Gesa Schöning gibt zu, dass sie in BWL nicht aufgepasst hat, was den Vorteil hat, dass sie in Zeiten, wo immer mehr Verlage und Buchläden über eine Krise klagen und pleitegehen, einen neuen Verlag namens Etica Media gründete, der wichtige kritische Werke verlegt, die deutschen Lesern sonst nicht zur Verfügung stünden.
Eines davon ist die deutsche Übersetzung von Whitney Webbs Büchern zu Jeffrey Epstein und dem organisierten Verbrechen unter dem Titel „Eine Nation unter Erpressung“. Im Gespräch mit Elisa Gratias für Manova und Transition TV spricht sie über die Steine, die ihr als Verlegerin dabei in den Weg gelegt wurden, wie etwa eine sofortige Kontokündigung, als das Werk in Druck gehen sollte. Statt mit Angst reagiert sie auf solcherlei Unterfangen mit der Einstellung „Jetzt erst recht!“.
Auch zum aktuellen Klima- und Nachhaltigkeitsthema mit Hitzewellen und Bränden in verschiedenen Gegenden Europas hat Etica Media ein wichtiges Werk herausgebracht: „Die digitale Weltkontrolle“ von Jacob Nordangard. Gesa Schöning gibt einen Überblick über den Inhalt und führt aus, warum sie Bücher wie diese so unverzichtbar findet.
Auf der Website ihres Verlags steht: „Medien sollen uns einen Werkzeugkasten anbieten, der uns mündig macht und aus der Angst führt.“ Auch darüber spricht sie mit Elisa Gratias und kann vielleicht andere Menschen inspirieren, ebenso gelassen und mutig zu handeln, um die drohende Dystopie vielleicht doch noch zu verhindern.
Elisa Gratias im Gespräch mit Gesa Schöning
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