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Das Imperium der Lügen

Das Imperium der Lügen

Die Wahrheit überfordert viele, so dass es die gut verpackte Unwahrheit meist leichter hat, sich im öffentlichen Raum durchzusetzen.

Die folgende Fabel beschreibt das Verhältnis von Wahrheit und Lüge sehr anschaulich:

Die nackte Wahrheit und die Lüge

Es wird erzählt, dass die Wahrheit und die Lüge sich eines Tages auf einem Weg begegneten. Die Lüge begrüßte die Wahrheit freundlich und sagte: „Welch ein wunderbarer Tag heute!“ Die Wahrheit schaute zum Himmel, denn der Tag war wirklich schön.

Die beiden begannen gemeinsam zu gehen und erreichten bald einen schönen See mit klarem Wasser. Die Lüge meinte: „Das Wasser sieht so einladend aus — lass uns zusammen baden gehen!“ Die Wahrheit war zwar vorsichtig, prüfte das Wasser und stellte fest, dass es tatsächlich angenehm war. Also zogen sie sich aus und stiegen ins Wasser.

Doch plötzlich sprang die Lüge aus dem See, griff nach den Kleidern der Wahrheit, zog sie an und lief davon. Die Wahrheit blieb nackt im Wasser zurück.

Zornig sprang die Wahrheit aus dem See und suchte überall nach der Lüge und nach ihren Kleidern. Doch die Menschen, die die nackte Wahrheit sahen, wandten ihren Blick ab — voller Scham und Abscheu, denn sie wollten keine nackte Wahrheit sehen.

Beschämt kehrte die Wahrheit zum See zurück und verschwand für immer. Sie versteckte sich in ihrem See vor den Blicken der Welt. Seit diesem Tag reist die Lüge mit den Kleidern der Wahrheit umher und wird von der Welt als Wahrheit angesehen, weil die Menschen keine nackte, unbequeme Wahrheit sehen wollen.

Die Fabel zeigt, dass Lügen oft besser „verpackt“ und leichter zugänglich sind, während die reine, unverhüllte Wahrheit für viele Menschen schwer zu akzeptieren ist. Die Lüge erscheint in der Kleidung der Wahrheit — und wird daher eher geglaubt, auch wenn sie falsch ist.

Dieses Wissen über die Menschen machen sich ruchlose Akteure zunutze, um sie für ihre oftmals menschenfeindlichen Zwecke zu missbrauchen. Das, was die meisten Menschen für die Realität und teilweise für die Wahrheit halten, ist in Wirklichkeit ein Imperium der Lügen.

Warum und wie ließ sich ein großer Teil der Menschen in der Coronakrise und aktuell in der Ukraine-Krise zu Denk- und Verhaltensweisen verführen, die nicht ihrem Ich, nicht ihrem humanistischen Gewissen entsprechen? Das autoritäre — fremdgesteuerte — Gewissen entsteht dort, wo moralische Maßstäbe von außen übernommen werden. Es ist die verinnerlichte Stimme einer Autorität — der Eltern, der Gesellschaft, der Religion oder des Staates. Gut ist, was geboten wird; schlecht ist, was verboten ist. Schuld entsteht nicht primär durch die Verletzung eigener Werte, sondern durch Ungehorsam. Das humanistische Gewissen ist keine äußere Instanz, sondern die innere Stimme des Menschen, insofern er um seine Möglichkeiten, Bedürfnisse und Grenzen weiß.

Das humanistische Gewissen fragt nicht wie das autoritäre Gewissen: „Was darf ich?“ oder „Was wird von mir verlangt?“, sondern: „Was entspricht meinem Menschsein?“

Schuld entsteht hier nicht aus Regelbruch, sondern aus Selbstverfehlung — aus dem Zurückbleiben hinter den eigenen Möglichkeiten zu Liebe, Verantwortung und produktivem Leben. Die Mutation des humanistischen Gewissens vieler Menschen zu einem autoritären Gewissen ist einer der Hauptgründe für den massiven Werteverfall unserer Gesellschaft und des damit verbundenen Chaos in der Welt.

Dieser Beitrag soll aufzeigen, welche Mechanismen aktiviert werden, um Menschen Lügen als Wahrheit zu verkaufen und Wahrheit als Lüge zu diffamieren — wie es in der Corona-Plandemie praktiziert wurde und in anderen inszenierten Krisen wie der Kriegsverlängerung in der Ukraine, dem menschengemachten Klimawandel und so weiter immer noch wird. Was geht dabei in einem Individuum und zwischen Individuen vor, wenn sie von machtbesessenen Entscheidern aufs Kreuz gelegt werden? Ziel dieses Artikels ist es, einen Beitrag zur Aufklärung interessierter Menschen über Mechanismen der Manipulation zu leisten und sie zum Selbstdenken anzuregen. Die Gefahr, Opfer von Manipulationen zu werden, sinkt meines Erachtens dadurch erheblich.

Hannah Arendt hat diesen Vorgang des „Denken-Anfangens“ einmal wie folgt beschrieben:

„Niemand, dem du beibringst, zu denken, kann danach wieder so gehorchen wie zuvor. Nicht aus rebellischem Geist heraus, sondern wegen der Angewohnheit, im Zweifel alle Dinge zu prüfen.“

Die aus den Vorgehens- und Verhaltensweisen erkennbare Intention der Politiker weltweit, die sich in Coronazeiten, in der Ukrainekrise und in Fragen des Klimawandels offensichtlich gegen das Wohlergehen der Bevölkerung richtete und richtet, hätte für einen „normal“ denkenden Menschen eigentlich auf der Hand liegen müssen. Da jedoch die gewissen- und hemmungslosen Absichten der Entscheider selbst von intelligenten Menschen nicht durchschaut werden, befinden sich viele Betroffene vermutlich in einer Art Dämmerzustand, der durch entsprechende Manipulation bewusst und geschickt herbeigeführt wurde.

Wie lässt sich dieses Phänomen erklären?

Verdrehung des Denk- und Bewertungsrahmens

Die Frage ist, wie es den Eliten und ihren politischen, medialen sowie wissenschaftlichen Handlangern immer wieder gelingt, die Meinungen in den Köpfen der Menschen in Richtung „Notwendigkeit der Coronaimpfung“, „Kriegstüchtigkeit“, „menschengemachter Klimawandel“ und dergleichen zu drehen. Professor Rainer Mausfeld beschreibt dieses Phänomen in seinem 2023 erschienenen Buch „Hybris und Nemesis“ wie folgt:

„Das natürliche sittliche Empfinden von Menschen zum Schweigen zu bringen, erfordert erhebliche Angriffe auf das menschliche Bewusstsein. Wer jedoch über die nötigen medialen Mittel verfügt, kann dies — zumindest zeitlich begrenzt und vor allem in Situationen, die für die Stabilität herrschender Machtverhältnisse kritisch sind — auf relativ einfachen Wegen bewerkstelligen. Auf der Grundlage einer Verdrehung des gesamten Denk- und Bewertungsrahmens lässt sich nach Belieben Schwarz zu Weiß und Weiß zu Schwarz machen. Ist erst das gesamte Interpretationssystem verdreht, kann man eine Tat oder einen Sachverhalt leicht als moralisch „gut“ oder aber als „böse“ erscheinen lassen. So lassen sich Menschen daran gewöhnen, dass es zwei Kategorien von Staatsverbrechen geben kann, nämlich solche, die keine sind, sondern moralisch gerechtfertigte Taten, und solche, die auf das Schärfste zu verurteilen sind. Sie lassen sich daran gewöhnen, dass moralisch verwerfliche Taten wie beispielsweise Folter, Drohnenmorde, Bombardierungen ziviler Infrastruktur oder die Verwendung von geächteten Streubomben und Uranmunition moralisch gerechtfertigt sein können, solange sie nur von den „Richtigen“ begangen werden.“

Phänomen der Massenbildung / Massenpsychose

Während der Corona-Plandemie fragte ich mich immer wieder, wie es möglich ist, dass selbst meine intelligenten Freunde diese Schmierenkomödie nicht durchschauen. Es lagen doch jede Menge Fakten von seriösen Wissenschaftlern und Ärzten auf der Hand, die schon damals kaum widerlegbar waren und eindeutig zu sein schienen. Diese Fakten wurden jedoch von den Leitmedien — wenn überhaupt — mit ein, zwei Sätzen erwähnt und die dahinterstehenden Personen diffamiert, diskreditiert und etikettiert.

Aber gerade deswegen hätte doch einem halbwegs intelligenten Menschen dämmern müssen, dass dieses ganze Narrativ gewaltig stinkt! Wenn in einer angeblichen Demokratie Meinungspluralismus kein Thema mehr ist, müssten doch alle Alarmglocken läuten, oder? Dann würden doch normal intelligente Menschen in alternativen Medien nach entsprechenden Informationen suchen — dachte ich. Es geht ja immerhin um Leib und Leben — dachte ich. Weit gefehlt!

Im Supermarkt kaufen die Menschen keinen genmanipulierten Mais ein, sich selbst und ihre Kinder ließen sie jedoch ohne weitere Nachforschungen — im Vertrauen auf die Politiker, die „Wissenschaftler“ und die „Qualitätsmedien“ — genmanipulieren. Auch heute noch ist diese fremdgesteuerte Verhaltensweise für mich unfassbar!

Viele meiner Freunde — zu einigen habe ich seit Corona leider keinen Kontakt mehr — bestätigten sich gegenseitig in dem Glauben, es entwickle sich etwas Lebensbedrohliches . Viele von ihnen saßen gebannt von 20.00 bis 20.15 Uhr beim betreuten Denken vor dem Fernseher, um sich von Untergangspredigern wie Drosten, Wieler, Lauterbach, Spahn und vielen mehr sowie natürlich auch von ausländischen Demagogen Angst machen zu lassen. Die Herde sog alles auf, was ihr die Manipulatoren zum Fraß vorwarfen. Tausende Tote, wohin man auch schaute!?! Aber die Denkbetreuten hatten Glück: In ihrem Bekanntenkreis hatte es noch keinen erwischt, was auch größtenteils bis heute so bleiben sollte. Na sowas! Dafür kennen sehr viele Menschen mittlerweile Bekannte, die „plötzlich und unerwartet“ kurz nach der Impfung verstarben.

Wirklich aufgewacht sind einige von diesen „Fremdgesteuerten“ leider immer noch nicht. Da wird lieber äußerst fragwürdigen, bei normalem Nachdenken nicht haltbaren Argumenten geglaubt, anstatt das Naheliegende zu erkennen. Die Impf-Narrativ-Unterstützer kamen dann mit Hitzewellen, hoher Bevölkerungsdichte und ähnlichem fadenscheinigen Schwachsinn daher, um die Übersterblichkeit der Jahre 2021 und 2022 zu begründen. Island beispielsweise hat eine der höchsten Übersterblichkeitsraten und Impfquoten. Soweit ich das im Erdkundeunterricht richtig verstanden habe, herrschen in Island keine tropischen Temperaturen, und die Bevölkerungsdichte liegt bei 3,5 Einwohnern pro Quadratkilometer (in Deutschland 233 Einwohner pro Quadratkilometer). Temperaturen von 15 Grad Celsius werden in Island selten überschritten. Auch waren die Sommer 2021 und 2022 in Deutschland nicht heißer als zuvor. Doch die Herde schluckt unreflektiert die Aussagen, „Empfehlungen“, „Wahrheiten“, Aufforderungen und Anweisungen ihrer vermeintlichen Retter.

„Millionen Fliegen können ja nicht irren!“ Was viele Menschen tun und/oder billigen, gilt für Herdentiere als Beweis für die Richtigkeit ihres Handelns.

Sie folgen einer vermeintlichen Schwarmintelligenz. Der Schwarm, die Masse, ist jedoch in der Regel einfältig und nicht intelligent — wie die Geschichte immer wieder zeigt. Die Herde glaubt bevorzugt an einfache Lösungen für komplexe Sachverhalte. „Mit zwei Pieks ist alles vorbei…“ Für manche Menschen war tatsächlich alles vorbei.

Für komplexe Probleme gibt es jedoch keine einfachen Erklärungen. Gustave le Bon, der sich vor einem guten Jahrhundert intensiv mit dem Phänomen Massenbildung beschäftigte, fasste diese Dynamik in folgende Worte:

„Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen missfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr; wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.“

Ein weiteres Beispiel: Sechs Mann in einem kleinen Boot transportieren Unmengen von Sprengstoff, verfügen über ein Spezialtraining und spezielles Equipment, tauchen 90 Meter tief, um eine Tonne Sprengstoff an zwei Pipelines anzubringen, jagen Nord Stream 1 und 2 in die Luft — und vergessen dann ihre Ausweise an Bord. Hahaha, selten so gelacht!

Es gibt unzählige und herrliche Beispiele für den „Social Proof“ (= sozialer Beweis: es handelt sich hierbei um ein psychologisches und soziales Phänomen, bei dem Menschen die Handlungen anderer kopieren).

Nehmen wir mal die Angst vor Terroranschlägen, obwohl die Gefahr im Straßenverkehr zu sterben, um ein Tausendfaches höher ist; und natürlich die Angst vor dem bösen Corona-Virus, das sich bekanntlich gar nicht als so böse herausgestellt hat; oder auch die Angst vor dem bösen Russen, der 2029 vor den Toren eines NATO-Landes stehen könnte. Was für ein Schwachsinn!

Ja, Angst steckt an, und die aufgeschreckte Herde blökt dann hilflos in der Gegend umher, wartend auf den Retter, nicht wissend, dass dieser Retter die vorausgehende Krise oftmals selbst inszeniert hat.

Wie dem auch sei: Die Eliten und ihre politischen, wissenschaftlichen und medialen Prostituierten haben es jedenfalls bei den letzten Krisen durch gezielte Angsterzeugung verstanden, die große Masse via Herdentrieb in die gewünschte Richtung zu dirigieren.

Die Geschichte zeigt, dass die Herdentiere meist nicht recht behielten, sondern jene Menschen, die sich trotz „schockierender“ Ereignisse wie dem 11.September 2001, Corona, dem Ukraine-Konflikt und vielen weiteren nicht den Kopf verdrehen ließen und klar — und vor allem selbst — dachten. Sie entschieden bei klarem Bewusstsein, was zu tun ist, und ließen die aufkommenden Gedanken und Gefühle vorbeiziehen. Bei den „Fremdgesteuerten“ dagegen nisteten sich diese von den Manipulatoren erzeugten Gefühle und Gedanken als vermeintlich unverrückbare Tatsachen in ihren Gehirnen und Herzen ein. Denken Sie nur an den Kanon der „Pandemie der Ungeimpften“, in den große Teile der Bevölkerung ohne nachzudenken einstimmten. Der Herdentrieb wird und wurde von den Manipulatoren seit jeher schamlos ausgenutzt.

Ein großer Teil der Menschen lebt lieber mit einer bequemen Lüge, anstatt sein bisheriges Weltbild zu hinterfragen. Allerdings ist die momentane politische Realität so widerwärtig und teuflisch, dass manche Bürger vielleicht gar nicht wissen möchten, was wirklich geschieht. Dennoch scheint diesen sicherlich braven Leuten nicht bewusst zu sein, dass sie sich mit ihrer Passivität den vermeintlich sicheren Ast, auf dem sie sitzen, absägen. Ihre Bequemlichkeit, Angst, Staatshörigkeit und zum Teil auch Einfältigkeit führen möglicherweise zu einer nicht gerade rosigen eigenen Zukunft — und der ihrer Kinder.

Ich frage mich mittlerweile, ob die Herde unwillig oder unfähig ist, selbst zu denken, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Vielleicht auch beides.

Mögliche Ursachen für Massenbildung / Massenpsychose

Wollen wir dieses Phänomen einmal aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten: Was sind die psychologischen und soziologischen Ursachen für dieses sonderbar anmutende Verhalten vieler fremdgesteuerter Menschen? Warum haben viele Menschen trotz der offensichtlichen Ungefährlichkeit des Virus, trotz der augenscheinlichen Unwirksamkeit der Coronamaßnahmen und trotz offen zu Tage tretender schwerer Menschenrechtsverletzungen nicht erkannt — oder erkennen wollen —, was um sie herum geschehen ist?

Sie ließen sich erneut impfen, obwohl sie wussten — oder wissen sollten —, dass die Impfung sie, wenn überhaupt, nur vorübergehend schützt. Sie zogen ihre Masken auf, obwohl sie nachweislich kaum etwas bringen und gesundheitsschädlich sind. In ihrer Verbohrtheit ließen sie sogar ihre Kinder impfen, obwohl einige von ihnen wussten, dass schon einige Kinder durch die Impfung zu Schaden gekommen sind, während noch kein gesundes Kind durch Corona zu Tode gekommen ist.

Sie schimpften — und Schlimmeres — auf Demonstranten, die keine Lust auf faschistische, sowjetische oder DDR-Verhältnisse hatten, die letztlich auch für sie, die Ewiggestrigen, auf die Straße gingen, damit historische Gräueltaten und massive Freiheitbeschränkungen sich nicht wiederholen. Sie dämonisierten und ächteten die Menschen, die für ihre Freiheit und die aller anderen demonstrierten und sich dem totalitär werdenden Regime widersetzten.

Normopathie

„Normopathie“ ist ein aus der Psychoanalyse und Psychiatrie stammender Begriff. Der deutsche Psychiater und Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz definiert Normopathie wie folgt:

„Mit „Normopathie“ ist eine Anpassung einer Mehrheit von Menschen einer Gesellschaft an eine Fehlentwicklung, an pathogenes psychosoziales Verhalten gemeint, dessen Störung nicht mehr erkannt und akzeptiert wird, weil eine Mehrheit so denkt und handelt. Und was die Mehrheit vertritt, kann ja nicht falsch sein — so beruhigt jeder sein Gewissen durch Autosuggestion und lässt sich zur Anpassung manipulieren. Die große Fähigkeit des Menschen zur Anpassung wird praktisch pervertiert zur Anpassung an kranke gesellschaftliche Verhältnisse. Das wird unterstützt durch das psychosoziale Grundbedürfnis des Menschen, unbedingt ‚dazugehören‘ zu wollen (zu einer Partnerschaft, Familie, Freundes-Gruppe, Verein, Partei, Religion, Nation usw.), um im zugehörigen sozialen Milieu auch entsprechend verstanden und bestätigt zu werden, auch Erfolg zu haben und auf keinen Fall abgelehnt, beschämt, ausgegrenzt und verfolgt zu werden. Eine Normopathie erklärt das pathologische Mitläufersyndrom, wenn eine Mehrheit begeistert in den Krieg zieht, sich als Herrenrasse wähnt, Völkervernichtung zustimmt, Andersdenkende verfolgt, Ideologie über die Realität stellt und im narzisstischen Größenwahn lebt“ (1).

Nun, besser als Herr Maaz kann man die Verhaltensweisen der Massen in Coronazeiten und aktuell im Ukraine-Konflikt wohl kaum beschreiben. Auch das von mir öfter angesprochene „Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit“ dürfte wohl zu einem großen Teil auf Normopathie zurückzuführen sein. Hier der Link zu diesem Beitrag: Das Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit rückt uns einer Katastrophe immer näher.

Psychologisches Konzept der „Massenbildung“

Mattias Desmet, Professor für klinische Psychologie an der Uni Gent in Belgien, bezeichnet das Phänomen, das große Gruppen von Menschen dazu bringt, sich zusammenzuschließen, um einen gemeinsamen Feind zu bekämpfen, ohne sich um den Verlust individueller Rechte, Privilegien, und sogar des Wohlbefindens zu kümmern, als psychologisches Konzept der „Massenbildung“, als eine Art weitreichende Hypnose.

Er meint, eine historische Analyse zeige, dass eine solche Massenbildung der erste Schritt zum Totalitarismus und zur Begehung von Gräueltaten im Namen des kollektiven Wohls sein kann.

„Diejenigen, die dich dazu bringen können, an das Unwahrscheinliche zu glauben, sind auch in der Lage, dich zu Gräueltaten zu überreden“, erkannte bereits Voltaire vor knapp 300 Jahren.

Bei der „Massenbildung“ handle es sich um eine Art hypnotischen Zustand, in dem Menschen auf der ganzen Welt ihre Einsamkeit, ihre Frustrationen, ihre „freischwebenden Ängste“ und ihre Unzufriedenheit mit Jobs und Lebensstilen, die sie als bedeutungslos erachteten, auf das von den Konzernmedien, Regierungsvertretern und globalen Eliten verbreitete Corona-Narrativ abladen konnten.

Desmet legt dar, dass das Corona-Narrativ Millionen unzufriedenen Modernen einen identifizierbaren Feind präsentierte,, einen Schlachtplan zu seiner Bekämpfung, Kameradschaft mit anderen „Soldaten“ und etwas, für das sie sogar ihre grundlegendsten Rechte und Freiheiten angeblich für das Gemeinwohl opfern, was „zu einer Art geistigem Rausch der Verbundenheit führt, was der eigentliche Grund dafür ist, warum die Menschen weiterhin in das Narrativ einsteigen, selbst wenn es völlig absurd oder offenkundig falsch ist“ (2).

Die Wahrheit ist der natürliche Todfeind der Lüge. Die Manipulierer wissen genau, dass sie lügen. Deshalb schüren sie gnadenlos den Hass auf alle, die den Mut haben, die Wahrheit zu sagen.

Alexander Solschenizyn schrieb:

„Wir wissen, sie lügen.
Sie wissen, sie lügen.
Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen.
Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen.
Und trotzdem lügen sie weiter.“

„Lügen erscheinen dem Verstand häufig viel einleuchtender und anziehender als die Wahrheit, weil der Lügner den großen Vorteil hat, im Voraus zu wissen, was das Publikum zu hören wünscht“ (Hannah Arendt).

Der Verstand mancher Menschen reicht zuweilen kaum über die Ausführung einer Aufgabe oder eines Befehls hinaus. Derartig gestrickte Menschen sind unfähig für die Übernahme von Eigenverantwortung und somit für die Freiheit.

Sie sehnen sich geradezu danach, sich zu unterordnen, ja sie betteln darum. Demagogen wissen, dass Menschen „kleinen“ Kalibers die gefährlichsten Waffen sind, und instrumentalisieren sie, indem sie sie gegen Andersdenkende aufhetzen, um ihre menschenverachtenden Ziele gnadenlos durchzusetzen.

„Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen“ (George Orwell).

Dystopisten wie George Orwell oder Aldous Huxley hatten die unheimliche Gabe, zukünftige Entwicklungen präzise vorauszusehen. Heute ist unsere Realität den Beschreibungen in den Büchern dieser Autoren erschreckend nahegekommen.

Das indoktrinierte Gehirn

Dr. med. Michael Nehls veröffentlichte im August 2023 das äußerst bemerkenswerte Buch „Das indoktrinierte Gehirn“.

Im Kapitel zur „Umprogrammierung des Gehirns“ beschreibt Michael Nehls Indoktrination nicht primär als rhetorisches oder ideologisches Phänomen, sondern als neurobiologischen Prozess. Seine zentrale These lautet: Dauerstress, Angst und soziale Verunsicherung verändern die Funktionsweise des Gehirns derart, dass kritisches Denken geschwächt und Konformität gefördert wird. Nehls kommt zu folgenden Erkenntnissen:

1. Stress und Angst als neurobiologischer Hebel

Nehls argumentiert, dass anhaltende Angstzustände das Stresssystem (HPA-Achse, Cortisol) dauerhaft aktivieren. Dies habe zwei Folgen:

  • Der präfrontale Cortex — zuständig für Reflexion, Abwägung und Selbstkontrolle — werde funktionell gehemmt.
  • Das limbische System, insbesondere angst- und impulsbezogene Schaltkreise, gewinne Dominanz.

Das Gehirn schalte so von denkender Verarbeitung auf reaktive Verarbeitung um. Und was gibt es Schöneres für die Macht- und Besitzeliten sowie ihre politischen und medialen Handlanger als nurmehr reagierende Schafe zu haben?

2. Gedächtnisverschiebung statt Erkenntnis

Ein zentraler Punkt ist für Nehls der Hippocampus, der für Lernen, Kontextualisierung und Langzeitgedächtnis wichtig ist. Chronischer Stress

  • behindere die Neubildung von Nervenzellen (Neurogenese),
  • erschwere das Einordnen neuer Informationen,
  • fördere das bloße Abspeichern emotional gefärbter Narrative statt kritischer Bewertung.

Informationen würden „geglaubt“, nicht verstanden.

In der Stresserzeugung durch ständig neu inszenierte Krisen sind die aktuellen Peiniger der Menschheit richtig gut!

3. Wiederholung ersetzt Überzeugung

Indoktrination funktioniere weniger über Argumente als über ständige Wiederholung unter emotionalem Druck. Das Gehirn lerne nicht durch Wahrheit, sondern durch Vertrautheit. Was oft gehört wird, fühlt sich richtig an, selbst wenn es logisch nie geprüft wurde.

Erinnern Sie sich an die Coronazeit, als Sie den Fernseher einschalteten? Auf vielen Sendern immer wieder die Gefährlichkeit von Corona, unterlegt mit nicht evidenzbasierten Zahlen und natürlich die Rettung aus dieser angeblich menschheitsvernichtenden Krise: die Impfung — am besten verpflichtend für alle! Hut ab vor allen Menschen, die sich dennoch nicht einlullen ließen. Sie sind die wahren Helden unserer Gesellschaft.

4. Soziale Angst als Verstärker

Besonders wirksam sei Indoktrination, wenn sie mit Angst vor sozialer Ausgrenzung gekoppelt werde. Das Gehirn sei evolutionär darauf ausgerichtet, Zugehörigkeit zu sichern. Abweichendes Denken werde daher als Risiko erlebt und unbewusst vermieden.

Deswegen auch die Ausgrenzung Ungeimpfter vom sozialen Leben durch Maßnahmen wie 2G, 3G und deren öffentliche Verunglimpfung durch Parolen wie „Pandemie der Ungeimpften“ und dergleichen. Am besten gar nicht reden oder auseinandersetzen mit den Ungeimpften, diesem asozialen Gesocks, nicht dass man sich durch eventuelle „Gedankenverirrungen“ schuldig macht im Sinne der Corona-Anklage, nicht wahr? George Orwell lässt grüßen! Wer immer noch glaubt, in Coronazeiten ging alles mit rechten Dingen zu, dem ist nicht mehr zu helfen.

5. Ergebnis: Anpassung statt Autonomie

Das Resultat beschreibt Nehls als einen Zustand, in dem Menschen

  • Sicherheit über Wahrheit stellen,
  • Autorität über eigene Urteilsbildung,
  • emotionale Entlastung über kognitive Anstrengung.

Nicht „Überzeugung“, sondern neurologische Anpassung sei das Ziel dieses Prozesses, meint Dr. Nehls.

Der Meinung bin ich ebenfalls, auch wenn ich nur ein Laie auf diesem Gebiet bin. Zumindest spricht das Verhalten vieler Personen in meinem Umkreis, die während der Coronazeit eine wundersame, mir damals unerklärliche Wandlung durchliefen, dafür, dass Prozesse im Gehirn in der von Dr. Michael Nehls beschriebenen Weise so oder sehr ähnlich ablaufen.

Fazit

Nach Nehls wirkt Indoktrination, indem Angst das Gehirn in einen permanenten Stressmodus versetzt, der kritisches Denken dämpft, emotionale Narrative bevorzugt und Konformität neurobiologisch belohnt. Das Gehirn wird nicht überzeugt, sondern systematisch umtrainiert.

Je absurder die Lügen der Manipulatoren sind, desto leichter werden sie von der Herde geglaubt. Das Gehirn passt sich den Lügen der Sender an.

Wahrheiten werden als solche nicht mehr erkannt — was gerade Politikern sehr gelegen kommt. Die ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn und Karl Lauterbach haben auch öffentlich bekundet, dass Wahrheit in der Politik oft fehl am Platz sei. Wörtlich sagte Lauterbach:

„Die Wahrheit führt in vielen Fällen zum politischen Tod.“

Das Schlimme daran ist, dass er damit auch noch recht hat, da den meisten Menschen eine bequeme Lüge lieber ist als die nackte Wahrheit. Aber sollte uns das nicht zu denken geben?

Das ständige Lügen von Entscheidern kann auch dazu führen, dass man überhaupt nichts mehr glaubt. Hannah Arendt hat diesen Umstand wie folgt ausgedrückt:

„Wo alle immerzu lügen, ist die Folge nicht, dass man den Lügen glaubt, sondern dass man überhaupt nichts mehr glaubt.“

Politiker lügen auch deswegen oft wie gedruckt, um uns unserer Orientierung zu berauben. Hannah Arendt hat dazu Folgendes bemerkt:

„Die beständige Ersetzung der Tatsachenwahrheit durch Lügen führt nicht dazu, dass die Lüge als Wahrheit gilt, sondern dazu, dass der Sinn zerstört wird, mit dem wir uns in der Wirklichkeit orientieren.“


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Quellen und Anmerkungen:

(1) https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/anpassung_an_kranke_gesellschaftliche_verhaeltnisse?nav_id=7095#:~:text=Maaz%3A%20Mit%20%E2%80%9ENormopathie%E2%80%9C%20ist,Mehrheit%20so%20denkt%20und%20handelt
(2) Video: https://guestpost.easybranches.com/amp/12353936; Quelle für die schriftliche Kurzfassunhttps://www.freiewelt.net/nachricht/klinischer-psychologe-warnt-vor-totalitarismus-und-graeueltaten-der-corona-manie-10087330)

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