Eignet sich künstliche Intelligenz als Informationsquelle für kritische Menschen? Ullrich Mies‘ eindeutiges Fazit lautet — auch zu seiner eigenen Überraschung: Ja. Wichtig sind dabei allerdings tiefe Vorkenntnisse zum Thema. Als Informationsquelle zu Wissensbereichen, mit denen sich der Fragende nicht auskennt, ist sie eher gefährlich, da sie den Eindruck objektiver Information vermittelt, während sie oberflächlich das Mainstream-Narrativ der Herrschenden zum Besten gibt.
Den zum Teil differenzierten und systemkritischen Antworten von ChatGPT, die Ullrich Mies in seinem neuen Buch „Kritik aus dem Maschinengeist“ zusammentrug, geht eine längere Geschichte voraus. Er „unterhielt“ sich mit ChatGPT in der Bezahlversion über den Zeitraum einiger Monate. Daher kannte die KI seine Sicht auf die Welt recht gut. Das bedeutet: Er hatte ChatGPT auf sich „trainiert“, damit sie ihm keine dummen, oberflächlichen und zur gewünschten Massenmeinung passenden Antworten gibt. Die KI gab selbst zu, sich auf den Fragesteller opportunistisch einzustellen.
Das kann amüsant, aber auch sehr tückisch sein. In der neuen Klartext-Folge führt Ullrich Mies seine Erfahrungen aus.
Elisa Gratias im Gespräch mit Ullrich Mies
Hier können Sie das Buch bestellen: „Kritik aus dem Maschinengeist: Totalitäre Abgründe - Gespräche mit der KI“
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