von S. Kimo
Vor einigen Monaten haben wir angesichts des endlosen Leidens des palästinensischen Volkes über den Prozess der „Palästinisierung“ der Welt gesprochen, das heißt den Einsatz algorithmischer Instrumente durch die techno-faschistischen Mächte, um die Führer und die Völker, die es wagen würden, sich ihnen zu widersetzen, zu kontrollieren, zu unterwerfen, ja sogar zu vernichten (1). So, und nun ist es so weit. Seit den Ereignissen in Gaza, die sich vor den Augen einer fassungslosen und machtlosen Welt abspielen, tobt der US-Imperialismus, der den von Israel begangenen Völkermord mit aller Kraft unterstützt hat, weiter.
Zu Beginn des Jahres führten die Vereinigten Staaten eine Kommandooperation in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, durch, um Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau zu entführen. Die meisten westlichen Medien betonten die militärische Glanzleistung, ohne sich allzu sehr mit dem völkerrechtlich illegalen und kriminellen Charakter zu befassen und dabei vergaßen, die rund hundert Todesopfer der Operation zu erwähnen. Berauscht von der Hybris des Erfolgs dieser blitzschnellen Ausschaltung der venezolanischen Regierungsspitze und gepuscht von seinem Komplizen Netanjahu, der seit Jahrzehnten lauthals davon träumt, einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, hat Trump somit eine neue Grenze kriegerischer Schändlichkeit überschritten.
Am 27. Februar hatte der Außenminister von Oman, Mediator in den laufenden Verhandlungen zwischen Iranern und Amerikanern, von einem wichtigen Fortschritt berichtet: Teheran hatte gerade zugestimmt, sein angereichertes Uran zu verdünnen und Überprüfungen durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) (2) zuzulassen.
Wenige Stunden später, mitten in der Nacht, starteten israelische und amerikanische Flugzeuge ihren Eliminierungsangriff auf die iranische Führung, allen voran den Obersten Führer Ali Khamenei, der zusammen mit seiner Ehefrau, seiner Tochter, seinem Schwiegersohn, seiner Schwiegertochter und seiner Enkelin durch eine Flut von Bomben, die auf seine Familienresidenz abgeworfen wurden, ermordet wurde.
Später räumten die Amerikaner ein, dass sie lediglich verhandelten, um Zeit zu gewinnen — Zeit, um ihre Kriegsflotte in ihren Militärstützpunkten am Golf zusammenzuziehen. Im Juni 2025 waren die Israelis demselben Muster gefolgt und hatten ihren Angriff gestartet, obwohl die vorherigen Verhandlungen kurz vor dem Abschluss standen.
Im Völkerrecht hat eine solche plötzliche und unprovozierte Aggression einen Namen: Heimtücke, und eine rechtliche Bezeichnung: Kriegsverbrechen (3). Nach den Maßstäben gewöhnlichen Anstands ist dies eine Schande.
Ein weiteres Kriegsverbrechen, eine weitere Schande: Bereits am ersten Tag dieser Aggression kam es zu einem zweistufigen Massaker an 168 Schülerinnen einer Schule in Minab, einer Kleinstadt nahe der Straße von Hormus. Die US-Armee, deren technologische Überlegenheit von Trump und den Propagandamedien bis zum Erbrechen gepriesen wird, feuerte eine Tomahawk-Rakete mitten ins Zentrum dieser Mädchenschule ab. Etwa zwanzig Minuten später, als die Rettungskräfte eintrafen und die verzweifelten Eltern kamen, um ihre Kinder zu suchen, schlug eine zweite Tomahawk-Rakete erneut zu.
Dieses Massaker veranschaulicht die Gräuel der techno-faschistischen Welt, deren Vorgehensweise wir bereits im Umgang mit der Bevölkerung Gazas erlebt haben, mit dieser abscheulichen Methode des Doppelangriffs, die von der israelischen Armee wieder und wieder eingesetzt wird. Wie schon in Gaza, wird das Grauen durch den massiven Einsatz sogenannter automatisierter Software zur Ortung, Überwachung und Zerstörung noch verstärkt.
In diesem Zusammenhang ist auf die immer enger werdenden Verbindungen zwischen dem Pentagon, dem militärisch-industriellen Komplex und den großen Konzernen der künstlichen Intelligenz (KI) hinzuweisen. Nur wenige Tage vor dem Angriff am 28. Februar hatte der Geschäftsführer des Unternehmens Anthropic, das die KI „Claude“ entwickelt hat, seinen Widerstand dagegen bekundet, dass diese als Instrument zur Massenüberwachung oder für den Einsatz autonomer tödlicher Waffen ohne menschliche Kontrolle und dazu in enger Abstimmung mit Palantir genutzt wird.
Palantir, das eng mit allen westlichen Streitkräften und Geheimdiensten zusammenarbeitet und weltweit führend im Bereich der militärischen KI ist, ist auf sogenannte „Kill Chains“ — Tötungsketten — spezialisiert, die von der Informationsbeschaffung bis zum Tötungsbefehl an die Maschine reichen. Der US-Kriegsminister (sic) kündigte den Vertrag umgehend und schloss einen neuen mit OpenAI/ChatGPT ab, was zum Rücktritt der Leiterin des Robotikprogramms, Caitlin Kalinowski, führte. Der Gewissensschub einer hochrangigen Führungskraft dieser „Schöne neue Welt“-Technologie ist so selten, insbesondere inmitten einer geschäftstüchtigen und korrupten Elite, dass er Anerkennung verdient. So soll beispielsweise Barron Trump, der Sohn des Präsidenten, zwei Tage vor dem Angriff Öl im Wert von 30 Millionen Dollar gekauft haben, was unmittelbar zu einem Anstieg des Ölpreises pro Barrel von 70 auf 100 Dollar führte. Zur gleichen Zeit kauften zahlreiche Politiker Aktienpakete von Waffenherstellern. Seitdem können sich Spekulanten und Kriegsprofiteure nach Herzenslust austoben.
Das iranische Volk hat ein langes Gedächtnis. Jeder iranische Schüler weiß, dass 1953 der demokratisch gewählte Ministerpräsident Mohammad Mossadegh durch einen von der CIA und dem MI6 eingefädelten Staatsstreich gestürzt wurde. Warum? Ganz einfach weil dieser gemäßigte Reformer den Fehler begangen hatte, die Ölindustrie zu verstaatlichen.
Amerikaner und Briten setzten daraufhin auf Schah Reza Pahlavi, einen ihnen hörigen Autokraten, um wieder die Kontrolle zu übernehmen und ihre Interessen zu verteidigen. Die Volksrevolution von 1979 war in erster Linie eine Ablehnung der repressiven Politik des Schahs und der Savak, seiner Geheimpolizei, die für ihre Massenüberwachung sowie den systematischen Einsatz von Folter und die Ermordung von Oppositionellen berüchtigt war.
Die Erstürmung der US-Botschaft durch iranische Studenten war ein entscheidender Moment der Revolution. Die Beschlagnahmung der dort aufbewahrten vertraulichen Dokumente lieferte den Beweis, dass diese tatsächlich ein Spionagenest war, das den Schah gegen sein Volk unterstützte.
Kurz darauf, im Jahr 1980, marschierte der Irak unter Saddam Hussein — mit Unterstützung der USA sowie der meisten westlichen Länder und der UdSSR — in den Iran ein, von dem man annahm, er sei durch die revolutionären Unruhen geschwächt. Tatsächlich trat jedoch das Gegenteil ein: Die im Iran als „aufgezwungener Krieg“ bezeichnete irakische Aggression löste einen patriotischen Aufschwung aus. So kehrten dem Schah ergebene Kampfpiloten, die aus dem Land geflohen waren, zurück, um das in Gefahr befindliche Vaterland zu verteidigen.
Nach acht Jahren blutiger Kämpfe, die insgesamt fast eine Million Tote forderten und von zahlreichen Gräueltaten — darunter der Einsatz chemischer Waffen durch die irakische Armee — geprägt waren, endete dieser absurde Krieg mit einem Frieden ohne Sieger zwischen zwei völlig ausgebluteten Staaten.
Im Juli 1988 feuerte ein US-amerikanischer Kreuzer zwei Raketen ab und schoss über dem Persischen Golf ein iranisches Passagierflugzeug ab, das von Bandar Abbas nach Dubai unterwegs war. Die 290 Menschen an Bord, darunter 66 Kinder, kamen ums Leben. Auch wenn Washington seine Verantwortung nie zugegeben hat, steht für die Iraner fest, dass die Amerikaner bewusst gehandelt haben, um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu behalten. Heute drängt sich in ihren Augen die Parallele zum Massaker von Minab geradezu auf.
Auch wenn das Regime der Islamischen Republik heute bei einer Mehrheit der Iraner sehr unbeliebt ist, genießt es dennoch starke Unterstützung, insbesondere in den unteren Bevölkerungsschichten. Vor allem aber hat, da gleiche Ursachen gleiche Wirkungen hervorrufen, die hinterhältige Aggression der USA und Israels Erinnerungen an die irakische Invasion von 1980 geweckt und dazu beigetragen, dass sich die iranische Bevölkerung im Kampf zur Verteidigung des Vaterlands gegen den amerikanischen Imperialismus und den israelischen Kolonialismus enger zusammenschloss.
Die eklatante Unkenntnis der iranischen Geschichte seitens Trump und seiner Mitstreiter könnte diese teuer zu stehen kommen.
Angesichts der negativen Bilanz der Vereinigten Staaten nicht nur im Iran, sondern in der gesamten Region, überzeugt der proklamierte Wille, das iranische Volk von der Unterdrückung durch das klerikale Regime zu befreien, keinen einzigen iranischen Bürger außerhalb einiger Kreise im Exil. Schließlich erinnert man sich noch an die verheerenden Folgen der Invasion von 2003 für die irakische Bevölkerung. Seinerzeit war das große Amerika angetreten, das irakische Volk von den Fesseln der Diktatur Saddam Husseins zu „befreien“. Was für eine großartige Befreiung, die nach drei Wochen intensiver Bombardements mehr als 4.000 zivile Todesopfer gefordert hat! Man muss allerdings sagen, dass diese „Kollateralschäden“ von den westlichen Medien weitgehend ignoriert wurden. Stattdessen berichteten sie mit widerlicher Gefälligkeit über die systematische „Ausschaltung“ iranischer Führungskräfte.
So sehr man auch beschließen kann, einen Krieg zu beginnen, so unmöglich ist es, zu entscheiden oder gar zu wissen, wann er enden wird. Man kann jedoch bereits jetzt einige Feststellungen treffen und eine Prognose wagen. Mit ihrem Überraschungsangriff zur Beseitigung der Regimespitze haben Amerikaner und Israelis klar ihr Ziel verkündet, den Sturz der iranischen Regierung herbeizuführen. Indem sie ihre Hinterhältigkeit unter Beweis stellten — ein Messer in den Rücken mitten in den Verhandlungen — und ihre Brutalität durch das zweifache Massaker von Minab, gefolgt von der Bombardierung weiterer Schulen, Krankenhäuser und zahlreicher anderer ziviler Einrichtungen, offenbarten, haben sie gegenüber den Iranern jede Möglichkeit verspielt, noch auf sie zuzugehen: Von nun an bleibt den Iranern nichts anderes übrig, als weitere Verhandlungen mit den Aggressoren abzulehnen, bei denen die Erfahrung gezeigt hat, dass ihr Wort nichts wert ist.
Das erklärte Ziel besteht darin, die Schließung der amerikanischen Militärstützpunkte in der gesamten Region zu erreichen, also in Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Ein gewaltiges Vorhaben, das nur schon angesichts der bestehenden militärischen Kräfteverhältnisse unmöglich zu verwirklichen ist.
Deshalb greift der Iran — neben dem Einsatz von Raketen und Drohnen gegen diese Stützpunkte sowie gegen die israelische Militärinfrastruktur — auch die Achillesferse des internationalen Handels mit Kohlenwasserstoffen an: Er verbietet Tankern der USA und ihrer Verbündeten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Seit Jahrzehnten hatte der Iran gewarnt, dass er im Falle eines Angriffs so vorgehen würde. Am Erstaunlichsten ist, dass die USA heute so tun, als seien sie davon überrascht. Bemerkenswert ist außerdem, dass Teheran angekündigt hat, Tankern aus neutralen Ländern die Durchfahrt zu gestatten, sofern deren Verträge nicht in US-Dollar, sondern in Yuan abgewickelt werden. Damit soll die Vorherrschaft des Petrodollars, eines der Fundamente des amerikanischen Imperialismus, erschüttert werden.
Die iranische Reaktion legt einmal mehr die Heuchelei und den Zynismus der westlichen Staats- und Regierungschefs, der Vasallen der Vereinigten Staaten, offen. So etwa von Macron, der am 8. März über sein Telefongespräch mit dem iranischen Präsidenten Massoud Pezeshkian Auskunft gab:
„Ich habe die Notwendigkeit betont, dass der Iran seine Angriffe auf die Länder der Region unverzüglich einstellen muss. Der Iran muss zudem freie Schifffahrt gewährleisten, indem er die faktische Sperrung der Straße von Hormus beendet. Schließlich habe ich unsere tiefe Besorgnis angesichts der Weiterentwicklung der iranischen Nuklear- und Raketenprogramme sowie über seine gesamten destabilisierenden Aktivitäten in der Region bekräftigt, die die Ursache der aktuellen Krise sind. Eine diplomatische Lösung ist mehr denn je notwendig, um diesen entscheidenden Herausforderungen zu begegnen, die Eskalation zu beenden und den Frieden zu bewahren.“
Was für eine ebenso strenge wie paternalistische Zurechtweisung! Dagegen kein einziges Wort, um die von den Amerikanern und den Israelis begangene Aggression und die Massaker anzuprangern oder auch nur zu erwähnen.
Völlig isoliert inmitten von Macron, Merz und von der Leyen hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez seine Ehre gerettet, indem er die Dinge beim Namen nannte: Der unprovozierte Angriff auf den Iran sei illegal, unrechtmäßig, wirkungslos und gefährlich. Damit zog er sich prompt den Zorn des Satrapen Trump zu, der seinen Vasallen nun befiehlt, ihm dabei zu helfen, den Verkehr der Öltanker durch die Straße von Hormus wiederherzustellen.
Es ist wenig wahrscheinlich, dass es ihm gelingen wird, sie zu zwingen, ihn bei einem Vorhaben zu unterstützen, das zum Scheitern verurteilt scheint. Vielmehr ist es wahrscheinlich, dass sein Angriffskrieg, der durch die Angriffe auf Öl- und Gasanlagen eine regionale Eskalation auslöst, zu einem Anstieg der Energiepreise geführt hat, was wiederum eine weltweite Wirtschaftskrise hervorruft. Es ist ebenfalls wahrscheinlich, dass die Fortsetzung des Konflikts in den kommenden Wochen und Monaten eine Region, die bereits durch endlose Kriege in Palästina, im Libanon und in Syrien schwer gebeutelt ist, noch weiter destabilisiert.
Letztlich werden sich die Vereinigten Staaten, wie schon in Vietnam, im Irak oder in Afghanistan, zurückziehen, ohne ihre erklärten Ziele erreicht zu haben. Ganz im Gegenteil: Auch wenn Trump noch so laut den Sieg verkündet, fällt der Krieg auf ihn zurück, denn der explosionsartige Anstieg der Benzinpreise löst in den Vereinigten Staaten selbst eine schwere wirtschaftliche und politische Krise aus. Israel hingegen, das seit Langem auf die Zerstörung von Staaten und die Balkanisierung, also Zersplitterung aller Länder hinarbeitet, die sich seiner Vorherrschaft widersetzen — Libanon, Syrien, Irak, heute Iran, morgen möglicherweise auch die Türkei (4) —, könnte sein Ziel, den Nahen Osten zu beherrschen, zumindest teilweise und vorübergehend erreichen, indem es dort Terror und Chaos verbreitet (5). Doch langfristig wird Israel eines Tages verlieren, wenn es weiterhin den Hass der Bevölkerungen schürt, die es massakriert. Und dann könnte es die israelische Bevölkerung sein, die den hohen Preis für die selbstmörderische Politik ihrer techno-faschistischen Führer zahlen muss.
Im Iran hat das derzeitige Regime trotz der systematischen Ermordung seiner zivilen und militärischen Führer gute Chancen, dem Feind standzuhalten; sollte es letztlich doch abgelöst werden, dann nicht durch irgendeine Marionette, ob Schah oder jemand anderes, sondern im Gegenteil durch eine nationalistische Regierung, die möglicherweise entschlossen ist, das Land mit Atomwaffen auszustatten, um Israel, einzige Atommacht der Region, endlich von einem erneuten Angriff abzuschrecken. Auf traurige Weise ironisch, könnte die Ermordung des Obersten Führers Khamenei am ersten Kriegstag seine Fatwa gegen eine iranische Atombombe hinfällig machen (6). Und am Ende werden es wieder einmal — wie immer — die Zivilisten sein, Iraner, Israelis, Palästinenser, Libanesen und andere, die unter den Schrecken des Krieges leiden werden. Angesichts der Aggression des israelischen Kolonialismus und des amerikanischen Imperialismus, die mit dem Einverständnis der Mehrheit der westlichen Führungskräfte und Medien vorangetrieben wird, ist Solidarität mit dem iranischen Volk eine Pflicht.
NEIN zur techno-faschistischen „Palästinisierung“ der Welt!
S. Kimo ist Belgier und Nahost-Experte. Er hat Geschichte und Politikwissenschaft studiert und war lange Zeit im Bereich der Außenbeziehungen bei den europäischen Institutionen tätig. Er schreibt für die alternative Zeitung Kairos, eine Zeitung für politische Analysen, die fünfmal im Jahr in französischer Sprache erscheint.
Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst unter dem Titel „La guerre d’agression techno-fasciste contre l’Iran“ in der belgischen Zeitung Kairos, Ausgabe 74 vom April/Mai 2026. Er wurde von Eliane Pichon ehrenamtlich übersetzt und vom ehrenamtlichen Manova-Korrektoratteam lektoriert.
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Quellen und Anmerkungen:
(1) „Wofür steht Gaza? Modernität, Kolonialismus und Völkermord“, Kairos Ausgabe Nr. 70
(2) Es sei daran erinnert, dass der Iran bereits 2015 ein umfassendes Abkommen mit den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats und Deutschland geschlossen hatte, das den ausschließlich friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms gewährleisten sollte. Im Gegenzug für drastische Einschränkungen seiner nuklearen Aktivitäten — Anreicherung, Bestände, Zentrifugen — hätte der Iran von der Aufhebung der internationalen Wirtschaftssanktionen profitieren sollen. Obwohl der Iran dieses Abkommen einhielt, kündigte Trump es bereits 2018 und nahm die Sanktionspolitik wieder auf.
(3) Zusatzprotokoll I zu den Genfer Konventionen von 1977, Artikel 37
(4) Laut einer kürzlich veröffentlichten Erklärung des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett
(5) Heute verbreitet die israelische Armee nicht nur im Iran, sondern auch in den palästinensischen Gebieten und im Libanon, ja sogar in Syrien Angst und Schrecken, und das bei nahezu allgemeiner Gleichgültigkeit seitens der westlichen Politiker und Medien.
(6) Mitten in der Debatte über die Möglichkeit, den Iran mit Bodentruppen zu überfallen, um den iranischen Widerstand zu brechen, erinnerte die ehemalige Knesset-Abgeordnete Einat Wilf daran, dass 1945 das „japanische Regime aus der Luft gestürzt worden war“ — eine kaum verhüllte Anspielung auf Hiroshima und Nagasaki.



