Chronist der Zeitenwende
Im Manova-Gespräch mit Walter van Rossum erläutert der Historiker Michael Sailer, wie er die Militarisierung der letzten Jahre für die Nachwelt verewigte und warum er hinter Corona schon immer den Krieg kommen sah.
Er hat es wieder getan — noch schlimmer: Er hat sich noch einmal überboten. Letztes Jahr schenkte er seinen Lesern einen Dreipfünder, das neueste Werk dürfte auf viereinhalb Pfund kommen. Der erste Band fragte „Was ist passiert?“ und entfaltete die Antwort auf gut 500 Seiten. Das jüngste Werk heißt „Ist was passiert?“ (1), und diese „Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg“ aus den Jahren 2022 und 2023 erstrecken sich über eng gedruckte 700 und mehr Seiten. Das mag einen zunächst erschrecken — bis man angefangen hat zu lesen. Es ist eine Chronik der Jahre, die wir alle kennen und schon begonnen haben zu vergessen. Gerade noch schicken die Coronisten ihre letzten Maßnahmen ins Feld, dann übernimmt schon der russisch-ukrainische Krieg die großflächige und intime Zerrüttung der Verhältnisse. Am Ende jener Jahre eröffnet Israel im Schulterschluss mit den USA eine neue Ära des organisierten Massenmordes.
„Mit dieser Welt gibt es keine Verständigung; wir gehören ihr nur in dem Maße an, wie wir uns gegen sie auflehnen“, erklärte einst Theodor W. Adorno. Aus genau dieser Perspektive ist die Chronik geschrieben. „Wir leben in einer sehr eigenartigen Zwischenzeit“, schreibt Michael Sailer.
„Sämtliche, wirklich ausnahmslos sämtliche ‚Verschwörungstheorien‘ der letzten vier Jahre haben sich als zahnschmelzharte Fakten erwiesen.“
Wir hatten von Anfang an und und in jedem Punkt recht. Doch diese Wahrheit findet nicht statt. Sie hat in diesem Buch eine vorübergehende Bleibe gefunden. Und nicht nur das macht die beiden Chronik-Bände von Michael Sailer zu einem ästhetischen, intellektuellen und existenziellen Genuss.
Walter van Rossum im Gespräch mit Michael Sailer
Hier können Sie das Buch bestellen: „Ist was Passiert? Notate aus Zeiten von Lüge und Krieg. Band zwei: 2022/23“
Hier können Sie das Buch bestellen: „The Great WeSet: Alternativen in Medien und Recht“

