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Die Kriegsweltmeister

Die Kriegsweltmeister

Von 469 Kriegen der USA waren gerade einmal fünf verfassungskonform. Exklusivauszug aus „Broken USA: 250 Jahre Kriege, Unterdrückung und Lügen.“

Die meisten eigenen, direkten Kriege wurden für die US-Expansion nach dem 2. Weltkrieg geführt, während des lügenhaft so inszenierten „Kalten Krieges“: Der war in Wirklichkeit ein besonders „heißer“ Krieg. Und danach, seit dem Ende der Sowjetunion 1991, führten die USA noch mehr Kriege, insgesamt 251. Sie betrafen 80 Staaten. Die zusätzlich indirekt betroffenen Staaten sind nicht gezählt.

Die zivilen Toten sind meist nicht oder ungenau erfasst, da die USA prinzipiell nur die eigenen getöteten Soldaten zählen. Morde bei US-Kriegsverbrechen werden nicht bestraft, ihre Aufdeckung steht unter Strafe, wie die USA das im Umgang mit dem Journalisten Julian Assange demonstrierten.

Verfassungswidriger Dauer-Kriegs-Zustand, global

Dabei haben Regierung und Militär bei den allermeisten Kriegen gegen die US-Verfassung verstoßen: Nur 5 der 469 Kriege wurden verfassungsgemäß vom US-Kongress beschlossen.

Für diese verfassungsfeindliche Dauerpraxis seit der Staatsgründung haben die USA auch die gesetzliche und völkerrechtliche Definition von „Krieg“ aufgelöst, verhindern anschließende Friedensverträge, sind im gesetzlosen kriegerischen Dauerzustand. Und dies ist verbunden

  • mit den etwa 850 Militärstützpunkten auf allen Kontinenten und annektierten Territorien,
  • mit der Dauerpräsenz ihrer Militärgeräte auf dem Boden, auf den Meeren, in der Luft und im Weltraum,
  • mit ständigen zusätzlichen Militärmanövern allein oder mit Mitgliedern ihrer Militärbündnisse und sonstigen Vasallen,
  • mit der weltweit größten Rüstungsindustrie und als weltweit führender Rüstungs- und Waffen-Exporteur.

Die fünf „großen“ Kriege, verfassungsgemäß

Nur fünf Kriege wurden verfassungsgemäß erklärt. Zudem waren die beiden wichtigsten erklärten Kriege, der 1. und 2. Weltkrieg gegen Deutschland, gleichzeitig begleitet von jeweils einem nicht erklärten Krieg, beide Male gegen die Sowjetunion, den seit 1917 geltenden System- und Hauptfeind der USA.

  • 1812-1815 Gegen England: Sicherung des US-Staats als von Old England unabhängiger Kolonialstaat neuen Typs.
  • 1846-1848 Gegen Mexiko: Eroberung von mexikanischem Staatsgebiet, wo dann neue US-Bundesstaaten errichtet wurden und die Sklaverei wieder eingeführt wurde: Kalifornien, Nevada, Arizona, New Mexiko, sowie Erweiterungen für Colorado und Wyoming.
  • 1898-1902 Gegen Spanien: Befreiung von Kuba, Puerto Rico, der Philippinen und Guam vom spanischen Kolonialregime, aber dann neokoloniale Penetration durch die USA: Einsetzung von Diktatoren und Einrichtung eines Militärstützpunktes (Kuba, Stützpunkt Guantanamo bis heute), Betrieb als staatenloses Protektorat (Puerto Rico bis heute, Philippinen bis 1945), Guam (Militärstützpunkt bis heute)
  • 1917-1918 Erster Weltkrieg gegen Deutschland — aber während die US-Regierung unter Präsident Wilson die Neutralität und den Frieden beschwor, war Wall Street mit den führenden US-Rüstungskonzernen sofort 1914 mit Beginn in den europäischen Krieg eingetreten, sie kreditierten und belieferten die Kriegsparteien und gestalteten so den Krieg entscheidend mit.
  • 1941-1945 2. Weltkrieg gegen Deutschland — während die US-Regierung unter Präsident Roosevelt die Sowjetunion unterstützte, finanzierte Wall Street gleichzeitig Hitler-Deutschland für den Vernichtungskrieg gegen den gemeinsamen Hauptfeind Russland/Sowjetunion, mithilfe der von Wall Street 1930 gegründeten Bank for International Settlements, BIS, in Basel/Schweiz, durch die Wäsche des Raubgolds und der Raubaktien in den besetzten Staaten.2

Die 31 weiteren „großen Kriege“

Neben den genannten fünf verfassungsmäßigen haben die US-Kapitalisten und ihre Präsidenten 31 weitere „große Kriege“ geführt, gegen die Verfassung, unter Umgehung des US-Kongresses, auch ermöglicht durch die eher monarchisch-diktatorische Sonderstellung des US-Präsidenten.

1775-1783 gegen England: Abtrennung der USA als eigener Kolonialstaat (wird zu den „großen Kriegen“ gezählt, obwohl der US-Staat noch nicht gegründet war und noch keine Verfassung galt).

1798-1800 gegen Frankreich: Vertreiben des in Nordamerika noch präsenten Kolonialkonkurrenten.

1801-1805 „Erster Barbaren-Krieg“ gegen das Ottomanische Reich in Nordafrika.

1861-1865 US-Bürgerkrieg: Die Nord- gegen die Südstaaten.

1899-1913 Eroberung der Philippinen: Teil des Krieges gegen Spanien, mit Völkermord mit bis zu einer Million getöteter Zivilisten; Verwaltung und Ausbeutung als Protektorat bis 1946.

1950-1953 Korea-Krieg: zur Sicherung des von den USA 1948 gegen den antikolonialen Aufstand gegründeten Separatstaats Republik Korea (Südkorea), ohne Friedensvertrag bis heute, wie Bundesrepublik Deutschland.

1953 Operation Ajax gegen den Iran: militärisch-geheimdienstlicher Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung unter Premierminister Mossadegh, Einsetzung der monarchischen Diktatur unter Shah Reza Pahlevi, vor allem um die Verstaatlichung des britischen Ölkonzerns Anglo-Iranian Oil Company zu verhindern.

1954 Operation PBSUCCESS in Guatemala: Sturz der demokratisch gewählten Regierung unter Präsident Jacobo Arbenz, um dessen Landreform zu verhindern, die Interessen des US-Bananen-Konzerns United Fruit berührt hätte.

1955-1975 Vietnam-Krieg: Gegen die nationale Befreiungsbewegung unter Ho Chi Minh; US-Militärs hatten schon seit 1945 die französische Kolonialmacht in diesem Kampf unterstützt, aber den Krieg nach der Niederlage Frankreichs ganz übernommen, mit Völkermord: Systematische, gezielte und großflächige Bombardierungen (Operation Rolling Thunder; Search and Destroy), Massaker an Zivilisten, Vergiftung von Wäldern, Ernten, Böden (Agent Orange).

1961 Operation Schweinebucht: Invasion Kubas, um die Regierung der antikolonialen Befreiungsbewegung — Fidel Castro, Che Guevara — zu stürzen: Ihr „Verbrechen“: Sie hatte den von den USA eingesetzten Diktator Batista gestürzt.

1965 -1966: Operation Power Pack in der Dominikanischen Republik: Invasion zur Unterstützung der Militärs, die gegen die gewählte Regierung von Präsident Juan Bosch putschten.

1970-1973: Unterstützung der Putsch-Generäle in Chile, um die demokratisch gewählte Regierung unter Präsident Allende zu stürzen; mediale, geheimdienstliche, wirtschaftliche Hilfe bei der Etablierung und langjährigen Sicherung der Diktatur unter General Pinochet, Stopp der von Allende eingeleiteten Verstaatlichungen von US-Konzernen.

1983 Operation Urgent Fury in Grenada: Invasion, um die Regierung von Premier Maurice Bishop zu stürzen, der die bisherige britische Kolonialverwaltung gewaltlos abgelöst hatte.

1989-1990 Operation Just Cause in Panama: Größte US-Luftlandeoperation seit dem 2. Weltkrieg; die USA setzten eine Regierung ein, die ihr den Zugriff auf den Panama-Kanal sicherte, auch für die Zeit nach dem Ende des Pachtvertrages 1999.

1990-1991 Operation Desert Storm gegen Irak: Irak hatte den Golfstaat Kuwait besetzt. Aber die USA hatten begonnen, auch die Golfstaaten als ihr direktes Herrschaftsgebiet zu behandeln und dort Militärstützpunkte einzurichten.

1992-1994 Operation Restore Hope in Somalia: Zunächst von der UNO unterstützt für Hilfsmaßnahmen gegen die Hungersnot, dann gingen die USA zu nation building über und hinterließen ein Chaos.

1995-2004 Operation Deliberate Force in Bosnien-Herzegowina: USA mit weiteren NATO-Staaten förderten wie auch sonst in Ex-Jugoslawien die rechtsgerichteten Nationalismen und bekämpften sie gleichzeitig; seit 2004 wird das deshalb konfliktreiche, staatsähnliche Gebilde von einem westlichen „Hohen Repräsentanten“ regiert/überwacht.

1998-1999 Operation Allied Force in Jugoslawien: Bombardierung der Hauptstadt der Bundesrepublik Jugoslawien, Belgrad, um auch Serbien als nationalistischen Klein- und Einzelstaat aus Rest-Jugoslawien herauszubrechen. USA mit weiteren NATO-Staaten exekutierten hier zum ersten Mal gegen den NATO-Vertrag einen Krieg ohne den eigentlich erforderlichen Bündnisfall; der Krieg wurde auch ohne Beschluss des US-Kongresses und auch ohne UN-Mandat geführt. Bombardiert wurde auch die Botschaft Chinas. Gleichzeitig sorgten die USA für die Gründung des Separatstaats Kosovo unter Leitung der nationalistisch-rechtsradikalen Terroristen-Organisation UCK.

2001-2026ff. Global War on Terror: Nach dem Terrorangriff auf das Finanzzentrum in New York verkündete US-Präsident Bush mit der Auflistung von 22 Terroristengruppen den globalen Krieg gegen den Terror; Begriff und Konzept waren allerdings schon 1986 von Präsident Reagan entwickelt worden: USA haben das Recht auf präventive Kriege gegen terroristische Feinde des „nationalen Interesses“ der USA; die USA richteten weltweit Foltergefängnisse für tatsächliche und vermeintliche Terroristen („ungesetzliche Kombattanten“) ein, etwa im völkerrechtswidrigen US-Militärstützpunkt Guantanamo (Kuba), verbunden mit der Praxis des „Verschwindenlassens“. Die Doktrin gilt bis heute und zeitlich unbegrenzt; bisher haben dazu die USA Drohnenmorde und Militärschläge in 78 Staaten ausgeführt.

2001-2021 Operation Enduring Freedom in Afghanistan: Unter US-Führung mit weiteren NATO-Vasallen wie Deutschland 20 Jahre Krieg gegen die Taliban, nachdem die USA vorher dort selbst Terroristen aufgebaut hatten (Al Qaida); Finanzierung und Anleitung einer Marionettenregierung und einer NGO-Blase in der Hauptstadt Kabul. Aus der „Operation dauernder Friede“ wurde die Operation eines 20 Jahre dauernden Krieges. Nach etwa einer Million getöteten Afghanen beendeten die USA plötzlich den nicht gewinnbaren, aber bis dahin hochprofitablen Krieg.

2003-2011 Operation Iraqi Freedom: Invasion mit der Lüge der „Massenvernichtungswaffen“ des Irak unter Regierungschef Saddam Hussein. Nachdem Hussein als langjährig von den USA ausgerüsteter Stellvertreterkrieger gegen den von der Shah-Diktatur befreiten Iran keinen Erfolg hatte, wurde er gedemütigt und ermordet. Folgen des Krieges: geschätzt eine Million getötete Zivilisten, darunter hunderttausende Kinder. Seitdem betreiben die USA in Baghdad neben einem Militärstützpunkt die weltgrößte Botschaft eines Staates — in der Größe des Vatikanstaats — mit zeitweise 16.000 Mitarbeitern, auch im Jahr 2026 noch als Festung abgesichert, mit Wohnungen, Tennisplätzen, eigenem Kraftwerk, Kino, swimming pool.

2004-heute Global Drone Campaign: Fortsetzung des Global War on Terror, Tötung von Terroristen weltweit, ohne Nachweise oder Gerichtsverfahren, mithilfe von Drohnen; für die unterschiedlichen Entfernungen und Bedingungen auf allen Kontinenten ließ dann insbesondere Präsident Obama ab 2008 mit Subventionen des Pentagon etwa zwei Dutzend verschiedene Drohnenarten entwickeln; die dabei oft „unvermeidliche“ Tötung von Zivilisten wird als „Kollateralschaden“ gerechtfertigt. Zur Ausführung nutzen die USA als Zwischen-Leitstationen US-Militärstützpunkte in anderen Staaten, ohne deren Regierungen zu fragen, so in Deutschland etwa über den Stützpunkt Ramstein und das US-Militärkommando für Afrika AFRICOM in Stuttgart.

2007-heute in Somalia: AFRICOM aus Stuttgart führt Krieg in Afrika mit Drohnen und Spezialeinsätzen gegen Terroristen, unterstützt die Regierung, aber auch die Abspaltung des Separatstaats Somaliland, das enge Beziehungen mit Israel unterhält.

2011 Operation Odyssey Dawn in Libyen: USA mit NATO-Assistenz stürzten die Regierung von Muammar al Gaddhafi; der hatte mithilfe der nationalen Ölreserven eine vom Westen und Frankreich unabhängige afrikanische Wirtschaft in Gang gesetzt, mit eigener Währung, auch durch die Erschließung des unterirdischen Süßwassers der Sahara für den Aufbau einer Landwirtschaft in ganz Nordafrika. Gaddhafi wurde ermordet, in Libyen herrschen seitdem zwei feindliche Regierungen und Gangs.

2013-2024 Operation Juniper Shield in der Sahel-Zone: Fortsetzung des Global War on Terror, angeführt von AFRICOM aus Stuttgart, mit Beteiligung Frankreichs; Überwachung und Bekämpfung von Militärgruppen in ganz Nordafrika; Beginn im Niger, dort Betrieb der US Airbase 201. 2025 zogen sich die USA zurück, erzwungen durch neue, national orientierte Militärregierungen in Niger, Mali und Burkina Faso.

2014-2025 Operation Inherent Resolve in Syrien und Irak: Ziel war der Sturz der Assad-Regierung in Syrien. Die USA unterhielten in Syrien mobile Militärstützpunkte, unterstützten islamistische Terrorgruppen, so die kurdische SDF und das East Turkestan Islamic Movement ETIM aus Xingjang/China. Nach dem Sturz Assads setzten die USA mit al Scharaa, Ex-Al Qaida, dann Ex-AlNusra, einen Terroristen als Staatschef ein, auf den sie vorher eine Belohnung von 10 Millionen Dollar zur Ergreifung ausgesetzt hatten. Israel unterstützt dies weiter durch Militäroperationen für den Aufbau einer Groß-Investment-Region der Trump-Regierung.

2015-2025 Operation Decisive Storm im Yemen: USA führten mit Golfstaaten und NATO-Mitgliedern Kampf gegen die Huthi-Widerstandsorganisation; tausende Zivilisten wurden getötet, Infrastruktur wurde zerstört, ganz Yemen wurde in Hunger- und Wirtschaftskrise gestürzt — verstärkt durch 2023-2025 Operation Rough Rider, aber ebenfalls erfolglos blieb, die Huthis wurden nicht besiegt; der wichtigste US-Alliierte Saudi-Arabien zog sich zurück: offizielles Ende der Operation.

2023-2026ff. USA im Libanon: Die USA finanzieren und beliefern Israels Invasion in den Libanon und den Krieg gegen die Hisbollah, mit tausenden getöteten Zivilisten und Millionen Flüchtlingen.

2025-2026 Operation Epic Fury gegen Iran: US- und israelische Bombardierungen von Nukleareinrichtungen, Schulen, Universitäten und Infrastruktur, Hinrichtungen Dutzender führender Politiker und Militärs. Trump verkündete den Sieg, aber der Iran kann sich „überraschend“ nachhaltig wehren mit Zerstörungen von US-Militärstützpunkten und Energieunternehmen in den Golfstaaten sowie mit der Kontrolle der für Öl- und Gastransporte wichtigen Straße von Hormuz.

Die 433 „kleinen“ Kriege

Unter den „kleinen“ Kriegen sind auch Kriege, die Jahre dauern, sehr teuer sind und viele Tote verursachen, oft viel mehr in der Zivilbevölkerung als im Militär.

Zudem haben die USA mehrere Staaten nacheinander mehrmals besetzt. Ein häufiges Ziel ist der militärisch erzwungene Sturz einer allein von den USA als feindlich erklärten Regierung (regime change), sei es durch eine Invasion, durch Hinrichtung, durch Beauftragung von Stellvertretern oder auch durch eine Kombination dieser Praktiken.

Im Folgenden jeweils eine kleine Auswahl aus verschiedenen Typen der „kleinen“ Kriege.

Bombardierungen

Laos 1964—1973: massivste Bombardierung eines Landes pro Einwohner in der Kriegsgeschichte, wegen vermuteter Lieferungen an die vietnamesische Befreiungsfront, geschätzte 200.000 getötete Zivilisten.

Kambodscha 1969-1973: Bombardierung wegen vermuteter Lieferungen an die vietnamesische Befreiungsbewegung, getötete Zivilisten geschätzt zwischen 100.000 und 500.000.

Mehrfach-Invasionen und Besetzungen

Nicaragua: 1912-1933 Besatzung und Installierung der Diktatur (Somoza-Clan); 1981-1990 Finanzierung der Contras gegen die nationale Befreiungsbewegung der Sandinisten.

Kuba: 1898-1902 Besatzung; 1906-1909 Besatzung, 1952 Installierung einer US-freundlichen Diktatur (Batista-Clan); 1961 US-Invasion („Schweinebucht“) gegen die erfolgreiche Befreiungsbewegung, die Batista vertrieben hatte.

China: 1945-1946 Unterstützung für Diktator Tschiang Keishek, gegen die nationale Befreiungsbewegung unter Mao Tse Dong; ab 1949 mit dem nach Taiwan geretteten Tschiang Keishek-Clan terroristische Angriffe auf die Volksrepublik China, von Taiwan aus; seit 1979 langfristige Aufrüstung Taiwans gegen China.

Afghanistan 1979-1989 Operation Cyclone: die USA organisieren eine Geheimoperation des CIA mit Milliarden Dollar und mit Waffen für die islamistischen Mujahedin, die die erste weltliche, nicht-monarchische, auch von der Sowjetunion unterstützte Regierung Afghanistans bekämpfen. Die Lieferungen und Anweisungen laufen über Pakistan und dessen Geheimdienst. Nach geschätzt zwischen 600.000 und zwei Millionen getöteten Zivilisten und mehreren Millionen Flüchtlingen hinterlassen die USA nach 10 Jahren ein Chaos mit Bürgerkrieg.

Ab 2001 führten die USA mit einer erweiterten Vasallen-Allianz, darunter Deutschland („Unsere Sicherheit wird auch am Hindukush verteidigt“, so 2002 der deutsche Verteidigungsminister Struck) einen erneuten Krieg in Afghanistan an (Operation Enduring Freedom), der diesmal 20 Jahre dauert.

Iran 1953-2026: die USA leiteten den Putsch gegen die gewählte Regierung Mossadegh und setzten die monarchische Diktatur von Shah Reza Pavlevi ein (1953); nachdem diese Diktatur durch eine Volksbewegung gestürzt wurde, finanzierten und bewaffneten die USA den von Saddam Hussein geführten Irak zum Sturz der iranischen Regierung (Iran-Irak-Krieg, 1980-1988), erfolglos; nach den folgenden, ebenfalls erfolglosen Wirtschaftssanktionen führten die USA, diesmal mit Israel wieder Krieg gegen den Iran (2025-2026).

Kriege, die in der Liste der Brown University nicht auftauchen

Das sind etwa Kriege, in die zwar kein US-Militär direkt und offen eingreift, in die aber andere US-Akteure eingreifen, vor allem Banken, Konzerne, Berater, Medien:

1914-1917 Erster Weltkrieg: Wall Street, Rüstungs- und Energiekonzerne kreditieren und beliefern die europäischen Kriegsparteien, unabhängig oder auch gegen die eigene Regierung von Präsident Wilson, der bis 1917 die Neutralität der USA verkündet.

1918-1920 Russland: Die USA führten mit Alliierten und auch mit dem bisherigen Kriegsgegner Deutschland die Invasion in Russland gegen die 1917 erfolgreiche revolutionäre Regierung unter Lenin; die USA finanzierten und belieferten gleichzeitig ein halbes Dutzend ex-zaristische Generäle, die mit ihren verbliebenen Soldaten die Regierung Lenins ebenfalls bekämpfen; nach der Niederlage ziehen sich auch die USA zurück, rüsten dann aber ab 1922 alle antikommunistischen, faschistischen Diktatoren wie Mussolini, Franco und Hitler auf, gegen den gemeinsamen Hauptfeind, Russland/Sowjetunion.

1935-1945 Zweiter Weltkrieg: US-Rüstungs-, Nahrungsmittel-, Energie- und Technologiekonzerne rüsten Hitlers Wehrmacht auf, beliefern sie auch während des Krieges.

1938-1945 Zweiter Weltkrieg: Die von Wall Street gegründete und geführte Bank for International Settlements (BIS, Basel/Schweiz) finanziert ab 1938 Hitlers Kriege durch die Umwandlung des Raubgolds und von Raubaktien aus dem Dutzend besetzter Staaten in weltmarkfähige Devisen; so kann das verschuldete Deutschland Rohstoffe und Rüstungsgüter in anderen Staaten kaufen, so in Schweden, Spanien, Portugal, der Türkei, Südamerika und bei dortigen US-Konzernen. Dadurch wird der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion verlängert mit dann 27 Millionen Toten, davon 21 Millionen Zivilisten.

1948-1949 Griechenland: Die traditionell hier bestimmenden Briten verlieren den Kampf gegen die griechische Befreiungsbewegung, die gegen die faschistische Besatzungspolitik Mussolinis, dann Hitlers im 2. Weltkrieg entstanden war. Die USA übernehmen den Kampf, besiegen die Befreiungsbewegung, richten die Monarchie wieder ein und machen einen NS-Komplizen zum Regierungschef — und dann fließen auch die Gelder des Marshall-Plans.

1967-2026ff. Naher Osten: Die USA beliefern Israel für Besatzung, Völkermord und Kriege gegen die Nachbarstaaten Libanon, Syrien und Iran

2014-2026ff. Ukraine: Die USA bereiten seit den 1990er Jahren die Ukraine durch staatliche Agenturen (z.B. USAID), private Stiftungen (z.B. Open Society), Sonderkredite (Weltbank) und Übernahme von Staatsanleihen (BlackRock) sowie durch Militärberater und NATO-Manöver auf den Krieg gegen Russland vor, sind dann im Krieg ab 2022 weiter die wichtigsten Lieferanten von Waffen und Daten, leiten den Krieg vom USEUCOM in Wiesbaden.

Regime changes, Ermordung von Staats- und Regierungschefs

Die regime changes im Iran 1953, 1971 in Chile, weitere in Nicaragua, Kuba, Guatemala usw. wurden schon genannt. Einige weitere:

Indonesien 1965: Unterstützung für den antikommunistischen General Suharto

Kongo 1960-1965: Mit der abgelösten Kolonialmacht Belgien bekämpfen die USA die demokratische gewählte Regierung der unabhängigen Republik Kongo, Premierminister Patrice Lumumba wird ermordet und zerstückelt, als Diktator wird Oberst Mobutu eingesetzt.

Brasilien 1964: Die USA unterstützen den Putsch der Generäle, der von einheimischen Oligarchen unterstützt wird — es folgt eine 21-jährige Diktatur.

Griechenland 1967: Die USA unterstützen die rechtsgerichteten Militärs beim Putsch gegen die demokratisch gewählte sozialdemokratische Regierung und helfen bei der Installierung der antikommunistischen Obristen-Junta.

Argentinien 1967: Die USA unterstützen die putschenden Militärs, US-Präsidentenberater Kissinger ermutigt sie zum „schmutzigen Krieg“ d.h. zur Ermordung politischer Gegner; die Diktatur dauert bis 1983.

Venezuela 2025: Nach monatelanger Vorbereitung durch Militäraufmarsch in der Region und durch eingeschleuste Geheimdienstler und gekaufte Einheimische wird der Regierungschef Maduro gekidnappt und wegen Bedrohung der „nationalen Sicherheit“ der USA dort vor Gericht gestellt; die Führung Venezuelas wird mit einer einheimischen Regierungschefin als Marionette durch die USA umbesetzt, Venezuela wird aus Washington regiert.

Iran 2025-2026: Die USA mit Israel bombardierten Militär- und Nukleareinrichtungen, Schulen, Universitäten, Infrastruktur, organisierten durch eingeschleuste Geheimdienstler (vergeblich) einen „Volksaufstand“ und richteten Dutzende führende Politiker und Militärs hin.

The US War Machine: Dauerkrieg als Geschäft

Die USA haben nicht nur das weltweit größte Rüstungsbudget — mehr als die nächsten 10 Staaten zusammen, einschließlich Russlands und Chinas —, sondern auch die größte Rüstungsindustrie und sind der weltweit größte Rüstungs-Exporteur.

Gleichzeitig behalten sich die USA gegenüber auch den „besten Freunden“ die technologisch entwickeltste Rüstungstechnologie vor, etwa beim Kampfjet F-35, bei den Stealth-Bombern und den Atomwaffen.

Keine Friedensverträge! Konflikte offenhalten!

Die mächtige Rüstungs-Lobby dringt auch mithilfe hoher Spenden an Politiker auf möglichst lange Kriege, auf das Offenhalten von Konflikten (keine Friedensverträge!) und auf möglichste Freiheit für globale Rüstungsverkäufe.

US-Kapitalorganisatoren wie BlackRock, Vanguard, State Street & Co., die auch führende Aktionäre der Rüstungskonzerne sind, profitieren nicht nur von den Kriegen und verschiedenen offenen oder geheimen Militäroperationen, sondern dann auch beim „Wiederaufbau“. So etwa koordiniert BlackRock schon seit der Regierung von Präsident Biden und auch weiter mit Präsident Trump den „Wiederaufbau“ der Ukraine: Das betrifft die Gründung neuer westlicher Unternehmen, die Privatisierung ukrainischer, bisher staatlicher Energie-Unternehmen, die Lizenzen für die Aufarbeitung seltener Erden und auch das Agrobusiness der fruchtbaren „Schwarzen Erde“.

Größter Umweltzerstörer — von Umweltbilanzen ausgenommen

Der US-Militär-Komplex mit Produktion, global verteilten US-Militärstützpunkten, Militärtransporten, globaler Dauerpräsenz zur See, in der Luft, auf dem Boden und im Weltraum und mit Manövern und vor allem mit Kriegen ist auch der größte Umwelt-Zerstörer der Erde.

Aber gerade deshalb haben die US-Regierungen seit William Clinton beim Wichtigwerden globaler Umwelt-Bilanzen dafür gesorgt, daß das Militär ganz aus den Bilanzen ausgenommen wird, Beginn mit dem Kyoto-Protokoll 1997 — und die „umweltfreundlichen“ Vasallen wie Deutschland und die ganze EU folgen dem bis heute.

Größte Rüstungsindustrie, größter Rüstungsexporteur

US-Rüstungskonzerne produzieren 42 Prozent der weltweiten Rüstungsgüter, sind die wichtigsten Lieferanten für die europäischen NATO-Mitglieder und für die US-Stellvertreter-Krieger Ukraine und Israel. Allein die vier größten Rüstungskonzerne Lockheed, RTX, Boeing, Northrop und General Atomics finanzieren jährlich Abgeordnete des US-Kongresses mit 150 Millionen Dollar und drängen auf Fortsetzung von Kriegen, agitieren gegen Friedensverhandlungen.3

Die von den USA behauptete „Sicherheit“ dient allein dem national interest des kranken Weltpolizisten USA und verursacht weltweite, dauerhafte Unsicherheit, dauernde und wiederholte Kriege, Unterentwicklung, Hunger und Tod.

Kein Krieg ? Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

Am Ende des 2. Weltkriegs warfen die USA zwei Atombomben — offiziell bezeichnet als Little Boy und Fat Man — auf die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Der US-Kongress hatte nicht zugestimmt und wußte wegen der absoluten Geheimhaltung sowieso nichts. Auch die Vorbereitung der Atombombe, das Manhattan-Projekt, war zwar vom Kongress genehmigt, aber so, daß die Abgeordneten nicht wußten, dass es um die Atombombe ging.

Der Abwurf galt nicht militärischen Zielen, sondern der Zivilbevölkerung der beiden Innenstädte. Der Krieg war militärisch längst entschieden, Japan war besiegt. So wurden Zivilisten getötet, Männer, Frauen, Kinder, Alte, mit Nachwirkungen der Verstrahlung, bis heute. Keine US-Regierung hat das je bedauert, sich entschuldigt oder irgendeine „Wiedergutmachung“ geleistet.

Dieser erste Einsatz der tödlichsten Waffe der Menschheit war eine Macht-Demonstration gegenüber der Sowjetunion, die bis wenige Wochen davor lügenhaft noch als „Alliierter“ bezeichnet worden war.

Doktrin des Atomaren Erstschlags bis heute

Alle US-Regierungen und ihre Militärführungen haben in der Folgezeit die Doktrin des Ersteinsatzes von Atombomben beibehalten und aktualisiert, so auch die letzten Regierungen - ob von der freundlicheren Art wie mit den Präsidenten Obama und Biden von der Demokraten-Partei oder von der weniger freundlichen Art mit dem Präsidenten Trump von der Republikaner-Partei.

Die Gefahr des Ersteinsatzes der Atombombe durch die USA wird durch den jetzigen systemischen Abstieg der angemaßten Supermacht verstärkt. Sie fördert auch fundamentalistisch die international immer mehr isolierte Atommacht Israel, auch daß diese, im Unterschied zum Iran, keinerlei internationaler Kontrolle, etwa durch die IAEA, unterliegt.

Auch deshalb not-wendig: USA — Ende des Imperiums!

Eintritt in die Gemeinschaft freier, demokratischer, friedlicher Staaten!


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