Landraub der Serverfarmen
Im Manova-Gespräch mit Tom-Oliver Regenauer erläutert der Software-Ingenieur und Aktivist Hakeem Anwar, welche destruktiven Folgen große Rechenzentren für Mensch und Natur haben und wie sie das KI-Überwachungsnetzwerk vorantreiben.
„Ich frag mal die KI!“ Dieser Satz kommt seit Jahren tagtäglich über Millionen Lippen. Was sich kaum jemand fragt: Wo kommen die fragwürdigen Antworten der KI eigentlich her? Woher kommt das Ergebnis des auf Grund der Texteingabe „Gedachten“ — das, was letztlich das Endergebnis einer Rechenoperation ist? Wie es der Begriff es schon nahelegt — aus einem Rechenzentrum. Wer davon ausgeht, dass es sich bei einem solchen Datencenter lediglich um einen größeren Raum mit ein paar dutzend Server-Towers in einem Gewerbegebiet handelt, geht fehl. Bei genannten Rechenzentren handelt es sich um gigantische Server-Farmen, die in exorbitanten Mengen Ressourcen verschlingen und durch ihre unablässige Betriebslautstärke sämtliche Anwohner um den Schlaf bringen und die Tierwelt verschrecken.
Es besteht Aufklärungsbedarf bezüglich der Datencenter, den Ursprungsorten jeglicher KI-Suchanfragen- und Interaktionen. Die sterile Benutzeroberfläche und das sykophantische Gebaren der KI gegenüber ihren Nutzern verschleiert den ökologisch desaströsen Laufprozess. Diesen hat der Software-Ingenieur und Aktivist Hakeem Anwar sichtbar gemacht, mit dem umfassenden „AI Data Center Ecology Report“ sowie der Data Center Map, die sämtliche Rechenzentren in den USA samt ihres Ressourcenverbrauchs kartografiert. Eine Karte für Europa soll folgen.
Tom-Oliver Regenauer sprach mit Hakeem Anwar über die besorgniserregenden Zahlen und Daten, die sich aus dem Report ergeben, über die Interessengruppen hinter der wuchernden KI-Infrastruktur, die Blauäugigkeit vieler unbedarfter KI-Nutzer, den bereits existierenden Widerstand gegen die Rechenzentren sowie über wirkliche Alternativen zu Big-Tech-Produkten.
Tom-Oliver Regenauer im Gespräch mit Hakeem Anwar
Hier können Sie den Report runterladen: „Above“
