Kleinigkeiten sagen manchmal viel aus. Felix Feistel setzt das Wort „Pandemie“ im Untertitel seines Buchs „Wie die nächste ‚Pandemie‘ vorbereitet wird“, in Anführungszeichen. Auch die Wendung „sogenannte Impfung“ ist für die Haltung des Autors symptomatisch. „Der Staat und seine Institutionen spielten sich zum Wächter über die Gesundheit des ganzen Volkes auf und stellten dabei paradoxerweise die Gesundheit jedes Einzelnen hintan“, schreibt er. „Und das auf einer Grundlage, die bei genauerer Betrachtung nicht haltbar war. Denn eine Pandemie in der Form, dass eine tödliche Krankheit über die Welt rollte, hat es nie gegeben.“
Kann das, was es eigentlich nie gegeben hat, zum zweiten Mal über uns kommen? Um es kurz zu sagen: Eine zweite, in den Auswirkungen vielleicht noch schlimmere Welle des Gesundheitstotalitarismus ist den Mächtigen ohne Weiteres zuzutrauen.
Eine Rückkehr von „Corona“ — vielleicht unter anderem Namen — wurde oft heraufbeschworen. Im Laufe der Zeit stellte sich aber selbst unter kritischen Zeitgenossen Beruhigung ein, sogar Vergessen vielerorts. Noch mal Corona, das kann ja nicht sein. Schließlich wird die Zeit von 2020 bis 2023 jetzt von einer Enquete-Kommission aufgearbeitet — wenn auch nicht mit der von Skeptikern geforderten Intensität. „Wir“, also die kritische Öffentlichkeit, sind ja jetzt gewarnt und beim „nächsten Mal“ besser vorbereitet. Sicher werden die aus Schaden klug gewordenen Deutschen sich dergleichen kein zweites Mal gefallen lassen …
Gesundheitstotalitarismus — Wiedersehen macht Freude
Aber ist ein solche optimistische Betrachtungsweise realistisch? Glaube man im Ernst, die Mächtigen würden sich „so etwas“ kein zweites Mal trauen? Aus Angst vor den für ihre heroische Rebellionsneigung bekannten Deutschen? Das wäre naiv. Die Phalanx der systemnahen Medien steht noch. Und wo der Glaube der Massen in die Verlässlichkeit der Mainstreampresse ins Wanken geraten ist, stehen andere Formen der Volksberuhigung bereit: die Einschüchterung und Verfolgung von Gegnern, neue Schlagworte („Delegitimierung des Staates“), eine noch immer am Rockzipfel der Macht hängende Presse, ein gut trainierter Repressionsapparat. Es gibt keine praktikablen Pläne für wirksame, gewaltfreie Aktionsformen bürgerlichen Ungehorsams, die im Ernstfall greifen würden. Die gebrannten Kinder würden ohne Weiteres noch mal ins Feuer springen.
Umso wichtiger ist, dass ein Buch nun wenigstens den Ernst der Lage unmissverständlich deutlich macht, damit zumindest der begrenzte Kreis der Adressaten von alternativen Medien vorbereitet ist. Felix Feistel macht in „Corona — Next Level“ den Übergang zwischen dem schon geschehenen und dem möglichen zukünftigen Anschlag auf unsere Freiheit transparent. Analysen der Motive der Verantwortlichen kombiniert er dabei geschickt mit Fakten und begründeten Spekulationen darüber, was möglicherweise auf uns zukommt.
Ein Generalist, der in die Tiefe geht
Felix Feistel ist ohne Zweifel ein Autor, dem sich die Leser auf dieser nicht bequemen, jedoch zielführenden Reise anvertrauen können. Der Stammautor von Manova — früher bereits auch von Rubikon sowie anderen wichtigen Plattformen der freien Presse — recherchiert seit Jahren mit außergewöhnlichem Fleiß, Scharfblick sowie einer thematischen Bandbreite, die gerade angesichts seiner noch relativ jungen Jahre in Erstaunen versetzt. Es ist kaum berechenbar, welchem Betrachtungsgegenstand sich sein journalistischer Blick als Nächstes zuwenden wird. Dabei sind Feistels Beiträge alle gut recherchiert und im Tonfall überwiegend sachlich. Wertung, Polemik und Humor fließen meist in eher gedämpfter Form ein. Felix Feistel agiert nicht mit lauter Entrüstung, er bringt seine Leser mit dem Florett scharfer Beobachtungen und Schlussfolgerungen auf seine Seite.
Die Frage, die sich bei der Lektüre seines jetzt beim Hintergrund Verlag erschienenen Buches stellt, ist also nicht: „Kann er ein Buch schreiben?“, sondern: „Welches von den vielen möglichen Themen wird er für ein Buchprojekt auswählen?“
Langjährige Bewunderer seiner Artikel hätten sich durchaus auch einen Artikel über die deutsch-russischen Beziehungen oder über sein Generalthema: Freiheit und Machtkritik vorstellen können. Letztere ist allerdings auch in „Corona — Next Level“ eingeflossen. Durchexerziert am Beispiel des Gesundheitstotalitarismus. Feistels genaue Untersuchung zum Thema Fake-Pandemien und speziell Tierseuchen ist sehr zu begrüßen, da auch Kenner „alternativjournalistischer“ Betrachtungsweisen zum Thema Corona oft fälschlich annehmen, sie hätten zu diesem Thema schon alles gelesen.
Schwarze Pädagogik, geschwärzte Files
Feistels Buch bezieht aber natürlich all jene neueren Ereignisse mit Bezug zu Corona ein, die die fleißigen Sachbuchautoren der frühen 2020er-Jahre und ihre Leser nicht kennen konnten. Der Blick hat sich geweitet — milder wurde er dadurch nicht. Die Ereignisse rund um die anfangs geschwärzten RKI-Files werden im Buch ebenso analysiert wie der sogenannte Pandemievertrag, der einem vorerst schlafenden Monster vergleichbar ist:
„Auf Anweisung von außen wurde dann am 17. März 2020 ohne Grund die Lage ‚hochskaliert‘. Es handelte sich um eine Pandemie, die maßgeblich von der Politik inszeniert wurde. Und sie setzte Maßstäbe für die Zukunft. Denn aufgrund dieser Pandemie haben die Mitgliedstaaten der WHO einen sogenannten Pandemievertrag verabschiedet, welcher dem Generalsekretär der Organisation weitgehende Rechte einräumt, Pandemien zu verkünden und den Staaten Maßnahmen zu ‚empfehlen‘.“
Hier verraten die Anführungszeichen um das Wort „empfehlen“ den mit den Manipulationsversuchen der Staatsmacht Vertrauten. Denn leicht können solche Empfehlungen in einem neuen Ernstfall in faktischen Zwang umschlagen.
Neue Pandemie in den Startlöchern
Feistel sieht da eher dunkle Wolken auf uns zukommen:
„Eine neue Pandemie steht bereits in den Startlöchern. Durch die inszenierte Corona-Pandemie wurde der politische und mediale Fokus auf die vermeintliche Gefahr durch Zoonosen gelenkt. Eine Zoonose ist eine Infektionskrankheit, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden kann. Auch Corona wurde lange Zeit als Zoonose kommuniziert und der Ursprung auf einem Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan vermutet — wobei vollkommen ignoriert wurde, dass sich in Wuhan ein Biosicherheitslabor der Stufe 4 befindet, in dem auch Gain-of-Function-Forschung an Coronaviren, also deren Mutation zum Zwecke der Erweiterung ihrer Eigenschaften, betrieben wird — und zwar von US-amerikanischen Wissenschaftlern und der NGO Eco Health Alliance, die ihren Sitz in den USA hat.“
Tiere könnten auf diese Weise eine Brücke von der ersten zur zweiten „Corona-Pandemie“ bilden.
Während der Jahre 2020 bis 2023 wurde das Narrativ gefährlicher Zoonosen durch eine konzertierte Medienkampagne in die Köpfe der Menschen gepflanzt und hat sich dort, resistent gegenüber dem Faktor Realität, festgesetzt.
Und dies, obwohl eine Laborhypothese weit größere Plausibilität aufweist. Berichte über verschieden Tierseuchen und die heroisch von Landwirtschaftsbehörden zu deren Bekämpfung verhängten Maßnahmen — Quarantäne, Betriebsschließungen, Massenkeulung von Tieren — halten das Thema Pandemien in den Köpfen der Medienkonsumenten quasi warm und suggerieren ein beständiges latentes Bedrohungsszenario.
Brutalität wird an Tieren trainiert
Wenn dann auf verschiedenen Kanälen wieder die Nachricht aufpoppt, es sei eine neue, auch für Menschen gefährliche Seuche ausgebrochen, sind die Menschen argumentativ längst so weichgeklopft, dass sie sich den neuen Maßnahme wie einem unabwendbaren Verhängnis willig hingeben dürften. Es tritt ein Effekt der Gewöhnung an staatliche Brutalität und Machtvollkommenheit ein. Da es aber zunächst „nur“ Tiere und Landwirte trifft, hält sich der Aufschrei der Massen in Grenzen.
Die Nutznießer und Verbreiter des Seuchennarrativs schlagen damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Angriffe auf die Freiheit der Menschen und die demokratischen Schutzrechte gegenüber dem Staat gehen Hand in Hand mit der schrittweisen Zwangsmonopolisierung der Nahrungsmittelproduktion im Land. Nachdem die Bauernproteste Anfang 2024 durch Demonstrationen im „Kampf gegen rechts“ überschrieben wurden und das Thema aus dem allgemeinen Bewusstsein des Zeitungslesers weitgehend verschwunden war, konnten die Monopolisierer einer zuvor weitgehend dezentralen und menschenfreundlichen Landwirtschaft frei schalten und walten. Felix Feistels Buch ist gerade auch als Dokument eines beispiellosen Angriffs auf die Bauern und ihre Kunden — also uns alle — sehr hilfreich.
Ein geniales Geschäftsmodell: anlasslose Präventivimpfungen
„Vor allem sind Tierhalter betroffen, insbesondere wenn sie kommerziell arbeiten. Die Pandemie-Panik schränkt Landwirte in ihrer Arbeit immer stärker ein und macht ihnen rigorose Vorgaben bis hin zu Pflichtimpfungen für Tiere. Sie sind damit schon lange einer Praxis ausgeliefert, die ab 2020 auch auf den Menschen übertragen wurde. Dabei gründet diese Furcht vor Erregern, Viren und Keimen kaum auf echter Wissenschaft und lückenlosen Infektionsnachweisen. Stattdessen entstammt sie einem sich selbst bestätigenden, kritische Forschung systematisch verhindernden System, das aber genutzt werden kann, um weitere Pandemien — ob unter Menschen oder Tieren — zu inszenieren.“
Ein Ziel der Inszenierung könnte darin bestehen, das Prinzip der anlasslosen Präventivimpfung bei Mensch und Tier zu etablieren. Das Geschäftsfeld, das sich dadurch für die Hersteller eröffnen könnte, ist gigantisch. Denn profitable „Lösungen“ könnten dadurch gänzlich unabhängig vom Vorhandensein eines dazu passenden Problems vermarktet werden.
„Derzeit halten die Mitgliedstaaten lediglich Impfungen oder die Möglichkeiten vor, schnell Impfstoffe im Fall eines Ausbruchs zu produzieren — pandemische Impfstoffe genannt, da sie nur im Falle eines vermeintlichen größeren Ausbruchs verimpft werden. Hier kann durch die Inszenierung wiederholter Pandemien ein großer Markt erschlossen werden, indem das Verbot präventiver Impfungen gekippt wird. Der Markt kann dabei Menschen und Tiere gleichermaßen einschließen und wird bereits jetzt schrittweise erschlossen.“
Die Vernichtung der traditionellen Landwirtschaft
Auch über die Gefahr des Sheddings, quasi ansteckender Impfstoffe, die sogar auf Ungeimpfte „überspringen“ könnten, spricht Felix Feistel. Ebenso wie über Gensequenzen, die an die Nachkommen von Gespritzten weitergegeben werden können. Der Autor beklagt krank machenden „Gesundheitsschutz“ bei Mensch und Tier:
„Immer wieder verursachen Impfungen genau die Krankheiten, vor denen zu schützen sie vorgeben. (…) Insgesamt spricht also vieles dafür, dass Infektionskrankheiten nicht trotz Impfungen auftreten, sondern gerade wegen ihnen. Damit können aber auch Tierseuchen, vermeintliche Zoonosen und Pandemien mutwillig ‚herbeigeimpft‘ werden.“
Mit Blick auf einträgliche Angstbewirtschaftung durch Agrarkonzerne und ihnen unterstellte Politiker sowie Medien spricht Felix Feistel auch von „Philanthrofeudalismus“. Er führt aus:
„Wenn die Weltbank den Wert der globalen Nahrungsmittelversorgung auf insgesamt 8 Billionen US -Dollar schätzt, lässt das vermuten, dass hier Begehrlichkeiten geweckt werden, die nicht die Umwelt oder die Gesundheit von Mensch und Tier im Sinn haben. Dieser Wert wird jedoch bislang überwiegend von mittelständischen Landwirten erzeugt. Sie sitzen also auf einem gewaltigen Schatz. Ein Schatz, für den sich auch große Investoren und Großkonzerne spätestens seit der Finanzkrise 2008 interessieren.“
Nahrungsmittelproduktion in der Hand von Oligopolen
Kleine landwirtschaftliche Betriebe haben sich seit Erfindung des Ackerbaus quasi als Profithindernis für die Großen erwiesen. Warum existenztragende Einkünfte für Tausende überall im Land verstreute Höfe generieren, wenn man stattdessen auch Oligopole schaffen kann, die wenige Akteure stinkreich machen?
„Doch dazu muss das System der Nahrungsmittelproduktion umgestaltet werden. Genau das hat die von dem Unternehmer John D. Rockefeller bereits 1913 gegründete gleichnamige Stiftung mit ihrem ‚Reset the Table‘-Papier aus dem Jahr 2020 deutlich gemacht. Das alles hat zu einer Konzentration in der Landwirtschaft geführt. Seit den 1990er-Jahren hat sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland halbiert, während die Fläche konstant geblieben ist. (…) In der gesamten EU sind zwischen 2005 und 2020 5,3 Millionen Höfe verschwunden. Große Konzerne kaufen das Land der ökonomisch am Boden liegenden Bauern und lassen es bewirtschaften. Ein System, das an den mittelalterlichen Feudalismus erinnert.“
Felix Feistel klagt die planmäßige Zerstörung von Existenzen und Nahrungsmittelvielfalt an:
„Der vorgeschobene Gesundheitsschutz, der unter ‚One Health‘ (…) mit der Klimaideologie unter einem Dach vereint wurde, bezweckt auch, die Nutzviehhaltung einzuschränken und Züchter in den Ruin zu treiben. Anlasslose Tests und behördliche Überwachung dienen dazu, Landwirte überzogenen Maßnahmen und Strafen zu unterwerfen, sie abhängig zu machen und zu Wohlverhalten zu zwingen. Deutsche Viehzüchter berichten vielfach von überfallartigen Kontrollen durch Amtstierärzte, Einschüchterungstaktiken und inhaltlich falschen Berichten.“
Erst wird es Tieren angetan, dann Menschen
Bei solchen Passagen merkt man, dass eine Einübung in machtkritisches Denken den Blick politischer Journalisten durchaus schärfen kann. Denn: Was bei Tieren funktioniert hat, könnte auch bei einer neuen Menschenseuche wieder zur Anwendung kommen. Tiere sind die Vorhut, die Versuchskaninchen für Macht-, Manipulations- und Ausplünderungstechniken, die später auf Menschen angewandt werden könnten.
„Mit der Corona-Inszenierung wurde auf den Menschen übertragen, was bei Nutztieren schon längere Zeit durchgeführt wird. So werden Geflügel und Mensch bei konkretem Verdacht mittels Nasen- oder Rachenabstrich — bei Vögeln werden auch Kloakenabstriche durchgeführt — auf Vogelgrippe getestet. (…) Getestet wird nicht allein bei konkretem Verdacht einer Erkrankung, sondern in Risikogebieten stichprobenartig bei Nutz-, aber auch Wildtieren.“
Den wissenschaftlichen Flankenschutz dieses Großprojekts zur Umgestaltung der gesamten Nahrungsmittelerzeugung überlässt man dabei nicht dem Zufall.
„Durch gezielte Förderprogramme in der Forschung werden jene Wissenschaftler, die sich der Ideologie verschrieben haben, gefördert und in wichtige Positionen gebracht und das Konzept der breiten Masse auf dem Weg der Bildung untergeschoben. In all dem steckt die Rechtfertigung für flächendeckende Überwachung nicht nur von Krankheitsausbrüchen und -verläufen, sondern auch der sogenannten Treibhausgasemissionen als vorgeblicher Treiber eines menschengemachten Klimawandels, der Zoonosen und Pandemien befördere.“
Die apokalyptischen Reiter Profit und Freiheitsberaubung
Profit und Freiheitsberaubung sind dabei nur zwei Seiten ein und derselben Medaille:
„One Health bietet also den Schirm, der ein globales Kontrollsystem aufspannt und eine neue, diktatorische Governance-Struktur aufbaut, die nicht mehr an nationalstaatliche Parlamente und Regierungen gekoppelt ist und die Menschen vollkommen beherrschen will. Zugleich ist es die Ideologie, die sämtliche Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen, Nationalstaaten und zwischenstaatliche Organisationen gleichschaltet und ihr Handeln und Forschen in eine gemeinsame Richtung lenkt. Seit Jahren wird zur Rechtfertigung solcher Maßnahmen immer wieder die Gefahr durch Seuchen aus dem Tierreich hochgespielt — Affenpocken, Vogelgrippe, Corona.“
Umfangreiche Zwangsmaßnahmen sind mithilfe perfider Täuschungsmanöver möglich, auch wenn „noch nie ein Vogel oder Mensch an Vogelgrippe gestorben ist“. Zu diesen Tricks gehört einer, der vielen noch aus der Ära Drosten/Lauterbach in gruseliger Erinnerung ist: Tests. Denn: „Wo viel getestet wird, gibt es auch viele positive Testergebnisse, und je weniger Virenmaterial vorhanden ist, desto mehr falsch positive Testergebnisse gibt es.“
Präventive Impfungen von Tieren könnten sich als Arbeitsprinzip etablieren, was umso absurder scheint, als das Fleisch geimpfter Tiere vielfach nicht für den Verzehr in Umlauf gebracht werden darf. Das Töten der Tiere erscheint dann oft als der einzige Ausweg. Achtung vor dem Leben wird man bei dieser Logik vergebens suchen.
Ebenso die Rücksichtnahme auf die Situation der Bauern, die auf lebende Tiere angewiesen sind. Der Grundsatz, der hierbei zur Anwendung kommt, lautet: Auch wenn Impfungen niemandem, der sie erhält, nützen — einem nützen sie gewiss: den Herstellern von Impfstoffen.
Felix Feistel lässt tief blicken
Felix Feistel hat sich so gut in sein Thema eingearbeitet, dass er nun als Zoonosen-Spezialist agieren kann. Als Leser vieler seiner Artikel auch zu ganz anderen Themen kann ich aber hinzufügen: Sein Horizont ist derart weit, dass er immer auch in der Lage ist, das große politische Panorama in den Blick zu nehmen. Es geht bei vielen aktuellen tagespolitischen Vorgängen selbstverständlich um Geld. Aber auch um die Grundtendenz jeder Macht zur Selbsterhöhung, welcher komplementär die Erniedrigung des Bürgers zum Befehlsempfänger, zum getäuschten, überwachten, ausgeplünderten Untertanen, gegenübersteht.
„Die Theorie von zoonotischen Pandemien steht mit alldem auf tönernen Füßen, wird aber genutzt, um die Menschen regelmäßig in Angst und Panik zu versetzen und unter anderem die massenhafte Umverteilung von Geldern in die Pandemie-Industrie sowie die Begrenzung von Freiheiten und die Etablierung enormer Kontroll- und Überwachungsinstrumente zu rechtfertigen.“
Ein falsches Weltbild verursacht eine falsche Politik
Die politisch-ökonomische Erkrankung unseres ganzen Systems fußt auf einem Fehler im zugrunde liegenden Weltbild, wie ihn ähnlich schon Jochen Kirchhoff konstatiert hatte. Felix Feistel dringt damit zum Kern des Problems vor und zeigt, dass er mehr vermag als auf den Erregungswellen der Tagesaktualität zu surfen:
„Die ganze Erzählung zoonotischer Pandemien beruht auf einer fehlgeleiteten Wissenschaft, die jedoch finanzkräftig vorangetrieben wird und sich in reinem Materialismus erschöpft. Das Konzept der Biosicherheit fördert einen materialistischen Wahn, im Außen beständig nach Feinden zu suchen, die vermeintlich bekämpft werden müssen — ein Wahn, der sich auch in anderen Feldern zeigt. Dieser ‚Krieg‘ gegen Krankheitserreger erfordert ein immer breiteres Arsenal von Detektionsmöglichkeiten und Waffen — in Form von PCR-Tests, Impfungen und Medikamenten.“
Die Kriegslogik der Schulmedizin
Es ist kein Zufall, dass Feistel hier auch die Kriegslogik der Schulmedizin — „Vernichtung von Keimen“, „Kampf gegen Krankheiten“ — aufs Korn nimmt, welche nicht zufällig etwa an antirussische Propaganda erinnert. Zusammengefasst: Viren machen Pharmakonzerne reich, die Fiktion vom bösen Russen leistet dasselbe für die Rüstungsindustrie.
Frieden steht den Rüstungsprofiten im Weg. Es gilt aber auch, in den Worten Feistels: „Doch die Gesundheit steht den Profiten im Weg, und so wird sie systematisch zerstört.“ Es entsteht eine Kultur der Leidbewirtschaftung, welche profitträchtige Defizite erst zu erzeugen hilft.
Felix Feistel leistet somit mit seinem Buch wertvolle Aufklärungsarbeit, die an der faktenbasierten Oberfläche wie auch in der Tiefenanalyse zu überzeugen weiß. Man bekommt nicht nur diese oder jene „alternative“ Meinung serviert, sondern lernt, sein eigenes Analyseinstrumentarium zu schärfen, sodass dieses Werkzeug im Fall einer weiteren Angriffswelle der Technokraten zur Verfügung steht. Ein durch Feistel trainierter Geist ist resilient, lässt sich nicht mehr so leicht täuschen und einschüchtern. Ein größeres Lob für einen Autor vermag ich in unserer verirrten und verwirrenden Epoche kaum auszusprechen.

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