Der KI-Flüsterer
Im Manova-Gespräch ergründen der Musikproduzent B-LASH und der KI-Künstler Snicklink die Gefahren, Hintergründe und Potenziale der Maschinenintelligenz und demonstrieren live die entgrenzten Kreativmöglichkeiten der heutigen AI-Tools.
Das dünne Tuch zwischen Realität und KI-generierten Inhalten wird immer rissiger. Schon heute fällt es selbst Menschen mit geschulten Sinnen schwer, zwischen Wirklichkeit und Fake zu unterscheiden. Dabei steckt die künstliche Intelligenz noch in ihren Kinderschuhen. Wohin wird diese Entwicklung also führen? Die Frage zielt nicht auf eine ferne Zukunft ab, sondern bereits auf die kommenden Monate. Die Weiterentwicklung der Rechenleistung, Emulationsfähigkeit und der damit einhergehenden Tools vollzieht sich nämlich in schwindelerregender Geschwindigkeit. Nur wenigen Zeitgenossen gelingt es, mit den sich fast täglich ereignenden Fortschritten Schritt zu halten, bei alledem mitzukommen. Der KI-Künstler „Snickers für Linkshänder“, kurz Snicklink, ist einer der wenigen. Mit Anbruch des Jahres 2023, als die KI in Gestalt massentauglicher Tools unter die Menschen kam, verstand es Snicklink von Anfang an, eigenmächtig auf die AI aufzusatteln. Die Tools, die von den weniger wohlmeinenden Big-Tech-Konglomeraten entwickelt wurden – was allzu schnell und allzu gerne vergessen und verdrängt wird, – nutzt Snicklink seither, um die Medien- und Propaganda-Matrix mit allen erdenklichen „Glitches“ in kreativster und subversiver Weise zu „disrupten“. Im Manova-Gespräch mit dem Musikproduzenten B-LASH skizziert Willy Kramer, so sein bürgerlicher Name, die zweischneidige Doppelnatur der Künstlichen Intelligenz, die seiner Sicht nach in Abhängigkeit von dem menschlichen KI-Nutzer beides in sich birgt: Licht und Schatten. Die beiden Berliner Künstler lassen es in diesem besonderen Talk nicht bei der grauen Theorie bewenden, sondern demonstrieren in der Praxis die schon heute schrankenlosen Möglichkeiten, die die KI dem Menschen bietet, seine Kreativität auszuleben.