Hitlers Rede
Die Argumente, die der „Führer“ zur Wiedereinführung der Wehrpflicht anführte, kehren in aktuellen Debatten in ähnlicher Weise wieder. Teil 3 von 4.
Sie gilt als eines der wichtigsten Dokumente der neueren deutschen Geschichte: Die Rede von Adolf Hitler vom 3. Februar 1933, die der neue Reichskanzler vor dem Führungskreis der Deutschen Reichswehr — den Generälen und Admirälen des Heeres und der Marine — gehalten hatte (1). Vor ihnen versprach „die Kreatur der Industrie“ (Carl von Ossietzky) (2) die Konterrevolution mit ihrem Ziel, den „Bolschewismus mit Stumpf und Stiel auszurotten“, die „Ausweitung des Lebensraumes des deutschen Volkes“ nach Osten und die Wiedereinführung der Allgemeinen Wehrpflicht. Ulrich Falke interpretiert und umrahmt diese zeitgeschichtliche Rede mit Analysen und Reflexionen von politischen Geistesgrößen wie Hannah Arendt, Heinrich Böll, Rudi Dutschke, David Graeber, Julius Leber und Antje Vollmer. Der Publizist hält es für höchste Zeit für uns Deutsche, uns mit „unserem Hitler“ und damit mit der „Vergangenheit“ auseinanderzusetzen, um — mit Hannah Arendt und im Sinne von Julius Leber — „die Gegenwart zu verstehen und für eine bessere Zukunft zu kämpfen.“ (3)
Belagerung der Individual- und Freiheitsrechte
Auch Heinrich Böll (1917—1985) warnte vor der Gefahr eines heraufziehenden neuen Totalitarismus. In seinem Vorwort zu dem 1979 herausgegebenen Buch von Walter Schubart „Europa und die Seele des Ostens“ schrieb der Literaturnobelpreisträger von 1972: „Der totale Staat kann durchaus in einer Demokratie verwirklicht werden, sogar auf demokratische Weise. Langsam, unmerklich, Stück für Stück kann die Freiheit der Sicherheit geopfert werden, wenn die Angst nur immer geschürt wird, auch genährt.“ (4)
So kommt für die Gegenwart der Gründer von Children’s Health Defense (CHD) und heutige Gesundheitsminister der USA, Robert F. Kennedy Jr. in seinem Gastbeitrag, dem „Vorwort zum Untergang der Demokratie“ für das Magazin „Demokratischer Widerstand — Jahresüberblick der Demokratiebewegung 2020/21“ zu dem Schluss dass sich „die „Covid-19-Pandemie (…) als günstige Gelegenheit für totalitäre Kräfte erwiesen hat, um die Individual- und Freiheitsrechte einem weltweiten Belagerungszustand auszusetzen.“ Kennedy schreibt weiter: „Ein Gesundheitskartell — zusammengesetzt aus Pharmaindustrie, Regierungsstellen, Finanzhäusern und Internet-Milliardären — vernichtet systematisch die Freiheit der Meinungsäußerung, die Versammlungsfreiheit, die Freiheit der Religionsausübung, das Eigentumsrecht, das Recht auf Geschworenengerichte sowie ordentliche Gerichtsverfahren und — schlussendlich — Amerikas beispielhafte Demokratie.“ (5)
Und in seiner am 29. August 2020 auf der von Michael Ballweg und „Querdenken 711 Stuttgart“ organisierten Kundgebung „Berlin invites Europe“ vor der Siegessäule gehaltenen Rede hob der Rechtsanwalt aus der vom „tiefen Staat“ in den USA gejagten Familie hervor:
„Wir wissen mittlerweile, dass Leute wie Bill Gates und Antoni Fauci diese Pandemie seit Jahrzehnten geplant haben, die sie jetzt über uns gebracht haben. Und wir wissen (…) sie denken sich alles nur aus. Sie erfinden Zahlen für Pandemien, damit wir in die Angst kommen. Sie erfinden diese Zahlen, die wir in der Zeitung lesen, im Fernsehen sehen. Und wenn wir die Zahlen sehen, kommen wir einfach nur in die Angst.“
Angsterzeugung ist noch immer das wirkungsvollste Herrschaftsinstrument
Der Politiker aus der weltbekannten Oberschichtsfamilie stellte besonders heraus, welche zentrale Rolle die Erzeugung von Angst als MachtInstrument zur Lenkung und Beherrschung der Massen spielt. Kennedy griff dabei warnend eine Erklärung von Hermann Göring auf, die Hitlers ehemaliger Stellvertreter, ab 1932 Reichstagspräsident und am Ende einer der vermögendsten Männer des Nazi-Reiches, dem Gerichtspsychologen Gustave M. Gilbert beim Internationalen Militärgerichtshof im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des „Dritten Reiches“ preisgab.
Auf dessen Frage, warum die Menschen in Deutschland alles mitgemacht hätten, gibt Kennedy Görings von Gilbert protokollierte Antwort wieder:
„Es hat nichts mit Nazitum zu tun. Das kann man im Sozialismus machen, im Kommunismus machen, in Monarchien machen, in Demokratien machen. Das ist die menschliche Natur. Wir müssen die Menschen nur in die Angst bringen und dann folgen sie uns.“ (6)
Auch die 1937 in Rumänien geborene Holocaust-Überlebende Vera Sharav ist davon überzeugt, dass den „Corona-Putsch“ absolut böse Menschen gelenkt haben, die als Oligarchen bereits die meisten Länder der Erde beherrschen würden. Die US-amerikanische Menschen-rechtsaktivistin mahnt zu höchster Wachsamkeit:
„Genau so war es zu der Nazizeit, man hat das zum Teil mitbekommen, man hat die Schorn-steine gesehen, aber das war so ungeheuerlich, dass man sich nicht vorstellen konnte, dass das tatsächlich geschieht,“ sagt die Autorin, die unter anderem die Festrede bei der 75-jährigen Gedenkfeier zum „Nürnberger Kodex“ im August 2022 in Nürnberg gehalten hatte. (7)
Hannah Arendt hat diese Sicht auf im Grunde gute, aber gleichzeitig allzu gutgläubige, weil politisch und analytisch ungeschulte und dadurch leicht manipulierbare Menschen in ihren abstrakten Reflexionen bereits vorweg genommen. In ihrem Essay „Zum politischen Denken“, unter dem Titel „Totalitarismus und die Zerstörung des Menschen“ schrieb die politische Theoretikerin, dass für die meisten, die „ungeheuerliche Wirklichkeit“ und „alle Maßstäbe zerbrechende“ Lebensverachtung der Führungsclique des „radikal Bösen“ unvorstellbar seien. Auch verstünden es die Treiber in den Totalitarismus, ihre Abgründe zu tarnen und zu überblenden.
Für Arendt stand fest, jedes Bemühen um Verständnis und jede Gnade hätten sie verwirkt: „So wie die Opfer in den Fabriken zur Herstellung von Leichen und den Höhlen des Vergessens nicht mehr ‚Menschen‘ sind in den Augen ihrer Peiniger, so sind diese neuesten Verbrecher selbst jenseits dessen, womit jeder von uns bereit sein muß, sich im Bewußtsein der Sündhaftigkeit des Menschen zu solidarisieren.“ (8)
Im Namen der „Krone“ — 21 Billionen Dollar Umverteilung von „arm“ nach „reich“
Und so interpretierte auch die Autorin Lucía Hernandes aus Kolumbien die „Covid-19-Pandemie“ als „Staatsstreich in gesundheitlichem Gewand“. Unter diesem Titel veröffentlichte der „Demokratische Widerstand“ in einer seiner ersten Ausgaben überhaupt, deren Analyse unter „Widerstand international“ deutsch übersetzt sowie im spanischen Original am 6. Juni 2020, vorgestellt wurde.
Bei „Corona“ führte Hernandes aus, ging es den Herrschenden allein darum „mehr Macht und Kontrolle über die Bevölkerung zu erlangen, um sich bei dem kommenden Zusammenbruch von Wirtschaft und Finanzwesen, welcher auch ohne diese Pandemie sehr bald stattgefunden hätte, vor möglichen Aufständen zu schützen oder diese unmöglich zu machen.“
Die Erzählung von „einer Armee eines sich ausbreitenden ‚höchst gefährlichen‘ Virus“ diene zugleich „als perfektes Ablenkungsmanöver, welches die Menschen glauben lassen soll, dass der Zusammenbruch nichts mit diesem Wirtschafts- und Finanzsystem zu tun hat, dass die Schuld nicht bei Großbankiers, Großindustriellen, Finanzspekulanten, korrupten Politikern, propagandistischen Medien und speichelleckenden Journalisten“ liege. Getrieben durch den weltweiten Protest von Menschen, die sich gegen „immer weiter verschärfende soziale Ungleichheit, die gnadenlose Ausbeutung ihrer Arbeitskraft und gegen die Entwürdigung ihres Lebens“ auflehnen, sei es, so die Autorin, „an der Zeit, dass die Klasse der Ultrareichen und deren Handlanger den, von ihnen schon seit langem beeinflussten weltweiten gesellschaftlichen Transformationsprozess beschleunigen.“ (9)
Umso naheliegender ist es, bei dem „Putsch von oben“ (Ullrich Mies) (10) der Spur des Geldes zu folgen. Die dafür aufschlussreichen Zahlen hat der Bestsellerautor Marc Friedrich zusammengetragen: Dem Ökonom zufolge gelang es den Profiteuren der erzeugten Krise, den begünstigten Konzernen und der „Hochfinanz“, weltweit 21 Billionen US-Dollar in ihre Kassen zu spülen.
Allein in Deutschland habe die Regierung während der Corona-Inszenierung 440 Milliarden Euro von „arm“ nach „reich“ umverteilt, geschöpft aus Steuern, Krankenkassenbeiträgen und Krediten, für die künftig die Steuerzahler zwei- und dreistellige Milliarden-Dollar-Beträge zu diesem „flatten the (Schulden-)curve“ über viele Jahre aus ihrem Gemeinschaftsvermögen aufbringen sollen (11) — sofern Deutschland nicht dem Beispiel Argentiniens von einst folge, das seinerzeit den Schuldendienst gänzlich eingestellt habe, oder dem der Weltmacht USA, die sich selbst, als einziges Land von derlei Rückzahlungsverpflichtungen „freigestellt“ habe, wie es der Anthropologe David Graeber (1961-2020) in seinem Hauptwerk „Schulden. Die ersten 5.000 Jahre“ herausgestellt hat. (12)
Der Politikwissenschaftler und Publizist Ullrich Mies führt sogar die Zahl von zwei Billionen Euro Neuverschuldung an. „Vor der Coronakrise“, so Mies, „hatte Deutschland offizielle Staatsschulden von circa zwei Billionen Euro. (…) Um diese anzuhäufen, brauchten alle Regierungen Deutschlands zusammen 75 Jahre. Für die Verdopplung dieser Staatsschulden brauchte die Merkel-Truppe drei Monate.
Die realen Schulden des Landes, versteckt in Bad Banks und sonstigen EU-Verbindlichkeitenfonds, kennt niemand genau;“ führte Mies in sei-nem Vortrag beim „5. Falkensee-Symposium“ weiter aus: „Zahlen bis zu 17 Billionen stehen im Raum, da der deutsche Staat nur etwa ein Siebtel der offiziellen Staatsschulden ausweist.“ (13)
Die noch gravierendere Folge der orchestrierten „Schutz“-Maßnahmen während der weltwei-ten Reichtumsumverteilung war, dass weitere rund 150 Millionen Erdenbürger in absolute Armut fielen. Viele von ihnen verhungerten. Der seit Jahrzehnten bestehende „Sockel“ von weltweit rund 600 Millionen armer und hungernder Menschen, an die sich das wenig christliche Abendland längst gewöhnt hat, wuchs nochmals um weitere 25 Prozent (14).
Und so galt auch bei diesem Gleichschritt die Formel von Rosa Luxemburg wonach die „‚wissenschaftlichen‘ Verteidiger der besten Welten, in der wir leben, (…) den Reichtum der einen, also auch die Armut der anderen als etwas ‚Gerechtes‘, mithin Unabänderliches“ darstellen (15). Gleichzeitig wurden damit die Prioritäten der Herrschenden so offenkundig wie selten zuvor. Diese liegen eindeutig bei den Investitionen für ihre Tötungsmaschinen und ihrem mordenden Militär und gerade nicht bei der Rettung von Menschenleben.
Gelehrte sind merkwürdige Leute
Für den „Ausnahmezustand als Dauerzustand“ (Amseln Lenz und Ullrich Mies) (16) werden, wie es Faschisten nach der „Göring-Angsteinjagen-Methode“ machten und es noch heute empfehlen, vormals freien Völkern Gruselgeschichten mit finstersten Bedrohungsszenarien erzählt, mit denen möglichst alle zu Tode erschreckt werden sollen, damit ihr Verstand aussetzt und die eingeschüchterte Bevölkerung folgsam ist (17).
So waren es bei der Corona-Erzählung unsichtbare Monster-Viren, „die kein Mensch je zuvor gesehen hat“ — selbst die neuen Hohenpriester „der Wissenschaft“ mit ihren Elektronenmikroskopen nicht, sondern lediglich Bruchstücke dieser „Angreifer“ aus dem Mikrokosmos, gegen die kein Kraut gewachsen ist. Am Computer simuliert konnten sie schließlich als „Modell“ zu einem „Ganzen“ zusammengeschustert werden, das, so die Bruchstück-Autoren, alle Sterblichen bis hin zum grausamen Erstickungstod bedrohe(18).
Um die Horrorgeschichte „glaubwürdig“ zu machen, musste ihr eine „wissenschaftliche“ Note beigemischt werden. Das heißt, es mussten Zahlen her. Dafür sind „Gelehrte“ gut, über die einst Hannah Arendt schrieb, diese seien „merkwürdige Leute und wir haben in letzter Zeit die traurigsten Erfahrungen mit ihnen gemacht. Irgendwann einmal, als sie der Herrschaft des Positivismus erlagen, sind sie ‚unpolitisch‘ geworden; sie vergaßen vor lauter Richtigkeiten, was Wahrheit ist, und trennten sich leichtsinnigen Herzens von der Sache der Freiheit und Gerechtigkeit. Seither sind sie bereit, jedem politischen System eine helfende Hand zu reichen. Ihre Objektivität kann sich jedes Subjekt bedienen. Und wahrlich, an Subjekten hat es dann auch nicht mehr gefehlt.“ (19)
Erinnern lässt sich bei diesen Zeilen der Totalitarismus-Forscherin an die empirischen „Schädelmessungen“ von NS-„Gelehrten“, mit denen sie die angenommene „Überlegenheit“ der arischen Rasse „wissenschaftlich“ zu beweisen suchten „Heerscharen“ von Medizinern schwärmten in den Generationen unserer Eltern oder Groß- und Urgroßeltern aus und vermaßen ungezählte Schädel und andere Körperteile im Deutschen Reich und darüber hinaus, um Menschen nach definierten Merkmalen zu kategorisieren — und zu „selektieren“. Sogar an Schulen wurde diese „objektive Wissenschaft“ Kindern und Jugendlichen beigebracht, damit sie „nordische Schädel“ identifizieren und diese von „nicht-nordischen“ unterscheiden konnten (20).
Auch Kurt Tucholsky (1890—1935) wusste von opportunistischen und „erkauften Professoren“ zu berichten, die sagen, „daß dem so ist.“ In „Wir Negativen“ stellte er diese allzu leicht bestechliche „Profession“ in einen größeren Zusammenhang: „Wir stehen vor einem Deutschland voll unerhörter Korruption, voll Schiebern und Schleichern, voll dreimalhunderttausend Teufeln, von denen jeder das Recht in Anspruch nimmt, für seine schwarze Person von der Revolution unangetastet zu bleiben. Wir meinen aber ihn und grade ihn und nur ihn.
Und wir haben die Möglichkeit zu wählen: Bekämpfen wir ihn mit Liebe, bekämpfen wir ihn mit Haß?“
Tucholsky folgert: „Mit Haß gegen einen Klüngel, dem übermäßig geraffter Besitz und das Elend der Heimarbeiter als gottgewollt erscheint, der von erkauften Professoren beweisen läßt, daß dem so sein muß, und der auf gebeugten Rücken vegetierender Menschen freundliche Idyllen feiert. Wir kämpfen allerdings mit Haß. Aber wir kämpfen aus Liebe für die Unterdrückten, die nicht immer notwendigerweise Proletarier sein müssen. Und wir lieben in den Menschen, den Gedanken an die Menschheit.“ (21)
Krankheit ist ein besseres Geschäft als Gesundheit
Zentral für die „Corona-Inszenierung“ (22) war der nicht standardisierte, nicht validierte und „nicht für medizinische Zwecke zugelassene“ PCR-Test, durch den sich Zahlen, je nach Auftrag und Interesse, beliebig generieren lassen. So wurde zur Detektierung des der Corona-Erkältungskrankheit angelasteten Covid-19-Virus der genetische Code eines Eiweißes beigemischt, das dem Eiweiß von längst bekannten Grippeviren gleicht.
Und siehe da: Dank des Tests gab es weltweit so gut wie keine Grippewellen mehr, weil diese Atemwegserkrankungen nun alle den Namen „Corona“ trugen. Zudem stellten sich bei den meisten der positiv Getesteten nur selten Krankheitssymptome ein. Der weit überwiegende Teil des Tests lieferte schlicht „falsch positive“ Ergebnisse (23).
Bereits der Erfinder der Polymerase-Kettenreaktion (PCR-Technologie), Kary Mullis (1944-2019), für die der US-amerikanische Biochemiker 1993 den Nobelpreis für Chemie erhielt, und auf deren Technologie auch der Test „zum Aufspüren“ des „Covid-19-Virus“ basiert, hatte unmissverständlich klargestellt, dass sein Verfahren für medizinische Diagnostik völlig un-brauchbar ist. Der PCR-Test sagt nichts darüber aus, „ob man krank ist, oder ob das, was gefunden wurde, dir wirklich schaden würde“, so Mullis. Je nach (Forschungs-)Interesse lasse sich mit ihm aber alles finden: „Man fängt an, an das buddhistische Konzept zu glauben, dass alles in allem vorhanden ist.“ (24)
Von „Fällen“ oder gar „Krankheitsfällen“ bei vermeintlich „positiven“ Testergebnissen zu sprechen, ist somit nicht nur völlig absurd, sondern ist gezielte Panikmache, und — mindestens im Sinne Bertolt Brechts — ein „Verbrechen“ (25).
Begangen von all denjenigen, die die Wahrheit kannten, aber anderes sagen und die Sprachregelung der Lüge aus Opportunismus oder gezielt zum Verängstigen des Volkes einsetzten, um den vermeintlichen „Souverän“ gehorsam und gebückt zu halten (26).
So will der Autor und frühere Fernsehmoderator Peter Hahne „Handschellen klicken hören“ bei mindestens all den politisch für die Durchführung des konterrevolutionären Putsches Verantwortlichen (27).
WHO passte ihre „Pandemie“-Definition den Profitinteressen der Pharma-Konzerne an
Wie Wolfgang Wodarg, von Beginn an einer der bekanntesten Kritiker der „Corona-Schutz“-Maßnahmen in Deutschland, im Detail ausführt, hatte unmittelbar vor der „Schweinegrippe“-Lüge, im April 2009, „die WHO stillschweigend bisherige Kriterien“ einer „Pandemie“ entfernt, wie die „Schwere der Krankheitsverläufe und die Zahl der Todesfälle“.
Stattdessen veröffentlichte sie auf ihrer Homepage einen Stufenplan, der „einfach nur die globale Ausbreitung eines neuen Erregers, also das eigentlich normale Verhalten von Viren, zum Charakteristikum für die Auslösung eines weltweiten Pandemie-Alarms machte. (…) Nach dieser Definition“, so der erfahrene Gesundheits-Politiker und Mediziner, „haben wir seit 2009 quasi eine Dauer-Pandemie.“
In Wirklichkeit hilft die größtenteils privat von „Big-Pharma“ und ihren Netzwerken finanzierte, so Wodarg, „World-Hoax-Organisation“ in ihrer dominierenden Rolle als Welt-Angstmacher vor allem ihren Kooperationspartnern „bei der Vermarktung von Test-Kits, Impfstoffen, Medi-kamenten, Masken und anderen Produkten. (…) 2017 passte sie die Pandemie-Definition noch mehr den Wünschen der Impfstoffhersteller an (28)“.
Auf Initiative des gelernten Lungenfacharztes, seinerzeit Leiter des Gesundheitsausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, analysierten Vertreter dessen Sozialausschusses auch die bis dahin entstandenen insgesamt elf Definitionen von „Pandemie“ der „World Health Organisation“. Im März 2010, so der Bestsellerautor, wurde die Auswertung den Delegierten der Parlamentarischen Versammlung vorgestellt. Sie „bestätigen die Richtigkeit meines Vorwurfes, die WHO habe ‚just in time‘ die Definitionen einer Pandemie verändert, um Partner aus der Arzneimittelindustrie die gewünschten Geschäfte zu ermöglichen.“
Trotzdem erlaubte sich die Organisation als „Krönung“ ihrer Korruption zu Weihnachten 2020, „der Welt sogar eine neue Definition der Herdenimmunität (zuzumuten), die sich nur noch auf den Durchimpfungsgrad der Bevölkerung bezieht“ (29).
Kennedy sagte in seiner Berliner Rede am 29. August 2020 auch: „Regierungen lieben Pandemien. Und die lieben sie aus den gleichen Gründen, wie sie den Krieg lieben. Weil es sie in die Lage versetzt, Kontrollmechanismen zu installieren, die wir sonst niemals akzeptieren würden. Das sind Institutionen und Mechanismen, die unsere Unterwürfigkeit erfordern“. (30)
Sein Onkel, John F. Kennedy, der frühere Präsident der USA, und auch sein Vater, Robert F. „Bobby“ Kennedy, galten für viele als Hoffnungsträger für eine Abkehr des US-amerikanischen Imperialismus mit seiner „ewigen“ Einmischung in die inneren Angelegenheiten und seiner Ausbeutung anderer Staaten und somit als Chance zum Weltfrieden.
Sein damals 46-jähriger Onkel fiel 1963 dem, so die offizielle Erzählung, von einem „Einzeltäter“ begangenen Attentat zum Opfer. Sein Vater wurde 1968, nach offizieller Verlautbarung, gleichfalls von einem „einzelnen Attentäter“ ermordet. Der zu dem Zeitpunkt 42-jährige „Bobby“ war Senator des Bundesstaates New York und aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat der USA (31).
Für den Kapitalismus gilt noch immer: Erkundung, Eroberung und Ausbeutung
Mit der Ermordung der beiden Kennedy-Brüder starb zunächst diese Hoffnung auf weltweiten Frieden und Versöhnung zwischen den Machtblöcken mit ihren unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen. Die USA blieb weiterhin die kriegerischste Nation, die es jemals in der Weltgeschichte gab (32) — entsprechend ihrer räuberischen Siedlungsgeschichte mit Okkupation, Ausplünderung und beinahe gänzlicher Vernichtung der indigenen Bevölkerungen, vorrangig getrieben von niedrigsten menschlichen Charakterzügen wie der Gier nach immer mehr materiellem Reichtum.
Graeber zufolge ist der Kapitalismus — diese „Verkehrung seines (menschlichen) Wesens“ (Karl Marx) — in erster Linie ein „Bündnis zwischen Kriegsherren und Financiers“. Bestimmt ist diese Wirtschafts- und damit Gesellschaftsform noch immer durch die „Strukturen der ers-ten großen Aktiengesellschaften der Welt: die englischen und die niederländischen Ostindien-Kompanien (…), die dieselben Ziele verfolgten wie die Konquistadoren: Erkundung, Eroberung und Ausbeutung.“
Hinlänglich bekannt sei auch, so Graeber, „dass das von den Spaniern und Portugiesen errichtete Weltmarktsystem seinen Ursprung im Streben nach Gewürzen hatte. Bald war dieser Markt in drei Bereiche unterteilt: Waffenhandel, Sklavenhandel und Drogenhandel.“
Der Anthropologe zitiert aus dem „Essay“ über „Kredit und die menschliche Gemeinschaft“ des englischen Ökonom Charles Davenant (1656-1714) aus dem Jahr 1606: „Gehorsam, Liebe und Freundschaft mochten die Beziehungen zu englischen Mitmenschen prägen, aber in den Kolonien wurde eigentlich nur Gehorsam erwartet.“ (33)
David Rockefeller (2017 im Alter von 101 Jahren gestorben), ein, so der US-amerikanische Politologe Michael Parenti, Falke, „a hawk on Vietnam“ — mit vielfachen Konzernbeteiligun-gen seiner Chase Manhattan Bank (34) — und andere kriegsprofitierende Bankiers und Eigner der größten Rüstungs- und Kommunikationskonzerne wie die Familien DuPont und Mor-gan — hatten nach der Ermordung der Kennedy-Brüder das Zepter wieder in der Hand. Zwanzig Jahre führte ihre USA Krieg gegen das ferne Land, dessen Bevölkerung sich von den Fremdausbeutern und deren „Brückenköpfen“, den Unterdrückern im eigenen Land, emanzipieren wollte, um der Barbarei zu entkommen und in Richtung Kommunismus aufzu-brechen, dem, so Graeber, im Gegensatz zum Kapitalismus, den Menschen angemessenem System „der Liebe“ (35).
Kriege unter falscher Flagge
Demgegenüber versuchen Kriegsprofiteure ihre wahren Interessen mit patriotischen Parolen zu tarnen, schreibt Parenti in seinem bekanntesten Werk „Democracy for the Few“, das erstmals 1974 von St. Martin’s Press in New York veröffentlicht wurde. „Denn die Konzerneliten wissen genau, dass das amerikanische Volk niemals zustimmen würde, ihre Söhne in ferne Kriege zu schicken, um die Profite von Gulf Oil, ITT und General Motors zu schützen.“ Deshalb schüren sie und ihre politischen Sprecher „die Ängste der Bevölkerung und behaupten, unsere ‚nationale Sicherheit‘ erfordere ein Eingreifen in Vietnam, Kambodscha, Angola oder überall dort, wo eine kapitalistische, koloniale Ordnung durch einen Volksaufstand zur Errichtung eines sozialistischen Wirtschaftssystems bedroht wird. (…) Bei genauerer Untersuchung“, so der Autor, „wehren sie die kapitalistische Welt vor sozialem Wandel ab — auch wenn dieser Wandel friedvoll, geordnet und demokratisch verläuft.“
So wurden allein zwischen 1970 und 1972 auf Befehl des damaligen Präsidenten Richard Nixon „über 4 Millionen Tonnen Sprengstoff und Brandbomben auf Städte und Dörfer in Indochina abgeworfen“. Die Herrschenden segeln dabei unter falscher Flagge. Tatsächlich waren sie in Vietnam und sind nach wie vor in all ihren Kriegen weit davon entfernt, die Freiheit und Demokratie der Völker zu schützen, so wie uns ihre Sprachrohre aus Politik und Medien ständig einzubläuen versuchen. Das Gegenteil trifft zu. „Um das ständig expandierende US-amerikanische Konzernimperium zu schützen, verfolgen die Regierungen der Vereinigten Staaten eine globale konterrevolutionäre Strategie und unterdrücken aufständische Bauern- und Arbeiterbewegungen in ganz Asien, Afrika und Lateinamerika“, folgert Parenti.
Den USA kostete der Krieg in Indochina, der sowohl unter den Regierungen der Republikaner als auch der Demokraten geführt wurde, rund 150 Milliarden Dollar, gespeist vor allem aus den Steuermitteln der Bürger und aus deren künftigen Steuerabgaben als Bürgschaft für Kre-dite. Der „Gegenwert“ waren „acht Millionen Tonnen Bomben, 18 Millionen Gallonen chemische Entlaubungsmittel und fast 40.000 Tonnen Napalm“, die die vietnamesischen, laotischen und kambodschanischen Landschaften zerstörten.
Den denkbar höchsten „Preis“ aber „zahlten“ rund drei Millionen Vietnamesen, eine Million Kambodschaner und Laoten mit ihren Leben, die durch die Bombardierungen ausgelöscht wurden. Außerdem wurden fast zehn Millionen Indochinesen obdachlos, „55.000 Amerikaner verloren ihr Leben und Hunderttausende wurden verwundet. Die einzigen, die von dem Krieg profitierten, waren Rüstungsunternehmen und -dienstleister wie DuPont und ITT,“ schreibt Parenti. Der Politologe warnt: „Auch wenn das militärisch-corporative Amerika den Krieg in Indochina verloren hat, ist es nicht davon abgekommen, Kriege dieser Art weiter zu wünschen und zu versuchen“ (36). Der Autor sollte bitter Recht behalten (37).

„Aktueller den je, die Botschaft des Transparents auf der Gedenk-Demo zu den Gräbern von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin-Friedrichshain, 11. Januar 2026, Foto © Falke“)
Unter der Last der Ausgaben für die Bomben im Vietnam-Krieg und, so David Graeber, „für die gewaltige militärische Infrastruktur, die erforderlich war, diese Bomben ans Ziel zu bringen“, drohte der US-amerikanische Haushalt zu kollabieren. Unter Nixons Regie koppelte die USA 1971 „den Dollar von seiner Deckung durch Gold, auch für Staatsanleihen aus dem Aus-land ab und führte stattdessen „Wechselkurse“ ein. Notwendig erschien der US-amerikanischen Führung dieser „Schachzug“, „weil die Reserven des aus vielen Ländern in den Tresoren von Fort Knox gelagerten Goldes abschmolzen.“
Frankreich unter seinem Präsidenten Charles de Gaulle (1890-1970) wollte seine Staatsanleihen in Form von US-Dollar in Gold ausgelöst haben und verlangte „sein zuvor ebenfalls in den USA gelagertes Gold gänzlich zurück — und erhielt es tatsächlich: Ein Recht, das danach keinem anderen Land, darunter Deutschland, jemals wieder gewährt wurde.
Staatsschulden sind Kriegsschulden
Seit 1971 wird der Status des Dollar als Leitwährung in der Hauptsache dadurch aufrechterhalten, dass er die einzige Währung ist, in der Erdöl gehandelt wird, so Graeber: „Jeder Versuch der OPEC-Staaten, ihre Verkäufe in anderer Währung abzuwickeln, scheitert am hartnäckigen Widerstand Saudi-Arabiens und Kuwaits“, die in Abstufung, wie Deutschland und Japan, ebenfalls amerikanische Militärprotektorate sind. Erreicht hatte die USA damit nicht zuletzt, „dass die Politik vieler Regierungen vor allem in der südlichen Hemisphäre von Furcht geprägt ist.“ Bemerkenswert aus heutiger Sicht ist, so der Autor, dass Nixon die Wechselkurs-Freigabe wirklich gelang, wodurch „die von den Banken erzeugten Dollar (…) tatsächlich das Gold als globale Leitwährung (ersetzen), das heißt, sie wurden zum letzten Bezugspunkt des Wertes. Das verschaffte den Vereinigten Staaten gewaltige wirtschaftliche Vorteile.“
Dabei sind die Staatsschulden der USA „seit 1790 Kriegsschulden: Das Land gibt für sein Militär mehr aus als alle anderen Staaten der Welt zusammen, und die Rüstungsausgaben sind nicht nur das Fundament der Industriepolitik, sondern verschlingen auch einen derart großen Anteil des Staatshaushalts, dass die Vereinigten Staaten nach zahlreichen Schätzungen ohne sie ein ausgeglichenes Budget vorzuweisen hätten.“
Weltweit hat die Kriegsnation mehr als 800 Militärbasen errichtet, und sein Militär geht davon aus, dass es „im Ausland jederzeit überall auf der Erde tödliche Feuerkraft“ einsetzen kann.
Getragen werden ihre Staatsanleihen seit Nixons Zeit, wie es Graeber weiter ausleuchtet, vor allem von ihren wichtigsten ausländischen Abnehmern, den „Banken in Staaten, die de facto vom amerikanischen Militär besetzt sind. In Europa war Nixons treuester Verbündeter in dieser Beziehung die Bundesrepublik, auf deren Gebiet damals über 300.000 amerikanische Soldaten stationiert waren. „In den letzten Jahrzehnten,“ so der Autor, „hat sich das Augenmerk auf Asien verlagert, insbesondere auf die Zentralbanken von Staaten wie Japan, Taiwan und Südkorea, die ebenfalls allesamt amerikanische Militärprotektorate sind.“
Das führt den Anthropologen zu dem Schluss, dass man tatsächlich argumentieren könnte, dass die „militärische Macht das rund um den Dollar organisierte globale Währungssystem zusammenhält.“ Und da die „Anleihen des Finanzministeriums in die monetäre Basis der Weltwirtschaft eingebaut sind, müssen sie nicht zurückgezahlt werden, sondern werden unbegrenzt erneuert. Auf dieser unendlichen Umschuldung beruht die finanzielle Freifahrt der Vereinigten Staaten, eine Steuer, die dem gesamten Erdball auferlegt wird.“
Zum Vorteil gereicht es der USA außerdem, „dass die niedrigen Zinsen und die Inflation im Laufe der Zeit dazu führen, dass diese Anleihen an Wert verlieren, was ihre Abgabenwirkung verstärkt.“ So sind die amerikanischen Staatsschulden, wie der Autor weiter ausführt, „mittlerweile ein Versprechen nicht nur gegenüber dem eigenen Volk, sondern gegenüber den Völkern der Welt. Wie jeder weiß, werden die Vereinigten Staaten dieses Versprechen nicht einhalten. Gleichzeitig besteht die USA darauf, dass Staaten, die die amerikanischen Staatsanleihen als Reservewährung verwenden, genau das Gegenteil von dem tun, was die Vereinigten Staaten tun: Sie sollen geldpolitische Disziplin wahren und ihre Schulden gewissenhaft zurückhalten.“ (38)