Es geht nicht nur um unsere Erfahrungen in der Vergangenheit, sondern auch um die Projekte, die aus diesen Erfahrungen entstanden oder im Entstehen sind. Wie wird man Dissident und was macht man daraus? Gibt man sich zu erkennen oder tarnt man sich? Begreifen wir unsere Dissidenz als Verhängnis oder als Chance?
Wir leben jetzt im Jahre Sieben eines permanenten Ausnahmezustands. Von Corona über den Krieg des Westens gegen Russland bis zu den verschiedenen wahnsinnigen Kriegen in Nahost. Nicht zu vergessen: die stets gegenwärtige Klimakatastrophe. Was macht das mit uns Menschen? Wie viele sind wir eigentlich?
Imke Querengässer erinnert daran, dass wir allmählich auch mal an uns selbst denken sollten.
„Wie wäre es, wenn wir lernen könnten, unsere Gefühle der Verzweiflung und Resignation zuzulassen, sie ganz und gar zu fühlen und zu akzeptieren, sie aber nicht unser Handeln bestimmen zu lassen?“
Am Ende stellt sich eine grundsätzliche Frage: Wollen wir im Dissidententum überleben? Sollten wir versuchen, die Spaltung zu reparieren, oder müssen wir eine neue Welt suchen?
Walter van Rossum im Gespräch mit Jens Fischer Rodrian, Imke Querengässer, Kayvan Soufi-Siavash
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