Der Dimensionssprung

Wir leben in einem Universum aus Schwingungen.

Unser Universum ist Bewegung. Die Materie macht nur einen winzigen Teil in ihm aus. Alles andere ist Raum. Hier bilden sich die Ereignisse und Formen entsprechend der Informationen, die in ihm unterwegs sind. Was viele Philosophen seit jeher wissen, wird zunehmend von der modernen Wissenschaft erforscht und bestätigt. Wir stehen vor dem Eintritt in eine neue Dimension.

Nikolas Tesla, einer der größten Wissenschaftler in der Geschichte der Technologie, prophezeite Ende des 19. Jahrhunderts, dass die Geheimnisse des Universums nur im Erforschen von Schwingung, Frequenz, Energie ergründet werden können. David Bohm, ein Schüler Einsteins, bestätigte, dass das Universum nicht, wie man lange Zeit glaubte, aus Materie besteht, die in einem leeren Raum aufgehängt ist, sondern aus Energie.

Unser Universum besteht vor allem aus Leere. Die Materie macht nur einen verschwindend geringen Anteil aus. In dem leeren Raum fließt Energie, aus der entsprechend der transportierten Informationen immer neue Formen und Ereignisse entstehen. Aus der Perspektive der Quantenmechanik, so der Wissenschaftler Bruce Lipton, ist das Universum ein Zusammenschluss von interagierenden Energiefeldern (1).

Schritt ins Ungewisse

Hier gibt es keine Beweise, nur Beobachtungen und Erfahrungen. Es gibt keine Gewissheit, nur Wahrscheinlichkeiten. Anders als das Modell Newtons mit seinen klaren Linien zwischen Ursache und Wirkung erscheint das holistische Modell befremdlich oder sogar beängstigend. In einer vom materialistischen Denken geprägten Welt rebelliert bei vielen der Verstand, wenn es um Energie und Schwingung geht. Was wir nicht sehen und nicht anfassen können, mögen wir auch nicht glauben.

Dabei sollten wir es eigentlich mittlerweile besser wissen. Unsere Wissenschaft ist schon lange so weit bis ins Kleinste vorgedrungen, dass dort keine Materie mehr zu finden ist. Die subatomaren Teilchen haben keine feste Form. Das, was sich dem Forschenden offenbart, ist nicht Materie, sondern Energie. Was wir als feste Stoffe um uns herum wahrnehmen, ist eigentlich Bewegung, Vibration.

Bei der Erforschung dieser Energie spielt der Forscher eine entscheidende Rolle. Denn von ihm hängt ab, was er wahrnimmt. Solange ein Elektron unbeobachtet ist, verhält es sich wie eine Welle. Erst die Beobachtung macht es zum Teilchen. Es ist weder materiell noch immateriell, sondern beides auf einmal, also gleichzeitig Welle und Teilchen, Energie und Materie. So antwortet ein Professor auf die Frage seines Studenten, ob Licht eine Welle oder ein Teilchen ist, einfach mit „Ja“ (2).

Formgebende Schwingung

Schwingung ist der Ursprung jeder Form. Anfang des 18. Jahrhunderts erforschte Ernst Chladni, der Begründer der modernen Akustik, die Vibrationen von Metallplatten. Er bestreute sie mit feinem Sand und strich mit einem Geigenbogen am Rand der Platte entlang. Die Sandkörner bildeten entsprechend der Bewegungen des Bogens verschiedene geometrische Muster. Die akustischen Figuren ändern ihre Form entsprechend der Tonfrequenz: Je höher der Ton, desto komplexer werden die Muster (3).

Hans Jenny erforschte diese vibratorischen Phänomene unter anderem mit dem Element Wasser. Wie der feine Sand in den Experimenten Chladnis reagiert auch Wasser unmittelbar auf Vibration und bildet entsprechende Formen. Durch die Schwingungen entstehen dieselben geometrischen Muster, wie man sie in der Natur findet, zum Beispiel auf dem Panzer von Schildkröten oder bei der Anordnung der Kerne einer Sonnenblume.

Alexander Lauterwasser geht noch einen Schritt weiter. Er zeigt in seiner Arbeit, dass alle existierenden Formen im Grunde wie geronnene Töne sind (4). Jedes Objekt, jede Pflanze, jedes Tier, jeder Mensch ist eine Art Resonanzkörper. Mit seinen Beobachtungen nähert er sich der Arbeit von Rupert Sheldrake an und dessen Konzept der morphogenetischen Felder, die jeder Formbildung in der Natur zugrunde liegen (5).

Kooperation statt Konkurrenz

Alle diese Entdeckungen sind im Grunde nicht neu, sondern Jahrtausende alt. Man findet sie in vielen alten Entstehungsmythen, nach denen das Leben aus einer Art vibrierendem Ozean hervorgegangen ist. So betätigt die heutige Wissenschaft nur, was wir seit Langem wissen: Wir sind gleichzeitig Form und Energie, Körper und Geist, also nicht das eine oder das andere, sondern beides zusammen.

Dies ist schwer zu verstehen in einer dualen Welt, in der sich die Dinge einander ausschließend gegenüberstehen. Der Glaube an die Alleinexistenz der Materie, die Übernahme des darwinschen Modells vom Recht des Stärkeren und eine kapitalistisch-ausbeuterische Wirtschaftsordnung sorgen bis heute dafür, dass wir uns gegen das Offensichtliche sträuben: Leben basiert nicht auf Konkurrenz, sondern auf Kooperation. Leben ist Verbindung, Zusammenwirken. Hier ist nichts überflüssig. Alles hat seine Funktion, seine Bedeutung und seinen Platz.

Eins und einzigartig

Wir hängen alle zusammen wie die Tropfen des Ozeans. Jede kleinste unserer Bewegungen hat Auswirkungen auf das Gesamte. So wie in unserem Körper unzählige Kolonien von Mikroorganismen wirken und uns am Leben erhalten, so trägt jeder einzelne von uns zur Existenz des Ganzen bei. Gemeinsam bilden wir, so Gregg Braden — einer der Pioniere, die Wissenschaft und Spiritualität miteinander verbinden —, eine unauflösliche Einheit (6).

In allen Wissenschaftsbereichen kommen auch Universalforscher wie Ken Wilber immer wieder zu derselben Erkenntnis: Wir sind gleichzeitig in sich geschlossene Systeme und Teile eines vibrierenden Ganzen. Vor diesem Hintergrund versteht sich, dass das, was wir uns selbst antun, Auswirkungen auf das Gesamte hat und das, was wir anderen antun, immer auf uns selbst zurückfällt.

Die Journalistin Lynne McTaggert erkennt in den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ein neues Paradigma der Verbundenheit (7). Hier geschieht eine Revolution. Wir sind keine sinnlos umherirrenden isolierten Teilchen, die, bevor sie im Nichts verglühen, ein hoffnungsloses Dasein auf einem einsamen Planeten in einem gleichgültigen Universum fristen. Wir sind nicht allein, wir sind immer verbunden und nehmen an der Gestaltung unseres Universums teil.

Die formende Kraft des Wassers

Viele Forscher untersuchen das subtile und komplexe Zusammenspiel lebendiger Organismen anhand der Eigenschaften von Wasser. Schließlich besteht unser Planet zu etwa siebzig Prozent aus Wasser, so wie auch unsere Körper. 1984 beobachtete der französische Arzt und Wissenschaftler Jacques Benveniste, dass Wasser die Informationen einer Substanz speichern kann, die nicht mehr materiell in ihm nachweisbar ist. Er führte damit den wissenschaftlichen Beweis, dass Wasser sozusagen ein Gedächtnis hat.

Wie Tonfrequenzen über die Luft übertragen werden, kann Wasser Informationen empfangen und aussenden. Diese Entdeckung ist eine Sensation, die, kurz nachdem sie publik geworden war, sofort wieder diffamiert wurde. Denn was würde geschehen, wenn wir nicht mehr daran glauben, dass patentierbare chemische Substanzen uns heilen, sondern über Wasser transportierte Informationen? Benveniste wurde von der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgeschlossen und seine Entdeckung als Spinnerei eines verwirrten Geistes abgetan (8).

Niemand zweifelt hingegen daran, dass Töne einen Einfluss auf unser Nervensystem haben: Hohe und schnelle Töne stimmen fröhlich, hohe und langsame Töne vermitteln Sanftheit, tiefe und schnelle Töne machen aggressiv und dunkle und langsame Töne ernst und traurig. Unser Gehirn nimmt die Frequenzen auf und verarbeitet sie zu den entsprechenden Impulsen, die an die Organe weitergegeben werden.

Kunst als Wegbereiter eines neuen Denkens

Was sich in der Wissenschaft nur zögerlich durchsetzt, findet in der Kunst breites Interesse. Die Arbeiten Masaru Emotos beeindrucken Menschen auf der ganzen Welt. Er zeigt, wie Gedanken und Gefühle Wassermoleküle beeinflussen können. Sie verändern sich entsprechend der Stimmung, der sie ausgesetzt sind. Ist die Stimmung aggressiv, weisen die Moleküle eine desorganisierte Struktur auf. Herrscht hingegen Harmonie, ist die Struktur der Wassermoleküle klar. Sie organisieren sich entsprechend der Impulse, die sie erhalten (9). In vergleichbarer Weise untersuchte die Photographin Rose-Lynn Fisher ihre Tränen unter dem Mikroskop. Sie stellte fest, dass deren Struktur je nach Emotion vollkommen unterschiedlich ist (10).

Was für die einen unbedeutender Humbug ist, ist für die anderen der Eintritt in eine neue Dimension. Hier können wir uns an nichts mehr festhalten. Hier gibt es keine Sicherheiten, nur Bewegung. Es gibt keine großen Gewinne, keine Ausbeutung, keine Unterdrückung, keine Eliten, nur noch verantwortungsbewusste Menschen, die die Welt im Sinne des Lebendigen gestalten. Jeder von uns steht vor der Entscheidung, sich für diese Dimension zu öffnen oder nicht (11).


Quellen und Anmerkungen :

(1) https://www.brucelipton.com
(2) Banesh Hoffmann: The strange story of the quantum, Dover Pubn Inc 1982
(3) https://www.youtube.com/watch?v=IzcTGMc9zBM
(4) Alexander Lauterwasser: Schwingung — Resonanz — Leben: Wasser-Klang-Bilder und die Formen des Lebendigen, AT Verlag 2015
(5) Rupert Sheldrake : Das schöpferische Universum: Die Theorie des morphogenetischen Feldes, Ullstein 2009
(6) Gregg Braden: Im Einklang mit der göttlichen Matrix: Wie wir mit allem verbunden sind, Koha-Verlag 2007
(7) Lynne MacTaggert : Das Nullpunkt-Feld. Auf der Suche nach der kosmischen Ur-Energie, Goldmann 2007
(8) Heute gibt es trotz aller Widerstände Labore wie Bodyfreq, über die man sich Medikamente herunterladen kann: https://www.bodyfreq.com
(9) Masrau Emoto: Die Botschaft des Wassers: Sensationelle Bilder von gefrorenen Wasserkristallen, Koha 2010
(10) http://rose-lynnfisher.com/tears.html
(11) Der Text ist die freie Widergabe eines Kapitels aus Kerstin Chavent: Traverser le miroir (Den Spiegel durchqueren), L‘Harmattan 2016