Vorgetäuschte Sicherheit

Das Paul-Ehrlich-Institut hat mit seiner Impfkampagne in den Coronajahren vermutlich wissentlich die Gesundheit von Millionen Menschen gefährdet. Auszug aus Bastian Baruckers gleichnamigem Buch.

In diesem Buch geht es wortwörtlich um Menschenleben. Millionen von Menschen in Deutschland mussten sich im Zuge des Corona-Geschehens für oder gegen eine neuartige Impfung gegen die Atemwegserkrankung COVID-19 entscheiden. Dabei vertrauten sie darauf, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung von amtlichen Stellen sorgfältig und fehlerfrei überwacht und ermittelt wurde. Den Menschen wurde immer und immer wieder versichert, dass das Produkt, welches in diesem Umfang noch nie gesunden Menschen verabreicht wurde, sicher ist und sie vor einer Erkrankung schützt. Ihnen wurde sogar vermittelt, dass sie mit einer positiven Impfentscheidung andere schützen würden, was einen sehr starken verhaltenspsychologischen Anreiz darstellt. Impfärzte, Politiker und Bürger verließen sich diesbezüglich auf die Expertise einer Bundesbehörde: das Paul-Ehrlich-Institut (PEI).

Diese dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) unterstehende Behörde besteht aus 900 Mitarbeitern und ist das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Sie überwacht seit Jahrzehnten die Impfstoffsicherheit in Deutschland.

Doch frühzeitig und bis heute anhaltend tauchen unerklärliche Ungereimtheiten, schwer zu glaubende Versäumnisse und erstaunliche Intransparenz im Zusammenhang mit der Arbeit des PEI während der Corona-Impfkampagne auf. Diese Alarmsignale waren für mich der Auslöser für tiefergehende Recherchen, die in verschiedenen gerichtlichen Auseinandersetzungen mit dem PEI endeten. Es gab und gibt über Jahre hinweg teilweise keine andere Möglichkeit, an relevante Daten und Akten des PEI zu kommen, als die Gerichte zu kontaktieren. Doch auch die Gerichte sind größtenteils keine wirkliche Hilfe. Warum? Das erfahren Sie später in diesem Buch.

Ausgangspunkt meiner Recherchen und der rote Faden dieses Buches war immer die Frage, wie das PEI die äußerst anspruchsvolle Aufgabe, die viel Sorgfalt und Genauigkeit erfordert haben muss, gemeistert hat, die Corona-Impfkampagne zu überwachen. Bei Impfungen wird schließlich gesunden Menschen, darunter auch Kindern und Jugendlichen, ein Wirkstoff verabreicht, der eine möglicherweise in der Zukunft eintretende Erkrankung verhindern oder zumindest abmildern soll.

Das wiederum bedeutet, dass die Experten im PEI, wenn sie im europäischen Kontext an der Zulassungsempfehlung für einen Impfstoff mitarbeiten, genau wissen müssen, mit welchen und wie vielen Nebenwirkungen in welcher Häufigkeit durch die Injektion zu rechnen ist und wie wahrscheinlich und schwer die potenzielle Erkrankung ist.

Diese Abwägung ist ihre Aufgabe und ihr täglich Brot. Denn es geht dabei um die Gesundheit von Millionen Menschen in der ganzen Bundesrepublik. Das gilt für alle herkömmlichen und seit Jahrzehnten verabreichten klassischen Impfstoffe und insbesondere für die neuartigen modRNA-Produkte bei Corona.

Im März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Pandemie. Kurz darauf sprach auch die damalige Kanzlerin und promovierte Physikerin Angela Merkel (CDU) von der „größten Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg“. Corona beziehungsweise vielmehr die Politik, Medien und einige Wissenschaftler versetzten die ganze Welt in Angst und Schrecken. COVID-19, eine vermeintlich neuartige Atemwegserkrankung, die zu schweren Verläufen und zum Tod führen kann, betritt die Weltbühne. Modelle prognostizieren Millionen Tote, und in den Medien wird trotz historisch niedriger Krankenhausauslastung von überfüllten Intensivstationen berichtet. Mithilfe des Bundesinnenministeriums wurde gezielt Panik erzeugt und die Bevölkerung in eine Schockstarre versetzt (8).

Bald darauf erfuhr die Öffentlichkeit, dass eine Impfung auf den Markt kommen soll, die hoch wirksam und sicher sein soll. Der modRNA-Impfstoff wird in so rasanter Geschwindigkeit entwickelt, dass er in Europa nur eine bedingte und keine volle Zulassung bekommt, weil Langzeitdaten zu Sicherheit und Wirksamkeit gar nicht erhoben werden können. Es ist ein einmaliges Unterfangen: Eine noch nie dagewesene Impfkampagne soll schon neun Monate nach dem Ausrufen eines gesundheitlichen Notstandes ausgerollt werden.

Wie hat sich das PEI auf diese große Aufgabe vorbereitet? Welche Daten hat es erhoben, und welche Abteilungen haben mit welchen Instrumenten sichergestellt, dass das Produkt wirklich sicher ist?

Die durch einen Whistleblower geleakten Protokolle des Corona-Krisenstabs im Robert Koch-Institut (RKI) haben öffentlich gemacht, dass die angeblich auf Wissenschaft beruhende Pandemiepolitik mehrheitlich politisch angeordnet war. Fast alle Coronamaßnahmen wurden anfänglich so nicht vom RKI empfohlen. Dazu zählen die Massentestung gesunder Menschen, Schulschließungen, allgemeine Maskenpflichten und viele weitere.

Außerdem tauschten sich die Experten im RKI auch über die Sicherheit der Impfstoffe aus. Im April 2020 protokollierten sie: „Es werden mehrere Impfstoffe kommen, die im Schnelldurchgang entwickelt und geprüft wurden ( ). Relevante Daten werden erst Post-Marketing erhoben“ (9). Post-Marketing bedeutet in diesem Fall: nach der Marktzulassung, also nach der Verabreichung an Millionen von Menschen. Diese relevanten Daten hätten also vom PEI erfasst werden müssen, weil niemand wissen konnte, inwiefern die verabreichten Produkte langfristig sicher sind. Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach in diesem Zusammenhang öffentlich von Versuchskaninchen; er meinte damit alle, die sich hatten impfen lassen.

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der laut Protokollen des Robert Koch-Instituts die Impfung von Kindern befürwortete und entsprechende Impfstoffe bestellte, obwohl die zuständigen Fachverbände dem kritisch gegenüberstanden, äußerte sich in der Sitzung der Corona-Enquetekommission des Deutschen Bundestags am 15. Dezember 2025 dahingehend, dass die Impfstoffe seiner Ansicht nach bis zu diesem Zeitpunkt praktisch im Markt erprobt wurden (10).
Erinnern Sie sich noch einmal kurz zurück an diese aufwühlende Zeit. Aufgrund der Panikmache und der Verheißungen einer sicheren und wirksamen Impfung war die Impfbereitschaft besonders hoch. Viele Menschen nahmen an, dass COVID-19 für sie eine signifikante gesundheitliche Bedrohung darstellte. Der Großteil der Bevölkerung überschätzte damals, wahrscheinlich aufgrund der angsterzeugenden Berichterstattung, dramatisch dieses persönliche Erkrankungsrisiko (11).

Außerdem gingen sicherlich fast alle geimpften Menschen davon aus, dass die zuständigen Behörden die Sicherheit und Wirksamkeit des angebotenen Präparates sorgfältig analysiert hatten. Wie viele Menschen wussten, dass die relevanten Daten erst erhoben wurden, nachdem sie die Injektion erhalten hatten? Hat der impfende Arzt das erwähnt?

Viele entschieden sich auch für die Impfung, weil sie annahmen, damit andere zu schützen, oder weil sie aufgrund der 2G- und 3G-Regeln wieder vollumfänglich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen wollten. Der erstgenannten Motivation wurde spätestens im Dezember 2025 vom ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn, der den Fremdschutz anfänglich noch postuliert hatte, jegliche Grundlage entzogen: Auf Nachfrage sagte Spahn der Enquetekommission, es sei immer klar gewesen, „dass das Ziel der Impfstoffforschung und Beschaffung ist, einen Impfstoff zu haben, der vor schweren Verläufen schützt“. Spahn betonte weiter: „Es war nie Ziel, (…) dass es zu Infektionsschutz gegenüber Dritten kommt“ (12).

Warum die Politik diese falschen Versprechen gab, ist seit der Veröffentlichung der RKI-Protokolle durch die Journalistin Aya Velázquez klar. Knapp ein Jahr nach Beginn der Impfkampagne stellten die Wissenschaftler fest: „Politischer Entschluss ist schon längst gefasst, oberste Priorität so viele Leute so schnell wie möglich impfen“ (13).

Doch wie hat die Politik in Form des Paul-Ehrlich-Instituts sichergestellt, dass diese Massenimpfkampagne sicher verläuft? Genau dieser Frage geht dieses Buch nach. Es deckt Vorgänge auf, die schwer zu glauben sind. So stellt sich nicht nur heraus, dass die vom PEI verwendeten Instrumente zur Überwachung der Sicherheit erhebliche Mängel aufweisen, sondern das PEI gibt sogar vor Gericht zu, gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben. Es wird außerdem aufgedeckt, dass das PEI über Jahre hinweg relevante Daten zurückgehalten hat und bis heute zurückhält.

In meinem letzten Buch „Vereinnahmte Wissenschaft — Die Corona-Protokolle des Robert Koch-Instituts“ habe ich gemeinsam mit verschiedenen Autoren dargelegt, wie weit die Politik von den wissenschaftlichen Empfehlungen des RKI entfernt war.
Mit diesem Buch möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern das PEI seiner gesetzlichen Aufgabe, die Sicherheit der Corona-Impfstoffe zu überwachen, nachgekommen ist. Welche Alarmsignale haben sie gefunden? Wie sind sie mit den enormen Mengen an Nebenwirkungsmeldungen umgegangen?

Über viele Monate hinweg habe ich neben einem Gerichtsverfahren versucht, die Protokolle der zuständigen Abteilungen im Institut zu erhalten. Die Antworten des PEI auf mehrere diesbezügliche Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz haben mich schockiert. So soll die für die Impfstoffsicherheit zuständige Arbeitsgruppe während der gesamten Corona-Impfkampagne angeblich kein einziges Protokoll angelegt haben. Auch die übergeordnete Abteilung soll jahrelang kein Protokoll angelegt haben. Laut PEI gibt es nicht einmal ein Protokoll über den Beschluss, keine Protokolle mehr anzulegen.

Dieses für eine staatliche Behörde sehr ungewöhnliche Verhalten hat mich schlussendlich dazu veranlasst, die Arbeit des PEI während der Corona-Impfkampagne in diesem Buch zu beleuchten. Die vielen Auffälligkeiten rund um das Vorgehen des PEI sind Grund genug, Sie, liebe geimpfte oder ungeimpfte Leser, darüber zu informieren, ob es sich dabei um eine Ansammlung von Fehlern, ein Versagen oder, wie beim RKI, um das bewusste Handeln einer politisch vereinnahmten Behörde handelt, die ihren eigentlichen Auftrag vernachlässigt hat, während knapp 65 Millionen Menschen, darunter gesunde junge Menschen, gegen COVID-19 geimpft wurden. Wurden diese Menschen getäuscht?

Dieses Buch soll aufklären und Einblicke in die staatliche Überwachung der Sicherheit der Corona-Impfstoffe geben. Es soll Transparenz über ein Thema schaffen, das in den Leitmedien wenig Aufmerksamkeit erfährt. Es soll das Handeln einer Behörde beleuchten, die Transparenz selbst behindert, obwohl das Thema Impfstoffsicherheit höchstmögliche Transparenz erfordert, damit Ärzte, Eltern und jeder einzelne Mensch für sich die bestmögliche individuelle Impfentscheidung treffen können. Dies gilt natürlich für alle Impfungen, aber insbesondere für die neuartigen modRNA-Impfstoffe.

Das Buch ist auch den Menschen gewidmet, die sich nach bestem Wissen und Gewissen und teilweise ohne ausreichende Aufklärung für eine Impfung gegen COVID-19 entschieden haben, anschließend krank geworden sind und ihr altes, gesundes Leben verloren haben.

Oft finden diese Menschen mit ihrem Schicksal kein Gehör, da Impfschäden bagatellisiert und sogar von Ärzten und Gerichten geleugnet werden. Manche dieser Geschädigten führen Gerichtsverhandlungen, um Schadensersatz zu bekommen, und müssen um die Anerkennung als Impfschaden kämpfen. Die meisten scheitern.

Auch für diese Menschen werden in diesem Buch die über die Jahre öffentlich gewordenen Sicherheitssignale im Zusammenhang mit den modRNA-Impfstoffen zusammengefasst. Denn es gab von Anfang an wohlbegründete Zweifel an der Sicherheit dieser Injektionen. Diese wiederum stehen teilweise in einem schier unbegreiflichen Widerspruch zu den Sicherheitsgarantien des Paul-Ehrlich-Instituts.

Auf den folgenden Seiten, die Sie, liebe Leser, immer tiefer in die Widersprüche des PEI vordringen lassen werden, kommen Ärzte, Wissenschaftler, Journalisten und Juristen zu Wort. Ich habe im Lauf der letzten fünf Jahre viele Interviews zu diesem Thema geführt und werde die wichtigsten Aussagen meiner Gesprächspartner in diesem Buch zusammenfassen. Aus verschiedenen Perspektiven blickend entsteht so ein Bild eines geschichtsträchtigen Geschehens, das fast jeden Menschen in Deutschland betroffen hat. Denn die COVID-19-Impfstoffe wurden schlussendlich sogar gesunden Babys ab sechs Monaten empfohlen und auch verimpft.

Was genau die Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts über die Sicherheit dieser Präparate intern beraten haben und was davon an die Öffentlichkeit gekommen ist, wird sich eventuell nie ganz aufklären lassen. Aus den Protokollen des RKI geht jedenfalls eindeutig hervor, dass die Öffentlichkeit von staatlicher Stelle teilweise getäuscht wurde.

So heißt es in den Protokollen im Oktober 2022: „Aus Altenheim-Ausbrüchen (Exposition für alle gleich) weiß man, dass Wirkung der Impfung eher überschätzt wird. Schwieriges Thema, sollte nicht im Impfbericht formuliert werden“ (14).

Im Januar 2023 heißt es: „Monatsberichte und Impfdashboard werden zum Mai eingestellt. Bewertung von Impfnebenwirkungen wird nicht mehr möglich sein. — Dies muss sehr gut kommunikativ begleitet werden, damit es nicht auf das RKI zurückfällt“ (15).

Auch das PEI muss sich aufgrund seiner Arbeit während der Corona-Impfkampagne Sorgen um seinen Ruf machen und sich den Vorwurf gefallen lassen, eine Sicherheit vorgetäuscht zu haben, die es so hinsichtlich der COVID-Impfungen nicht gab. Doch machen Sie sich selbst ein Bild von der Arbeit des Paul-Ehrlich-Instituts während der Corona-Impfkampagne.



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