Zum Inhalt:
Realitätsflucht oder politische Kraft

Realitätsflucht oder politische Kraft

Im Manova-Exklusivgespräch spricht der Autor und Musiker Jens Böttcher über die Macht des Glaubens oder Nichtglaubens in unserem individuellen und gesellschaftlichen Leben.

Religiösen Menschen wird vorgeworfen, für sämtliche Kriege der Menschheitsgeschichte verantwortlich zu sein. Wie viele Christen und Muslime zogen doch in Glaubenskriege! In Böttchers Buch „Herr Sturm und die Farbe des Windes“ stellt der Protagonist allerdings fest, dass dies nicht stimmt: Hätten die Menschen wirklich an die Botschaft ihrer Religionen geglaubt, hätten sie das Heilige wirklich erkannt und gefühlt, so wären sie nicht fähig gewesen, in den Krieg zu ziehen. Spirituelle Menschen erkennt man vielleicht daran, dass sie niemanden von ihren Erkenntnissen überzeugen müssen. Sie sind frei von Dogmen.

Machthungrige Menschen verdrehten religiöse Botschaften und machten daraus Ideologien, die sich dazu aufschwangen, die einzig richtige zu sein. Verhaltensweisen und Aussagen von „nichtgläubigen“ Menschen — gerade Politikern — aus den modernen Industrienationen des Westens zeichnen sich ebenfalls dadurch aus. Jens Böttcher sagt:

„Der Westen ist jetzt auch so eine Art Religion. Aber keiner weiß, was das ist. Keiner kennt das Dogma. Außer, dass jemand sagt: Das ist werteorientiert. Aus meiner Perspektive als gläubiger Christ würde ich sagen: Sag mir mal, was für Werte du meinst. Ich kann dir sagen, welche ich meine. Und zwar wieder Bergpredigt: Ich kann dir sagen, dass Pazifismus das einzige ist, was uns auf Dauer in eine bessere Welt führt.“

Im Manova-Exklusivgespräch erzählt Jens Böttcher von seinen Erkenntnissen, die wie Balsam für die Seele wirken.


Elisa Gratias im Gespräch mit Jens Böttcher

Manova sammelt keine nutzerbezogenen Daten. Auf YouTube, Spotify und Co. haben wir leider — noch — keinen Einfluss. Wenn Sie den Inhalt wiedergeben möchten klicken Sie bitte auf diese Box. Dann werden gegebenenfalls einige Ihrer Nutzungsdaten durch die jeweilige Plattform erfasst.

Redaktionelle Anmerkung: Das Buch ist derzeit leider ausverkauft und der Autor auf der Suche nach einem neuen Verlag dafür. Als E-Book ist es auf jensboettcher.net erhältlich.

Von Jens Böttcher sind seither zwei weitere Bücher erschienen: „Der Tag, an dem Gott nicht mehr Gott heißen wollte“ und „Das Leben ist sinnlos, wenn du nicht liebst“.


Finden Sie Artikel wie diesen wichtig?
Dann unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende.

Wenn Sie für unabhängige Artikel wie diesen etwas übrig haben, können Sie uns zum Beispiel mit einem kleinen Dauerauftrag oder einer Einzelspende unterstützen.

Oder unterstützen Sie uns durch den Kauf eines Artikels aus unserer Manova-Kollektion .

Weiterlesen

Keine Ohnmacht für niemand!
Thematisch verwandter Artikel

Keine Ohnmacht für niemand!

Im Gespräch mit Transition TV und Manova erläutert der Hirnforscher Gerald Hüther die neurologischen Mechanismen, die Menschen in Routinen und Weltbildern gefangenhalten, und führt aus, dass Veränderung nur aus einem selbst kommen kann.

Innerhalb der Würfel-Wüsten
Aktueller Artikel

Innerhalb der Würfel-Wüsten

Der Hype um die nun verfilmte Internet-Mythologie der „Backrooms“ veranschaulicht, wie sehr moderne Außen- und Innenarchitektur den Menschen von sich selbst entfremdet und in seinem Unterbewusstsein ein Grundrauschen der Angst erzeugt.

Die übersehenen Opfer
Aus dem Archiv

Die übersehenen Opfer

Betroffene erzählen, wie sie nach der Covid-Impfung plötzlich krank wurden und warum sie sich mit diesem Problem alleingelassen fühlen.