Einknickender Ex-Rebell

Robert F. Kennedy Jr. ist als US-Gesundheitsminister gescheitert, weil Kompromisse mit der Pharmalobby nur mit einem Verrat an den Bürgern enden können.

Nicht alle in Europa wussten das: Amerika sollte nicht nur „wieder großartig“, sondern auch „wieder gesund“ werden. MAHA (Make America Healthy Again) nannte sich eine Bewegung, als deren Gallionsfigur der während der Corona-Jahre sehr rebellisch agierende Robert F. Kennedy Jr. auftrat. Der verzichtete sogar auf eine eigene Präsidentschaftskandidatur und ordnete sich dem Machtanspruch Donald Trumps unter. Heute verzehrt er demonstrativ McDonald's Food und setzt sich leidenschaftlich für mehr Masern-Impfungen ein. Ein gefallenener Gesundheitsengel? Jedenfalls zeigt sich, dass ein „gutes Leben im schlechten“ in den USA schwierig ist, dass also Reformen in einem durch und durch korrupten System des Profits mit Kranken kaum möglich sind und faule Kompromisse die Menschen im Land nicht davor bewahren werden, der Pharma-Krake zum Opfer zu fallen. Die Bürger müssen beginnen, Verbesserungen außerhalb des politisch-pharmazeutischen Klüngels zu organisieren.

„Make America Healthy Again“ (kurz „MAHA“) ist tot.

In Wahrheit ist die Bewegung vermutlich schon seit geraumer Zeit tot. Auf der Sterbeurkunde steht als Todestag allerdings der 15. Oktober 2026. An diesem Tag trat Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. ans Mikrofon und pries die Vorzüge von Masernimpfstoffen:

„Wir erleben derzeit einen weltweiten Masernausbruch. Überall auf der Welt treten Fälle auf, und der Ausbruch ist darauf zurückzuführen, dass während der Covid-Pandemie so viele Menschen nicht geimpft wurden. Genau das hatte Anthony Fauci übrigens vorhergesagt. Er sagte: „Wir werden mehr Menschen durch Masern töten, als wir durch Covid retten, wenn wir die Masernimpfprogramme einstellen.“ Sechs Jahre später sehen wir nun die Folgen in der Bevölkerung. Wir haben einen weltweiten Ausbruch“.

Dass ausgerechnet der Mann, der einst vor den Gefahren von Impfungen im Kindesalter warnte, nun den Masernausbruch auf eine zu geringe Impfquote zurückführt, überrascht nur diejenigen, die Kennedys tatsächliche Aussagen zu diesem Thema im Laufe der Jahre nicht aufmerksam verfolgt haben.

Wie steht es also um das Verhältnis zwischen RFK Jr.s Haltung zu Impfungen und der seiner Unterstützer? Ist das ein Verrat an der MAHA-Bewegung? Und wenn ja, welche weiteren Versprechen unter dem Motto „Make America Healthy Again“ wurden in den vergangenen zwei Jahren gebrochen? Lesen Sie weiter, um es herauszufinden!

Nur ein Verrat?

Kennedys „überraschende“ Befürwortung der Masernimpfung sollte eigentlich niemanden überraschen, der sich tatsächlich angehört hat, was der damalige Präsidentschaftskandidat Kennedy im Wahlkampf 2024 sagte. Er hat stets sorgfältig darauf geachtet zu betonen, dass er „nicht gegen Impfungen“ sei und dass die Masernimpfung wirksam sei.

Wie Derrick Broze bereits damals hervorhob, war „der wichtigste Moment aus den Anhörungen zur Bestätigung von RFK Jr.“, der Augenblick, in dem Kennedy zu Elizabeth Warren sagte: „Senatorin, ich unterstütze Impfungen. Ich unterstütze den Impfplan für Kinder.“

Um fair gegenüber RFK Jr. zu bleiben: Es ist kein logischer Widerspruch, dass ein Impfstoff zwar seinen vorgesehenen Zweck erfüllen kann – beispielsweise eine Maserninfektion verhindern –, aber dennoch nicht sicher ist.

Nur teilen die überwältigende Mehrheit von Kennedys Unterstützern und diejenigen, die sich schließlich der MAHA-Koalition anschlossen, die dazu beitrug, Trump ins Amt zu bringen, diese Überzeugung von Impfstoffen, die zwar „wirksam, aber gefährlich seien“, nicht. Wenn Kennedy diesen Standpunkt also erneut vertritt, fühlt sich das für sie wie ein Verrat an.

Und wenn dieses Gefühl, verraten worden zu sein, schon unangenehm ist, sollten sich die MAHA-Anhänger auf einiges an Unbehagen gefasst machen. Wie sich herausstellt, hat Robert F. Kennedy Jr. seine MAHA-Basis in den vergangenen zwei Jahren wiederholt getäuscht – oder sie zumindest dem Anschein nach verraten.

Was die Impfungen betrifft wurden MAHA-Aktivisten vom neuen Gesundheitsminister und den angeblich MAHA-freundlichen Gesundheitsbehörden immer wieder enttäuscht. Dazu gehören die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde sowie die Nationalen Gesundheitsinstitute, die beide nominell seiner Kontrolle unterstehen.

Sowohl der Leiter der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA), Marty Makary, als auch die leitende Angestellte der FDA Tracy Beth Høeg wurden Anfang dieses Jahres von ihren Positionen entfernt, kurz bevor die FDA den neuen mRNA-Influenza-Impfstoff von Moderna zuließ. Diese Zulassung erfolgte, obwohl das eigene Informationsdokument der FDA zeigte, dass bei Empfängern dieses neuen mRNA-Monsters viermal häufiger eine schwere systemische Reaktion auf die Impfung auftrat als bei denjenigen, die den herkömmlichen Grippeimpfstoff erhielten (so gefährlich dieser auch ist).

Die MAHA-Aktivisten waren über diese Zulassung eines mRNA-Impfstoffs derart empört, dass sich eine ganze Gruppe der prominentesten Stimmen der Bewegung zusammentat und einen offenen Brief an Kennedy unterzeichnete, in dem sie ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck brachten, dass er seine Wahlversprechen nicht eingehalten hatte.

„Als einflussreiche Führungspersönlichkeiten innerhalb der MAHA- und Gesundheitsfreiheitsbewegung schreiben wir Ihnen, um Einwände gegen von Ihnen beaufsichtigte Richtlinien in Bezug auf die mRNA-Technologie zu äußern und Sie aufzufordern, Maßnahmen zur Verwirklichung unserer politischen Ziele zu ergreifen. Obwohl der Schwerpunkt der MAHA- und Gesundheitsfreiheitsagenda auf der Abschaffung von mRNA-Impfstoffen liegt, haben Sie es versäumt, in dieser Hinsicht entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, obwohl es überwältigende und glaubwürdige Beweise für die Schädlichkeit dieser Technologie gibt. Stattdessen sind Ihre Richtlinien in Bezug auf die mRNA-Technologie wirkungslos und kontraproduktiv, wodurch schwangere Frauen und Kinder gefährdet werden, Eltern in die Irre geführt und ihre Rechte untergraben werden und denjenigen, die durch Impfstoffe geschädigt wurden, nicht geholfen wird.“ Wenn Sie weiterhin unser zentrales Anliegen ignorieren, die mRNA-Technologie abzuschaffen, werden die MAHA- und die Gesundheitsfreiheitsbewegung Ihnen ihre Unterstützung entziehen, und Sie werden die politischen Konsequenzen tragen müssen.

Wie ich in der jüngsten Ausgabe von Sunday Update erläutert habe, beschränkt sich die Enttäuschung und das Gefühl des Verrats, das MAHA angesichts der Fehlentscheidungen Kennedys empfindet, nicht nur auf die Impfstofffrage.

Tatsächlich fällt es seinen ehemaligen Anhängern schwer, zu akzeptieren, dass derselbe RFK Jr., der einst einen historischen Rechtsstreit in Höhe von 290 Millionen Dollar gegen Monsanto wegen dessen krebserregendem Glyphosat-basiertem Unkrautvernichtungsmittel gewonnen hat, derselbe RFK Jr. ist, der eine Anordnung der Trump-Regierung verteidigt hat, die die Glyphosat-Produktion ankurbeln wird.

Und derselbe Robert F. Kennedy Jr., der einst vor den gesundheitlichen Auswirkungen drahtloser Ortungsgeräte und den damit verbundenen Verletzungen der Privatsphäre gewarnt hat, ermutigt die Amerikaner nun dazu, drahtlose Geräte zur Gesundheitsüberwachung zu nutzen.

Natürlich verweisen diejenigen, die die politische MAHA-Bewegung im Allgemeinen und Robert F. Kennedy Jr. im Besonderen weiterhin unterstützen, auf die Fortschritte, die während Kennedys Amtszeit als Gesundheitsminister tatsächlich im Gesundheitsbereich erzielt worden seien.

Sie merken beispielsweise an, dass die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde unter Kennedys Führung „Covid-Auffrischungsimpfungen und aktualisierte Impfungen auf Hochrisikogruppen beschränkt hat, anstatt sie allgemein für gesunde Erwachsene und Kinder zu empfehlen“, und eine „interne Neubewertung des Impfplans der Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention beziehungsweise des Beratenden Ausschusses für Impfpraktiken“ eingeleitet habe.

Oder sie verweisen auf die kürzlich gehaltene Grundsatzrede von RFK Jr. auf der Konferenz von „Children’s Health Defense“, in der er versprach, dem Phänomen der Chemtrails auf den Grund zu gehen, als Zeichen seines anhaltenden Engagements für die Sache „Make America Healthy Again“.

Kennedys Unterstützer haben sogar versucht, diese offensichtlichen Verratsfälle richtigzustellen. So bat Charles Eisenstein, der ehemalige Chef-Redenschreiber von Robert F. Kennedy Jr., Kennedy um eine Klarstellung zu dessen scheinbarer Befürwortung tragbarer Überwachungstechnologien und erhielt folgende Antwort:

„Was ich damit sagen wollte, ist, dass ich möchte, dass diese Technologie allen Menschen zur Verfügung steht, damit sie unter anderem ihre Gesundheit besser in den Griff bekommen können. Natürlich will ich sie nicht verpflichtend vorschreiben. Und die Vorstellung, dass die Körper aller Menschen irgendwo an ein Rechenzentrum angeschlossen sind, ist erschreckend. Diese Daten müssen privat bleiben, und wenn sie an den Geräteanbieter weitergegeben werden, müssen sie den Datenschutzgesetzen im Gesundheitswesen unterliegen“.

Kennedys Unterstützer argumentieren, dass seine bisherige Amtsführung im Vergleich zu der seiner Vorgänger als Gesundheitsminister tatsächlich bemerkenswert positiv ausfällt. „Schließlich“, entgegnen seine Verteidiger, „ist er nur ein einzelner Politiker, der versucht, eine ganze Bürokratie zu reformieren. Natürlich muss er dabei einige Kompromisse eingehen.“

Doch das Wort „Kompromiss“ hat so seine Tücken – zumindest im Englischen. (Anm. der Übersetzerin: Im Deutschen lässt sich das Wortspiel nicht ohne Weiteres nachbilden)

Kompromiss oder Selbstverrat

Erinnern Sie sich an dieses Foto , auf dem Musk und Trump gemeinsam mit Robert F. Kennedy Jr. an Bord von Trumps Präsidentenmaschine eine Mahlzeit von McDonald’s essen?

Auf den ersten Blick scheint es sich um eine harmlose Hänselei durch den designierten Präsidenten zu handeln. Wer nicht genauer hinsieht, hält es einfach für ein weiteres Beispiel für Trumps spielerischen Sinn für Humor. Ist es nicht lustig, „den MAHA-Mann“ dazu zu bringen, ein ausgesprochen ungesundes Essen zu sich zu nehmen, um seinen politischen Sieg zu feiern?

Bei genauerer Betrachtung zeigt das Foto jedoch etwas viel Düstereres.

Dieses Essen war ein Demütigungsritual. Nur wenige Monate vor diesem beschämenden Abendessen hatte Kennedy in einem Podcast damit geprahlt , dass er seit 3.057 Tagen – also mehr als acht Jahren – keine einzige Coca-Cola mehr getrunken hatte. Dass er offensichtlich stolz auf diese Leistung war und sogar sein Handy hervorholte, um dem Podcast-Moderator die App zu zeigen, mit der er diese Zahl festhielt, verleiht seinem „feierlichen“ McDonald’s-Essen einen traurigen Beigeschmack. Bevor er in die Trump-Regierung vereidigt werden konnte, musste sein Zähler für die Tage ohne Cola wieder auf null zurückgesetzt werden.

Bei diesem Essen wurde seine Glaubwürdigkeit beschädigt. Um sein Amt an der Spitze des Gesundheitsministeriums antreten zu können, musste Robert F. Kennedy Jr. sich selbst, seine eigenen Werte und Überzeugungen preisgeben und sogar seine Gesundheit aufs Spiel setzen.

Das ist keine belanglose Beobachtung. Das Essen war nicht nur ein Symbol für die Kompromisse, die Kennedy in seiner neuen Rolle voraussichtlich würde eingehen müssen – etwa die Unterstützung von Trumps Executive Order zur Glyphosatproduktion. Es symbolisierte auch, dass Kennedy sich durch diese politischen Zugeständnisse selbst kompromittieren, also seine eigene Glaubwürdigkeit und Integrität beschädigen würde.

Das ist wichtig, denn genau das hören wir seit Kennedys Amtsantritt von all jenen, die an der MAHA-Bewegung festhalten, die Hoffnung auf Wandel verspricht, obwohl Kennedy begonnen hat, seine Versprechen nicht einzulösen: „Gebt ihm Zeit! Er versucht, eine ganze Bürokratie umzukrempeln. Bis dahin muss er eben einige Kompromisse eingehen.“

Natürlich meinen sie mit „Kompromiss“ etwas Positives. Sie meinen das Geben und Nehmen, das erforderlich ist, um in jedem demokratischen System „Ergebnisse zu erzielen“.

„Natürlich kann er da nicht einfach hineingehen und die Zulassung von mRNA-Auffrischungsimpfungen für Säuglinge aufheben! Er kann Glyphosat nicht einfach verbieten! Er kann den Menschen nicht sagen, dass sie die Masernimpfung nicht nehmen sollen! Seid realistisch! Er muss Kompromisse eingehen, damit er die MAHA-Agenda voranbringen kann!“

Aber ab wann ist ein Kompromiss nichts Positives mehr? Wie viele Kompromisse muss man eingehen, bevor man selbst kompromittiert ist? Und wie viele Kompromisse kann sich MAHA leisten, bevor MAHA nicht mehr MAHA ist?

Ist das das Ende von MAHA

Ich bin bei Weitem nicht der Erste, der diese Fragen zu MAHA und zum Eingehen von Kompromissen aufwirft.

Verdammt, selbst Semafor berichtet inzwischen über „den Kampf um die Seele von MAHA“ und weist darauf hin, dass das, was sich die Unterstützer von Robert F. Kennedy Jr. auch immer davon erhofft hatten, sich mit MAGA zusammenzutun, um Kennedy in seine Spitzenposition im Gesundheitswesen zu katapultieren, jedenfalls nicht das war:

„Kennedy reist durch Texas, New Hampshire und Florida, um auf die Leistungen der Trump-Regierung in den Bereichen chronische Nierenerkrankungen, Initiativen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten und Ernährung hinzuweisen. Das sind sichere Themen für die Zwischenwahlen, aber kaum die MAHA-Agenda, die Kennedy versprochen hatte, in Washington umzusetzen“.

Sogar Calley Means, der MAHA-„Superstar“, der RFK Jr. Trump vorgestellt hat, ist nun aus der Trump-Regierung zurückgetreten– offenbar frustriert darüber, dass es kaum Fortschritte bei sinnvollen Reformen gibt, mit denen Lebensmittelfarbstoffe und Zusatzstoffe aus der Lebensmittelversorgung verbannt werden sollen.
Die Geschichte von Means selbst bietet einen interessanten Einblick in das Phänomen MAHA:

Schließlich sollten wir uns fragen: Warum ist Means ein MAHA-„Superstar“? Weil er Bobby und Donald miteinander bekannt machte und damit den Prozess in Gang setzte, der schließlich dazu führte, dass Kennedy seinen eigenen Präsidentschaftswahlkampf aussetzte und sich mit Trump und der MAGA-Bewegung zusammentat. Doch nicht jeder sieht Means als Superstar. Seine Kritiker behaupten, er sei schon immer nur ein „schmieriger Pharma-PR-Betrüger“ gewesen, der die Auszeichnungen und die politische Position, die er erhalten hat, nicht verdient habe.
Der Aufstieg eines Mannes wie Means – eines ehemaligen Beraters der Pharmaindustrie – in eine derart hohe Position innerhalb der MAHA-Bewegung ist ein perfektes Beispiel für die Gefahr, vor der ich seit Beginn der Bewegung „Make America Healthy Again“ gewarnt habe. Die Gefahr besteht natürlich darin, dass MAHA einfach zu einer weiteren politischen Bewegung wird.

„Macht euch keine Sorgen um eure Gesundheit, Leute. Lasst das die Politiker für euch erledigen! Wenn ihr den richtigen Kandidaten wählt, wird er die Interessen der Konzerne abwehren und euch die Gesundheit vom Olymp herabbringen.“

Das ist Unsinn wie aus einem Comic.

In dem Maße, in dem MAHA eine politische Bewegung ist, war ihr Scheitern von Anfang an vorprogrammiert. Es gibt keinen „Kompromiss“ mit Big Pharma und der Lebensmittelindustrie, an dessen Ende der Durchschnittsbürger als Gewinner dasteht. Es gibt keine Möglichkeit, dieses Ungeheuer von innen heraus zu reformieren oder die Macht des Staates zu nutzen, um den Oligarchen ihren Reichtum und ihre Macht zu nehmen.

Das System ist nicht dafür ausgelegt. Es wird nicht zulassen, dass so etwas geschieht.

Man sollte meinen, dass diejenigen, die auf eine „Reform von innen heraus“ hofften, ihre Lektion gelernt hätten, als aus der „bescheidenen Außenpolitik“ des Präsidentschaftskandidaten George W. Bush der endlose „Krieg gegen den Terror“ von Präsident George W. Bush wurde. Oder als aus dem „Hope and Change“ des Präsidentschaftskandidaten Obama der fortgesetzte „Krieg gegen den Terror“ von Präsident Obama wurde. Oder als aus „Sperrt sie ein!“ und „Trocknet den Sumpf aus!“ des Präsidentschaftskandidaten Trump bei Trump 1.0 ein „Die Clintons sind gute Leute“ und „Füllt den Sumpf!“ wurden. Oder als aus dem Versprechen des Präsidentschaftskandidaten Trump, „die Epstein-Akten freizugeben“ und „keine neuen Kriege im Nahen Osten“ zu beginnen, bei Trump 2.0 ein „Epstein ist ein demokratischer Schwindel“ und der Iran-Krieg wurden.

Nachdem RFK Jr. nun erneut bewiesen hat, dass Politiker nicht in der Lage sind, uns vor den Gefahren zu schützen, die das von Geldinteressen gesteuerte politische System geschaffen hat, frage ich mich, ob die Menschen endlich bereit sind, aufzuhören, in Washington (oder dem entsprechenden politischen Zentrum ihres Landes) nach einer Lösung für ihre Probleme zu suchen.

Nachdem Robert F. Kennedy Jr. erneut bewiesen hat, dass Politiker nicht in der Lage sind, uns vor den Gefahren zu retten, die das gekaufte und bezahlte politische System geschaffen hat, frage ich mich, ob die Menschen nun endlich bereit sind, nicht mehr in Washington – oder dem entsprechenden Machtzentrum ihres eigenen Landes – nach Lösungen für ihre Probleme zu suchen.

Ich sage es noch einmal, damit es auch die begriffsstutzigsten Menschen verstehen: In dem Maße, in dem „Make America Healthy Again“ (oder „Make EVERYONE Healthy Again“, wie ich es lieber nenne) eine politische Bewegung ist, wird sie immer ein völliger und totaler Fehlschlag sein.

Doch in dem Maße, in dem sie eine Bewegung freier, souveräner Menschen ist, die bereit sind, zusammenzuarbeiten und ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, kann sie ein überwältigender Erfolg werden.

MAHA ist tot. Es lebe MAHA!


Redaktionelle Anmerkung: Der Artikel erschien zuerst am 25. Oktober 2026, unter dem Titel „MAHA: A Post-Mortem“ bei Corbett Report und wurde von Silvia Lorenz ehrenamtlich für Manova übersetzt.