Der Macher-Hotspot
Zum wiederholten Male versammelten sich Visionäre, Aktivisten und Künstler im mexikanischen Morelia bei „The People‘s Reset“ und präsentierten alltagstaugliche Lösungen für Ökologie, digitale Autonomie und Gesundheit — Manova war vor Ort.
„Was kann ich alleine schon ausrichten? — fragt sich die halbe Menschheit.“ So lautet ein bekannter Kalenderspruch. Er ist so plump, wie er wahrhaftig ist. Denn es ist illusionär zu glauben, man sei mit seinen Veränderungsbestrebungen allein. Meist mangelt es nur an der entsprechenden Vernetzung. Ein solcher Raum der Vernetzung entstand bereits 2021 in Morelia, Mexiko: „The Greater Reset“. Es war und ist eine direkte Antwort auf Klaus Schwabs „The Great Reset“, den dieser im Vorjahr für 2030 ausrief. Der Aktivist Derrick Broze aus Texas und seine Mitstreiter sahen es nicht ein, sich von einer selbst ernannten Elite die lebensfeindliche und unfreie Zukunft der Agenda 2030 diktieren zu lassen. So entschieden sie sich kurzerhand, selbst einen Reset auszurufen. Jedoch keinen, der den vielen von den wenigen in einer pyramidalen Gesellschaftsstruktur anbefohlen wird, sondern einen Reset von unten, von den Menschen selbst. So wurde daraus im Laufe der Zeit „The People‘s Reset“, der 2026 erneut in Morelia ausgetragen wurde. Das thematisch auf die fünf Tage verteilte Programm war „holistisch“ gestaltet, wie es immer wiederkehrend bezeichnet wurde. Und in der Tat umfasste das Line-Up aus Vorträgen und Workshops Themenfelder, die sich sonst auf ein und demselben Event selten berühren: Permakultur beziehungsweise Ökologie, Gesundheit, Finanzen, Spiritualität und digitale Autonomie. Nicht unerwähnt bleiben darf das Potpourri aus unzähligen Musikern aus aller Welt, die die inhaltliche Ebene der Veranstaltung nicht „nur“ ergänzten, sondern vervollständigten. Zum People‘s Reset 2026 kam schlussendlich zwar nicht „die halbe Menschheit“, doch es kamen mehrere hundert „zukunftshungrige“ Visionäre, Musiker, Künstler, Aktivisten, Heiler, Unternehmer — und auch Manova.
Tom-Oliver Regenauer, Nicolas Riedl und Jens Fischer Rodrian nahmen die weite Reise über den großen Teich auf sich, um jene Vordenker zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. Die unzähligen Begegnungen, Gespräche, Vernetzungen und Vorträge wurden von Kameras begleitet. Am Ende entstand eine halbstündige Reportage, die einen Spirit einfängt, der im deutschsprachigen Raum noch rar ist. Diese 30 Minuten sind ein Blick über den kulturellen Tellerrand und zeigen, dass es echte Alternativen gibt, eine Welt jenseits erschöpfender Hopium-Narrative und entmutigenden Fear-Porn- sowie Click- und Rage-Bait-Beiträgen. Für diese Reportage gilt der aus vielen TV-Sendungen bekannte Warnhinweis — nur eben umgekehrt: „(Don‘t) Try this at home!“