Der Aufstand der Kinder

Junge Menschen sollten die Energie, mit der sie jetzt gegen den Klimawandel kämpfen, besser dafür einsetzen, nicht in einem großen Krieg verheizt zu werden.

Sie halten sich für Aktivisten und sind doch nur passive Werkzeuge einer großen, zerstörerischen Umgestaltung. „Klimakleber“ und Fridays-for-Future-Kinder widmen sich mit dem ganzen für ihre Altersstufe typischen Idealismus der „Klimarettung“. Dabei basieren ihre Heldentaten meist auf einer ungenauen Analyse der Zusammenhänge. Denn Temperaturschwankungen auf der Erde hat es lange vor Beginn des segensreichen Wirkens der Grünen schon gegeben. Und — jetzt müssen alle Weltretter stark sein — „wir“ sind nicht immer und überall die Ursache. Auch die Folgen der protestlerischen Hyperaktivität sind nicht immer wie gewünscht. Windkraftspargel und glitzernde Solarzellen, die kilometerweit den Boden bedecken, verschandeln die Umwelt, schädigen Mensch und Tier. Da wäre es besser gewesen, die Kids wären zu Hause oder in der Schule geblieben, wo ihre Guttaten weniger Schaden anrichten können. Wer über überschüssige Energie verfügt, für den hat der Autor einen Vorschlag parat, wie er diese sinnvoll einsetzen könnte: im Kampf gegen die Kriegstreiberei, die genau jene Generation der „For-Future“-Kämpfer als Human-Heizmaterial zu verfeuern versucht.

Das unwürdige Schmierentheater, das heutzutage unter dem Titel „Politik“ läuft, wird an Fadheit, Ödheit, Blödheit und — dem Sprichwort „Dumm und frech, das passt zusammen!“ gemäß — korrelierender Dreistigkeit höchstens noch von dem übertroffen, was einst in seligen Zeiten unter dem Begriff „Kabarett“ oder „Comedy“ antrat, um selbige Zumutung in amüsanter und wenigstens leidlich intelligenter Weise zu „entlarven“. Das ist heute nicht mehr nötig, weil die erbärmlichen Narren, die dem Restbestand an unmündigen Gläubigen, der sich immer noch jeden Abend oder wenigstens gelegentlich vor dem antiquierten Fernsehschirm versammelt, um per „Tagesschau“ den Tagesbefehl zu empfangen, so wie man früher in der Kirche die sonntägliche Oblate empfing, weil diese Darsteller keine Larven mehr tragen, sondern ihre intellektuelle, moralische und politische Nacktheit so offen, unverbrämt und schamlos zur Schau stellen, dass man froh sein muss, dass sie wenigstens den allerletzten Schritt unterlassen und die Klamotten anbehalten.

Ein zufälliges Beispiel: Neulich brachte die Winzfraktion der „Grünen“ — sieben von 120 Abgeordneten — in den sächsischen Landtag einen Antrag ein, mit dem kleine Schlachtbetriebe gegenüber den großen begünstigt werden sollten. Das mag man grundsätzlich vernünftig finden — industrielle Massentierhaltung ist mehr als nur widerwärtig und die Zerstörung unabhängiger Kleinbetriebe samt ihren üblen sozialen, ökologischen und sonstigen Folgen über alle Branchen hinweg ein Problem, das unter anderem dazu geführt hat, dass vor mehr als vierzig Jahren eine vollkommen andere Partei, die jedoch ebenfalls die Bezeichnung „grün“ trug, überhaupt erst gegründet wurde. Leider ist diese Partei aber eben nur noch eine nicht einmal mehr lächerliche, sondern nur noch jämmerliche Karikatur ihrer selbst, deren Treiben man nicht mehr zuschauen kann, ohne wegen gleichzeitiger Darm- und Hirnverschlingung bettlägerig und depressiv zu werden.

Weiter geschah nämlich dies: Weil die Winzfraktion so winzig ist und wusste, dass die von ihr ansonsten rückhaltlos unterstützte Landesregierung aus CDU und SPD das Anträglein sowieso ablehnt, formulierte sie schon vorab eine Pressemitteilung, in der das Scheitern des Antrags bekanntgegeben und beklagt wurde, weshalb man am besten nächstes Mal dann doch wieder die „Grünen“ wählen solle, bla, bla und so weiter.

Dummerweise hatten die „grünen“ Dümmlinge nicht daran gedacht, dass sie in Sachsen nicht die einzige sogenannte „Opposition“ sind, sondern es dort auch noch richtige Oppositionsfraktionen gibt: neben der betrügerisch benannten „Linke“ auch noch BSW und AfD, die viel mehr Sitze im Landtag haben und den Antrag der „Grünen“ ganz vernünftig fanden, weshalb sie dafür stimmten und der Antrag folglich angenommen wurde. So weit alles ganz normal, das nannte man in Deutschland früher mal eine leidliche „Demokratie“.

Allerdings ist da ja noch die „Brandmauer“, und die war damit eingerissen, was die „Grünen“ in eine unvermeidliche Existenzkrise stürzte: Sofort wurde eine Geheimkonferenz einberufen — immerhin nicht in Potsdam —, um zu beraten, wie es zu diesem Einriss des wichtigsten Instruments der deutschen Nach- und Vorkriegspolitik kommen konnte und wie man so etwas zukünftig verhindern kann.

Ich wüsste da schon eine Lösung: einfach überhaupt keine Anträge mehr stellen, die „parlamentarische Arbeit“ insgesamt aufgeben, nur noch die Regierung anfeuern und in der freigewordenen Zeit Aufkleber „gegen rächts“ verteilen! Das nennt man dann „Politik“.

Nun leben wir in Zeiten, wo das alles nicht mehr so einfach ist und an allen Ecken und Enden vermeintlich staatstragende Fundamente der „Wir“-Ideologie der Einheitsparteienwagenburg bröckeln oder gleich ganz wegbrechen. Zum Beispiel haben nicht nur die „Grünen“, sondern auch SPD, CDU/CSU, FDP und die sogenannte Linke sowie die Propagandamedien und zehntausende GONGOs seit etwa zwei Jahrzehnten eine oder vielleicht schon zwei oder drei ganze Generationen mit einer sogenannten „Klimapolitik“ nicht einfach nur verarscht, sondern in existentielle Ängste gestürzt: Wenn wir nicht sofort aufhören, Kohlensäure zu produzieren, wird die Welt verbrennen und der Mensch aussterben et cetera pp.

Das alles beruhte auf einer sogenannten „Modellierung“. Eine „Modellierung“ geht ungefähr so: Ich frage einen Computer, was passiert, wenn zum Beispiel die Stadt München demnächst die Eggartensiedlung zubetoniert und damit den letzten intakten Frischluftkorridor vernichtet, wodurch die Temperatur in der inneren Stadt durchschnittlich um fünf Grad steigt. Die Modellierung sagt, ungefähr: Dadurch sterben etwa hunderttausend Menschen mehr als sonst. Nun frage ich: Und was ist, wenn zugleich sämtliche Wälder in und um München herum plötzlich gleichzeitig zu brennen anfangen und dadurch die Temperatur um fünfzig Grad steigt? Dann, sagt die „Modellierung“, werden alle sterben, außer ein paar Fischen in der Isar vielleicht.

So lief das auch bei der Kohlensäure, wobei zu beachten ist, dass das Treibhaus- oder — wie man es früher nannte — „Glashausmodell“ in der omnipräsent gepredigten Variante sowieso Bullshit ist und auf reiner Phantasie beruht, indem etwa neunundneunzig Prozent der physikalischen und klimatologischen Fakten einfach unter den Teppich gekehrt wurden: Man nahm an, die Menschheit werde sich demnächst verdoppeln, infolgedessen fünfmal so viel Kohle, Gas und solches Zeug verbrennen, also um ein Vielfaches mehr, als es überhaupt gibt, und dann werde es — weil neben sämtlichen anderen Fakten auch noch der Sättigungseffekt unter den Teppich rutschte — fünf Grad wärmer, insgesamt, auf der Welt. Was gar nicht geht, weil es eine „Welttemperatur“ und ein „Weltklima“ generell und grundsätzlich nicht geben kann, aber hey! — da ist der Teppich! Drunter damit!

Um es kurz zu machen: Für den (sorry, liebe Grammatik) extremsten und vollkommen unmöglichen aller Extremfälle ergab dieses „Modell“ die erwähnten fünf Grad, was, wie erwähnt, schon im Ansatz totaler Bullshit war und so schlimm übrigens auch nicht wäre, weil es in den letzten zweitausend Jahren schon öfter drei oder fünf oder acht Grad wärmer war und es übrigens eine Zivilisation ansonsten gar nicht gäbe. Das hinderte eine Mafia von profitgierigen „Klima“-Unternehmern aber nicht daran, eben dieses total idiotische Extremszenario für plausibel, unausweichlich und absolut infernalisch zu erklären.

Und schon ging der Profit los, wurden Wälder gerodet und zubetoniert, hunderttausende vollkommen nutzlose Windräder in die Landschaften gestellt, die — sorry, jetzt wird es unangenehm — Menschen und Tiere in großer Zahl krank machen, vertreiben beziehungsweise töten, wurden Agrarflächen — also Landschaften, die bis dahin wertvolle Nahrung lieferten — in Siliziumfelder verwandelt, auf denen außer Steuer- und Schuldengeld nichts wächst, wurden die Natur und die Umwelt in einem bis dahin in der gesamten Menschheitsgeschichte kaum denkbaren Ausmaß zerstört und für alle Zeiten verwüstet, um sogenannte „erneuerbare Energien“ zu erzeugen und die Welt zu retten.

Um das alles durchzusetzen, rekrutierten die skrupellosen Profiteure ein Heer von verängstigten Jugendlichen, die sich in staatlich finanzierten Bootcamps drillen ließen, an Autobahnen klebten, an Freitagen grölend durch die Städte zogen und offenbar noch nie etwas von den Geißlerzügen und den Kinderkreuzzügen und dem Volkssturm und weiteren ähnlich menschenverachtenden Manövern der Herrschenden gehört hatten, weil ihnen ansonsten ein Schock der Scham durch den kollektiven Empörungsleib gefahren wäre. Weil man ihnen in der Schule ja nicht mehr die Geschichte beibrachte, sondern nur noch die „Klima“-Ideologie: Du darfst dies nicht mehr, du darfst das nicht mehr! Du musst verzichten und dich züchtigen und … na ja, es wird langweilig: die Welt, das Klima, das Universum, die Zukunft und dies und das schützen und retten! Weil der Mensch der Teufel und zugleich Gott ist, der alles kann, auch mit einem Knopfdruck und ein bisschen Entsagungsspektakel und Umverteilung von unten nach oben die Naturgesetze neu schreiben!

Dieser ganze Schmarrn wird übrigens — das sei zwischendurch erwähnt — hauptsächlich von alten weißen Frauen und alten weißen Männern verbreitet — falls man bereit ist, Karl Lauterbach und Robert Habeck als Männer zu definieren. Aber das, wie gesagt, nur am Rande. Entscheidend ist:

Der Schwindel ist aufgeflogen, als solcher und überhaupt. Kohlendioxid ist als minimale Beimischung in der Atmosphäre nicht schädlich, ganz im Gegenteil. Wenn ein Gewitter tobt, tut es das nicht weil jemand Auto fährt. Wenn der Wald brennt, hat ihn jemand angezündet, meist absichtlich. Es wird auch nicht wirklich wärmer, zumindest nicht spürbar, die gespenstischen „Hitzetoten“ gibt es so wenig wie lebendige Einhörner und die Hexe Hicksi, Gletscher verschwinden alle paar hundert Jahre, kommen dann wieder und verschwinden erneut, und wenn Inseln kleiner und andere größer werden, dann nennt man das Plattentektonik und ganz normal.

Und das ist kein Verschwörungsgeschwurbel, sondern der aktuelle, also immer unsichere Stand der Wissenschaft, den sogar die Klimapropagandaorganisation IPCC anerkennen muss, zähneknirschend, weil sich die Realität halt nicht an die Businesspläne von Windradbauern hält. Ein paar verwegene Wahnsinnige oder/und Kriminelle wie der erwähnte Herr Pandemieminister halten am alten Quatsch fest und blöken ihn im Angesicht der Erkenntnis noch lauter in die mediale Pseudowelt, aber auch deren hysterischer Veitstanz ist ein sicheres Zeichen: Der Schmarrn ist erledigt.

Damit, liebe Klimakinder, sind wir bei euch. Wenn ihr offene Augen und Ohren habt, macht ihr jetzt, in diesen Tagen, eine neue Erfahrung, die allerdings für manche von euch vielleicht gar nicht sooo neu ist. Erinnert ihr euch noch an den Osterhasen, ans Christkind, den Nikolaus, an Zahnfee, Weihnachtsmann und den fürsorglichen bayerischen „Landesvater“? Da war das ähnlich: Eine gefühlte Ewigkeit lang haben Mama und Papa euch eingeschärft, dass es die alle gibt und dass sie dies und das tun, meist Schönes und Gutes — es war im Gegensatz zur Klimahölle eine idyllische Welt, in der sie herumhoppelten und durch Kamine fuhren, aber wirklich und wahr war sie eben nicht. Vielleicht ist es euch schwergefallen, davon Abschied zu nehmen, einzusehen, dass Mama und Papa euch belogen und betrogen haben; vielleicht habt ihr euch gewehrt: Augen zu, Ohren zu, „Na na na na na! Ich will nichts hören!“, und möglicherweise laufen ein paar Einzelne herum, die immer noch dran glauben oder sich ersatzweise mit Mitte zwanzig selbst als Osterhasen entdeckt haben und identifizieren.

Das ist alles nicht so wichtig. Man kann nämlich etwas daraus lernen: Im Leben täuscht man sich und wird getäuscht, von wohlmeinenden und von böswilligen Menschen. So war das mit den Märchenwesen, und so war es mit dem Klimahorror — ihr müsst euch deswegen auch nicht schämen. Schließlich wart ihr bei den einen noch sehr klein, da glaubt man, was die Eltern sagen, weil man sonst verrückt wird oder aus dem Fenster fällt. Und bei dem anderen waren Fachleute am Werk, die ihr Leben lang nichts anderes tun als Menschen von irren Ideen zu überzeugen, und die dafür über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg Methoden entwickelt haben, denen selbst die klügsten, besonnensten, skeptischsten, kritischsten, weisen Geister hin und wieder auf den Leim gehen.

Es waren ja auch nicht wenige, sondern Millionen, möglicherweise Milliarden, die auf das Klimatheater hereingefallen sind — zumal den Betreibern bei ihren Einschüchterungskampagnen nicht nur tausendfach erprobte Propagandatricks und -methoden zur Verfügung standen, sondern die Kräfte der Natur selbst: Wenn man in einem tosenden Gewittersturm oder angesichts verheerender Sturmfluten, Erdbeben, Waldbrände Angst und Panik kriegt, kann man sich kaum der Verführungsmacht entziehen, die von einem Argument ausgeht wie „Das kommt alles vom Klima, mein Kind! Wenn du kein Fleisch mehr isst, den Müll trennst, nicht mehr Auto fährst und keine Kinder kriegst, dann wird alles wieder gut!“

Im Hintergrund lauert der Widerspruch: Aber Wasser sprudeln darfst du trotzdem, und wieso wir das CO2 aus Kraftwerksschornsteinen in die Erde pressen wollen, gleichzeitig aber Megatonnen davon künstlich herstellen, um Gewächshäuser zu düngen und Sekt, Cola, Bier zum Blubbern zu bringen, das sagen wir dir nicht, ätsch! Panik — das ist eine der ältesten Erkenntnisse der Psychologie überhaupt — löscht Zusammenhänge.
Übrigens seid ihr nicht die ersten, die sich mit der blitzartig ernüchternden Einsicht konfrontiert sehen, dass alles, woran man gerade noch geglaubt hat und wofür man alles zu opfern bereit war, ein riesiger Humbug war oder noch ist. Fragt mal eure Groß- und Urgroßeltern, wie das so war im Mai 1945, als nicht nur der Führer, sondern seine sämtlichen Helfershelfer bis hinab zum kleinsten Dorfbürgermeister über Nacht verschwunden waren, die Rathäuser, Polizeiwachen, Redaktionen und Radiosender plötzlich leerstanden, ebenso wie die Köpfe einer ganzen Generation oder deren zwei, in die man Tage oder Stunden zuvor noch hineingedroschen hatte, der Endsieg sei greifbar nah, die Wunderwaffe einsatzbereit und man müsse nur noch eine oder zwei letzte Kraftanstrengungen vollbringen.

Mit einem Mal waren aus den strahlenden Leitfiguren feige Lumpen geworden, die mit Sack und Pack und notdürftig gefälschten Papieren durch Wälder irrten und sich in Schuppen versteckten, um dem Zorn derer zu entgehen, die sie jahrelang belogen, betrogen, befehligt und in Mord und Verderben gehetzt hatten. Zugegeben: Auch damals gab es ein paar Leute, die das alles schon 1933, 1939 oder allerspätestens an Weihnachten 1941 vorhergesehen hatten, aber wer hört schon auf verschwörungsideologische Schwurbler, wo doch alles klar, simpel und unwiderstehlich erscheint und „die Wissenschaft“ ihren Segen gibt?

Dagegen ist das Klimatheater, das man euch angetan hat, tatsächlich ein sehr harmloses Verbrechen, aber Angst und Verblendung, Terror und Massenhypnose sind seit Urzeiten immer die gleichen und haben die gleichen Folgen: Es dauert eine gewisse Zeit, bis man den Irrsinn, die Enttäuschung, den Wahn und die Verwirrung aus dem Kopf hinausbekommt. Zumal der Circus ja weitergeht, wenn auch als erbärmliche Farce, deren Lächerlichkeit sich im Grunde schon unabweislich eindeutig erschließt, wenn man das Gesicht des ehemals sogenannten deutschen Gesundheitsministers betrachtet oder ihn gar „sprechen“ hört.

Wie in jedem Zusammenbruch liegt auch in diesem eine Chance. Hinter und unter dem doofen Klimaquatsch braut sich nämlich eine weitaus dunklere, bösere und gewaltigere Bedrohung zusammen, die manch einer im allgemeinen Getöse vielleicht noch gar nicht mitbekommen oder zumindest sträflich unterschätzt hat: Die gleichen Leute, die euch auf den Kohlensäurekreuzzug geschickt haben, wollen nichts anderes als das wiederholen und diesmal siegreich zu Ende bringen, was im Mai 1945 so schmachvoll abgebrochen werden musste und was dann — bei der erwartbaren Eskalation — zumindest in Europa ein Klima hervorbringen wird, von dem das IPCC in seinen apokalyptischsten Modellierungen noch nicht einmal anflugweise träumt: eine thermonukleare Hölle, die diesmal sogar die Fische in der Isar nicht überleben dürften.

Und dafür, liebe Klimakinder, brauchen sie euch, und zwar diesmal nicht nur euren Elan, eure Unterwürfigkeit, euren Glauben, eure Energie und euren naiven Fanatismus. Sondern: euer Leben, ganz buchstäblich. Sie brauchen euch als Schlachtvieh, als Mordmaschinen, als Menschenmaterial, das man verheizen, durch den Fleischwolf drehen, zu blutigem Schmutz zermalmen will, um damit Geld zu machen, nichts als Scheißgeld. Selbst wer diese Hölle durch Zufall überlebt — als Fisch oder als Mensch —, wird nie mehr der sein, der er mal war oder werden wollte. Er wird kein Mensch mehr sein.

Und deshalb, liebe Klimakinder, müsst ihr jetzt — ich weiß, das Wort klingt schlimm, dumm und antiquiert — tapfer sein. Wir brauchen euren Mut, euren Zorn, euren Wagemut und eure Unerschrockenheit, um die geplante Katastrophe, das drohende größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte vielleicht doch noch abzuwenden oder eventuell sogar endgültig verhindern zu können.

Das wird nicht leicht. Die Leute, die das betreiben, sind mächtig, und sie haben ein Arsenal an Waffen, psychologischen und handgreiflichen Zwangsmitteln, Tricks und Methoden der Unterwerfung zur Verfügung, das nicht nur eure Vorstellung, sondern alles übersteigt, was es in dieser Hinsicht je gab. Aber sie sind keine Götter, weder unbesiegbar noch allmächtig, und wenn ihr nicht mitmacht, euch nicht in ein scheinbares Schicksal fügt, die Lügen nicht glaubt, sondern widersprecht, euch wehrt, Widerstand leistet und euch verweigert, dann sind sie nicht mehr und werden nicht mehr sein als die feigen Lumpen, die im Mai 1945 durch Wälder geirrt sind und sich in Erdlöchern und Schuppen versteckt haben.

Damals hat das mit dem endgültigen Verhindern leider nicht hingehauen. Es hat nur ein paar Jahre gedauert, bis der böse Geist wieder auferstand, und nach siebzig Jahren Manipulation, Propaganda und Drill ist er nun bereit, sein Vernichtungswerk ein für alle Mal zu Ende zu bringen.

Bitte hindert ihn daran. Es ist — nicht zuletzt, sondern zuallererst — in eurem eigenen Interesse. Und ihr kriegt das hin, wenn ihr es wollt. Es ist nämlich gar nicht so schwer. Es braucht dafür weder Parteien noch Regierungen, weder Drillkurse bei regimetreuen GONGOs noch Klebstoff, Lautsprecherwagen, Fahnen und Transparente mit simplen Sprüchen, sondern nur etwas, was jeder Mensch kann, ihr auch: den Entschluss, nicht mitzumachen, um keinen Preis, unter keiner Bedingung und keinen Umständen. Oder, wie die, die das letzte Mal mitgemacht haben, freiwillig oder nicht, sich hinterher vergeblich schworen: Nie wieder!