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Die 97-Prozent-Lüge

Die 97-Prozent-Lüge

Die Annahme, dass die allermeisten Wissenschaftler die Klimaveränderung für menschengemacht halten, basiert auf einer falsch interpretierten Studie.

Die Quelle dieser Behauptung ist die Metastudie (1) von John Cook et al. (2). Ihre Überprüfung, durch Markus Fiedler hat gezeigt, dass die 97-Prozent-Behauptung völlig falsch ist (3). Tatsächlich vertraten in den von Cook ausgewerteten Studien nur 0,54 Prozent die Meinung, dass der Mensch zu 50 Prozent oder mehr den Klimawandel verursacht.

Trotzdem verkaufen die Leitmedien und Politiker seit Jahren die 97-prozentige Einigkeit als alternativlose Wahrheit.

„Was aus der Metastudie in den Mainstreammedien gemacht wurde und immer noch gemacht wird, sind Betrug und absichtliche Täuschungen der Öffentlichkeit“ (3).

In ihrer Metastudie haben Cook und seine Mitautoren 11.944 Forschungsarbeiten zu den Themen Klima und Umwelt daraufhin untersucht, ob die Autoren die Menschheit als hauptsächlichen Verursacher des Klimawandels ansehen oder nicht. Dafür werteten sie für jeden Artikel die Zusammenfassung aus. Wie war es möglich, das Ergebnis derart zu verfälschen? Das hat offenbar bereits damit begonnen, dass die Kategorien für die Auswertung in der Metastudie nicht vorab festgelegt, sondern erst anhand der Rohdaten angepasst wurden. Dieses Vorgehen ist unwissenschaftlich.

Zur Bewertung der Forschungsarbeiten haben Cook und seine Mitautoren sieben Kategorien „erfunden“, in die sie die knapp 12.000 Arbeiten einsortiert haben:

  • Kategorie 1: 0,54 Prozent äußern sich explizit zum menschengemachten Klimawandel und ordnen dem Menschen mehr als 50 Prozent Anteil zu,
  • Kategorie 2: 7,72 Prozent äußern sich explizit zum menschengemachten Klimawandel, jedoch quantifizieren oder minimieren sie dessen Anteil nicht,
  • Kategorie 3: 24,36 Prozent äußern sich implizit zum menschengemachten Klimawandel, zum Beispiel durch Erwähnung desselben,
  • Kategorie 4: 66,73 Prozent nehmen keine Position ein,
  • Kategorie 5: 0,45 Prozent minimieren oder lehnen den menschengemachten Klimawandel implizit ab,
  • Kategorie 6: 0,13 Prozent minimieren oder lehnen den menschengemachten Klimawandel explizit ab, quantifizieren ihn aber nicht,
  • Kategorie 7: 0,08 Prozent lehnen den menschengemachten Klimawandel ab und behaupten, der menschliche Anteil liegt unter 50 Prozent.

Hier beginnen schon die Tricks: In Cooks Metastudie werden die Anteile der Kategorien 1 bis 3 nicht explizit aufgeführt, sondern nur ihre Summe von 32,6 Prozent. Der Anteil von 0,54 Prozent derer, die an mehr als 50 Prozent Beitrag der Menschen glauben, kommt bei Cook (2) nicht vor, weder als Tabellenwert noch im Text. Die einzelnen Anteile in der obigen Tabelle habe ich aus Fiedler (3) übernommen.

Zurück zu den Kategorien: Man sieht sofort, dass es im Hinblick auf die Klassifikation „mehr oder weniger als 50 Prozent Einfluss“ nur drei Kategorien geben dürfte:

  • Kategorie 1: 0,54 Prozent äußern, die Menschen sind zu 50 Prozent oder mehr verantwortlich.
  • Kategorie 2 bis 6: 98,8 Prozent machen keine quantitative Angabe über den menschlichen Einfluss.
  • Kategorie 7: 0,66 Prozent meinen, die Menschen sind zu weniger als 50 Prozent verantwortlich.

Aus den von Cook et al. vorgelegten Ergebnissen ergibt sich also nicht, dass 97 Prozent der Arbeiten aussagen, die Menschen hätten den Klimawandel zu mehr als 50 Prozent verursacht, sondern es sind lediglich 0,54 Prozent.

Oder anders herum formuliert: 99,46 Prozent der befragten Wissenschaftler bezweifelten oder machten keine Angabe dazu, ob der Mensch der Hauptverursacher des Klimawandels ist.

Wie kommt Cook auf „seine“ 97 Prozent? Er hat als erstes die Arbeiten der Kategorie 4 weggelassen („keine Aussage“), dann die Kategorien 1 bis 3 fälschlich als Kategorie „mehr als 50 Prozent“ deklariert und schließlich die Arbeiten der Kategorien 5 bis 7 abgezogen. Aus dem Anteil der Studien 5 bis 7 (0,66) geteilt durch den Anteil der Studien 1 bis 3 (32,6) ergibt sich dann das ideologisch erwünschte Ergebnis von knapp 98 Prozent. Schritt 1 und 2 des Vorgehens sind wissenschaftlich definitiv unzulässig.

„Vor allem die vollkommen unbestimmten Äußerungen aus Kategorie 3 zum Klimawandel und die stark variierenden Meinungen aus Kategorie 2 zum menschlichen Anteil am Klimawandel — von viel bis wenig — wurden hier einfach mit denen zusammengefügt, die sich sicher sind über den überwiegenden Anteil des Menschen am Klimawandel“ (3).

Von den Leitmedien und der Politik wird dieses manipulierte Ergebnis dann noch vergröbert zu der Behauptung, dass 97 Prozent der Wissenschaftler einen wesentlichen Einfluss der Menschen auf die Klimaerwärmung sehen.

Es gibt noch weitere Mauscheleien bei der Zuordnung der Arbeiten zu den Kategorien (3). Diese fallen aber im Vergleich zu den groben Verfälschungen bei der Erzeugung der 97-Prozent-Behauptung wahrscheinlich nicht ins Gewicht.

Auch diese extreme Desinformation zum Klima ist ein Beispiel dafür, dass man in der Wissenschaft nicht demokratisch darüber abstimmen kann, ob eine bestimmte Behauptung stimmt oder nicht: In der Wissenschaft zählt nur, ob eine Behauptung nachweislich falsch oder richtig ist.

Dafür muss die Behauptung aber verifiziert oder falsifiziert werden, so Karl Popper. Ein einziges gültiges Gegenbeispiel kann eine ganze Theorie zu Fall bringen.


Anmerkungen und Quellen
(1) Eine Metastudie ist eine Studie, die die Ergebnisse anderer Studien untersucht und bewertet.
(2) John Cook et al.: Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the scientific literature; ENVIRONMENTAL RESEARCH LETTERS 8 (2013), https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/8/2/024024
(3) Markus Fiedler 2020, https://www.anti-spiegel.ru/2020/klimawandel-die-97-einigkeit-unter-wissenschaftlern-die-es-nie-gegeben-hat/


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