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Geboren um zu leben

Geboren um zu leben

Das Wunder der Schöpfung ist bei Kindern besonders eindrücklich zu beobachten — umso bedrückender ist die von Menschenhand vorangetriebene Zerstörung ebendieser Schöpfung.

Kleine Kinder können mich verzaubern, vor allem wenn sie erst wenige Monate alt sind. Es ist wundervoll, wenn die Kleinen auf den Blödsinn, den man veranstaltet, mit einem Lachen reagieren. Nicht minder faszinierend ist es, Kindern, die schon etwas größer sind, bei ihrem Tun zuzuschauen.

Kürzlich war ich mit der sechsjährigen Emma unterwegs. Es war bezaubernd, wie sie zwischen Wasserfontänen umhertanzte, die aus dem Pflaster eines Marktplatzes hervorsprudelten. Nicht minder berührend war es, dem vierjährigen Max zuzuschauen. Er machte sich mit seiner Schaufel an einem Sandhaufen zu schaffen und erschuf auf diese Weise seine eigene Bergwelt. Der achtjährigen Hanna habe ich zugeschaut, während sie ein Bild malte, das ich ihr in ihrem Alter nicht zugetraut hätte. Es wirkte auf mich, als wären die Kinder bei ihrem Tun in ihre eigene Welt eingetaucht. Mit Eifer waren sie dabei, sich ihren Lebensweg zu erschließen, wahrlich keine einfache Aufgabe in unserer heutigen Zeit.

Etwas muss sie antreiben. Offenbar sind sie geboren, um nicht nur physisch zu wachsen, sondern auch persönlich. Alsbald wollen sie sich einbringen in die Menschengemeinschaft. Und glücklich wollen sie natürlich auch sein.

Was Kinder tun, das tun sie auf der Grundlage der Gaben, die ihnen bei ihrer Geburt mit auf den Weg gegeben wurden. Später schauen sie sich von anderen Menschen ab, was sie für sich als wichtig ansehen.

Der Plan des Lebens

Es ist ein genialer Plan, der der Menschheit mitgegeben wurde. Mit einer befruchteten Eizelle beginnt es. Aus ihr entwickelt sich ein komplexer Organismus. Der funktioniert in der Regel viele Jahrzehnte, und das sehr zuverlässig. Anspruchsvolle Fähigkeiten werden auf dieser Grundlage ausgeprägt, das Sehen, das Hören, das Laufen, das Sprechen, das Schreiben, das Rechnen und vieles mehr. Zu denken wird möglich und zu empfinden.

Die Kinderjahre vergehen schnell. Es folgt die Jugendzeit. Immer wieder probiert er sich aus, der junge Mensch. Er macht Erfahrungen und lernt hinzu. Traurige und glückliche Momente wechseln sich ab. Der eigene Erfahrungsschatz und das Kompetenzspektrum wachsen immer weiter. Alsbald ist der junge Mensch erwachsen. Und wahrscheinlich bekommt er irgendwann eigene Kinder. Und wieder beginnt ein neues Menschenleben zu erblühen.

Faszination Leben

Unterdessen erschafft der gereifte Mensch wundervolle Kunstwerke, er komponiert Symphonien, er erbaut beeindruckende Bauwerke, oder er erschließt sich andere Möglichkeiten der Selbstverwirklichung.

Nicht nur das von Menschen Geschaffene vermag uns Erdenbürger in unseren Bann zu ziehen. Eindrucksvolle Gebirge, zauberhafte Strände und die nicht minder eindrucksvolle Tier- und Pflanzenwelt sind genauso faszinierend.

Unsere Welt ist voller unzähliger Kostbarkeiten. Und unsere Fähigkeiten haben uns hierfür verantwortlich gemacht. Wir vermögen all das zu bewahren. Wir sind aber auch fähig, all das zu zerstören.

Stopp dem Wahnsinn

Der Aufgabe, unseren Planeten mit allem, was auf ihm existiert, zu bewahren, scheinen wir nicht gewachsen. Die Meere werden zunehmend vermüllt, Landschaften verseucht und Regenwälder rücksichtslos abgeholzt. Die Schäden sind unermesslich und die Folgen unübersehbar. Sogar Lebewesen der eigenen Gattung bringt er um, der Mensch.

Viel zu viele Menschen auf unserem so faszinierenden Planeten müssen Jahr für Jahr in Kriegen einen sinnlosen Tod sterben. All das geschieht, weil ein kleiner Teil der Menschheit gnadenlos nach immer mehr Macht und immer mehr Reichtum strebt und die übergroße Menschheitsgemeinschaft nicht vermag, den Entwicklungen eine menschenwürdige Richtung zu geben.

Bis die Lebensbedingungen auf unserem Planeten kippen und die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstört sind, mag es noch Jahrzehnte dauern. Doch wenn die Mächtigen und Superreichen weiter so agieren wie gegenwärtig, wird all der Erdenzauber viel schneller untergegangen sein.

Der Wahnsinn bei alledem: Auch für die Mächtigen und Reichen wird es keine lebenswerte Welt mehr geben, wenn die zugespitzte Situation zwischen den Supermächten eskaliert und Atomwaffen auf den Kontinenten explodieren. Dann wird alles Leben vernichtet und der Himmel verdunkelt sein. Statt auf der Grundlage von Verhandlungen das Eskalationsrisiko zu verringern, werden immer mehr Waffen in Kriegsgebiete geliefert und militärische Systeme in Stellung gebracht.

Es wurden schon viel zu viele Tränen um Menschen geweint, die sinnlos ihr Leben geben mussten. Wenn es zum Super-GAU kommt, wird keiner mehr da sein, der um die Umgekommenen weinen kann. Und der geniale Plan des Menschseins wird zerstört sein — durch Menschenhand.

Wenn ich an all den Wahnsinn denke, muss ich auch an Emma, Max, Hannah und all die anderen Kinder denken, die hoffnungsvoll in die Zukunft schauen. Mir rollt eine dicke Träne übers Gesicht bei dem Gedanken, dass ihr Leben nur ein kurzes sein könnte.

Lange in der Menschheitsgeschichte war es nicht so notwendig wie gegenwärtig, für das friedliche Miteinander der Menschen, für das Leben einzustehen.

Wir sind geboren, um zu leben!


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