Waffenruhe und Ausreisebeschränkungen

In der dritten Folge von „Auf ein Wort“ kommentiert Michael Sailer unter anderem die Raumfahrt von „Artemis 2“, die trügerische Feuerpause im Iran, die neuesten Entwicklungen im Fall Hüseyin Doğru und die Kanzler-Ambitionen von Felix Blume.

Es ist ein Frühling, der manchem wie ein Herbst vorkommen mag. Die Temperaturen steigen, doch mit ihnen die Spritpreise. Und wäre dies nicht schon eine erhebliche Mobilitätseinschränkung, sickerte kürzlich die Meldung durch, dass sich Männer zwischen 17 und 45 Jahren längere Auslandsreisen erst genehmigen lassen müssen. Dauert diese mehr als drei Monate, so haben die männlich gelesenen Herrschaften zunächst beim sogenannten „Bundeswehrkarrierecenter“ vorstellig zu werden, um sich hierfür eine Erlaubnis abzuholen. Während Deutschland mit diesen und anderen Mitteln nichts unversucht lässt, um die nächste Generation an die Waffen zu bekommen, schweigen die Waffen im Iran – vorgeblich zumindest. Diese und weiteren Themen bekommt Michael Sailer in der dritten Folge von „Auf ein Wort“ unvorbereitet vorgesetzt.

Noch während sich Michael Sailer zu den neuesten Kuriositäten äußert, schwebt mehrere Hunderttausend Kilometer über den Kastanienbäumen des Biergartens „Artemis 2“ am Mond vorbei. Dient es etwa als Ablenkung, so die Fragestellung an Sailer, dass man die halbe Welt zu der Raumfahrtkapsel hinaufblicken lässt, während unten die Erde im Chaos versinkt?

Obwohl es offensichtlich nicht an Energie mangelt, neue Weltraumabenteuer zu starten, grassiert am Boden die Angst vor Energielockdowns. Apropos Lockdowns: Erst vor wenigen Tagen wurde die Ehefrau des Journalisten Hüseyin Doğru gnädigerweise per Gericht aus dem Bankkonto-Lockdown entlassen, wodurch sie wieder über ihr eigenes Geld verfügen kann. Für den Fall Doğru hat Sailer mehr als nur zwei Cent beizutragen.

Nach den vielen beschwerlichen Themen, wird dem Kabarettisten und Historiker noch ein vergleichsweise erheiterndes Thema als Rausschmeißer vorgelegt: Der Künstler und Rapper Felix Blume, vormals Kollegah, inszenierte sich kürzlich wieder selbst- und siegessicher als Kanzler in spe. In seinem neuen Musikvideo, welches stilistisch den Eindruck macht, als sei es mit einer Leni-Riefenstahl-KI gepromptet worden, fordert der Sprechgesangsartist die „BlackRock-Marionette“ Friedrich Merz zu einem „Eins-gegen-eins“ auf. Als langjähriger Musiker und Musikkenner, gibt Sailer zum Besten, was diese Provokation mit Alice Cooper gemeinsam hat.


Michi Sailer: Auf ein Wort — Waffenruhe und Ausreisebeschränkungen

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