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Kurzmeldungen

Schusswechsel zwischen ukrainischen Geheimdiensten

In der Ukraine spitzt sich der Machtkampf zwischen verschiedenen Geheimdiensten zu. Nach Medienberichten kam es in Kiew zu nächtlichen Schusswechseln zwischen Mitgliedern des Inlandsgeheimdienstes SBU und des Militärgeheimdienstes HUR. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky bezeichnete diesen Vorfall als skandalös. In der Ukraine dürfe nur auf russische Agenten geschossen werden, erklärte er. Der SBU teilte zu dem Vorfall mit, in einer gemeinsamen Aktion mit dem HUR sei es gelungen, einen aus Moskau gesteuerten Angriff auf einen russischen Oppositionellen zu verhindern. Dabei seien die Beamten unter Beschuss geraten. In einem Schusswechsel seien mehrere Angreifer verletzt worden. Diese hätten sich als Armeeangehörige herausgestellt.

Warnungen vor hybrider Kriegsführung Russlands nehmen zu

Nach der Beschuldigung Russlands seitens der deutschen Bundesregierung, für den angeblichen Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen verantwortlich zu sein, verschärft sich der Ton verschiedener sogenannter Experten gegen Russland. So sieht sich nach Ansicht des Sprechers der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Stefan Meister, Russland bereits im Krieg mit Europa. Für Moskau gäbe es keine roten Linien mehr. Es seien auch Anschläge gegen Manager von Rüstungsunternehmen geplant gewesen, behauptete Meister gegenüber der Rheinischen Post. Er forderte gemeinsame Reaktionen der EU und der NATO. Der Sicherheitsexperte der Universität der Bundeswehr in München, Konstantinos Tsetsos, sieht zudem die Anwesenheit tausender russischer sogenannter Wegwerfagenten in Deutschland. Russland setze diese ein, um Ziele und Personen auszuspähen oder Sabotage zu betreiben, so Tsetsos. Der Heeresinspekteur der deutschen Bundeswehr, Generalleutnant Christian Freuding, fordert eine rasche Reform der Bundeswehr und warnte vor einem Angriff Russlands auf NATO-Territorium. Auch die Sprecher verschiedener Parteien beschuldigten Russland der hybriden Kriegsführung und warnten vor russischer Agententätigkeit.

Hochschule Jena eruiert geringes Interesse an der ePA

Laut einer Studie der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena sind mitunter nutzerunfreundliche Registrierungshürden ursächlich für das geringe Interesse an der elektronischen Patientenakte (ePA). Von den 1.077 Befragten wussten 87 Prozent von der ePA. Lediglich 24 Prozent zeigten Interesse an dem digitalen Angebot. 21 Prozent unternahmen den Versuch einer Anmeldung und nur 10 Prozent gelang diese erfolgreich. Langwierige Anmeldeverfahren und fehlende Identifizierungsmöglichkeiten waren mit die häufigsten Ursachen für die Registrierungsabbrüche. Die Häufigkeit der gescheiterten Anmeldungen korrelierten laut der Studie mit der Höhe des Alters und des Bildungsniveaus.

Heise

Schlechte Ernte in Deutschland

In Deutschland sind die Ernten in diesem Jahr schlecht ausgefallen. Das geht aus der Erntebilanz des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor. Demnach wird die Erntemenge beim Winterweizen um knapp 10,5 Prozent unter der des Vorjahres liegen. Die Erträge beim Winterraps sind um mehr als 11 Prozent zurückgegangen, bei Hopfen um 22 Prozent. Die Apfelernte fiel um 18 Prozent geringer aus. Gestiegen ist lediglich die Erntemenge von Kirschen und Pflaumen. Landwirtschaftsminister Alois Rainer sieht neben der Trockenheit auch die finanziellen Schwierigkeiten vieler Landwirte als Ursache. Grund hierfür sind die gestiegenen Kraftstoff- und Düngemittelpreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten und der Schließung der Straße von Hormus durch den Iran. Auch die CO2-Preise belasten die Bauern. Forderungen nach der Ausrufung einer nationalen Notlage lehnt Rainer allerdings ab. Stattdessen soll ein Hilfspaket aufgelegt werden, das den Landwirten vergünstigte Kredite gewährt. Dafür sind bislang 300 Millionen Euro eingeplant. 60 Millionen Euro sollen als Soforthilfe an die Höfe gehen, die von hohen Düngemittelpreisen betroffen sind.

Bundesregierung kündigt scharfe Maßnahmen gegen Russland an

In einer Pressekonferenz am Abend des 1. September 2026 machten Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul Russland für einen unterstellten Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen verantwortlich. Beweise dafür legten sie nicht vor. Als Antwort darauf kündigten sie unter anderem an, das Russische Haus in Berlin und das russische Konsulat in Bonn schließen lassen und diplomatisches Personal ausweisen zu wollen. Auf einem Treffen der EU-Außenminister in Irland wurde zudem über gemeinsame Maßnahmen gegenüber Moskau beraten. Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte am Rande des Gipfeltreffens der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Kirgisistan Kritik. Er bezeichnete den Schritt als einen schweren Fehler und warf Bundeskanzler Friedrich Merz vor, nicht die Interessen seines Landes zu schützen, sondern aus rein innenpolitischen Gründen zu handeln. Der russische Außenminister Sergei Lawrow kündigte als Gegenmaßnahme die Schließung des Goethe Instituts in Russland an. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, verwies auf das Datum der Erklärung der Bundesregierung. Der erste September ist der Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges.

Manova startet mit aktuellen Kurzmeldungen

Im Rahmen der neu geschaffenen Rubrik „Kurzmeldungen“ wird das Manova-Magazin künftig regelmäßig aktuelle Kurzmeldungen veröffentlichen. Leser finden diese Nachrichten ab sofort auf der Startseite des Magazins: Was hält die Welt an diesem Tag in Atem? Was hat sich vor Kurzem ereignet, ist aber in der Informationsflut untergegangen? Die Zusammenarbeit verschiedener Manova-Autoren und der Redaktion ermöglicht es, stets tagesaktuelle Meldungen fortlaufend zu ergänzen. Auch für die Leser relevante Informationen, die Autoren im Rahmen ihrer Recherchen aufdecken, werden zukünftig hier veröffentlicht. Das Angebot gut recherchierter Sachartikel und Essays wird somit um knappe und schnell zu erfassende Meldungen erweitert.

Österreichische Wehrdienstreform kostet eine Milliarde zusätzlich

In Österreich wird die auf den Weg gebrachte Wehrdienstreform den Haushalt des Bundes bis 2031 um bis zu eine Milliarde Euro zusätzlich belasten. Das geht aus einer Folgenabschätzung zu dem kürzlich in Begutachtung geschickten Regierungsentwurf hervor. Den größten Teil dieser Kosten macht dabei der Wehrdienst aus, wohingegen die Verlängerung des Zivildienstes mit vergleichsweise geringen Kosten zu Buche schlägt. Ein großer Teil der Kosten entsteht durch die Verlängerung und Intensivierung der Wehrdienstzeit, sowie eine stärkere Einbeziehung der Miliz. Laut Vorhaben soll das österreichische Heer bis 2032 auf eine Mobilisierungsstärke von 75.000 wachsen. Für die Verabschiedung der Reform ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Daher benötigt der Entwurf die Zustimmung mindestens einer der beiden Oppositionsparteien FPÖ und Grüne. Allerdings haben diese den Entwurf abgelehnt und pochen auf eine Neuverhandlung. Diese finden derzeit nicht statt.

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Entlassung ungeimpfter Flugbegleiter in der Schweiz für rechtmäßig erklärt

Das schweizerische Bundesgericht hat Klagen zweier Flugbegleiterinnen abgewiesen, die von der Fluggesellschaft Swiss aufgrund eines fehlenden Impfnachweises entlassen worden waren. Das Gericht urteilte nun, die Entlassung sei rechtmäßig. Zwar greife eine Impfpflicht in die Persönlichkeitsrechte ein. Allerdings überwiegen betriebliche Gründe gegenüber dem Recht auf körperliche Unversehrtheit. Die Airline hätte ihren Betrieb nach der Einführung der Impfpflicht Ende 2021 nicht ohne die Nachweise fortführen können. Impfungen stellen einen geringfügigen Eingriff dar, so das Gericht. Doch selbst, wenn man aufgrund von schwerwiegenden Langzeitfolgen einen schweren Eingriff annähme, überwögen die betrieblichen Gründe. Die Klägerinnen tragen nun die Kosten des Verfahrens und müssen zudem ihre ehemalige Arbeitgeberin entschädigen. Rund 150 Mitarbeiter der Swiss wurden aufgrund der Weigerung entlassen, die sogenannte Corona-Impfung zu akzeptieren. Rechtsanwalt Philipp Kruse des „Aktionsbündnisses Freie Schweiz“ bezeichnete das Urteil als eine „Ungeheuerlichkeit historischen Ausmaßes“.

Tagesanzeiger
NZZ
tkp