Keine Ohnmacht für niemand!
Im Gespräch mit Transition TV und Manova erläutert der Hirnforscher Gerald Hüther die neurologischen Mechanismen, die Menschen in Routinen und Weltbildern gefangenhalten, und führt aus, dass Veränderung nur aus einem selbst kommen kann.
Schon Immanuel Kant schrieb: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Doch was genau bedeutet es, seinen Verstand zu nutzen? Die meisten Menschen würden wohl von sich behaupten, dass sie dies tun, und dennoch gelangen sie zu völlig anderen Ansichten als andere, die dasselbe ebenfalls von sich glauben. Im Interview mit Manova und Transition TV führt Gerald Hüther seine Erkenntnisse aus der Hirnforschung aus und beschreibt, wie Menschen sich ihres Verstandes wirklich bedienen.
„Vor lauter kognitiven Versuchen, die Welt zu verstehen, holen wir uns immer mehr Informationen und kommen immer weniger an den Punkt, wo wir wirklich erkennen können, worauf es ankommt“, sagte Gerald Hüther in einem Interview mit Focus (1).
Im Gespräch mit Elisa Gratias für Manova und Transition TV erklärt der bekannte Hirnforscher in seiner ruhigen und liebevollen Art, wie jeder Einzelne nur bei sich selbst ansetzen kann, um das Gefühl der Ohnmacht zu überwinden und die Welt um sich herum sowie sein eigenes Leben aktiv mitzugestalten.