Zum Inhalt:
Unterstützen Sie Manova mit einer Spende
Unterstützen Sie Manova
Das  Gewand der Welt

Das Gewand der Welt

Ein respektvoller Umgang mit der Materie macht unser Leben leichter — wenn wir jedoch aus Überheblichkeit unsachgemäß mit ihr umgehen, kann sie uns zerstören.

Erwachen, hier, in dieser Welt

Ich erwache am Morgen: Was war das? Wo bin ich eben noch gewesen? Situationen, Menschen, Gedanken gleiten noch einmal an mir vorbei. Dann zerfallen die Traumschemen allmählich. Wie sehr ich das Erlebte auch in meiner Erinnerung aufrechterhalten möchte.

Da bin ich nun wieder. Hier, in dieser Welt. Die mit mir beginnt und sich ins Uferlose, Unübersehbare hinaus zu begeben scheint, wenn ich über die Begrenzungen von Sicht und Gehör hinausdenke. Simultan an unendlich vielen Orten, unendlich viel Geschehnis bergend, findet sie statt. Wie viel geschieht in einer einzigen Minute „weltweit“, in einem Moment?

Wir genießen die Schönheit dieser Welt, ihre Landschaften, so sie noch erhalten sind. Ferne und Nähe, natürliche und künstlich geschaffene Umgebungen.

Man kann sich das unendliche Gewebe dieser Erscheinungswelt, das Gewand der Welt, der so vielgestaltigen Materie, vorstellen als einen permanenten urschöpferischen Akt von unvorstellbarer Macht und Intelligenz, höchster Differenziertheit, Grazilität und Schönheit.

Ist die Welt in ihrer ständigen Aufrechterhaltung und fließend-beständigen Gestalt nicht nur als ein pausenloses willentliches Überall-Geschehen denkbar?

Menschen sind irgendwann zu Forschern im heutigen Sinne geworden. Seitdem untersuchen sie nicht nur ihre gesamte Mitwelt, sondern zerteilen sie auch gern, um etwas mehr über das Untersuchte zu erfahren als das Augenscheinliche. So auch die Atomphysiker in ihrem Griff nach den Strukturen des Mikrokosmos. Vor allem der Gedanke des Zerteilens treibt sie an, um das Nichtmehrteilbare aufzufinden. Aber ist es nicht sinnfällig, dass der Mensch einen Eingriff in das Tiefengewebe der Erscheinungen nicht vornehmen sollte und gar nicht vorzunehmen braucht, wenn er es ergründen will? Gibt es nicht intelligentere Wege?

In Großapparaturen wie dem des CERN wird diese göttliche Materie, wenn man sie von einer weltenschöpferischen Instanz begründet, „gedacht“, aufgebaut und erhalten denkt, technisch-experimentell auf ihre „Zusammensetzung“ hin „peinlich befragt“. Man könnte von einer Art naturwissenschaftlicher Inquisition sprechen. Die Experimente haben etwas Gewaltsames, Technizistisches an sich; und es steht in Frage, ob die so befragte Materie auf diese Weise überhaupt zu einer sinnvollen Antwort gebracht werden kann. Welchen Wahrheitswert haben Aussagen unter Folter, polemisch gefragt?

Gibt es nicht eine Möglichkeit der schöpferischen Anverwandlung der Materie, die mehr lehrt und auch in Gang setzt als alle, letztlich leeren, Messreihen und Formeln der Welt? So sehr die mathematischen Zugriffe auch Anhaltspunkte für Vorgänge und Vorausbestimmungen leisten mögen? Es scheint, als ob nur die sinnlich-gedankliche Meditation einen Weg zu echter Wahrnehmung des Materiellen in den Mikro-, Meso- und Makrobereichen der Welt ermöglicht und darstellt. Was ist die Essenz der Materie? Können wir das bestimmen?

Die altindische Philosophie dachte und denkt den Welt(en)zusammenhang ja als eine zunehmende Verdichtung und Manifestation der Ur-Klänge des Göttlichen. Wenn man den „Klang“ des materiellen Weltgewebes hören könnte, würde man nicht in ihn einstimmen und ihn mit dem Klang des eigenen Selbst bereichernd durchdringen — um durch ihn hindurch der tieferen Wirklichkeit des Seins, jenseits der Erscheinungen, nahezukommen? Ist nicht letztlich nur das Musisch-Philosophische transponiert in die Erkenntnisbestrebungen hinein in uns die adäquate Instanz für ein Tiefenverständnis der materiellen wie der immateriellen Welt, des Daseins, Herkommens und Hinwerdens überhaupt?

Die bisherige Atomphysik ist jedenfalls grundsätzlich gescheitert im Versuch, den materiellen Gegebenheiten auf den Grund zu gehen. Sichere, unumstößliche Grundaussagen sind ausgeblieben.

6. und 9. August 1945

Nunmehr 78 Jahre nach den Geschehnissen von Hiroshima und Nagasaki und wie jedes Jahr Anfang August wurden die Gedanken fast automatisch auf das schreckliche Doppel-Ereignis im August 1945 gelenkt. In seinen Nachwirkungen bestimmt es immer noch die globale politische wie die psychische Atmosphäre in jedem darum wissenden oder auch nicht darum wissenden Menschen. Es stellt einen Einschnitt in der Menschheitsgeschichte dar, eine Unumkehrbarkeit markierend: Von nun an sei die drohende Zerstörung im Großformat durch den Menschen ein irgendwie und immer zu bändigender Begleiter bis in alle Zukunft. Bis in alle Zukunft ...

Dass einzelne Personen, Politiker, Militärs, überhaupt über die Macht verfügen sollen, ein weltweites Inferno anzurichten, ist und bleibt eine eklatante Unterminierung jeglicher Form von Selbstbestimmungsmöglichkeit und Machtteilhabe respektive -steuerung durch die Bevölkerungen selbst. Schon allein diese Grundgegebenheit spricht jedem demokratischen Anspruch Hohn.

Muss das so bleiben, nur weil wir meinen, von technischen „Errungenschaften“ und ihren Logiken nicht zurücktreten zu können und im Konzept der militärischen Abschreckung und Bedrohung zur Durchsetzung von Macht-Interessen verharren zu müssen? Soll die so erreichte de facto Erpressbarkeit der Weltbevölkerung als ein Dauerzustand verewigt werden?

Ost und West waren sich einig

Als Junge bin ich in den 1970ern und 1980ern im Osten Berlins groß geworden und lebte wie alle Zeitgenossen im Dauergefühl einer atomaren Bedrohung. Die DDR-Zeitungen waren voll von entsprechenden Artikeln. Es gab jede Menge Friedenswillenbekundungen des Ostens bei gleichzeitiger Durchmilitarisierung der Gesellschaft und Kritik des US-Imperialismus und seiner westeuropäischen „Helfershelfer“ — in sozialistischer Lesart der Dinge.

Ich kann mich gut daran erinnern, dass Diskussionen in meiner Schulklasse über den NATO-Doppelbeschluss, in denen auch die Verschrottung der sowjetischen SS-20 parallel zur geforderten Abrüstung des Westens ins Spiel gebracht wurde, die übliche, erwartbare Reaktion von Mitschülern im Sinne der Staatsdoktrin von guten und bösen Waffen hervorbrachte.

Die Nachrichten der TV-Sender auf beiden Seiten der Mauer zeigten allabendlich: Beide Systeme verteidigten ihr Recht auf atomare Bewaffnung mit der ultimativen Bedrohung durch das Gegenüber und mit der bekannten Doktrin von wirksamer Abschreckung. Am besten mithilfe der je freiwilligen Agitatoren bis in die letzten Winkel ihres Herrschaftsbereiches.

Meine kindliche Psyche muss in der Tiefe voll von den medial gelieferten Katastrophen-Szenarien gewesen sein: Als ich einmal nach dem Fußballtraining an der Straßenbahnhaltestelle auf meine Bahn wartete, um nach Hause zu fahren, sah ich zwischen großen Bäumen und Gebäuden des Trainingsgeländes etwas undefinierbar Rotes am Horizont in einem Wolkengemenge um Gestalt ringen. Ich stand Minuten wie gebannt da, und durch meinen Kopf gingen alle möglichen Gedanken, „die letzten Dinge“ betreffend. Würde ich es noch bis nach Hause schaffen? Wären alle noch am Leben? — In aller, unheimlich-majestätischer Ruhe ging gerade ein Blutvollmond übergroß vor mir auf, und ich war nur allmählich erleichtert, dass ich nicht Zeuge einer atomaren Explosion sondern — als Stadtjunge — Zeuge eines beeindruckenden Naturschauspiels mitten in der damals geteilten Großstadt Berlin gewesen war.

Was wird uns verschwiegen?

Wir wissen nicht, wie viele Situationen äußerster oder größerer Gefahr im Zusammenhang mit Atomwaffentests, Atomwaffenhandling — etwa Unfälle, Versuche terroristischer Aktionen oder unkontrollierbarer Übermut respektive Wahnsinn Einzelner — nicht an die Öffentlichkeit gedrungen sind.

Über die Störfälle in den AKWs ist wenigstens Grundsätzliches bekannt. Wir wissen auch nicht, wie viele Menschen durch die Herstellung, Lagerung, In-Gang-Haltung und Tests beziehungsweise Erneuerungen der „Waffensysteme“ zu Schaden gekommen sind. Schon der unvermeidliche Umgang mit hochradioaktiven Substanzen lässt hier die Frage nach möglichen Gesundheitsbeeinträchtigungen aufkommen, von denen eigenartiger Weise nie die Rede ist.

Wir kennen im Allgemeinen nicht die tagtäglichen Probleme bei der Wartung und Instandhaltung der Atomwaffen und ihrer Trägersysteme — wenn es sie gibt. Wie viele Informationen aus diesem Bereich dringen nicht an die Öffentlichkeit? Wie geht es den Soldaten und Offizieren, die wissen müssen, wie man diese Waffen bedient? Wie fühlen sich deren Angehörige und Freunde im Wissen um das Wirken der Ihren? Wie gehen die beteiligten Personen mit den Geheimhaltungspflichten um, und welche — sicher gravierenden — Auswirkungen haben diese auf deren Seele und Psyche?

Der organisierte Wahnsinn

Wir wissen aber, dass seit dem Wettlauf um „die erste Bombe“ die Welt mal mehr mal weniger in Atem gehalten worden ist und wird durch die mehrseitig-gegenseitige Bedrohung mit dem Einsatz, der Stationierung und dem „Verteidigungsschlag“ mittels dieser Waffe. Wie kommt es, dass es gelingt, einen ganzen Planeten unterschwellig — und dann halblaut bis lautstark — diesem permanenten Stress der möglichen Totalvernichtung auszusetzen? Seit Corona verstehen wir solche Dinge besser.

Ganz sicher handelt es sich hier nicht um ein nur rational herleitbares Phänomen. Es übersteigt auch die „Massenpsychologie“ wie jegliche Form rationaler Politik und geht auf die tieferen Schichten des Seelischen sowohl der Verantwortlichen als auch der gewährenlassenden Bevölkerungen zurück.

Was ist das für ein streng organisierter Wahnsinn, der nicht nur Unmengen an Geld und Ressourcen bindet, sondern auch viele tausende Biografien von Technikern, Militärs, Wissenschaftlern, Politikern vollständig bestimmt hat und noch bestimmt? Wofür? Hat die Möglichkeit der Selbstauslöschung der Menschheit als Dauerlast auf dem kollektiven Sein und Werden uns irgendwie weitergeholfen? Was nimmt die Seele mit aus so einer Erfahrung?

Die geopolitischen Ränkespiele gehen weiter, und wir müssen einen Weg finden, sie außer Kraft zu setzen oder in kooperatives Tun aufzulösen. Möglicherweise mit weitreichenderen Auswirkungen, als sich der geneigte Zeitgenosse denken mag.

Könnte alles ganz anders sein? Die ganze Geschichte erzählen

Es kursiert seit einigen Jahren auch eine ganz andere Erzählung, sozusagen im „Untergrund“: Atomwaffen könne es technisch gesehen in der behaupteten Form nicht geben. Eine Bedrohung durch einen Atom-Krieg hätte und hat nie bestanden; gleichwohl die Beteiligten die Mär davon gern in Kauf genommen haben, um die machtstrategisch ausgerichtete „Geopolitik“ zugunsten der jeweiligen Eliten aufrechtzuerhalten. Diese könnten auf diese Weise ihren Bevölkerungen eine Menge an Einschränkung und Regulierung angedeihen lassen — mit den „Atomwaffenbedrohungs-Argumenten“. Die Denkmöglichkeit an sich spricht Bände.

Neuerdings hat Michael Palmer eine neue Lesart hinzugefügt, die es meiner Meinung nach kritisch zur Kenntnis zu nehmen gilt. Vor dem Hintergrund der begründeten Mutmaßungen von Hans-Benjamin Braun zur Sprengung der Nord Stream II Pipelines und ähnlich gelagerter Vermutungen vom Physiker Heinz Pommer in Bezug auf die Geschehnisse am 11.9.2001 in New York steht möglicherweise eine größere Umschichtung der Sichtweisen auf das Kernwaffenthema ins Haus. Muss von einem „stillen Atomkrieg“ gesprochen werden, wenn man den Einsatz von Uran-Munition mitbedenkt?

Wir werden noch eine gehörige Menge Revisionskraft aufwenden müssen, um ein wirkliches und realistisches Bild vom Weg der Menschheit wie auch der einzelnen Völker zu gewinnen. Auch in der Neuzeit und der Moderne. Autoren wie Helmut Krause — aus einem metaphysischen Blickwinkel auf die gesamte Weltgeschichte — oder zum Beispiel Gerd Reuther — mit dem Fokus auf der nüchternen Verwahrheitlichung der Medizingeschichte — sind beispielgebend für die nötigen Schritte ehrlicher Aufarbeitung jenseits von „Siegergeschichten“, elitärem Controlling von Narrativen und den Illusionen einer rein materialistischen Geschichtsschreibung.

Eine Full-Story des atomaren Zeitalters muss wohl erst noch geschrieben werden, das verdeutlicht das Nachdenken über bekannte Fakten und zu vermutende Geheimhaltungen und Irreführungen.

Ohnmacht, Wiederholungszwang und Schutz

Die Rufe nach einer echten Abrüstung des gesamten weltweit vorhandenen Atomwaffen-Arsenals erschallen regelmäßig. Am behaupteten oder vorhandenen Status quo ändert das nichts. Schon gar nicht hier und heute, wenn offenbar die Machtgefüge neu „justiert“ beziehungsweise restauriert, verstetigt werden sollen auf Kosten der Bevölkerungen aller beteiligten Seiten. Die Finanzoligarchien im Hintergrund sind hier offenbar Treiber von Entwicklungen auf der Basis von Langzeitstrategien.

Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für die Rüstungsindustrien durch die Bedrohungskulissen, die mittels angezettelter Auseinandersetzungen beschworen werden können, sind ein eingespieltes Prozedere. Die atomare Aufrüstung Chinas beispielsweise — was findet dort real statt? — ist ganz sicher kein sinnvoller Weg zu echtem Weltfrieden, so sehr das Streben nach „Waffengleichheit“ macht- und bedrohungspsychologisch nachvollziehbar erscheint. China bleibt auch insofern gebunden an das bisherige angelsächsisch-europäische Muster. Es läuft in dieser Hinsicht mit höchstem Tempo in die Falle der technologisch-materialistisch verödenden, nur über Kontrollsysteme aufrechtzuerhaltenden Megamaschine. Gäbe es einen Ausweg aus dieser Art von Wiederholungszwang?

Der Gedanke, dass die Menschheit und das Gestirn Erde ohne geistigen Schutz „höherer Mächte“ schon längst Opfer der verschiedenen Katastrophen-Möglichkeiten, besonders einer möglichen weltweiten militärischen Auseinandersetzung geworden wäre, erscheint mir plausibel und als sehr wahrscheinlich.

Wenn wir die metaphysische Sphäre als existent betrachten und uns selbst ihr mit zugehörig, dann haben wir allen Grund, von dort aus Einwirkungen auf das „daily life“ anzunehmen. Erst recht von uns überragenden, nicht verkörperten Intelligenzen.

Darüber hinaus: Auch unsere eigenen Einwirkungen im weltseelischen Feld sind ein Faktor. Jeder kraftvolle Friedensgedanke ist ein Beitrag, jedes schöpferische Tun, jede konkrete wirklich lösungsorientierte politische Handlung. Noch ist die Erde „zu retten“, und das kann und muss auch als Leistung all der Menschen und Wesen eingeordnet werden, die sich dem nihilistischen Sog der Moderne ganz konkret in ihrer Lebenspraxis entgegenstellen. Bäume tun das auch. Schon immer. —

Das Aufbrechen der Materie als Vorwegnahme des natürlichen Materiezerfalls

Eine Zivilisation, die sich tatsächlich an die „friedliche“ Nutzung von Atomenergie durch Kernspaltung oder an die Versuche zur Herstellung von Atom-Waffen heranwagt, diese wie weit auch immer umsetzt, muss als selbstzerstörerisch kategorisiert werden. Darüber besteht im Grunde intellektuelle Einigkeit. Wenngleich die praktische wirtschaftliche Entwicklung durch weltweiten Neubau von AKWs eine komplett andere Sprache spricht.

Es wird kaum thematisiert, dass das manipulative Aufbrechen der Materie an sich ein Akt des unberechtigten Eingriffes in die durch die Schöpfung hervorgebrachten und zur Verfügung gestellten Grundgegebenheiten ist. Der Mensch greift damit dem Langzeit-Materiezerfall, der in der transzendentalen Naturphilosophie als natürlicher Abbauprozess gilt, vor. Diesen Prozess bemerken wir Menschen nur in Form der natürlichen Radioaktivität. Er folgt offenbar ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten, die noch gar nicht erfasst worden sind.

Jegliches Verteidigen der technischen Möglichkeiten, diesen Vorgang künstlich zu beschleunigen, zeugt von mangelnder Ehrfurcht vor Schöpfungsprozessen. Es spielt der zerstörerischen Absicht in die Hände, die mit der unbedachten Nutzung der Kernspaltungsmöglichkeit zum Ausdruck kommt.

Darüber hinaus spiegelt diese Anmaßung die bisher mangelhafte Fähigkeit des Menschen, sich in Übereinstimmung mit der Schöpfung dieser vom Seelischen her zu nähern und zu öffnen. Sie wirklich nach Maßgabe des dem Menschen Möglichen zu verstehen, auch sie zu nutzen und ihr zu dienen. Muss man das atomare Gewebe zerstören und messen, um es zu verstehen? Gibt es nicht einen grundsätzlich anderen Weg der Kommunikation mit der Materie und ihrer Matrix? Jede körperliche Bewegung spricht hier eine richtungsweisende klare Sprache ...

Energie wird im Wissen um die harmonische Interaktion mit dem Urenergiefeld der Erde unmittelbar nutzbar sein. Dafür sprechen viele Indizien. Die dafür aufzubauende Haltung echter Ehrerbietung gegenüber dem Gestirn und seinen Lebensformen sowie dem Geist, der alles lenkt, mag im Moment noch nicht verbreitet genug sein, um es höflich auszudrücken. Eines Tages wird diese Ehrerbietung die generelle Basis des Lebens der Menschen auf der Erde darstellen, anknüpfend an alles Gute, Wahre und Schöne überkommener Traditionen. Davon bin ich überzeugt.

Kompletter Abbau der Kernspaltungstechnik

Jedem schöpferisch, dem Leben verbundenen Denkenden ist klar: Für den weiteren Verlauf von echter Entwicklung auf unserem Planeten bedürfen wir der Abwicklung der Kernspaltungsanwendungen und aller damit verbundenen Seitenzweige technischer Nutzungen. Eine Forderung, die zunächst und bis auf Weiteres nicht einlösbar zu sein scheint. Eine gewaltige Aufgabe zumal.

Wir wissen, wie schnell Dinge möglich sind, wenn echte Erkenntnis, gebündelter Wille zum Umsteuern, Sinngefühl und Kairos, der rechte Zeitpunkt, zusammenkommen. Die dann freigesetzten Kräfte sind kaum hoch genug einzuschätzen.

Das bedeutet nicht, pragmatischen Zwischenlösungen der Nutzung von AKWs und abgeleiteten Formen der Nutzung von Nebenprodukten von vornherein keine Chance einzuräumen. Es bedeutet, die einzuleitende konsequente Ausrichtung auf eine nicht-destruktive Wirtschaftsweise aus der Erkenntnis des umfassenden Lebenszusammenhanges heraus für möglich zu halten. Mit Augenmaß und untrüglichem Gefühl für den Unterschied von „kreativer Zerstörung“ à la WEF und wirklicher Transformation auch der wirtschaftlichen Sphäre. Dass es der entsprechenden Durchsetzungsfähigkeit im Zuge der Entmachtung der treibenden Destruktiv-Kräfte der Finanz-Eliten bedarf, versteht sich von selbst.

Was wir fragen können

Der Status quo der atomaren Bewaffnung steht machtpsychologisch steif und fest. Gibt es andere Wege der Aufweichung der starren Überzeugungen und Attitüden des imperialen Wahns von sogenannten Großmächten als die der Appelle an gesunden Menschenverstand und Interessensausgleich? Gibt es noch weitere Denkmöglichkeiten der wirksamen Infragestellung der Totalzerstörungslogik?

Das Nachdenken über physikalische Grundfragen, über „die Physik hinter der Bombe“, nicht einmal primär ihrer technischen Machbarkeit, ist ein Element eines gangbaren Weges heraus aus der ständigen Katastrophenmöglichkeit. So können bisher vorherrschende Vorstellungen, an denen ja umfassend Kritik bestand und besteht, überwunden werden. Dazu zählen das Standardmodell der Elementarteilchen wie die Urknall-Fiktion, die Annahme von dunkler Materie und dunkler Energie genauso wie die bisherigen Vorstellungen von Gestirnen als ultraheiße Gasballungen und die damit einhergehende behauptete prinzipielle Unbewohnbarkeit von Sonnen und der meisten Planeten.

Eine begründete Fundamentalkritik der herrschenden Physik stellt, wahrgenommen und diskutiert, nicht nur die materialistisch agierende Naturwissenschaft auf den Kopf, sie bereitet auch der Selbstgewissheit und Arroganz der Moderne in Bezug auf die grundsätzliche Struktur und den Sinn des Daseins ein Ende. Die bisher weitreichendste und durchschlagendste Kritik der mathematischen Naturwissenschaften hat Jochen Kirchhoff in „Räume, Dimensionen, Weltmodelle“ vorgenommen samt Alternativenbildung. Man kann (sich) gerade unter dem Eindruck Kirchhoffscher Gedanken und der Nutzung von Kernspaltungstechnik noch einmal verstärkt manche „Materiefrage“ stellen:

Das derzeit protegierte Atommodell, das Standardmodell der Elementarteilchen, steht aus vielen Gründen in Frage — welche Beschreibung des Materieaufbaus kommt der Wirklichkeit widerspruchsfrei nahe oder näher? Was ist Materie in ihrer ureigensten Wirklichkeit? Ist sie eine absolute Größe, oder nimmt sie selbst Bezug auf eine sie ermöglichende Instanz oder Basis? Was „treibt sie an“? Was hält die Atome „am Laufen“ — und zwar permanent?

Was geschieht bei der Nutzung der Kernenergie wirklich? Wird hier alles gesehen und verstanden? Eine Totalauflösung der Ausgangsstoffe durch die kontrollierten Kettenreaktionen unterbleibt — wie kommt das? Was sind Kettenreaktionen ihrem Wesen nach? Was ist Kernenergie überhaupt? Woher kommt sie? Was hält sie gebunden in den materiellen Strukturen? Wie lange? Oder ist das alles falsch gefragt?

Warum sind nur bestimmte Elemente und ihre Isotope für „Kernkraftzwecke“ verwendbar und nicht einfach jedes Element? Wie kommt es zu den Zerfallsreihen beispielsweise von Uran? Warum immer die gleichen jeweiligen Endstufen, bei Uran ja Blei?

In welchem Verhältnis steht die sogenannte natürliche Radioaktivität zum Themenkomplex? Was ist sie an sich? Nimmt sie zu, nimmt sie ab — über welche Zeiträume? Was erzählt sie über Sein und Werden der Materie?

Und sicher am interessantesten:

Gäbe oder gibt es Möglichkeiten — unter Verzicht auf Kernspaltung — mit dem Kräftepotential der Materie auf sinnvolle und gewaltfreie Weise in Kontakt zu treten?

Sicher sind diese Fragen nicht einfach so zu beantworten, noch dazu angesichts der von der herrschenden Physik und Kosmologie in diesen Dingen in der Öffentlichkeit beanspruchten Informations- und Deutungshoheit. Aber die aufgezählten Fragen kann man sich dennoch stellen; man versteht sie auch als sogenannter Laie, denke ich als sogenannter Laie. —

Einmal mehr möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf das Werk des Berliner Philosophen Helmut Krause (1904-1973) hinzuweisen, der sich diesen, wie vielen anderen Fragen grundsätzlich gestellt hat und zu einer verblüffend einfach-eleganten wie umfassend integrierenden Antwort kommt, im Übrigen nach umfassendem Studium der Physik-Entwicklungen seiner Zeit und intensiven meditativ-gedanklichen Anstrengungen: Die Welt, die Erde, deren Materie, wird von einem metaphysischen Radialäther, von einem Radialfeld, getragen und energetisch aufrechterhalten. Dessen primordiale Energie wechselwirkt nach Aussage Helmut Krauses primär mit den Radialfeldern der umgebenden Gestirne.

Jochen Kirchhoff hat diese Vorstellung weiter ausdifferenziert und ihr eine ausführliche Grundlagenkritik der Naturwissenschaft an die Seite gestellt. Beide Philosophen, Krause und Kirchhoff, berufen sich dabei auf das Wirken und die Erkenntnisse des „Philosophen der Unendlichkeit“, Giordano Bruno (1548-1600), der wesentliche Gedanken wie die Unendlichkeit des kosmischen Raumes, die Wesenhaftigkeit und die „Gewichtslosigkeit“ der Gestirne als ganze in die Welt gebracht hat beziehungsweise ihr Gedachtwordensein reaktiviert; das betrifft Unendlichkeitsvorstellungen und die Vorstellung der „göttergleichen Sterne“.

Das Ende der naturwissenschaftlichen Ideologie

Eine wirklichkeitsgemäße Sicht der Welt ist nur auf dem Wege der Dekonstruktion der weltweit herrschenden Grundideologie des mechanistischen Denkens und der materialistisch-technischen Naturwissenschaft möglich. Die Herausbildung einer wirklichkeitsorientierten Denkweise, der auch eine sinnvolle und leuchtend-lebendige Physik entspringen kann, ist weiterhin eine im Raum stehende Forderung. Eine befriedigende und stimmige Wirklichkeitsverortung des Menschen und der Menschheit ist der Dreh- und Angelpunkt für einen Erkenntnisdurchbruch, der sich ordnend in der Lebenspraxis niederschlagen wird.

Wie ist die Welt wirklich beschaffen? Wie steht der Mensch zu ihr? Von diesen Fragen aus könnten und können alle wesentlichen Probleme unserer Zeit einer nachhaltigen Lösung zugeführt werden. — Die Kenntnis darüber, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, was Materie ist und wie sie besteht, gehört zu dieser Wirklichkeitsbestimmung unbedingt und notwendig dazu. Und selbstverständlich gehen die Wirklichkeitsfragen weit über die materielle Sphäre hinaus.

Der Missbrauch der „Weltkraft“ mittels der Kernspaltungstechnik kann nur durch eine vollständige Verwandlung unserer Vorstellungen vom Leben auf unserem Gestirn und im Kosmos beendet werden. Hier müssen wir die global akzeptierte technische Zivilisation von Grund auf infragestellen.

Frieden mit einer Physik des Lebens?

Im Zugang zu einer Physik des wirklichen Lebens liegt aus meiner Sicht ein Schlüssel zum Frieden. Im Grunde haben wir ihn als „meta-physikalische“ Wesen auch selbst in der Hand: Wir entstammen der Logik des Lebens, wie sehr wir sie bisher auch noch nicht verstehen mögen. Der Logik der Physik des Lebens verdanken wir die Entfaltungs- und Daseinsmöglichkeiten in der materiellen Welt. Wir können der Kenntnis dieser Physik weiter den Boden bereiten durch eine fundierte wie lebenskluge Infragestellung des naturwissenschaftlichen Paradigmas und durch das Ernstnehmen echter Alternativen wie der Radialfeldvorstellung. Die kosmologischen wie anthropologischen Pendants der transzendentalen Naturphilosophie kommen hinzu. Die kritische Akzeptanz und schöpferische Fortführung dieses Denkens kann dem Weiterso auch der atomaren Overkill-Logik ein unrevidierbares Ende bereiten.

Das Wunderwerk, das die Materie darstellt, bedarf einer respektvollen und sinnlichen wie meta-sinnlichen Annahme und Durchdringung. Sie wird, wenn wir uns ihr in dieser Haltung nähern, zur Mitspielerin des Bewusstseins. Sie teilt ganz sicher einen Teil ihrer Geheimnisse mit uns und leistet weiter ihren unersetzlichen Dienst für den Lernprozess eines jeden Wesens.

In Luft, Wasser und Glas respektive Kristall ist Materie unmittelbar und im wahrsten Sinne durchschaubar. Wie geschieht das? Lebewesen sind offenbar zu Transmutationen fähig, wenn man Forschern wie Rudolf Hauschka und Corentin Louis Kervran Glauben schenkt — wie ist das möglich? Ist das Gewicht eines Körpers in der Zeit wirklich konstant? Rätsel über Rätsel.

Mit der geistigen Gewalt und dem Illusionismus der mathematisch orientierten Naturwissenschaft werden wir nicht einmal in die weiteste Nähe des Eingangstores zum Rätselgarten der Schöpfung und der aus ihr hervorgehenden Materie gelangen. Wir aber wollen das Tor auch durchschreiten, weil nur in dieser Orientierung wirklicher Frieden möglich ist.


Weiterführende Literatur

(1) Jochen Kirchhoff, „KoSMoS“, Essay „Kernkraft als Herausforderung“
(2) Helmut Krause „Der Baustoff der Welt“
(3) Kernkraftwerkzubau international:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/152153/umfrage/anzahl-der-sich-in-betrieb-befindenden-atomkraftwerke-weltweit/
(4) Atomwaffenarsenale aktuell:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36401/umfrage/anzahl-der-atomsprengkoepfe-weltweit/
(5) European Atlas of Natural Radiation
(6) Elaine Scarry „Thermonuclear Monarchy“
(7) Michael Palmer „Hiroshima revidiert“


Wenn Sie für unabhängige Artikel wie diesen etwas übrig haben, können Sie uns zum Beispiel mit einem Dauerauftrag von 2 Euro oder einer Einzelspende unterstützen.

Oder senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort Manova5 oder Manova10 an die 81190 und mit Ihrer nächsten Handyrechnung werden Ihnen 5, beziehungsweise 10 Euro in Rechnung gestellt, die abzüglich einer Gebühr von 17 Cent unmittelbar unserer Arbeit zugutekommen.

Weiterlesen

 Das Lebenselixier
Thematisch verwandter Artikel

Das Lebenselixier

Wasser reagiert in vieler Hinsicht wie ein Lebewesen, das Energie und sogar ein Gedächtnis besitzt. Als solchem sind wir ihm alle zu Dank verpflichtet.

Linker Totalitarismus
Aus dem Archiv

Linker Totalitarismus

Im Ukraine-Krieg ebenso wie in der Coronakrise wurden zwei klassisch linke Positionen entkernt: Antimilitarismus und Toleranz.