Empörungsindustrie und Zukunftsangst
In der neuen Folge von Manova Meinungen mit B-LASH kommentieren der Autor Sven Böttcher und der Datenanalyst Tom Lausen den roten Faden von der Spanischen Grippe bis Hanta und mutmaßen, ob die Zukunft dystopisch, amüsant oder beides wird.
Zu Corona hat jeder eine Meinung — und kaum eine gleicht der anderen. Doch wie steht es eigentlich um das, was davor und danach kam? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem heute medial grassierenden Hanta-Virus und der Spanischen Grippe? Ist sie gar „die Mutter aller P(l)andemien“? Zu diesen und weiteren Fragen hat Rapper und Produzent B-LASH den Buchautor und Krankensystem-Veteranen Sven Böttcher und den Datenanalysten Tom Lausen eingeladen. Letzterer sitzt regelmäßig in der Enquete-Kommission und damit an der vordersten Front der — verschleppten — P(l)andemie-Aufarbeitung.
Seit 2020 wagt kaum noch jemand, Zukunftsprognosen zu stellen. Der Horizont des Erwartbaren hat sich dramatisch verschoben. Dystopien und Utopien sind in vorstellbare Nähe gerückt. Und wachen die Menschen seit Corona schneller auf? Oder ist mit „aufwachen“ eher gemeint, dass man sich eines Tages in einer Zukunft wiederfindet, in der man nie erwachen wollte? Die Diskutanten der vierten Ausgabe von Manova Meinungen sind da ganz unterschiedlicher Ansicht und polarisieren zwischen Galgenhumor und Hoffnung.