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Hinabgleiten in die Matrix

Hinabgleiten in die Matrix

Wir bewegen uns in eine Lebenswirklichkeit, in der sich die Realität virtuell vollzieht und Künstliche Intelligenz die Menschheit allmählich überflüssig, minderwertig und hinfällig macht. Teil 2/2.

Der Begriff Metaversum wurde — wie der Begriff Meritokratie — in einem dystopischen Science-Fiction-Roman geprägt, der als abschreckendes Beispiel geschrieben wurde. Dann übernahmen die Technikfreaks das Metaversum und die Technokraten die Meritokratie und machten sich mit Begeisterung zu eigen, was sie eigentlich mit Schrecken hätte erfüllen sollen. (Antonio García Martínez)

Die Web 3.0 Infrastruktur und die digitale Identität

Zurzeit erleben wir das Internet Web 2.0 über Anwendungen und Websites. Mit dem Web 3.0 werden die Nutzer mit denselben Mitteln auf das Internet zugreifen können, zusammen mit dezentralen Anwendungen und Krypto-Wallets.

Die Grundlage des Web 3.0 ist die Blockchain, also ein gemeinsames Hauptbuch/Register/Ledger, das von einem dezentralen Netzwerk von Peer-to-Peer-Knoten betrieben wird — so wie es heute bereits mit dem Bitcoin implementiert ist.

Die Blockchain selbst ist ein gemeinsam genutztes, nicht manipulierbares Register, das den Prozess der Aufzeichnung von Transaktionen und die Verfolgung von Assets in einem Netzwerk erleichtert. Um Konsistenz, Sicherheit und Objektivität zu gewährleisten, müssen sich die einzelnen Teilnehmer jedoch über den aktuellen Zustand des Netzwerks einigen. Diese Einigung wird algorithmisch durch einen Konsensmechanismus wie Proof-of-Work oder Proof-of-Stake erzielt (1).

Ein anderer wichtiger Aspekt, den man über die Blockchain wissen sollte, ist, dass es sich um ein öffentliches Register handelt, das heißt, jeder kann das Register einsehen und die Transaktionsgeschichte des gesamten Netzwerks sehen. Um in die Blockchain zu schreiben, muss eine Transaktion durchgeführt werden, für die man zur Kasse gebeten wird … sprich bezahlen muss.

Die zweite Schicht des Web 3.0 ist die Infrastruktur, die auf der Blockchain aufsetzt. Die Blockchain ermöglicht die Schaffung einer dezentralen Infrastruktur, die das Rückgrat des digitalen Web 3.0 Ökosystems bilden wird. Dazu gehören dezentraler Speicher, Börsen, Kommunikationssysteme, soziale Netzwerke und mehr.

Die Web 3.0-Infrastruktur führt zu erweiterten Möglichkeiten der Anwendung; es wird neue Wege geben, wie Menschen miteinander in Kontakt treten, online Geld verdienen und kommunizieren. Dazu gehören die Schaffung und der Verkauf von sogenannten Non fungible Token NFT, neue Wege für den Handel, dezentralisierte Gemeinschaften, Spiele und das Metaversum.

Ein kurzes Wort zu NFT — nicht austauschbarer Token (Wertmarke): Ein Token ist die digitalisierte Form eines Vermögenswertes. Der Token hat also einen gewissen Wert oder eine bestimmte Funktion. Gleichzeitig können aber auch echte, also reale Vermögenswerte wie Immobilien oder Musikrechte tokenisiert werden, indem die damit verbundenen Rechte und Pflichten auf den Token überschrieben werden. Das heißt, die Besitzverhältnisse werden digital abgebildet und sind somit handelbar.

Während die bekannten Kryptowährungen wie Bitcoin Fungible Token sind — sie haben alle denselben Wert und sind damit untereinander austauschbar — können digitale Kunstwerke — also NFT —, die exakt gleich aussehen, aufgrund der Blockchain einzigartig sein. Das Auktionshaus Sotheby’s hat in seiner ersten Auktion im Metaversum 53 NFTs für 18,7 Millionen US-Dollar verkauft — Kunstwerke, die es in der realen Welt nicht gibt, die man nicht aufhängen, nicht aufstellen, nicht sehen kann … außer man ist mit dem Internet verbunden. Die Einführung von NFTs hat dazu geführt, dass jpegs von Affen Hunderttausende von Dollar wert sind. Man hat sogar damit begonnen, reale Tiere als handelbare NFTs zu prägen. NFTs sind also die Grundlage des Eigentums im Metaversum.

Um das Metaversum zu betreten, benötigt jeder Nutzer seinen eigenen persönlichen Avatar, seinen digitalen Zwilling, und eine VR-Brille (2) — später wird es der implantierte Chip sein —, die aus zwei Bildschirmen und Linsen besteht, sodass das virtuelle, von einem Computerprogramm erzeugte Bild für jedes Auge leicht anders ausgerichtet ist. Durch die schwache stereoskopische Differenz der beiden Bilder wird vom menschlichen Gehirn eine 3D-Illusion vorgegaukelt. Das Prinzip ist dem normalen menschlichen dreidimensionalen Sehen abgeschaut.

Je ausgeklügelter die Technik, desto stärker das Gefühl der Immersion, des Eintauchens in die digitale Welt. Auch wenn es recht unschuldig daherkommt, bedeutet es doch, dass der Zugang zu unserem Gehirn die grundlegende Funktionseinheit des Metaversums sein wird … inklusive aller Möglichkeiten zur Datenspeicherung, Überwachung und Manipulation, die sich dadurch ergeben.

Unsere digitale Identität enthält alle Anmeldeinformationen, Papiere und Dokumente, die wir normalerweise in unserer physischen Brieftasche bei uns tragen — Personalausweis, Versichertenkarte, Kreditkarte, Führerschein et cetera —, sie bestimmt nicht nur, auf welche Produkte, Dienstleistungen und Informationen wir zugreifen können, sondern beinhaltet auch unseren Gesundheitszustand, unsere Kreditwürdigkeit, hat jeden unserer Klicks, jeden gesprochenen und geschriebenen Buchstaben, jeden Kontakt und jeden Aufenthaltsort gespeichert.

Unsere Identität ist im wahrsten Sinne des Wortes, wer wir sind, und mit dem Voranschreiten der digitalen Technologien der vierten industriellen Revolution ist unsere Identität zunehmend digital, ja sie ist der Kern der digitalen Transformation.

Der Zugang zu unserem Gehirn wird die grundlegende Funktionseinheit des Metaversums sein — inklusive aller Möglichkeiten zur Datenspeicherung, Überwachung und Manipulation, die sich dadurch ergeben.

Aber was passiert, wenn man die Regeln im Metaversum bricht? Da unsere digitale Identität bestimmt, welche Produkte, Dienstleistungen und Informationen eingeschränkt und gewährt werden, wird es am einfachsten sein, Regelbrecher zu bestrafen, indem man ihnen einfach den Zugang verwehrt, so wie es die maoistisch-sozialistische Einheitspartei Chinas mit ihrem Sozialkreditsystem tut. Einmal mehr passt die Vision der Technokraten vom Metaversum genau in die große Reset-Agenda.

Wird die Metaversum-Wirtschaft wirklich dezentralisiert sein?

Das Web 3.0 selbst hat das Potenzial, die Weltwirtschaft in vielerlei Hinsicht drastisch zu verändern, unter anderem durch die Einführung wirklich dezentraler Währungen als Alternative zum heutigen babylonischen Zentralbank-/Schuldgeld. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Welt auch weiterhin mittels zentral ausgegebener, jetzt allerdings programmierter digitaler Währung regiert wird, die jedoch um ein Vielfaches besser kontrolliert und zurückverfolgt werden kann — obwohl das Metaversum als dezentralisiertes Universum vermarktet und von seinen Nutzern kontrolliert werden soll ... es ist nur ein weiterer Meilenstein der Bitcoin-PsyOp.

Erst mit dem Aufkommen einer realen Welt, die durch transparente und rechenschaftspflichtige Organisationen angeführt wird — Organisationen, die nichts zu verbergen und nichts zu verlieren haben — könnte eine Form von virtueller Realität für die Gesellschaft von Nutzen sein. Die Vereinten Nationen, Facebook/Meta, Microsoft, Ndivia, WEF, City of London, Wallstreet et cetera sind keine Organisationen des Vertrauens. Die von ihnen abhängigen Regierungen noch viel weniger. Wir können davon ausgehen, dass die zentralisierten, monopolistischen Praktiken, die zum Beispiel unethisches Verhalten wie das Sammeln privater Daten, Überwachung, aber auch Zensur ermöglicht haben, weitgehend unbehelligt bleiben.

Cudos spricht mir aus der Seele, indem er, beschreibt, ein zentralisiertes Metaversum sei schlimmer als die kreativsten Dystopien, die je erdacht wurden.

Nein, wie bereits ausgeführt, orientieren sich die bekannten weltweit operierenden Konzerne wie Nike mit seinem virtuellen Schuhladen RTFKT Studios und Adidas mit seiner NFT Kollektion, die für über 22 Millionen Dollar verkauft wurde, auch weiterhin an Gewinnmaximierung. Gleichzeitig zum Verkauf hat Adidas ein Grundstück im Metaversum gekauft, um dort virtuelle Partys und Events zu veranstalten und damit weitere Kunden zu gewinnen. Virtuelle Grundstücke im Metaversum sind ein großes Geschäft, wie CNET im März 2022 verkündete. Zu den globalen Unternehmen, die Grundstücke im Metaversum kaufen, gehören PwC, JP Morgan, HSBC und Samsung. Einige Unternehmen sehen darin eine Investition, während andere einfach nur eine Präsenz dort aufbauen oder in Werbeflächen investieren … immer das Ziel vor Augen, Macht durch Größe zu entwickeln. Der Korporatismus wandert von der realen in die digitale Welt — nicht mehr … aber auch nicht weniger. Megakonzerne — sprich Monopole — werden überleben und mächtiger sein, denn je. Der Mittelstand ist abgeschafft.

Und die Moral von der Geschicht’

Während viel über das Web 3.0 und das Metaversum gesprochen und geschrieben wird, so selten wird über die psychologischen, philosophischen und moralischen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft nachgedacht, die mit dieser Technologie leben muss — ob der Einzelne es möchte oder nicht.

Wie wird der einzelne Mensch es verarbeiten, was wird es mit seiner Psyche, seinem Wesen machen, wenn er zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden kann; nicht weiß, wann er real lebt und liebt und wann er diese Erfahrungen nur virtuell erlebt?

Wie wird sich beispielsweise unsere kollektive Moral entwickeln, wenn Menschen beginnen, Teile ihres Lebens in einer virtuellen Realität zu verbringen, in der sie alles tun können, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen? Wo ist die Grenze zwischen „es ist nur ein Spiel“ und „dafür muss ich mich verantworten“? Die Generation Z, also nach 1997 Geborene, verbringt bereits heute mehr als acht Stunden pro Tag online; viele mit gewalttätigen Videospielen, die vorab oftmals mit dem Ziel erprobt wurden, inwieweit Empathie gen Null abgebaut werden kann. Von KI-Algorithmen mental vergewaltigt, ist die Generation Z die perfekte Zielgruppe für Virtual Reality VR und andere bewusstseinsverändernde Technologien, die die Transhumanisten der Gesellschaft aufzwingen.

Quynh Mai, Gründerin und CEO von Moving Image & Content, dem Beratungsunternehmen für digitales Marketing mit Schwerpunkt auf der Generation Z, beschreibt diese wie folgt:

„Sie haben den größten Teil ihres Lebens von Geburt an digital verbracht: Sie haben ‚Freunde’ über soziale Medien gefunden, Musik über Spotify-Algorithmen entdeckt, Spiele in Roblox entwickelt und Produkte buchstäblich auf dem Rücken von Fremden auf DePop gekauft und verkauft. Sie fühlen sich in der digitalen Welt so wohl, weil sie auf gemeinsamem Vertrauen und Ansehen beruht. Sie wissen, wie wichtig es ist, ihre digitale Identität zu pflegen, ganz gleich, ob es sich dabei um ihr TikTok-Konto oder einen Ranglistenpunktestand in einem Spiel handelt.“

Die Generation Z im Metaversum hat keine sozialen Zwänge, die mit ihrer physischen Identität verbunden sind, was für jede frühere Generation unvorstellbar ist.

Wir müssen die Auswirkungen dieser Tatsache aus soziologischer, philosophischer und psychologischer Sicht betrachten. Wie wird sich dies auf die persönliche Entwicklung dieser Menschen auswirken?

Das sind ernsthafte Bedenken, die niemand zu erörtern gedenkt. Aber wir alle werden vereinnahmt, wenn wir das kleine Zeitfenster, das sich noch bietet, nicht nutzen, um zu einer Lösung für alle zu kommen.

Es ist zu befürchten, dass das Metaversum nur ein Sprungbrett in eine weitaus totalitärere Realität ist, in der man sich nicht mehr im Metaversum befindet, sondern das Metaversum in einem selbst. Kein Geringerer als Elon Musk hat dies letztes Jahr in einem Interview angedeutet, in dem er sich über das Metaversum lustig machte und sagte, er sei von der Idee, „sich einen Bildschirm vor das Gesicht zu schnallen“, nicht überzeugt: „Es wird unangenehm, wenn man das Ding die ganze Zeit auf dem Kopf trägt.“ Nein, Musks Vorstellung von einer virtuellen Realität ist weitaus beunruhigender, denn er sieht eine Welt voraus, in der das Metaversum über eine Schnittstelle zwischen Gehirn und KI buchstäblich in den Kopf implantiert wird.

Abgesehen von den besorgniserregenden philosophischen und psychologischen Implikationen eines Lebens in einer VR bringt das Web 3.0 alle möglichen neuen Zukünfte mit sich, von denen einige tatsächlich eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Gesellschaft mit ihrer Abhängigkeit von korrupten Zentralbanken und infiltrierten Regierungen darstellen könnten. Der bekennende Transhumanist, Futurist und ehemalige Chief Technology Officer CTO von Coinbase, Balaji Srinivasan, stellt sich eine Welt vor, in der die Blockchain es Online-Gemeinschaften ermöglicht, sich in der realen Welt als unabhängige, souveräne Staaten zu materialisieren“. In seinem Buch Netzwerkstaat stellt er sein Konzept der Zukunft vor und definiert es wie folgt:

„Ein Land, das man von seinem Computer aus gründen kann, ein Staat, der sich wie ein Start-up rekrutiert, eine Nation, die aus dem Internet entsteht, anstatt von ihm zerstört zu werden. Das grundlegende Konzept des Netzwerkstaates besteht darin, eine digitale Gemeinschaft zusammenzustellen und sie zu organisieren, um ein physisches Territorium zu finanzieren.

Aber dieses Territorium befindet sich nicht an einem Ort — es ist über die ganze Welt verteilt, vollständig dezentralisiert und durch das Internet für eine gemeinsame Sache verbunden, ähnlich wie die Büros von Google oder die Miner von Bitcoin. Und da sich jeder Bürger für die Teilnahme entschieden hat, ist es ein Modell für hundertprozentige Demokratie und nicht für die Mindestschwelle der Zustimmung von 50 Prozent plus, wie sie in heutigen Demokratien üblich ist.“

Natürlich gibt es unzählige Fragen, die beantwortet werden müssen, um etwas in dieser Größenordnung aufzubauen. Wie funktioniert ein Netzwerkstaat in sozialer, technischer, logistischer, rechtlicher, physischer und finanzieller Hinsicht? Wie könnte so etwas überhaupt realisierbar sein?

Der Netzwerkstaat stellt die nächste Version des Nationalstaats dar. Wenn Srinivasan behauptet, dass Netzwerkstaaten aufgrund der dezentralisierten Natur der Blockchain als geografisch dezentralisierte Gemeinschaften beginnen werden, die über das Internet verbunden sind, diese Gemeinschaften aus normalen „Bio-Menschen“ bestehen, die an eine gemeinsame Sache glauben, so übersieht er, dass diese Gemeinschaften mittels Konsensmechanismus entstanden sind, der ja heute bereits manipulierend ist.

Dass die neu entstandene, analoge Gemeinschaft ihre eigene, allerdings wiederum interne Wirtschaft mithilfe von Kryptowährungen aufbauen wird, zeigt die totalitäre Struktur der digitalen Welt. Auch wenn es zukünftig noch die Möglichkeit gibt — oder wieder gibt —, persönliche Treffen in der realen Welt zu veranstalten und schließlich Wohnungen, Häuser und sogar Städte über Crowdfunding zu finanzieren, um gemeinsame Lebensräume zu schaffen, die Mitglieder dieser Gemeinschaft bleiben dem Metaversum verbunden und sind damit auch weiterhin steuerbar. Selbst wenn es dieser Gemeinschaft gelingen sollte, eine diplomatische Anerkennung durch bereits bestehende Regierungen zu erhalten, um ihre Souveränität zu erhöhen und ein echter Netzwerkstaat zu werden — es bleibt die Unfreiheit des Metaversums.

Dies führt uns zu Srinivasans komplexerer Definition des Konzepts:

„Ein Netzwerkstaat ist ein soziales Netzwerk mit einer moralischen Innovation, einem nationalen Bewusstsein, einem anerkannten Gründer, einer Fähigkeit zu kollektivem Handeln, einer persönlichen Ebene der Zivilität, einer integrierten Kryptowährung, einer einvernehmlichen Regierung, die durch einen sozialen intelligenten Vertrag begrenzt ist, einem Archipel von durch Crowdfunding finanzierten physischen Territorien, einem virtuellen Kapital und einer On-Chain-Volkszählung, die eine ausreichend große Bevölkerung, ein ausreichendes Einkommen und einen ausreichend großen Grundbesitz nachweist, um ein gewisses Maß an diplomatischer Anerkennung zu erlangen.“

Srinivasans Philosophie ist interessant; meines Erachtens führt sein Netzwerkstaat nicht zu der Unabhängigkeit von der zentral gesteuerten, immer autoritärer werdenden Eine-Welt-Regierung.

Was nun?

Mit dem Web 3.0 entsteht eine seltsame Dichotomie zwischen Freiheit und Versklavung. Einerseits könnte es zu einem freien, von Behörden unkontrollierten und unzensierbaren Internet führen, in dem jeder die Möglichkeit hat, frei zu handeln. Andererseits sind viele Leute, die das Web 3.0 als unzensierbare Utopie anpreisen, dieselben, die für programmierbare Währungen und das Metaversum werben — zwei Konzepte, die der Idee einer freien Gesellschaft völlig zuwiderlaufen.

Denn damit eine Währung programmierbar ist, muss jemand die Programmierung vornehmen. Das führt uns zur Förderung von CBDCs (Central Bank Digital Currencies) und dem, was James Corbett als Bitcoin PsyOp bezeichnet, das heißt die Förderung der Idee, dass alle Kryptowährungen und Blockchains gleich wären, was sie nun einmal nicht sind.

Nein, die große Glaskugel mit unser aller Zukunft habe ich noch nicht finden können. Auch würde ich mich nicht darauf verlassen wollen, das Bild, die Vision als nicht manipuliert anzunehmen. Und ja: Das Web 3.0 und das Metaversum haben das Potenzial, das menschliche Bewusstsein in ein digitales Gefängnis zu pressen, während die Kontrolleure der Welt alles rauben, was real ist. Aber: Das Aufkommen des Web 3.0 bedeutet auch, dass es einen schmalen Grat zwischen der Entwicklung einer autoritären, transhumanistischen, schönen neuen Schuldgeld-Welt und einer Welt gibt, die aus dezentralisierten Gemeinschaften besteht, die zum Wohle der Gesellschaft zusammenarbeiten.

In der Tat werden Web 3.0, Kryptowährungen und die Blockchain die Gesellschaft, wie wir sie kennen, verändern. Aber ob dieser Wandel zum Vorteil oder zum Nachteil der Menschheit sein wird, hängt von uns ab. Heißt das, wir können uns erlauben, in Optimismus zu schwelgen? Noch nicht. Schließlich handelt es sich um neue Technologien, die noch nicht gut verstanden und von viel zu vielen Menschen erst gar nicht hinterfragt werden.

Abgesehen davon

  • Was ist, wenn das dezentralisierte digitale Finanzwesen Fuß fasst und das zentralisierte analoge Bankwesen überflüssig macht?
  • Was ist, wenn Web 3.0 zu zensurresistenten Plattformen führt, die Freiheit und Kreativität fördern, die meisten Menschen aber ihre Verantwortung und damit ihre Freiheit und Kreativität schon längstens hurraschreiend abgegeben haben?
  • Was, wenn die von Balaji Srinivasan erdachten Netzwerkstaaten entstehen, ausbrechen und beginnen, ihre Unabhängigkeit von bestehenden Kontrollstrukturen zu erklären?

Die Möglichkeit, dass eines dieser Dinge eintritt, würde eine massive Bedrohung für die Schwabianer und deren Marionettenspieler mit ihrer Agenda des Great Reset und die Eine-Welt-Regierung darstellen. Sie werden alles tun, um das zu verhindern und weiterhin an der Ausrottung des „normalen Bio-Menschen“ arbeiten.

Die Verschmelzung mit der Künstlichen Intelligenz KI ist nur dann unvermeidlich, wenn wir uns dafür entscheiden. Wenn wir uns jedoch dafür entscheiden, Beeren zu pflücken und Wildtiere mit Pfeil und Bogen zu jagen, können wir auch das tun. Die Idee der Unvermeidbarkeit wurde uns einprogrammiert. Es ist eine Form der Gehirnwäsche und es wird Zeit, dass alle das erkennen.

Nichtsdestotrotz stehen wir als Gesellschaft am Rande einer Revolution — einer Veränderung, die so groß ist, dass sie die Struktur der menschlichen Gesellschaft und die Art und Weise, wie wir Beziehungen gestalten, unwiderruflich verändern und das Wesen von Transaktionen und Austausch völlig neu definieren könnte.


Quellen und Anmerkungen:

(1) Der Proof-of-Work (PoW) wird von Minern erbracht, die darum wetteifern, neue Transaktionen zu verifizieren und der Kette als Blöcke hinzuzufügen — daher auch der Name Blockchain. Der Gewinner teilt den neuen Block mit dem Rest des Netzwerks und erhält als Belohnung Geld in Form der Kryptowährung. Das Rennen gewinnt der Computer, der am schnellsten ein mathematisches Rätsel lösen kann, das die kryptografische Verbindung zwischen dem aktuellen Block und dem vorhergehenden Block herstellt. Das Lösen dieses Rätsels ist die Arbeit in PoW. Der Proof-of-Stake (PoS) wird von Validatoren durchgeführt, die ihre eigene Kryptowährung eingesetzt haben, um am Netzwerk teilzunehmen. Ein Prüfer wird nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, um Transaktionen zu überprüfen und neue Blöcke zu erstellen. Prüfer teilen diese dann mit dem Rest des Netzwerks und erhalten dafür Belohnungen. Anstatt intensive Rechenarbeit leisten zu müssen, stellen die Validierer Kryptowährung als Sicherheit für ihre Zustimmung zur Stärkung der Kette zur Verfügung. Dies schafft Anreize für ein gesundes Netzwerkverhalten. Um ein solches System zu betrügen, muss jemand entweder 51 Prozent der Rechenleistung des gesamten Netzwerks kontrollieren (im Falle von PoW) oder 51 Prozent der gesamten eingesetzten Kryptowährung besitzen (im Falle von PoS). Dies untergräbt das Vertrauen in das System, da die Kosten für die Manipulation des Systems die Vorteile überwiegen würden, die sich daraus ergeben.
(2) Da der Einsatz von VR noch jung ist, gibt es vorerst noch keine gesicherten Langzeitauswertungen von körperlichen und psychischen Folgeschäden. Für bestimmte Usergruppen könnten diese Ausflüge in bessere Welten ein Suchtpotenzial in sich bergen. Als völlige Neuheit in der VR-Entwicklung wird die Kreation von unrealistischen und somit einzigartigen völlig unbegrenzten VR-Raumerlebnissen erwartet. Soziologen befürchten aber auch die Infragestellung ethischer Werte. Zukunftspotenziale von VR werden vor allem im Bildungs-, Gesundheits- und Therapiesektor erwartet. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass — wie bei der Elektrifizierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts — sich bestehende Krankheiten durch Virtual Reality Brillen verändern werden und es vermehrt zu negativen Ausprägungen im mentalen Bereich kommen wird.


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