Tiere als Pharmaopfer

Dieser Tage beginnt Australien damit, Vögel massenhaft gegen Vogelgrippe zu impfen.

Nach einem angeblichen Ausbruch der Vogelgrippe in Australien, bei dem 230 Tiere gestorben sein sollen, geht die australische Regierung nun zu einer Impfkampagne für Wildtiere in Gefangenschaft über. Dies könnte allerdings erst der Einstieg in ein Massenimpfprogramm für Nutztiere sein. Sowohl die verwendeten Impfstoffe als auch der Nachweis der Vogelgrippe — und die Krankheit an sich — werfen dabei Fragen auf.

Mitte August kündigte die australische Regierung an, einheimische Vogelarten gegen die Vogelgrippe impfen zu wollen. Im Fokus stehen dabei einheimische Vogelarten, die sich in Gefangenschaft befinden — etwa in Zoos oder Aufzuchtstationen, auch für die spätere Auswilderung. Dazu hat die Regierung Impfstoffe im Wert von zwei Millionen Australischer Dollar eingekauft. Damit reagiert sie auf einen gemeldeten Ausbruch des H5-Erregers, der angeblich die Vogelgrippe auslösen soll. Es ist der erste gemeldete Ausbruch von H5, der den Kontinent ereilt — bisher war er von dieser Art der angeblich global sich ausbreitenden Vogelgrippe verschont geblieben, obwohl schon etwa die nicht ganz so weit entfernte Antarktis angeblich Schauplatz großen Massensterbens durch das Virus gewesen sein soll.

Australien selber hatte wenige Tage vor der Ankündigung ein Massensterbeereignis vermeldet, bei dem 230 Tiere an der Vogelgrippe gestorben sein sollen. Interessanterweise hat die australische Regierung bereits im Februar 2025 einen gesetzlichen Rahmen geschaffen, um in einem solchen Fall die heimische Wildvogelpopulation „schützen“ zu können. Durch diesen sollen seltene und geschützte Vogelarten durch Impfungen vor der Vogelgrippe bewahrt werden. Ausgenommen von dem Impfprogramm sind dabei explizit Tiere aus kommerziellen Geflügelfarmen. Ein entsprechendes Pilotprogramm für Impfungen mit abgeschwächten Erregern wurde dabei erst im Februar dieses Jahres beschlossen — also auffällig kurze Zeit vor der Ankündigung der Massenimpfung.

Diese wird nun mit einem Impfstoff aus inaktivierten Erregern des H5N2-Virus durchgeführt. Die oberste Veterinärin Australiens, Dr. Beth Cookson, deutete in einer Pressekonferenz an, dass man in Zukunft auch Wildtierpopulationen impfen könne, obwohl es zur Effektivität solcher Maßnahmen keine belastbaren Daten gibt. Das gilt allerdings für Impfkampagnen generell.

Denn egal welche Impfstoffe Verwendung finden: Alle haben ihre eigenen Probleme, die eine Effektivität zweifelhaft erscheinen lassen. So können abgeschwächte oder inaktivierte Erreger zu positiven PCR-Tests führen und damit einen Ausbruch detektieren, wo tatsächlich keiner ist.

Bei inaktivierten Erregern ist zudem die Wirksamkeit fragwürdig. So fällt die Immunantwort sehr gering aus — was mehrere Impfungen notwendig macht, oder aber die Zugabe giftiger Adjuvantien. Dies wirft das Problem auf, dass das Immunsystem nicht auf den Erreger, sondern auf die Adjuvantien reagiert. In der Folge erzeugen solche Impfstoffe starke systemische Immunreaktionen auf die Adjuvantien, aber keine zelluläre Immunantwort. Damit hat die Impfung keinen gesicherten Effekt. Zudem sind viele Studien, die eine Effektivität von solchen Impfungen behaupten, von mangelhafter Qualität. Auch Cookson räumte daher ein, dass die Impfungen keine hundertprozentige Wirksamkeit entfalten — was allerdings eine deutliche Beschönigung der wirklichen Nachweise darstellen dürfte.

Wildtierpopulationen zu impfen, wäre daher vollkommen unmöglich. Denn die Tiere müssten wiederholt geimpft werden — und damit wiederholt eingefangen. Schwierig dürfte auch eine Unterscheidung der einzelnen Tiere und ihres Impfstatus sein. Wirksamkeit ist ohnehin nicht garantiert, was bedeutet, dass eine Ausbreitung der Vogelgrippe nicht verhindert werden kann. Hinzu kommen Aussagen von Cookson, dass auch geimpfte Tiere letztlich getötet werden müssen, wenn sie infiziert sind.

Der Sinn der Impfungen erschließt sich dann erst recht nicht. Es sieht eher danach aus, dass hier ein Umverteilungsprogramm zugunsten der Pharmaindustrie aufgesetzt wird.

Diese erschließt sich eine Region, die dem Markt bisher nicht zugänglich war. Denn geimpft wurde hier gegen Vogelgrippe zuvor nicht, da es diese Krankheit in Australien bis dato nicht gab — zumindest nicht in der Form der hochpathogenen aviären Influenza H5N1. Australien wurde bisher hauptsächlich von H7-Stämmen heimgesucht. Hier stellt sich aber auch die Frage, weshalb mit einem H5N2-Impfstoff geimpft wird, wenn es sich doch um einen Ausbruch von H5N1 handeln soll. H5N1 gilt allerdings als ein hochgefährliches Virus, das sich weltweit ausbreitet.

Diese Einschätzung beruht jedoch auf fragwürdiger Grundlage. Festgestellt werden diese angeblichen Ausbrüche nämlich mithilfe des PCR-Tests — der für eine Diagnose allerdings nicht geeignet ist. Schlägt er positiv aus, werden tote Vögel automatisch als „an Vogelgrippe verstorben“ eingestuft — unabhängig von anderen möglichen Ursachen. Das geht so weit, dass selbst dann, wenn von einem toten Vogelschwarm nur ein Teil der Tiere ein positives Testergebnis aufweist, der ganze Schwarm als Opfer des Virus gilt — mit der Folge, dass ein Ausbruch der Krankheit ausgerufen wird.

Ebenfalls fragwürdig ist, was genau eigentlich unter Vogelgrippe zu verstehen ist. Denn es gibt hier kein klar abgrenzbares Krankheitsbild. Die ihr zugeschriebenen Symptome — Fieber, Abgeschlagenheit, verringerte Eiablage, Lethargie, Atemnot, neurologische Auffälligkeiten bis hin zum plötzlichen Versterben — finden sich auch in den Beschreibungen unzähliger anderer Tierkrankheiten — etwa der New Castle Disease —, können aber auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Parasitenbefall oder Vergiftungen. Alles in allem ist daher ziemlich unklar, ob es so etwas wie „die Vogelgrippe“ überhaupt gibt.

Und auf dieser fragwürdigen Basis wird nun also eine Epidemie in Australien ausgerufen, die zu einem groß angelegten Impfprogramm führt, nachdem im Jahr zuvor der gesetzliche Rahmen dafür geschaffen worden ist. Hier entstehen zwangsläufig Fragen; vor allem, da vollkommen unklar ist, ob und woran die 230 Vögel tatsächlich gestorben sind.

230 tote Vögel — das klingt zunächst viel, ist in Gesamtrelation betrachtet aber eher eine geringe Zahl. Vorstellbar wäre hier zudem, dass diese Tiere durch eine gemeinsame Futterquelle vergiftet wurden.

Da es sich bei den Tieren hauptsächlich um Eilseeschwalben handelt, die am Meer leben und jagen, ist diese Theorie sogar gar nicht so unwahrscheinlich — denn die Ozeane der Welt dienen seit Jahrzehnten als Müllhalde für alle möglichen Giftstoffe. Zudem werden sie durch Marinemanöver und Sonare, durch Offshore-Windparks und andere künstliche Anlagen vergiftet. Die Eilseeschwalbe gilt zudem als nicht gefährdete Art.

Was nach einer australischen Episode klingt, fügt sich ein in ein größeres Bild. So werden auch in Europa immer wieder Ausbrüche der Vogelgrippe — zuletzt bei Kranichen während des Vogelzugs — behauptet. Auf einem wackeligen Fundament aus unsicheren Tests und unklarer Symptomatik werden dann Pandemieszenarien kreiert, die regelmäßig zu scharfen Biosicherheitsmaßnahmen führen. Diese betreffen vor allem Geflügelzüchter — und erschweren ihnen damit die Arbeit. In der Regel müssen sie ihre Bestände keulen — insgesamt oft Millionen von Tieren — und leiden unter den Verdienstausfällen. Und das, obwohl fast alle der Tiere keinerlei Symptome aufweisen. Diese überschießenden Reaktionen auf eine unklare Krankheit macht den Züchtern das Leben schwer und führt zu enormen Verlusten.

Immer wieder wird dabei auch über Massenimpfungen nachgedacht. In der EU sind präventive Impfungen gegen die Vogelgrippe derzeit verboten. Geimpft wird nur in Ausnahmefällen — im Falle von größeren Ausbrüchen.

Wie in Australien könnte durch die wiederholte Inszenierung von solchen Epidemien — oder Pandemien — das Verbot von Präventivimpfungen schrittweise gekippt werden, mit der Folge, dass der Pharmaindustrie ein bisher verschlossener Markt geöffnet wird — was Milliarden an zusätzlichen Gewinnen verspricht.

Das birgt auch für die Menschen eine nicht unerhebliche Gefahr. Denn neben den „klassischen“ Impfstoffen, die mit ihren Inhaltsstoffen bereits bedenklich sein sollten, wird schon seit Jahren auch an mRNA-Impfstoffen gegen H5N1 geforscht. Hinzu kommt die Entwicklung von sa-mRNA-Stoffen. Bei diesen selbstamplifizierenden Stoffen wird nicht mehr der Bauplan für das Zielprotein — bei den Corona-Stoffen etwa das Spike-Protein — verabreicht, sondern der Bauplan für die zugrundeliegende RNA. Diese wird dann innerhalb des Körpers massenhaft in RNA umgewandelt, woraus sich eine auf unbestimmte Zeit ablaufende Synthese unkalkulierbarer Mengen des Zielproteins ergibt. Die Folgen für die geimpften Tiere sind dabei unvorhersehbar — aber die Erfahrung mit den Corona-Stoffen lehrt, dass sie durchaus verheerend sein können. Aber auch die Auswirkungen auf den Menschen sind vollkommen unklar. Denn zum einen können RNA und Zielproteine über Lebensmittel — Fleisch, Eier, Milch, wenn auch Kühe mit solchen Stoffen gespritzt werden — in die Nahrungskette gelangen, und damit in den menschlichen Körper. Zum anderen bergen sa-mRNA-Stoffe auch die Gefahr, „ansteckend“ zu sein. Sie könnten also unter Tieren übertragen werden, aber ebenso gut vom Tier auf den Menschen übergehen. Dieses Risiko ist zumindest vorhanden; ob es sich verwirklicht, ist eine andere, noch offene Frage.

Australien könnte daher auch als Blaupause oder aber als Beispiel für die EU dienen. Wenn auf diesem Kontinent massenhafte Impfungen eingeführt werden, wächst der Druck auf die EU, diese ebenfalls zuzulassen. Hinzu kommt, dass die EU in diesem Jahr ein Freihandelsabkommen mit Australien abgeschlossen hat. Die EU importiert schon jetzt verschiedene Tierprodukte aus Australien, will diese Menge im Rahmen des Abkommens aber deutlich erhöhen. Fleisch und Milch geimpfter Tiere landen also auch in der EU. Auch wenn Australien bislang nur Wildtiere in Gefangenschaft und auch „nur“ mit einem Impfstoff inaktivierter Erreger impfen lassen will, so könnte dies lediglich nur der erste Schritt sein. Denn eine Ausweitung auf Geflügelfarmen wurde von der obersten Veterinärin des Landes nicht kategorisch ausgeschlossen. Denkbar ist auch, dass die Impfstoffe durch mRNA-Stoffe ersetzt werden.

Die Folgen könnten verheerend sein — für Tier und Mensch gleichermaßen.