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Das andere Leben

Das andere Leben

Im Rubikon-Exklusivgespräch erklärt Michel Jacobi, wie er in der abgelegenen Natur der Westukraine auch zu Krisenzeiten in Freiheit lebt.

Wenn wir an die Ukraine denken, denken wir an Krieg. Michel Jacobi wohnt seit vierzehn Jahren in der Westukraine und widmet sich einem ganz anderen Thema: dem Überleben der Karpatenbüffel und anderer seltener Nutztiere sowie der alten Traditionen des Nahrungsanbaus und der Artenvielfalt in der Region Transkarpatien, in der er sich inzwischen zuhause fühlt.
 
Er lernte den regionalen Dialekt und ist fest in die kleinen Dorfgemeinschaften integriert. Natürlich ist der Krieg dort auch ein immer präsentes Thema. Jede Familie ist davon betroffen. Täglich wird darüber gesprochen, wenn die Menschen einander auf der Straße begegnen, die Arbeit niederlegen und sich Zeit nehmen für den Austausch.
 
Die Krise ist schon vor langer Zeit in die Region eingezogen. Dadurch besinnen sich die Menschen dort auf das Wesentliche im Leben: die Kernfamilie, die Großfamilie, die Dorfgemeinschaft, die Symbiose mit der Natur. Michel Jacobi möchte diese Erkenntnisse mit den Menschen aus den westlichen Ländern teilen und ruft dazu auf, gemeinsam das zu retten, was dabei ist zu verschwinden: beeindruckende Tiere, nachhaltiger Nahrungsanbau im Einklang mit der Natur und die kostbare Symbiose, die sich zwischen Natur und Menschen entfalten kann, wenn letztere lernen, sie wieder zu sehen und zu pflegen. Und vor allem die Freiheit, die er mitten in Europa mit einer solchen Lebensweise noch genießen kann.


Elisa Gratias im Gespräch mit Michel Jacobi


Quellen und Anmerkungen:

(1) https://www.rubikon.news/artikel/das-andere-leben

Weiterführende Links aus dem Gespräch:


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