Pausenlos für den Frieden

Der Musiker Markus Stockhausen präsentiert seine musikalische Aktionskunst und stellt seine Vision einer friedlichen, geeinten Menschheit vor

In den letzten vier Jahren hat sich die Auftrittssituation bei kritischen Künstlern extrem verändert. Vielfach kam es zu politisch bedingten Behinderungen. Dies ermöglichte Menschen, die ihrer kritischen Wahrnehmung treu geblieben sind, aber auch persönliche Begegnungen, die „vorher“ so nicht stattgefunden hätten, sowie die Erschließung neuer Spielstätten. Beides half den Künstlern, ihre Zuversicht zu bewahren. Für Jens Fischer Rodrian, der die Reihe #Friedensnoten initiierte, gehört dazu auch seine Begegnung mit dem Trompeter und Komponisten Markus Stockhausen. Dieser trat unter anderem mit spontanen Mitmachkonzerten in der Öffentlichkeit auf. Ihr Titel: „Langetönefürdenfrieden“. Für den Künstler waren diese verbunden mit seinem Eintreten für eine friedlichere Welt, welche man nur gemeinsam, nicht gegeneinander zum Klingen bringen kann. Ein Text zu der Aktion #Friedensnoten.

von Jens Fischer Rodrian

Im April 2023 wurde ich auf das Festival „Kunst ist Leben“ von Philine Conrad in das Theater am Rand (TaR) in Brandenburg eingeladen, damals noch mit tatkräftiger Unterstützung des erstklassigen Akkordeonisten Tobias Morgenstern, der leider das TaR mittlerweile verlassen hat.

Mit dabei war Markus Stockhausen, den ich jetzt endlich live erleben konnte. Seine Musik hatte mich schon länger begleitet, seine aufrechte Haltung und seine friedliche Aura haben mich sofort in den Bann gezogen. Beide waren wir bei Kaiser TV mit Gunnar Kaiser im Gespräch, beide traten wir auch dort für eine offene Kulturszene und die freie Rede ein, jetzt trafen wir uns zum ersten Mal.

Im Oktober 2023 sahen wir uns wieder, auf dem Festival in Weimar, das unser Weggefährte, der Komponist und Kabarettisten Uli Masuth, ins Leben gerufen hatte. Nach meinem Auftritt wurde ich spontan Teil seines Abschlusskonzertes „Langetönefürdenfrieden“, dieses wunderbaren Projekts, das er hier im Anschluss vorstellen wird.

Ich danke dir von Herzen, lieber Markus, für deine Kraft, dein Engagement und deine „Langetönefürdenfrieden“.

Lange Töne für den Frieden

von Markus Stockhausen

Eine alte Welt geht zu Ende, die Welt, die wir so gut kennen, die Welt der Falschheit, der Lüge, des Betrugs, der Gier, der Machtkämpfe und der Kriege, des Landraubs und der Ausbeutung, der Feindseligkeiten und der Ausgrenzung, der Welt allen niederträchtigen menschlichen Gebarens. Noch einmal bäumt sie sich mit ihrer Fratze auf.

Eine neue Welt entsteht. Sie ist so gut vorstellbar, zum Greifen nahe. Millionen Menschen sehnen sich nach ihr. Der neue Mensch ist frei, offen, bereit, beweglich. Er weiß, wer er ist, hat keine Zweifel über sein Sein, ist angebunden an die innere Quelle des Lebens.

Die Quelle. Namenlos. Sich in allem Erscheinenden, Bestehenden und Vergehenden offenbarend. Die Quelle unendlicher Güte, Liebe und Weisheit, Intelligenz und Allmacht.

Die Vision ist klar: eine friedliche, geeinte Menschheit, die bei aller Verschiedenheit gleichermaßen für das Wohl aller sorgt, auch der Tiere, und für Mutter Erde. Eine innere Ordnung lässt die Menschen ihre Umgebung harmonisch gestalten. Sie sorgen für ihre Gesundheit und gesundes Leben überall. Alles Leben wird bestmöglich gefördert. Alle Probleme, Streitigkeiten werden gemeinsam gelöst — geduldig, gewaltfrei, respektvoll und wohlwollend, verzeihend und großzügig in der Grundhaltung.

Das Feld all derer, die sich für diese neue Welt entscheiden, wird täglich größer, und es kann, ja wird die Zukunft der Menschheit sein. Ein Paradigmenwechsel, eine neue Erde, eine neue Menschheit. Vielleicht dauert es noch einige Jahrhunderte, bis sich dies verwirklicht, aber es kommt.

Sei dabei, sei du der Wandel, den du dir in der Welt ersehnst. Werde dir bewusst, was sich in dir verändern muss, damit diese neue Welt entsteht. Wir alle tragen gleichermaßen die Verantwortung. Kleine Schritte im Täglichen. Kleine Siege mit großer Wirkung, aufs Ganze gesehen, denn alles ist verbunden.

Frieden und Gerechtigkeit, Freundschaft und Fröhlichkeit auf Erden!


langetönefürdenfrieden in St. Agnes am 11. Dezember 2022 — ein Projekt von Markus Stockhausen

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48 Musiker treffen sich und improvisieren zusammen für den Frieden in der Welt. Innerer Frieden als Voraussetzung für einen Weltfrieden. Immer wieder suchen wir ihn, drücken wir ihn in unseren Tönen aus. Gemeinschaft bei aller Vielfaltigkeit. Ein Zeichen. 48 Musiker kommen zusammen, um für den Weltfrieden zu improvisieren. Innerer Frieden als Voraussetzung für Frieden. Immer wieder versuchen wir, Frieden zu finden und ihn durch unsere Klänge auszudrücken. Gemeinschaft trotz Vielfalt. Ein Zeichen. Aufgezeichnet am 11. Dezember 2022 in St. Agness, Köln. Danke an Matthias Bartsch und die Gemeinde der Kirche. Ton: Christoph Schumacher, Video: Levi Krämer. Produziert von Markus Stockhausen

langetönefürdenfrieden in Berlin am 20. Dezember 2023. Das Ziel: friedliche Koexistenz

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Dies war die 7. Aufführung von „langetönefürdenfrieden“ mit 34 MusikerInnen in der Musikbrauerei in Berlin, und wieder war es ganz anders: Es wurde eine große experimentelle Gruppenimprovisation. Mein Ziel der friedlichen Koexistenz aller Völker, Nationen erlebten wir hier symbolisch im kleinen Kreis — möge er Wellen schlagen und andere inspirierend friedlich miteinander leben. Danke an alle Mitwirkenden und das Filmteam! Weitere Aufführungen folgen.

Konzertvideo: langetönefürdenfrieden — ein musikalisches Friedensprojekt, 19. Oktober 2022, von Markus Stockhausen

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longtonesforpeace — Premiere am 19. Oktober 2022 in der Lutherkirche in Köln-Süd mit 45 Mitwirkenden. Frieden ist gerade heute wichtiger denn je. Musik hat die Kraft, alle Grenzen zu überwinden und Gemeinschaft zu fördern. Eine unbegrenzte Anzahl von erfahrenen Bläsern, Streichern und Sängern musizieren gemeinsam. Die Empfindung aller Musiker beim Spielen sollte sein: Ein großer Klang geht um die Welt und sendet eine Schwingung von Frieden und Freiheit aus. Innerlich bereiten sich die Musiker darauf vor, tatsächlich möglichst in innerem Frieden zu spielen. Das Publikum ist eingeladen, sich ebenfalls einzustimmen. Äußerer Friede kann nur das Ergebnis eines inneren Friedens sein. Frieden ist möglich. Die musikalische Form: ABA — A = alle spielen/singen lange Töne, B = freie Improvisation, A = wieder wie A zuvor, schöner Ausklang, danach ein Moment STILLE.

Zum Thema „Frieden“ gibt Markus Stockhausen auch Seminare unter dem Titel „Der neue Mensch“:

https://www.markusstockhausen.de/trompeter-musiker-komponist/722/der-neue-mensch-2-seminar-auf-schloss-hohenfels