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Eine schwere Geburt

Eine schwere Geburt

In den Coronajahren wurden Gebärende zum Tragen einer Maske genötigt, was an Folter grenzt. Auszug aus „Erinnerungen an eine Ausnahmezeit“.

Hannes Henkelmann: Stellen Sie sich bitte kurz vor.

Sabrina Kollmorgen: Mein Name ist Sabrina Kollmorgen. Ich bin 48 Jahre alt und Mutter von zwei Söhnen. Ich bin ausgebildete Krankenschwester für den Fachbereich Intensivmedizin/Anästhesie und war über 20 Jahre auf der Intensivstation tätig. Vor zwei Monaten wurde mir leider gekündigt, seitdem putze ich Ferienwohnungen und arbeite zeitweise in einer Weinbar.

Wie kam es zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses?

Vor zwei Monaten rief mich mein Teamleiter an und fragte mich, wie ich mir meine weitere Beschäftigung angesichts der anstehenden einrichtungsbezogenen Impfpflicht vorstelle beziehungsweise ob ich mich impfen lassen würde. Ich entgegnete ihm, dass sich an meiner Einstellung zur Impfung nichts geändert hätte, ich wäre bis jetzt ungeimpft und würde es auch bleiben. Ich würde mich dieser Erpressung nicht unterwerfen. Meinen Kompromissvorschlag, im Büro zu arbeiten, lehnte er mit der Begründung ab, ich wäre zu teuer.

Sie haben während der Pandemie in der Intensivpflege gearbeitet. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Nun, ich kann Folgendes berichten:

Für potenzielle Covid-Patienten wurden Betten freigehalten, und das bekam die Klinik fürstlich honoriert. Ernsthaft erkrankte Patienten wurden schon mal abgewiesen, viele anstehende Operationen abgesagt oder verschoben. Eine Differenzialdiagnostik fand kaum statt.

Alle Patienten wurden genötigt, die Maske zu tragen. Auf schwere Symptome wie Atemnot, Herzbeschwerden, Schmerzen wurde keinerlei Rücksicht genommen.

Wie haben Sie sich im Dienst verhalten?

So oft es ging, habe ich meinen Patienten die Masken abgenommen und ihnen gesagt, dass freies Atmen ein Grundbedürfnis wäre. Ich habe mich geweigert, Tests durchzuführen und habe trotz Verbots Besucher zu ihren sterbenden Angehörigen gelassen. Mit den Impfbroschüren von Christian Stockmann und Veröffentlichungen von Bhakdi und Wodarg habe ich Aufklärungsarbeit geleistet und dankbare Reaktionen von meinen Patienten bekommen.

Mit Beginn der Impfungen hatten wir es vermehrt mit Patienten mit plötzlichen Herzinfarkten, Schlaganfällen, Thrombosen und wiedergekehrten Krebserkrankungen zu tun. Viele geimpfte Patienten erzählten, dass sie sich von den Ärzten über die Impfung nicht gut aufgeklärt fühlten oder sich nur dem allgemeinen Druck gebeugt hätten.

Können Sie unseren Lesern erzählen, was Sie erlebt haben, als Sie eine Hochschwangere auf der Suche nach einem Platz in der Klinik begleitet haben?

Diese Geschichte hätte ich nicht geglaubt, wenn ich sie nicht selbst erlebt hätte. Eine Bekannte hat mich angerufen und verzweifelt berichtet, dass sie von einer großen Berliner Klinik abgewiesen worden wäre, obwohl ihr Geburtstermin dran und ihre Fruchtblase schon geplatzt wäre. Begründung der Klinik: Sie hätte sich nicht in der zwölften Schwangerschaftswoche für die Corona-bedingten Maßnahmen zur Geburt angemeldet. Der Einwand meiner Bekannten, sie hätte ihre Schwangerschaft erst im sechsten Monat bemerkt und keiner hätte ihre verspätete Anmeldung akzeptiert, sollte bei der Klinik keine Gnade finden.

Am Telefon nannte ich ihr eine andere Klinik und machte mich selbst sofort auf den Weg dorthin. Auch da wurde uns gesagt, dass sie nicht bleiben könne — es gäbe keinen Platz für sie. Wir gingen dann in die Rettungsstelle. Da wurde sie zumindest untersucht, aber die Ärztin sagte ebenfalls, dass sie dort nicht entbinden könne.

Meine Bekannte geriet immer mehr in Panik, während ich schon überlegte, ob ich in der Lage wäre, dem Kind auf die Welt zu helfen. Wir fanden schließlich telefonisch eine andere Klinik, sind sofort dorthin gefahren, um vor Ort vom Sicherheitsdienst am Eingang aufgefordert zu werden, eine FFP2-Maske zu tragen. Wir haben das ignoriert, woraufhin uns mit der Polizei gedroht wurde. Ich sagte: Die Frau bekommt ein Kind, schämen Sie sich! Und dann sind wir einfach weitergegangen.

Im Kreißsaal angekommen, wiederholte sich die Geschichte.

Eine Mitarbeiterin beim Empfang wies uns sofort auf die FFP2-Maskenpflicht hin. Da verlor ich ein wenig die Nerven und fragte nach ihrem medizinischen Sachverstand. Unter Wehen diese Maske tragen zu müssen, würde an Folter grenzen. Jeder wüsste doch, dass sich beim Geburtsvorgang alles um die Atmung drehen würde. Das wäre eine staatlich angeordnete Misshandlung.

Unter Androhung von Hausverbot und Polizei wurde ich von der Hebamme als Rechte und Corona-Leugnerin beschimpft. Um die Situation zu deeskalieren, ging ich dann wortlos. Später wurde ein Mädchen geboren. Mutter und Kind sind wohlauf.



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