„Unser Leben gehört uns. Ob wir feige sind oder nicht, ob wir es hingeben wollen oder nicht: das ist unsere Sache und nur unsre. Kein Staat, keine nationale Telegrafenagentur hat das Recht, über das Leben derer zu verfügen, die sich nicht freiwillig darbieten“, schrieb Kurt Tucholsky in den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Wehrpflicht ist tatsächlich ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte. Und ist allenfalls gerechtfertigt aufgrund einer schweren Bedrohungslage. Eine akute Bedrohungslage durch Russland wird zwar ständig lautstark beschworen. In Wahrheit hat aber Russlands Einmarsch in die Ukraine mit den russischen Sicherheitsbedürfnissen zu tun. Imperiale Absichten sind in keiner Weise zu entdecken. Insofern hat die permanente Ausrufung einer Bedrohungslage eher einen aggressiven Charakter.
In der Diskussion um die Wehrpflicht steckt der Keim für eine größere Debatte um das gesamte Thema der „Kriegstüchtigkeit“ und der absurden Aufrüstungspläne.
Am Schluss stellt sich die Frage: Wollen Politik, Medien und Militär wirklich einen Krieg gegen Russland führen und glauben die ernsthaft, sie könnten ihn gewinnen?
Walter van Rossum im Gespräch mit Mona Aranea, Jürgen Rose und Richard @Voxvendetta
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