Die von dem Propagandasender NDR produzierte und ausgestrahlte Sendereihe „Die 100“ darf ohne Zweifel zum Bodensatz des ehemals öffentlich-rechtlichen Schwachsinns gezählt werden: zu den minderwertigsten Produkten, die der offensichtlich auf dem letzten Loch blasenden Bewusstseinsindustrie je entflutscht sind.
Da tummelt sich in einer viel zu großen, angemessen düsteren Halle ein Häuflein von nummerierten Leuten, die mit verstaubten „Sommermärchen 2006“-Utensilien aus dem Tiefkeller so ausstaffiert und zugerichtet wurden, dass sie auf den ersten, zweiten und letzten Blick eher an die bemitleidenswerten Teilnehmer einer experimentellen Studie zur Gehirnamputation erinnern als an die früher mal so gerne beschworenen „mündigen Bürger“.
Sie lässt sich von armseligen Animateuren — unter anderem einem als Pleitegeier verkleideten Komparsen, der zu allem Überfluss den Namen „Schlandi“ trägt — dazu aufpeitschen, sinnloses, schlappes Synchrongehampel darzubieten und auf Kommando zur Beschallung mit dem Schlagerrudiment (einfügen) „Oh, wie ist das schön!“ mit den Armen herumzufuchteln, und verfolgt mit fassungslosen Visagen die vorgeführten Anlässe für den erbärmlich inszenierten Jubel: Deutschland sei insgesamt und total toll — und werde, das muss man sich dazudenken, diesmal dann aber endlich doch den Russen bezwingen und den Ami, den Chinesen und den Rest der Welt gleich dazu —, und gezeigt werden als strahlende Beispiele ausgerechnet die (vorläufig angeblich nur) 500 Milliarden Sonderschulden, die der BlackRock-Wackeldackel Merz per Kriegsvorbereitung seinen Befehlshabern aufs berstende Konto pumpt und die die armen Vorzeigetrottel beziehungsweise ihre Kinder und Kindeskinder bis an ihr jeweiliges Lebensende abstottern müssen.
Und als Kirsche auf diesem Sahnehäubchen der dreisten Publikumsverhöhnung gibt’s noch ein zweites Argument: ein „Image“-Portrait der Biontech-Verbrecher Sahin und Türeci, wegen „Innovation“ und „Patente“ und so weiter — was die wenigen noch immer vor den Glotzkisten ausharrenden Opfer des Giftschmutzes, mit dem die beiden Milliarden „gemacht“ haben, sicherlich ganz besonders freut.
Es ist immer die gleiche Erfahrung, wenn man zwischendurch doch mal wieder einen deutschen Propagandasender einschaltet — oder, ehrlich gesagt, weil man so ein Gerät seit Jahren nicht mehr besitzt: auf „sozialen Medien“ ausschnittweise mit dessen Exkrementen konfrontiert wird: Man fasst es nicht und kann es nicht fassen, für wie blöd „die“ „uns“ halten.
Andererseits ist gerade diese Sendereihe — die übrigens dem typischen ARD/ZDF-Mechanismus folgt: Die letzte Folge ist immer die schlimmste — eine Art Leitfossil, ein historisches Dokument, dessen Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.
Es zeigt nämlich sehr deutlich einen Mechanismus des verzweifelten Fanatismus, den man auch beim Studium von Zeitungen und Wochenschauen aus dem Frühjahr 1945 feststellen kann: Je näher das unausweichliche Ende rückt, desto überschäumender wird der Jubel, desto mehr steigern sich die Protagonisten des Regimes in einen regelrechten Taumel des „Endsiegs“ hinein und versuchen, möglichst viele Unbedarfte anzustecken und mit in den Abgrund zu reißen.
Ganz offensichtlich sind die Veranstalter von „Die 100“ in eine Art Kokon eingenäht, in dem sie sich an ihrem eigenen Rausch berauschen und glauben, das Volk da draußen „mitzunehmen“, und nicht bemerken oder überhaupt als Möglichkeit in Betracht ziehen, dass ihr peinliches Theater kaum noch jemand verfolgt — und wenn doch, dann nur noch um sich darüber lustig zu machen.
Der gerne gezogene Vergleich mit den letzten Wochen der DDR ist übrigens unfair, schon weil deren selbsternannte Elite einem übermächtigen und überreichen Systemrivalen ausgesetzt war. Der fehlt in diesem Fall, und er ist auch gar nicht nötig: Der Deutsche kriegt das notfalls ganz alleine hin. Dies aber nur am Rande.
Und jetzt mal Stop. Ja, Empörung, Polemik, Häme fallen leicht angesichts eines vermeintlichen Gegners, der vor vier, fünf Jahren noch schier zu platzen schien vor Übermut und Selbstgewissheit und den auch wir damals fürchteten und fürchten mussten, wenn er seine Knallchargen vor Kameras setzte und Millionen Menschen in Angst, Schrecken und in Hass und Wut auf eine verderbliche Minderheit hetzte mit Sätzen wie diesem: (einfügen) „Na, herzlichen Dank …“
Aber dieser üble Satz, die ganze pogromträchtige Hetzkampagne einer möglicherweise damals schon verzweifelten Junta ist mehr als vier Jahre her. Die Dame ist aufgeräumt in einer Propagandaabteilung des Regimes, auf einer Stelle, von der sie weiß, dass sie ihr nicht mehr einbringt als einen Haufen Geld, das nächstes Jahr um diese Zeit vielleicht nur noch so viel wert ist wie das Geschenkpapier, das derzeit die Tonnen und Container füllt. Und von der sie zudem weiß, dass sie sie nicht schützen wird vor einer Aufklärung, wenn ihre Herren und die Herren des Krieges und der geschwindelten „Pandemie“ sich in ihre „Gated Communities“ im fernen Ausland absetzen, weil die Aufarbeitung zu nahe rückt.
Und da sind wir beim Problem: Letztes Jahr um diese Zeit habe ich mich gefragt, ob jetzt alles einfach so weitergeht oder wieder von vorn anfängt und woran das liegt. Damals hatte ich das kollektive Gedächtnis im Verdacht, das im Grunde funktioniert wie ein Kaugummiautomat: Man dreht sich eine Kugel raus, mampft sie, bis sie fad ist, und ersetzt sie durch eine neue — ohne sich der traurigen Tatsache bewusst zu werden, dass die Kugeln, mit denen der Automat regelmäßig nachgefüllt wird, immer die gleichen sind, immer gleich schmecken und am Ende immer gleich fad sind.
So kaut man sich durch die Jahre, empört sich hier und da über skandalöse Umtriebe der Herrschenden — und dann kommt auf wundersame Weise plötzlich ein sogenanntes neues Jahr daher und löscht alles; es folgt ein kurzer Rausch der entschlossenen Erleichterung: Endlich wird alles besser, womöglich gar gut, wenn wir nur ein bisserl … na ja, weniger essen, rauchen, trinken, schwindeln und faul herumsitzen.
Zwei, drei Wochen später indes stehen plötzlich Probleme vor der Tür, mit denen niemand gerechnet hat: ein total kaputtes Krankheitssystem samt dem dafür verantwortlichen Exminister, der jetzt irgendwas mit „Klima“ macht, ebendieses „Klima“, das mit Regen, Sonne, Waldbränden und Erdbeben droht, ein „demographischer Wandel“, der angeblich die Rentenversicherung zerfrisst, die zunehmend marode und deshalb immer fanatischer beschworene „Brandmauer“ samt den sie verteidigenden „Nazi! Nazi!“-Brüllchören, der eskalierende Gewaltkarneval von „Antifa“, „Omas gegen rechts“, „Krüppeln gegen rechts“ und überhaupt allen nur denkbaren Bezeichnungen „gegen rechts“, ein fortgesetzter Wahlbetrug gegen das BSW, das als übelste Verschwörungstheorie gebrandmarkte, nun mal wieder vor der Einführung stehende digitale Zentralbankgeld samt digitaler Untertanenidentität, die sprachpolizeilichen Maßnahmen zur Durchsetzung von Doppeldenk und Neusprech, eine Bande von „Corona“-Lügnern und -Verbrechern, die immer noch in hochoffiziellen Ämtern und Instituten herumsitzen und sich beharrlich weigern, ein Geständnis abzulegen oder wenigstens mal leise um Entschuldigung zu bitten, sondern unverdrossen weiterhin steuerfinanzierte Reklame für ihre sogenannten „Impfstoffe“ machen, von denen längst bekannt ist, dass sie keinen Nutzen haben, aber enorme Schäden verursachen — und von denen noch vor vier Jahren behauptet wurde, man müsse sie sich nur ein- oder zwei- oder höchstens dreimal oder sagen wir: viermal in den Körper pieksen lassen, um sich und alle anderen zu schützen, während die Prophezeiung, die Brühe gebe es fortan jährlich, ebenfalls als „krudeste“ Verschwörungstheorie angeprangert wurde.
Hinzu kommen: der böse Russe, der sich mal wieder anschickt, Europa zu überrollen und in einen GULAG zu verwandeln, weshalb ihn EU und NATO bis 2030 endlich niederringen müssen, schlimme Querdenker, die nicht aufhören wollen, den Konsens der heiligen „Wissenschaft“ zu leugnen, grausige „Desinformationen“, mit denen finstere Ketzer die Herrschaft der EUropäischen Reichsführung untergraben, 15-Minuten-Städte mit biometrischer Gesamtüberwachung, stetig steigende Kohlensäuresteuern, Windradwahn, sinkende Löhne, steigende Preise, wachsender Reichtum, Migration, Asyl, Arbeitslosigkeit, Armut, Bildungskatastrophe und so weiter und so fort.
Und niemand merkt, dass uns diese Probleme und Popanze seit vier, fünf, zehn, dreißig Jahren, in Einzelfällen seit dem späten Mittelalter regelmäßig heimsuchen und nichts anderes sind als die erwähnten Kaugummikugeln. Man merkt noch nicht einmal, dass diese Kaugummikugeln jedes Jahr farbloser, härter und fader werden und dass es außer ihnen kaum noch etwas zu mampfen gibt.
Zum (zufällig ausgewählten) Beispiel proklamierte vor zwei Jahren die EU-Führerin Leyen, die größte Gefahr für ihre Freiheit gehe von der erwähnten „Desinformation“ aus. Heute ist das Regime, das sie aus „Digital Services Act“ und anderen autokratisch erlassenen Befehlen und Verboten geknüpft hat, fast lückenlos. Journalisten und Kritiker werden im EU-Reich in einem Ausmaß und mit einer Härte verfolgt, unterdrückt, ruiniert, beruflich wie privat vernichtet, wie man das seit 1945 nicht mehr erlebt hat. Und worüber trompetet täglich die Propaganda? Richtig: von den Gefahren der „Desinformation“ und wie unsere wohlmeinenden Herrscher unerbittlich dagegen ankämpfen. Es ist, salopp gesagt, ein Graus.
Und nun aber wirklich Schluss mit Häme, Polemik, Schimpf und Motzerei. Ich habe nämlich das Gefühl, dass dies — oder wenigstens einiges davon — im gerade begonnenen Jahr anders sein und verlaufen könnte, und als Beleg dient mir ausgerechnet die eingangs erwähnte Fernsehkatastrophe: Ich meine, dass die Leute, die uns mit all dem Schwach- und Irrsinn spätestens seit 2020 so manisch penetrieren wie Folterknechte auf einer kombinierten Überdosis von Captagon, Preludin, Ritalin, Crystal Meth und Kokain, möglicherweise den Bogen überspannt haben.
Eine echte, galoppierende Sucht hat für den Betroffenen einen großen Nachteil: Die Dosis des bevorzugten Gifts muß unablässig gesteigert werden, weil sich Körper, Geist und Seele ebenso unablässig daran gewöhnen und sonst keine Wirkung mehr eintritt. Da gibt es allerdings eine natürliche Grenze: Irgendwann ist die Dosis so hoch, dass sie nicht mehr berauscht oder benebelt, sondern den Konsumenten ganz einfach umbringt.
Das merkt man nicht gleich, sondern meistens zu spät, insbesondere bei sozusagen nichtchemischen Drogen, etwa Propaganda, Panikmache und dem karussellierenden Medientornado, mit dem wir zunehmend pausenlos agitiert, terrorisiert, mobilisiert, aufgepeitscht, verhetzt und zugleich gelähmt werden sollen.
Wer schon mal einen toten Baum über längere Zeit beobachtet hat, kennt ein ähnliches Phänomen: Das Gewächs steht, nachdem die letzte Knospe vertrocknet und der letzte Tropfen Wasser aus der fauligen Wurzel gesaugt ist, noch lange herum, scheinbar stahlhart, majestätisch und — besonders bei vollständigem Bewuchs mit Efeu — grün und bumberlgesund. Insekten, Vögel und Eichkatzerl hüpfen, hacken, bohren und werkeln frohgemut daran herum; es scheint: ein Bild des prallen Lebens. Und dann kommt aber irgendwann ein ungünstiger Windstoß, es macht „rumms“, und da liegt das Ding: bröselig, schleimig, grau und morsch wie Watte.
Und jetzt kommt mein Gefühl: Ich meine, dass sich die Raserei, mit der in dem ansonsten komplett verschwendeten Jahr 2025 all die genannten und viele weitere „Themen“ medial durchgenudelt und uns um die Ohren gehauen wurden, nicht mehr steigern lässt. Kann sein, dass ich mich da täusche, aber wiederum mag „Die 100“ als Exempel dienen: Schlimmer, dreister, dümmer und peinlicher geht es nun wirklich nicht mehr. Lauterbach, Leyen, Kallas, Spahn, Bas, Drosten, Buyx, Merz, Selenskij, Starmer, Macron, Kiesewetter, Strack-Zimmermann, Reichinnek und so gut wie alle anderen Schießbudenfiguren dieses und verwandter Regimes haben ihr Potential ausgeschöpft, mehr geht nicht.
Eine Rückkehr verbrauchter Luschen wie Scholz, Baerbock und Habeck ist ebenfalls kaum zu befürchten, zumal sich die letzteren beiden mit hilflosem Gebabbel in New York beziehungsweise einem an Peinlichkeit nicht zu überbietenden, aus Steuergeld finanzierten Huldigungskinofilm selber aus dem politischen Wartezimmer ins endgültige Off geschossen haben. Von Bill Gates hört man nicht mehr viel, seit er es sich nach den „Impf“-Opfern auch noch mit seinen Klima-Jüngern verscherzt hat. Es droht nicht mal eine Auferstehung von Klaus Schwab, weil der Urvater des „Great Reset“ ja noch am Leben ist.
Es kann daher sehr gut sein, dass man das Umkippen des toten Baums auch 2026 noch mal so lange wie möglich hinauszögern möchte. Das wird aber nicht mehr viel helfen, weil das Arsenal erschöpft ist und — wie gesagt — ein kleiner Windstoß reicht, um das Ding unwiederbringlich zu kippen. So ein toter Baum ist, wenn er mal gefallen ist, übrigens ein höchst fruchtbarer Grund für alles mögliche, was kreucht und fleucht, von Käfern, Würmern und Pilzen bis hin zum Menschen, der sich über Brennholz, Humus, Wildbienen, Schmetterlinge und Schwammerl freut. Aber daran denken wir besser hinterher. Erst mal ist es an der Zeit, das Schimpfen, Motzen, Klagen, Hinnehmen und Jammern einzustellen und tief Luft zu holen. Wegen des nötigen Windstoßes, Sie wissen schon …
Und damit wünsche ich allen Lesern ein fröhliches, aufmüpfiges, rebellisches, liebevolles und hoffentlich endlich mal wirklich neues Jahr.
Wenn der tote Baum fällt, erwacht das Leben - Belästigungen #42 von Michael Sailer
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