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Tödlicher Lockdown

Tödlicher Lockdown

Weltweit rechnet man mit 150 Millionen zusätzlichen Hungertoten durch die Corona-Maßnahmen.

Vorab ein Zitat von Rosa Luxemburg aus dem Jahr 1908, das als Schriftzug zwischen der Pflasterung auf dem nach ihr benannten Platz in Berlin-Mitte steht:

„Das öffentliche Leben des Staates mit beschränkter Freiheit ist ebenso dürftig, so armselig, so schematisch, so unfruchtbar, weil es sich durch Ausschließung der Demokratie die lebendigen Quellen allen geistigen Reichtums und Fortschritts absperrt.“

Erleben wir aktuell die letzten Zuckungen des sterbenden Monopolkapitalismus? Sind wir im Turbogang eines Wirtschafts- und Gesellschaftssystems angekommen, das zwingend dem Untergang geweiht ist, weil in ihm jede Empathie und jedes Gefühl für Gerechtigkeit verloren gegangen ist? Musste dieses System zwingend in sich zusammenfallen — zerfressen vom Geschwür der Ausbeutung und Gier? Es scheint so.

„Unsere“ politische Führung hat zuletzt in immer schnellerem Tempo die Welt gegen die Wand gefahren. Symptomatisch dafür ist die stets weiter zunehmende Kluft zwischen Arm und Reich und zwischen Hungernden und Satten. Wir, zumindest viele von uns in der westlichen Welt, die Untertanen, die Geführten, in einigen Ländern auch das Wahlvolk — mitunter sogar als Souverän verklärt — haben zugelassen, dass wir zum homo oeconomicus mitsamt seinen „Idealen“ des Konsums, des Egoismus und der Rücksichtslosigkeit mutierten. Wir waren zum Teil selbst berauscht von dem Tanz ums goldene Kalb. Jetzt wachen viele von uns auf, entsetzt über die eigene bisherige Passivität und Selbstgefälligkeit. Wir sehen uns belauert, manipuliert und beherrscht von einer „Elite“ aus Oligarchen, Autokraten und Diktatoren — samt ihres „Hofstaates“ aus Verwaltung, Wissenschaft und Medien.

Verflechtungen der internationalen Player

Wir verhalten uns ganz so wie von Milliardären und „Entscheidern“, beispielsweise den Eigentümern von Banken und Aktienfonds, Big Pharma und IT gewünscht. Exakt nach dem Muster ihrer „Planspiele“, zuletzt eingeübt in der Generalprobe „Event 201“ Ende 2019, bei der auch „Auserwählte“ aus Politik und PR-/Propaganda-Agenturen geladen waren. Im Mittelpunkt dieser „Übung“ stand die Bedrohung der Menschheit durch ein neues Coronavirus. Die Verflechtungen der internationalen Player und die Dramaturgie ihrer Planspiele hat Multipolar-Herausgeber Paul Schreyer in seinem kürzlich erschienenen Buch, „Chronik einer angekündigten Krise — Wie ein Virus die Welt verändern konnte“ detailliert dokumentiert. Mit demselben Thema beschäftigt sich auch Michael Morris in seinem Buch „Lock Down — Das Virus war nicht die Ursache. Es war nur der willkommene Auslöser für das größte, je gewagte Experiment am Menschen“.

Die Autoren arbeiten auch die Rolle der von Bill Gates mindestens finanziell dominierten Weltgesundheitsorganisation (WHO) heraus. Und sie beleuchten andere Absprachetreffen der „Welt-Elite“, wie das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum — WEF) im schweizerischen Davos. Einmal jährlich trifft sich dort der eingeschworene Kreis mit den Verantwortlichen aus Weltbank, Internationalem Währungsfonds (IWF), ausgewählter Zentralbanken, führender Konzerne, Hedgefonds-Unternehmen und von Regierungen. Schreyer nennt den Kreis das „Politbüro des Kapitalismus“.

Noch während das Weltwirtschaftsforum im Januar 2020 tagte, waren erste Meldungen zum Ausbruch des „neuartigen Virus“ im chinesischen Wuhan im Umlauf. Nur wenige Tage später haben Christian Drosten und sein Team an der Berliner Charité den PCR-Test zum Aufspüren dieses Virus beim Menschen entwickelt. Wie wichtig so ein Test für ihr Narrativ ist, war den Akteuren bereits von Anfang an klar, denn es geht schließlich darum, Fälle zu generieren. Dabei spielt inzwischen das tatsächliche Infektionsgeschehen keine Rolle mehr, auch nicht, dass 80 Prozent der positiv Getesteten überhaupt keine Symptome aufweisen — folglich nicht ansteckend sind. Gleichgültig scheint auch zu sein, dass der Test nicht für diagnostische Zwecke zugelassen ist.

Mit dem nicht validierten und nicht standardisierten Test lassen sich allerdings die Fallzahlen, beinahe beliebig, erzeugen. Dazu dient beispielsweise der CT-Wert (cycle time), die Anzahl der Kopiervorgänge von Proben. Hierzu äußerte sich am 27. August 2020 unter anderem die Epidemiologin Angela Spelsberg, Ex-Ehefrau von Karl Lauterbach, im „Talk im Hangar 7“, Servus TV (Denken immunisiert und Servus TV auf Youtube). Am 1. September veröffentlichte Telepolis einen Beitrag mit dem Thema „Die Verstärkerstufe der PCR-Tests ist viel zu hoch eingestellt“. Eine weitere Fundgrube ist die Website von Wolfgang Wodarg. Mit der hohen Zahl positiver Testungen gelingt es, die Panik aufrecht und die Bevölkerung gefügig zu halten.

Ein zweites, wichtiges Element, die Panik zu schüren, ist die Visualisierung von Fallzahlen und deren weltweiter Anstieg. Diese Thema griff auch die Berliner Zeitung am 5. September 2020 auf. Seither starrt alle Welt wie hypnotisiert auf die mit roten Punkten besprenkelte Weltkarte, die die geografische Verteilung aller „Corona-Fälle“ sowie die Todeszahlen abbilden soll.

Das Narrativ der Welt-Elite

In ihren Grundsatzaussagen sind sich die „Eliten“ weitestgehend einig. Die lauten in etwa wie folgt:

„Wir Menschen sind in allergrößter Gefahr! Ein völlig neues und todbringendes Virus ist heimtückisch auf uns Menschen übergesprungen. Der Erreger erzeugt schlimmste Atemwegserkrankungen bis hin zum Erstickungstod. Das Virus ist hochgradig ansteckend und verbreitet sich rasend schnell über unseren ganzen Planeten. Eigentlich ist niemand nirgendwo vor ihm sicher.

Wir, die Politiker und die Spitzen aus Wirtschaft und Wissenschaft, tun trotzdem alles, um euch zu schützen, denn eure Gesundheit steht über allem! Vertraut unserer Fürsorge. Die geballte Kompetenz von Wissenschaft, Medizin und Ingenieurskunst — und ein Finanzbudget in noch nie dagewesenem Maßstab — setzen wir für euren Schutz ein. Dafür verlangen wir von euch aber auch Opfer. Denn nur gemeinsam können wir diese neue Geißel der Menschheit besiegen.

Dank unserer Top-Wissenschaftler ist eine Lösung für die ganze Welt in Sicht. Unter Hochdruck entwickeln sie einen Impfstoff gegen das Virus. Ist das geschafft, kann die Weltgemeinschaft wieder aufatmen. Wenn es uns gelingt, dass jeder Mensch geimpft ist — gleich ob arm oder reich, ob in Afrika oder in Europa — dann wird alles wieder gut. Wir werden sogar gestärkt aus dieser Krise herausgehen, denn wir wissen dann, wie wir auch künftige Pandemien am besten beherrschen.

Aber! Glaubt nur uns, euren Politikern und den anerkannten Presseorganen und Rundfunk- und Fernsendern. Denn diese arbeiten professionell, wahrheitsgemäß und objektiv. Glaubt niemandem, der unsere Maßnahmen kritisiert, denn diese sind alternativlos. Die Kritiker sind Egoisten, die nie zu solidarischen Opfern bereit waren. Sie sind eine Gefahr für unseren Kampf gegen das Virus. Sie helfen ihm, sich zu verbreiten. Sie verhöhnen uns und gefährden unsere Demokratie. Aber am Ende werden wir siegen. Denn wir sind Krisen-Manager und verfügen mit unseren Experten über einen überragenden Sachverstand. Bis zu unserem Sieg im Kampf gegen das Virus müssen wir aber weiterhin bereit sein, einen entbehrungsreichen Weg zu gehen.“

Wenig imposante Rate

Statt der in der Simulation „Event 201“ angenommenen 65 Millionen Corona-Sterbefälle weltweit innerhalb einer 18 Monate dauernden Pandemie konnten seit dem Ausbruch von „SARS-CoV-2“ im Januar 2020 „lediglich“ rund eine Million Tote mit dem Virus in Verbindung gebracht werden. Diese Zahl entspricht der Mortalität bei einer mittelschweren Grippe.

Die wenig imposante Rate begründet keinesfalls, dass dafür bislang verbürgte Freiheitsrechte und demokratische Grundsätze preisgegeben werden müssten. Obwohl sich inzwischen herausgestellt hat, dass Corona kein Killervirus ist, tun alle so, als bringe SARS-CoV-2 die Pest — oder Schlimmeres. Im Sinne der Drahtzieher der Pandemie und der „Spielleiter“ von „Event 201“ läuft offenbar alles wie geschmiert.

Gewinner und Verlierer

Wer nun sind die Gewinner der Pandemie, und wichtiger, wer sind die größten Verlierer?

Die Akkumulation von Kapital und Vermögen ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass 1 Prozent der Weltbevölkerung über so viel Reichtum verfügt wie die restlichen 99 Prozent zusammen. Und die reichsten Menschen sind gleichzeitig die größten Profiteure der gegenwärtigen Krise. So zitiert Christian Kreiß in seinem bei Rubikon veröffentlichten Beitrag aus dem diesjährigen Allianz Global Wealth Report vom September 2020. Danach lagen die privaten Finanzvermögen Ende Juni um 1,5 Prozent höher als Ende 2019. Und das, „obwohl die reale Weltwirtschaft den stärksten Absturz der Neuzeit erleidet“. Prognostiziert werden 4 bis 5 Prozent Verlust beim weltweiten Bruttoinlandsprodukt (BIP), so das Handelsblatt vom 12. Oktober 2020 im Beitrag „Die Coronakrise macht die Erfolge im Kampf gegen Hunger zunichte“.

Kreiß bezieht sich auf weitere aktuelle Studien der ETH Zürich, von Inequality.org und American for Tax Fairness. Danach haben allein die 15 reichsten US-Amerikaner in den ersten sechs Monaten nach den Lockdowns „ihr Vermögen um fast 50 Prozent auf 1.225 Milliarden Dollar“ erhöht. Unter ihnen Jeff Bezos um 65 Prozent, Mark Zuckerberg um 84 Prozent, Elon Musk sogar um 400 Prozent und Bill Gates um 19 Prozent. Gates und seine Stiftung sehen gegenwärtig ungebremsten Gewinnaussichten entgegen durch die Beteiligungen an Pharma-Unternehmen, die zurzeit die „aussichtsreichsten Impfstoffe“ gegen das Virus entwickeln. Bekannt ist sein im Pluralis Majestatis formuliertes Statement: „Wir werden sieben Milliarden Menschen impfen.“

Viele Regierungen wollen seinem Diktat folgen. „Unsere“ Regierung hat den „Auflagen“ bezüglich der zu erwartenden Impfschäden vorauseilend bereits zugestimmt. Wir, die Untertanen, sofern wir das zulassen, würden mit den im Eiltempo entwickelten und teils genmanipulierenden Impfstoffen nicht nur wie „Laborratten“ behandelt, als Steuerzahler sollen wir auch noch für Entwicklungskosten sowie für finanzielle Risiken und Verluste aufkommen, während die Gewinne, selbstverständlich, in private Kassen wandern.

Perfektes Ablenkungsmanöver

Ein noch größerer Gewinn als die astronomische Vermögenssteigerungen wird für die „Elite“ darin bestehen, dass die Pandemie von den realen Verteilungs- und Machtverhältnissen ablenkt. So können sie diese zumindest noch eine Zeitlang in ihrem Sinne festigen oder sogar ausbauen. Die Weltwirtschaft stand Ende 2019 vor einem Kollaps, damit waren auch Vermögenswerte der reichsten Menschen bedroht.

Zu den Warnsignalen gehörten unter anderem Negativzinsen im Finanzsektor und Negativ-Preise im Erdölhandel. Im Stakkato wurden außerdem Steueroasen eingekreist, und „seriöse“ Geschäftsmänner als Kriminelle demaskiert. Beispiele dafür sind die Skandale um die Panama Papers, Paradise Papers, um Wirecard und CumEx. Bei CumEx gingen allein dem deutschen Fiskus mindestens 25 Milliarden Euro verloren. Eine Studie der Organisation Tax Justice Network ergab, dass weltweit bis zu 32 Billionen Dollar in Steueroasen angelegt werden.

Statt den Blick auf diese kriminellen Taten zu lenken, werden manipulativ gänzlich andere Gegensätze aufgebaut wie die zwischen „Masken-Trägern“ und „Masken-Verweigerern“, zwischen „verantwortungsvollen“, „solidarischen“ Menschen, und „Egoisten“ und „Corona-Leugern“, ganz nach dem Muster: „teile und herrsche!“ Inzwischen sollen wir Beherrschten uns nicht einmal mehr treffen dürfen. Kein persönlicher Austausch mehr, kein Trost, keine zwischenmenschliche Wärme und kein politischer Protest — erinnert sei hier an die Sequenz aus Georg Orwells „1984“:

„Alles außer arbeiten war verboten. Spazieren auf den Straßen und den Plätzen war verboten, Spaß haben war verboten, singen und tanzen war verboten, Menschen treffen und zusammenkommen, war verboten. Alles war verboten.“

Hunger und Tod

„An den Folgen der Lockdowns werden weit mehr Menschen sterben als am Virus“, beklagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller am 22. Oktober in einem Interview mit dem Handelsblatt. Zusätzlich sei allein auf dem afrikanischen Kontinent mit weiteren 400.000 Todesopfern durch Malaria und HIV sowie einer halben Million Tuberkulose-Toter zu rechnen, weil die für die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten notwendigen Lieferketten unterbrochen waren. Auch Saatgut konnte nicht mehr geliefert werden, und das zu einer Zeit, als es zum Einbringen in die Äcker benötigt wurde.

Nach dem aktuellen Weltbank-Bericht werden in diesem und im kommenden Jahr aufgrund der Lockdowns „bis zu 150 Millionen Menschen in solch extreme Armut stürzen, dass ihr Überleben gefährdet ist“, so Die Welt am 7. Oktober 2020. 150-mal mehr Menschen sind zusätzlich vom Hungertod bedroht, als bisher mit „Corona“ gestorben sind. Zu den am härtesten getroffenen Ländern zählen der Tschad, Timor-Leste und Madagaskar, außerdem Burundi, die Zentralafrikanische Republik, die Komoren, Konga, Somalia und Südsudan. „Sehr ernst“ ist die Lage in Syrien und in Jemen, außerdem in Bangladesch und in Teilen von Indien.

Immerhin hat die deutsche Regierung aktuell ein Soforthilfe-Programm in Höhe von drei Milliarden Euro beschlossen. Und eine europäische „Geberkonferenz“ samt Aufruf für private Spenden ist initiiert. Für die Rettung der Hungernden hält Müller Hilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro für dringend notwendig. Davon sind die jetzigen Hilfen weit entfernt — und im Vergleich zu den Billionen-Euro-Programmen für die Corona-Soforthilfe der Wirtschaft in Europa und Deutschland ist der Betrag beschämend.

Den Hungertod erleiden vor allem Kinder. In einer gerechteren Welt hätten sie ihr Leben noch vor sich gehabt. „Im April erreichte der „Kollateralschaden“ seinen Höhepunkt mit täglich 10.000 Hungertoten zusätzlich zur normalen Hungersterblichkeit“, schreibt Clemens G. Arvay in seinem Buch „Wir können es besser — Wie Umweltzerstörung die Corona-Pandemie auslöste und warum ökologische Medizin unsere Rettung ist“. Er beruft sich dabei auf OXFAM, einen internationalen Dachverband von humanitären Hilfsorganisationen. Pro Tag verhungerten an den Folgen der aufrechterhaltenen Pandemie somit zusätzlich mehr Menschen, als in Deutschland nach neun Monaten mit „Corona“ gestorben sind.

Bei uns sind die mit einem Corona-positiven Testergebnis Gestorbenen im Durchschnitt 80 Jahre — in Schweden sogar 86 Jahre alt. Das entspricht der natürlichen Lebenserwartung. 75 Prozent der Hungertoten in Afrika erreichen nicht einmal ihr zehntes Lebensjahr. Christliches Abendland, Christdemokraten, christlich-soziale Union: geht es noch teuflischer? CSU/CDU: Wo bleibt euer Gewissen, wo Barmherzigkeit und christliche Nächstenliebe? Der Graben zwischen Hungernden und Satten ist unter eurer Regierungsverantwortung tiefer denn je!

Der Schriftsteller Christoph Hein äußerte in einem Interview mit der Berliner Zeitung vom 17. Oktober 2020:

„Eine Inkaufnahme unvermeidlich scheinender Tötungen oder Verletzungen unbeteiligter und unschuldiger Menschen heißt nun Kollateralschaden oder Begleitschaden, ein Wort für die Ermordung Unschuldiger, das eher an einen Blechschaden erinnert und das neben einer Vielzahl demokratischer Staaten auch die deutsche Bundesregierung übernahm.“

Schließlich analysiert Hein einen Begriff, der insbesondere die gegenwärtig reichsten Menschen dieses Planeten trifft:

„Bei Steuerflucht spricht man von Steueroasen, die Straftat wird mit der Rettung eines Verdurstenden in einer Wüste gleichgesetzt. Was impliziert, dass dieses Vergehen im Grunde ehrenhaft, üblich und verständlich ist.“

Sprachlich hat „unsere“ Regierung das Orwellsche System „1984“ bereits weitgehend übernommen.

Der Bundesentwicklungshilfeminister wird in dem oben erwähnten Handelsblatt-Interview noch deutlicher, wenn er von „humanitären Katastrophen“ spricht, „die sich direkt vor unserer Haustür aufbauen und die Brüssel verdrängt. (...) Wir holen uns die Ressourcen und lassen ganze Völker in ihrem Elend zurück. Wir müssen uns klar darüber sein, dass wir alle in einer Welt leben, wo alles mit allem zusammenhängt (...). Entweder wir retten diesen Planeten gemeinsam — oder wir führen ihn an den Rand der Apokalypse (...). Wir können nicht immer die Reichen reicher machen auf Kosten der Armen.“

Seine Quintessenz lautet:

„Hunger ist der größte vermeidbare Skandal auf unserem Planeten.“

Als hauptverantwortlich für das gegenwärtige Ausmaß dieser menschenverachtenden „Katastrophe“ sehe ich die WHO und die sie tragenden Finanziers und Regierungen, darunter die der Bundesrepublik. Die WHO hält mit Gewalt an der von ihr ausgerufenen Pandemie fest, obwohl die Todesrate der angeblich an Covid-19-Verstorbenen diese Alarmstufe seit Langem nicht mehr rechtfertigt und wohl nie gerechtfertigt hat.

Hunger und Hungertod gehörten auch vor Corona schon zu den erbarmungslosesten, beschämendsten und zugleich am meisten verdrängten Realitäten. Der Skandal dieses Elends hat sich mit der Pandemie noch einmal dramatisch zugespitzt.

Laut Mitteilungen und Berichten unter anderem der Welthungerhilfe hungern aktuell mehr als 800 Millionen Menschen.

„Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das, obwohl mit der aktuellen Nahrungsmittelproduktion problemlos 12 Milliarden Menschen ernährt werden könnten.“

Im bereits 2008 veröffentlichten Weltagrarbericht des Weltagrarrates (IAASTD) finden sich Lösungsideen und zugleich Warnungen:

„Der beste Garant zur Erlangung einer Ernährungssicherheit ist der Erhalt kleinbäuerlicher multifunktionaler Strukturen. Es gelte (...) die Verfügbarkeit der Nahrungsmittel und der Produktionsmittel vor Ort sicherzustellen. Monokulturen sollen vermieden werden.“ Der Bericht warnt davor, „Anbauflächen für Nahrungsmittel in Anbauflächen für Treibstoffe umzuwandeln“, und stellte explizit fest, dass „Gentechnologie mehr Probleme aufwirft, als Probleme löst“.

Die tatsächliche Entwicklung geht aber in die genau entgegengesetzte Richtung. Mächtige Konzerne wie Bayer mit Monsanto durch die Monopolisierung von Saatgut oder Cargill durch Monopolisierung von Palmöl- und Sojaanbau üben direkten Einfluss auf die Gesetzgebung in den jeweiligen Ländern aus und verdrängen Kleinbauern von ihrem Land. Die koloniale Ausbeutung setzt sich also fort.

Die „EU befeuert die wirtschaftliche Abhängigkeit des Globalen Südens vom Globalen Norden durch ihre Zollpolitik, Freihandelsabkommen und Subventionen. Auch unter den großen Namen von Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IWF) werden diese Muster fortgeführt, indem diese ihre Unterstützung an Bedingungen koppeln, die vor allem durch die G20-Länder bestimmt werden“, so die Autorinnen und Autoren von „Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen“.

Neben der Analyse und ihren Forderungen zur Abkehr von der bisherigen Subventions- und Entwicklungshilfepolitik setzen sich die acht jungen Autorinnen und Autoren mit anderen wichtigen nationalen und internationalen Politikfeldern auseinander und stellen jeweils ihre Lösungen vor. Ein „Weiterso wie bisher“ wollen sie nicht mehr zulassen. Ihr Plan ist eine lebenswerte und gerechtere Welt für sich und für spätere Generationen. Sie fordern Generationsgerechtigkeit und den „Turnaround“.

Auf der anderen Seite steht das reichste 1 Prozent der Menschheit, das mithilfe auch „unserer“ Regierung offenbar bereits an ihrem „Great Reset“ arbeitet. „Corona“ ist ihre Chance — die aber hoffentlich nie zum „Siegerkranz“ reicht.

Wir müssen uns entscheiden: Die Verteilung von Reichtum und Macht von oben nach unten oder von unten nach oben! — Which Side Are You On? Auf welcher Seite stehen Sie? Wollen wir Demokratie und Buntheit oder Oligarchie und Eintönigkeit? Die Durchsetzung der Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit oder ein Leben unter Bevormundung, Monopolherrschaft und Narzissmus?

Die gegenwärtig größte Herausforderung sehe ich in der Überwindung von Armut durch Schaffung einer gerechteren und generationsgerechteren Welt. Seit vielen Jahren ist Hunger eines der Haupttodesursachen der Menschheit. Ich schließe mich daher dem Autoren-Team des erwähnten Buches „Ihr habt keinen Plan“ an, die schreiben, dass bisher wenig dabei herauskam, „wenn sich die Reichsten über Armut unterhalten,“ und deshalb fordern, dass „informale, undemokratische und illegitime Zusammenschlüsse wie die G7 oder die G20 abgeschafft werden.“

Unerträglich finde ich es, wenn sich „unsere“ Bundeskanzlerin statt dessen ungerührt und offenbar im Einvernehmen mit überführten Mordauftraggebern, Diktatoren und Autokraten, wie jetzt bei dem jüngsten G20-Treffen, per Videokonferenz zusammenschalten lässt, um sich offenbar mit ihnen vor allem darüber zu beraten, wie sich das Medikamenten-Experiment der „Corona-Impfung“ gegen möglichst alle Menschen durchsetzen lässt.

Dringend verabschieden sollte sich Deutschland von ebenso illegitimen und undemokratischen Zusammenschlüssen wie der Pharmalobby-Organisation WHO und dem Weltwirtschaftsforum.

Zum Schluss folgen noch Antworten von dem aus China stammenden Menschrechtler und Aktionskünstler Ai Weiwei, der im Interview mit Susanne Lenz von der Berliner Zeitung vom 2. bis 4. Oktober 2020, Sonderseiten Weißbuch, auf ihre Fragen zum Systemvergleich äußerte:

„Ich dachte mal, dass der Westen siegen wird. Weil es hier individuelle Freiheit gibt. Aber wie dieser deutsche Typ Karl Marx gesagt hat: Individuelle Freiheit kann man nur erreichen, wenn die ganze Menschheit frei ist (...). Deshalb gewinnt die Demokratie vielleicht doch nicht. Ein gutes Beispiel ist die Flüchtlingskrise. Das ist ein Test dafür, welchen Wert der Westen der menschlichen Würde beimisst. Den Menschenrechten. Hier zeigt sich das Versagen der Europäer und der USA. Die lange Zeit der Bequemlichkeit hat Europa krank gemacht. Und egoistisch.

(...) alle denken immer, dass die Zukunft besser sein wird, dass wir rationaler werden, einander besser verstehen, die Wissenschaft sich entwickelt. Aber die menschliche Intelligenz ist sehr begrenzt. So eine kleine Sache wie Covid-19 kann zu einer Krise führen.“


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