Wasser und Klima
Im Gespräch mit Manova und Transition TV erklärt die belgisch-flämische Permakultur-Designerin und -Ausbilderin Aline Van Moerbeke, wie intelligentes Regenwassermanagement auch das Klima regenerieren kann.
Menschen streiten und debattieren gern über Themen, mit denen sie sich nicht wirklich auskennen. Eines davon sind die unterschiedlichen Formen von Klimaveränderung. Was bei diesem Thema oft übersehen wird, ist der Einfluss des Wassers. Am 22. März ist der internationale Tag des Wassers. Aus diesem Anlass spricht Elisa Gratias mit einer Frau, die sich damit auskennt: Aline Van Moerbeke. Sie gründete 2011 den Permakulturverein PermaMed mit und engagiert sich seitdem intensiv in der Vermittlung von Permakultur durch Bildung, Beratung und Demonstrationsprojekte. Sie ist auf hydrologisches Design, ganzheitliche Systemgestaltung und innere Landschaftsarbeit spezialisiert, berät Privatkunden und Gemeinden und gibt Kurse an Schulen und für Erwachsene, um ihr Wissen so weit wie möglich zu verbreiten und Menschen zu einem bewussteren Umgang mit Wasser zu inspirieren, was auch der Erwärmung und Wüstenbildung in von Klimaveränderungen betroffenen Gegenden entgegenwirkt. Ein Beitrag zum #Wasserspezial.
In der Schule lernen Kinder, wie der große Wasserkreislauf funktioniert. So können auch heutige Erwachsene sich noch daran erinnern, dass Wasser über dem Meer verdampft, Wolken bildet, die aufs Land ziehen und dort wiederum mit ihrem Regen die Erde mit Wasser versorgen. Den meisten eher nicht bekannt sind die kleinen Wasserkreisläufe, die den Regen weit bis ins Innere der Kontinentalmasse transportieren, und wie diese durch den Menschen durch Bodenversiegelung, Monokulturen und Abholzungen im großen Maß zerstört wurden. Das führt zu Dürren und Überschwemmungen, die wiederum die Erwärmung und Versteppung riesiger Landflächen mit sich bringen, sprich eine fundamentale Veränderung des Klimas in diesen Regionen.
Die gute Nachricht: Diese kleinen Wasserzyklen können wiederhergestellt werden. Das Zauberwort lautet Bodenregeneration. Wenn also vom „Klimawandel“ die Rede ist und Fronten verschiedener Meinungen aufeinanderprallen, können wir nun das Wasser als verbindendes Element ins Spiel bringen und somit einerseits aus der „Klimahysterie“ aussteigen und andererseits anerkennen, dass Klimaveränderungen existieren, für die es allerdings Lösungsmöglichkeiten gibt. Allerdings machen Politik und Medien diese viel zu selten zum Thema, da sich mit ihnen kein Profit generieren lässt.
Anstatt zu streiten, können beide Parteien nun aus der Klimawandel-Ablenkungsstrategie aussteigen und selbst aktiv werden. Im Gespräch mit Transition TV und Manova erklärt Aline Van Moerbeke wie das gelingt.