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Die Feigenblatt-Korrekturen

Die Feigenblatt-Korrekturen

Die Leitmedien beginnen zaghaft über die Impfschäden zu berichten, die sie zuvor noch totschwiegen — vor konsequenten Schlussfolgerungen aus den Berichten drücken sie sich indes.

Es geht nicht nur um die furchtbaren körperlichen und psychischen Folgen der Betroffenen, von denen einige auch ausführlich zu Worte kommen. Es geht auch darum, dass schwer kranke Menschen ganz auf sich gestellt blieben. „Du bist völlig allein, wenn du Impfnebenwirkungen bekommst“, beschreibt eine Patientin ihre Situation, eine andere erklärt: „Das Schlimmste ist, dass niemand einem glaubt.“ Fast alle haben die Erfahrung gemacht, wenn die Impfung als Ursache auch nur in Betracht gezogen wurde, seien Ärzte, aber auch Bekannte zu Eis erstarrt und hätten sich entsprechend klirrend verhalten. „Ich glaube Ihnen einfach nicht, dass Sie krank sind“, beschied eine Hausärztin ihrem fast gelähmten Patienten.

Wir erfahren allerdings auch von einer eigenen Ambulanz an der Uniklinik Marburg, die sich auf das sogenannte Post-Vac-Syndrom spezialisiert hat. 6.000 Patienten stehen auf der Warteliste und harren der medizinischen Hilfe. Wie viele auf rechtliche und finanzielle Hilfe warten, lässt sich nur an der Zahl der Anträge, die bislang eingingen, schätzen. In ganz Deutschland sollen bislang 4.835 Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt worden sein. Anerkannt sind bis jetzt 134. Ein Anwalt, der Dutzende Klagen von Patienten eingereicht hat, sagt: „Es sind sehr lange Bearbeitungszeiten, und dann flattern meist Ablehnungsbescheide ins Haus.“ Die Rentenbeträge für berufsunfähig gewordene Impfopfer sind nicht gerade üppig: 164 bis 854 Euro pro Monat.

Ähnlich sieht es bei den Entschädigungsklagen vor Gericht aus. Man klagt auf eigene Kosten gegen Pharmariesen, die stets jede Verantwortung ablehnen. Wie auch immer, die Kosten für eventuelle Entschädigungen und die Gerichtsverfahren übernimmt die Bundesrepublik Deutschland. Das verdanken wir dem Vorgänger von Karl Lauterbach. Jens Spahn erließ bereits im Mai 2020 die sogenannte Spahn-Verordnung, die ein Anwalt in einer der Sendungen einen „Wunschzettel der Pharmaindustrie“ nennt. Als angeblich noch niemand von Impfstoffen träumen konnte, setzte der damalige Bundesgesundheitsminister die „Gefährdungshaftung“ außer Kraft — außer im Falle „grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz“. Außerdem konnten die noch nicht existierenden Impfstoffe ohne Kennzeichnung und ohne Packungsbeilage in den Verkehr gebracht werden — und das sogar nach überschrittenem Verfallsdatum.

Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz kommen für den Minister auf jeden Fall schon mal in Betracht. Doch so weit gehen die öffentlich-rechtlichen Berichte natürlich nicht. Allerdings wird immer wieder der amtierende Gesundheitsminister Lauterbach zitiert, der bei etlichen Gelegenheiten von den so gut wie risikolosen und extrem wirksamen Impfungen zu schwadronieren pflegte. Noch ein Fall für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz.

In diesem Zusammenhang muss man natürlich das Paul-Ehrlich-Institut würdigen, das konsequent jeden Grund zur Besorgnis zurückweist. Zwar sind ihm bis Mai 2022 bereits etwa 30.000 Fälle von schweren Impfnebenwirkungen bekannt geworden — etwa ein Vierzigfaches in Relation zu anderen Impfrückmeldungen. Aber auch die TV-Berichte lassen keinen Zweifel daran, dass nur ein Bruchteil der Fälle gemeldet werden.

Sagen wir mal so: Den gemeinen Rubikon-Leser werden die meisten dieser Informationen nicht gerade vom Hocker hauen. Das alles hat man hier im Detail und gut fundiert schon vor anderthalb Jahren lesen können. Das eigentlich Erstaunliche an den genannten Beiträgen besteht darin, dass sie aus der Zitadelle des medialen Mainstreams kommen und dass sie Zustände beklagen, für deren Existenz diese Medien verbissen gekämpft haben und weiterkämpfen.

Mir geht es hier vor allem um den Versuch einer medienpolitischen Einordnung. Wir erinnern uns: Im März 2020 wurde der Ausbruch einer schweren Pandemie verkündet. Daraufhin artikulierte eine Minderheit ihre Zweifel, ob es sich tatsächlich um eine menschheitsbedrohende Pandemie handle, und in der Konsequenz bestritt man die radikalen Maßnahmen, die ergriffen wurden — angeblich um das Schlimmste zu verhindern. Fortan gab es zwei Lager: die leidenschaftlichen Pandemiker und die Skeptiker. Die Skeptiker wurden umgehend als kriminell oder pathologisch isoliert. Und die Pandemiker legten viel Sorgfalt an den Tag, den trennenden Graben unüberwindlich zu machen. Die Zitadelle schickte mediale Kindersoldaten ins Feld: Faktenchecker und Konsorten, die Unvordenkliches taten und im Handumdrehen zu Kündern der Wahrheit und Souffleuren der Wissenschaft avancierten.

Es durfte um keinen Preis diskutiert werden. Es gab flankierend noch jede Menge andere knallharte Maßnahmen gegen die „Verschwörungstheoretiker“. Dabei haben Rechtsstaat und Politik sehenden Auges die Prinzipien einer rechtsstaatlichen Demokratie über Bord geworfen — stets aufgehetzt oder geschützt vom medialen Mainstream.

Mir wurde allmählich klar, dass die neue Raumaufteilung nur so lange funktionieren konnte, wie das mediale Rudel geschlossen blieb.

Seit einiger Zeit gibt es jedoch feine Risse in dieser Ordnung der Dinge. Ausgelöst von unerwarteter Seite: Zuerst stellte eine der Speerspitzen des Mainstreams, nämlich Bild TV, bohrende Fragen und lud in Serie verfemte „Schwurbler“ in sein Studio.

Und parallel tauchten in den öffentlich-rechtlichen Sendern immer mehr Beiträge auf, die im Vordergrund nur eine Opfergruppe — die übersehenen Impfopfer — ins Bild rückten, in Wahrheit aber an den absoluten Wahrheiten der neuen Grundordnung rüttelten.

In dieser Hinsicht stellt ein Kommentar (2) von Christiane Cichy, Redakteurin des MDR, veröffentlicht am 2. Dezember 2022 auf der Seite ihres Senders, einen weiteren Schritt dar. Sie konstatiert das Offensichtliche: Die Impfungen schützen nicht mehr vor Ansteckungen, schlimmer noch: sie haben nie davor geschützt. Das war aus den öffentlich zugänglichen Zulassungsstudien der Impfstoffhersteller von Anfang an ersichtlich. Gleichwohl hat man diese Behauptung nicht nur mit allen Mitteln propagiert und mit etlichen Gesetzesvorschriften durchzusetzen versucht. Mit anderen Worten, das Konzept der Herdenimmunität durch Impfung war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Und trotzdem haben die Impfsektierer diese These aggressiv und brutal vertreten. Der Skandal geht allerdings noch etwas weiter, als Christiane Cichy ihn hier schildert, denn auch von dem Phantasma des Selbstschutzes blieb nach anfänglicher Euphorie wenig übrig. Im Gegenteil: In den Krankenhäusern und auf Intensivstationen liegen heute in Relation deutlich mehr — mehrfach — Geimpfte als Ungeimpfte. Trotzdem, der Kommentar von Cichy geht weiter als alles andere, was vom medialen Mainstream bislang verbreitet wurde.

Dem hochgeschätzten Kollegen Thomas Röper geht jedoch die Kritik nicht weit genug (3). So würde die Autorin darauf verzichten, strafrechtliche Konsequenzen für die an diesem Wahn tätig Beteiligten aus Politik, Medien und Medizinindustrie zu fordern oder dass man sich gefälligst bei den „Querdenkern“ zu entschuldigen habe. Bei den Kritikern also, die sich bereits vor über einem Jahr mit genauen Argumenten zu dem Impfirrsinn geäußert haben und dafür rüde als Sozialschmarotzer, Gesellschaftsfeinde und Pandemietreiber verhetzt wurden. Mir ist die Wut eines Thomas Röper nicht ganz fern. Aber sie wird uns nicht weiterhelfen.

Es gilt zu verstehen, was hier passiert. Wer wie ich ein paar Jahrzehnte für öffentlich-rechtliche Medien gearbeitet hat, weiß, dass es sich hier nicht allein um das Werk einer beherzten Redakteurin handelt, die ihrem Unmut Luft macht. Hinter jedem einzelnen Beitrag steht eine Redaktion, und bei kritischen Beiträgen zu diesen Themen dürfte die gesamte Leitung des Hauses involviert sein.

Querdenker aller Art haben es schon mehrfach beschrieben: Das sogenannte Narrativ der Pandemie bricht allmählich in sich zusammen. Selbst der „unterwürfigen Leere“ (Leni Riefenstahl) des deutschen Bildungsbürgers kann kaum mehr entgehen, dass das ganze Impftheater ein unfassbarer und für viele krank machender oder sogar tödlicher Betrug war. Und den letzten Gläubigen dämmert, dass die sogenannten Maßnahmen niemandem geholfen, sondern immensen Schaden an Leib und Seele produziert haben. Ich verstehe die hier angeführten Reportagen aus öffentlich-rechtlichen Anstalten als den Versuch, die Schadensabwicklung in die eigene Hand zu nehmen, um sie so besser kontrollieren zu können, eine Selbstkritik aus dem Kreis der Täter. Um es mit Friedrich Ebert, einem Säulenheiligen sozialdemokratischer Charakterlosigkeit, zu sagen: „sich an die Spitze der Bewegung stellen, um sie abzubrechen“.

Wir haben vielleicht das Abendland vor weiterem Schaden wenigstens in pandemischen Angelegenheiten bewahrt, wir haben vielleicht bewiesen, dass es lohnt, sich den Imperativen skrupelloser Funktionäre entgegenzustellen, doch wir werden nicht als Sieger in die Arena des Parlaments reiten. Keine Merkel, kein Scholz, kein Drosten und kein Wiehler, kein Spahn oder Lauterbach, keiner der schaurigen medizinischen oder pharmazeutischen Organisatoren des Grauens wird sich vermutlich je vor Gericht zu verantworten haben — und schon gar nicht die rechtsbrechende Justiz selbst.

Es steht auch nicht zu erwarten, dass sie sich mit ihrer Schande schmerzhaft auseinandersetzen. So sieht es aus. Wir werden klug und umsichtig improvisieren müssen. Die alte Welt liegt in Trümmern. Mit ihrer Rekonstruktion werden wir uns nicht aufhalten. Aus den Scherben ist eine neue Welt entstanden, die noch ruchloser mit den Menschen verfährt. Unsere Feinde in Sachen Corona sind dieselben, die heute Russland den Krieg erklären. Es wird nicht viel Gelegenheit zur Versöhnung geben.



Hier können Sie das Buch bestellen: als Taschenbuch, E-Book oder Hörbuch.


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Quellen und Anmerkungen:

(1) MDR, 22.03.22 Impfkomplikationen. Warum sich Betroffene alleingelassen fühlen.
ARD, 23.03.22 Impfschäden — wie Deutschland bei der Erforschung hinterherhinkt.
BR, 18.5.22 Mit Nebenwirkungen alleingelassen.
ZDF, 28.5.22 Seltene Long-Covid-Fälle nach Impfung.
buten und binnen, 13.6.22 So geht es betroffenen Bremerinnen.
NDR, 16.6.22 Impfung: Ein Triathlet und seine Geschichte.
ARD, 29.6.22 Warum Betroffene viele Behandlungen selbst bezahlen müssen.
BR, 5.7.22 Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung.
ARD, 9.8.22 Corona-Impfung mit Nebenwirkungen.
MDR, 29.8.22 Krank nach Corona-Impfung.
MDR, 4.10.22 Erste Prozesse wegen Corona-Impfschäden starten.
ARD, 20.10.22 Corona: Nebenwirkungen und Impfschäden.
MDR, 28.10.22 Selbsthilfegruppe Impfschäden.
ARD, 11.22 Tagesthemen-Beitrag.
ZDF, 4.12.22 Long Covid nach Impfung.
(2) https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html
(3) https://www.anti-spiegel.ru/2022/mdr-artikel-bestaetigt-die-querdenker-hatten-in-fast-allem-recht/?doing_wp_cron=1670416739.9126861095428466796875


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