Zum Inhalt:
Historische Echos

Historische Echos

Im Rubikon-Exklusivgespräch diskutieren der Historiker Uwe Alschner und der Mediziner Christian Schubert über das Filmprojekt „Never Again Is Now Global“ — eine Warnung von Holocaust-Überlebenden vor einer Wiederholung der Geschichte.

Natürlich spielt das strafbewehrte Verbot der Leugnung von NS-Verbrechen eine zentrale Rolle in diesem Zusammenhang. Aber woher kommt diese Gesetzesnorm? Wie ist sie im Kontext des Berichts der Kommission von Elie Wiesel zu verstehen? Der spätere Friedensnobelpreisträger und Überlebende von Auschwitz hat 1979 mit einer Kommission, der zahlreiche weitere Überlebende angehörten, in einem Bericht an US-Präsident Jimmy Carter Empfehlungen für angemessenes Gedenken an den Holocaust formuliert. In diesen wird explizit von der Möglichkeit einer Wiederholung gesprochen und dass gerade die Überlebenden das Recht und die Pflicht hätten, solche Warnungen auszusprechen. Kann vor diesem Hintergrund das filmische Projekt von Vera Sharav grundsätzlich als unangemessen abgetan werden, bevor es gesehen wurde? So fragt Uwe Alschner.

Christian Schubert bringt in diese Debatte das Phänomen der selbstähnlichen Muster, Fraktale, ein. Diese sind in der Psychologie bekannt und möglicherweise auch in der Geschichte dann vorstellbar, wenn Ereignisse nicht aufgearbeitet werden. Was an der Katastrophe, die zum Holocaust führte, nicht aufgearbeitet worden ist, bildet einen zentralen roten Faden in der Dokumentation von Vera Sharav. Neben diversen Kontinuitäten auf der Ebene von dynastischen Familienstrukturen und Konzernsystemen geht es in der Diskussion auch um die Kontinuitäten auf der Ebene der Eugenik, des Transhumanismus und der vierten industriellen Revolution des World Economic Forum.



Friederike de Bruin im Gespräch mit Christian Schubert und Uwe Alschner


Finden Sie Artikel wie diesen wichtig?
Dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Wenn Sie für unabhängige Artikel wie diesen etwas übrig haben, können Sie uns zum Beispiel mit einem kleinen Dauerauftrag oder einer Einzelspende unterstützen.

Oder unterstützen Sie uns durch den Kauf eines Artikels aus unserer Manova-Kollektion .

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Weiterlesen

Keine Ohnmacht für niemand!
Thematisch verwandter Artikel

Keine Ohnmacht für niemand!

Im Gespräch mit Transition TV und Manova erläutert der Hirnforscher Gerald Hüther die neurologischen Mechanismen, die Menschen in Routinen und Weltbildern gefangenhalten, und führt aus, dass Veränderung nur aus einem selbst kommen kann.

Mutig Bilanz ziehen
Aktueller Artikel

Mutig Bilanz ziehen

Männer und Frauen erzählen von sich, von ihren Gedanken, Gefühlen, ihren Verwirrungen, Erkenntnissen und den Turbulenzen in der verrückten Zeit in der Mitte des Lebens. Exklusivauszug aus „Ausgewechselt“, Teil 1 von 3.

Sittengemälde einer verkommenen Elite
Aus dem Archiv

Sittengemälde einer verkommenen Elite

Im Manova-Exklusivgespräch mit Walter van Rossum erläutert der Autor Tom-Oliver Regenauer, dass Jeffrey Epstein nur die Spitze eines Eisberges war, dessen umfassende Offenlegung das gesamte angloamerikanische System einstürzen lassen würde.