Die Privatisierung der Repression
Im Manova-Gespräch diskutiert Walter van Rossum mit dem Autor Norbert Häring und dem Sozialökonomen Günter Roth über die Zensurinfrastruktur, mit der die Klasse der Besitzenden ihre Diskurshoheit gegen widersprechende Stimmen verteidigt.
Von einer angeblich nicht stattfindenden Zensur, wie es das Grundgesetz so schön behauptet, ist nicht mehr viel übrig. Die Frage ist: Was darf man eigentlich noch Kritisches sagen und was nicht? Es sieht so aus, als wüchsen die Mauern des Totalitären unaufhörlich und in gewisser Weise so unauffällig, dass viele es kaum noch bemerken.
Norbert Häring hat ein Buch über den „Wahrheitskomplex. Wie NGOs im Staatsauftrag unerwünschte Meinungen bekämpfen“1 geschrieben. Das Buch dürfte das detaillierteste und erhellendste Kompendium zur Zensur unserer Tage darstellen. Weil staatliche Zensur dem Ansehen des Staates schadet, schickt er zahllose NGOs ins Rennen, um die Drecksarbeit zu machen. Allerdings werden die meisten dieser vermeintlichen Nichtregierungsorganisationen direkt oder indirekt aus staatlichen Mitteln finanziert.
Der Sozialwissenschaftler Professor Günter Roth hat gemeinsam mit Wolfgang Stölzle ein Buch herausgegeben, in dem zahlreiche „Dissidenten der Alternativlosigkeit“ von ihrem Schicksal berichten: „Mut zum Widerspruch“2. Von Daniele Ganser, Michael Meyen, Christian Dettmar, Christian Schubert, Andreas Sönnichsen und vielen anderen erfährt man, wie sie zu Dissidenten wurden und welche Folgen das für sie hatte.
Sind wir bereits ein autoritärer Staat unterwegs ins Totalitäre?
Walter van Rossum im Gespräch mit Norbert Häring und Günter Roth
Hier können Sie das Buch bestellen: „Buchkomplizen“
Hier können Sie das Buch bestellen: „Mut zum Widerspruch: Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“
Hier können Sie das Buch bestellen: „The Great WeSet: Alternativen in Medien und Recht“


