Die neue PISA-Studie zeigt die schlechtesten Leistungen für Deutschland seit Beginn der Erhebung.
Deutsche Schüler haben bei der bislang jüngsten PISA-Erhebung so schlecht abgeschnitten wie noch nie seit Beginn der internationalen Vergleichsstudie im Jahr 2000. Die 15-Jährigen erreichten 2022 im Durchschnitt 475 Punkte in Mathematik, 480 Punkte beim Lesen und 492 Punkte in den Naturwissenschaften. Gegenüber der vorherigen Erhebung von 2018 gingen die Leistungen in allen drei Bereichen zurück; in Mathematik und Lesen entspricht der Rückgang laut OECD ungefähr dem Lernfortschritt eines gesamten Schuljahres.
Deutschland liegt damit in Mathematik und Lesen nur noch etwa auf dem OECD-Durchschnitt, während die Ergebnisse in den Naturwissenschaften weiterhin darüber liegen. Zugleich hat der Anteil leistungsschwacher Schüler deutlich zugenommen: Im Vergleich zu 2012 stieg der Anteil der Jugendlichen unterhalb des grundlegenden Kompetenzniveaus um zwölf Prozentpunkte in Mathematik sowie jeweils elf Prozentpunkte beim Lesen und in den Naturwissenschaften.