Solange das Bauen unter dem alles entscheidenden Druck von Effizienz und Gewinn steht, scheint die Qualität des Wohnens nebensächlich und bleibt die Unbehaustheit in der „Würfel-Wüste“ der Regelfall. „Der Wohnraum wird zur reinen Benutzeroberfläche, wie wir sie von digitalen Endgeräten kennen“, schreibt Nicolas Riedl. In Planung sind 15-Minuten-„Smart Cities“, in denen alles in 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sein soll und indem man sich im kleinsten Kreis bewegt.
Der Bauingenieur Benjamin Fercher hat auf Manova gerade einen Artikel veröffentlicht, in dem er feststellt, dass die heute errichteten Häuser gerade mal 30 bis 50 Jahre halten. Was man auch als gute Nachricht verstehen könnte, weil die meisten Neubauten von sagenhafter Scheußlichkeit sind.
Nicolas Riedl ist Mitherausgeber von Manova. Er hat sein Leiden an der Unwirtlichkeit der urbanen Architektur in bislang fünf Texten unter der Überschrift „Die Würfel-Wüste“ beschrieben und die Gründe der Verwüstung analysiert.
Michael Sailer ist Romancier, Kolumnist, Blogger und Musiker und hat einen herrlich giftigen Text über „Die toten Städte“ geschrieben.
Walter van Rossum im Gespräch mit Benjamin Fercher, Nicolas Riedl und Michael Sailer
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