich aufplustern. „Ich weiß, wie man es benutzt.“ Das Kind wird seufzen. „Gib es einfach her.“ Und irgendwo, wenn das Universum auch nur den kleinsten Sinn für Humor hat, werde ich tot sein und immer noch lachen.

Denn Kompetenz wurde nie wirklich von einer Generation auf die andere übertragen. Intelligenz ist nicht von meinem Gehirn in das Gehirn meiner Kinder gewandert, als ich fünfundsechzig wurde. Was übertragen wurde, war die Annahme von Kompetenz. Die Gesellschaft hat einfach geändert, wer den Vertrauensvorschuss erhält.

Das ist der Teil, gegen den man sich wehren sollte. Nicht gegen das Älterwerden. Das wird auch ohne unsere Mitarbeit ausgesprochen effizient voranschreiten. Und auch nicht gegen Hilfe. Es hat nichts Ehrenhaftes, von einer Leiter zu fallen, nur um zu beweisen, dass man noch auf eine steigen kann. Was man sich nicht nehmen lassen sollte, ist die Kontrolle über das eigene Leben — nur weil jüngere Menschen angefangen haben, langsam mit einem zu sprechen.

Deshalb habe ich eine Regel entwickelt. Wenn ich Hilfe brauche, werde ich danach fragen. Wenn ich gerade dabei bin, etwas wirklich Dummes zu tun, dann greift meinetwegen ein. Wenn ich mit dem Auto auf den Lake Ontario zufahre und gleichzeitig darauf bestehe, dass das Navi sich irrt, dann nehmt mir die Schlüssel ab. Aber wenn ich auf der dritten Sprosse einer Leiter stehe, die Gebrauchsanweisung für meine Medikamente lese oder vier Sekunden länger brauche, um etwas auf meinem Handy zu finden, dann lasst vielleicht die Möglichkeit zu, dass der alte Mann immer noch weiß, was er tut.

Und Kinder: Bevor ihr meine technischen Fähigkeiten kommentiert, erinnert euch bitte an ein kleines historisches Detail. Ich habe euren ersten Computer gekauft. Ich habe euer erstes Handy gekauft. Ich habe den Internetanschluss bezahlt, über den ihr herausgefunden habt, dass ich absolut keine Ahnung habe.

Und jetzt halten eure Zehnjährigen euch für Idioten.

Ich habe selten erlebt, dass sich eine Investition so wunderbar entwickelt hat.


Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst am 29. August 2026, unter dem Titel „I Got Older. When Exactly Did I Become a Blasted Idiot?” auf dem Substack von Hans Casteels. Er wurde von Silvia Lorenz für Manova übersetzt und vom ehrenamtlichen Manova-Korrektorat-Team lektoriert.