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Der künstliche Gott

Der künstliche Gott

Im Manova-Gespräch mit Walter van Rossum erläutern die Politologen Tariq Hübsch, Ullrich Mies sowie der Ingenieur Alexander Paprotny, dass die Technik hinter AI stets der Herrschaft diente und dennoch „dümmer“ ist, als die meisten glauben.

Seit etwa vier Jahren ist die KI massenkompatibel geworden — ungeheure Rechenleistungen und enorme Datenmassen haben es möglich gemacht. Doch von dem Maschinengenie, das Marvin Minsky vor über 50 Jahren ankündigte, ist weit und breit keine Spur. Geblieben sind die alten Fantasien. Das eine Lager verspricht eine glorreiche Zukunft mit einem KI-verbesserten Menschen in einer KI-optimierten Welt, während die andere Fraktion vor einer allmächtigen Maschine warnt, die der Kontrolle ihrer Schöpfer entkommen ist und ihrerseits die Kontrolle übernimmt.

Insofern ähnelt die KI dem lieben Gott, den wir lieben und verehren und vor dem wir uns gleichzeitig fürchten. Der äußerst einflussreiche amerikanische Software-Unternehmer Peter Thiel ist ein Prophet dieses religiösen KI-gestützten Transhumanismus und zugleich einer der gefährlichsten Datenkontrolleure.

Über Thiel und seine Welt hat Tariq Hübsch zusammen mit Thierry Chaudhry ein Buch geschrieben: „Peter Thiel. Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen“, während sich Ullrich Mies in ein Gespräch mit der KI vertieft hat und ihr erstaunlich selbstkritische und kritische politische Kommentare entlockte.

Alexander Paprotny hat kürzlich einen Aufsatz mit dem Titel „Es gibt keine künstliche Intelligenz!“ (1) veröffentlicht.


Walter van Rossum im Gespräch mit Tariq Hübsch, Ullrich Mies und Alexander Paprotny

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Quellen und Anmerkungen:

(1) „Es gibt keine künstliche Intelligenz! Die Entlarvung eines substanzlosen Marketingbegriffs veranschaulicht, warum Maschinen nicht lebendig und Menschen keine Maschinen sind. Manova.news. 8. Januar 2026

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