Noch während sich Michael Sailer zu den neuesten Kuriositäten äußert, schwebt mehrere Hunderttausend Kilometer über den Kastanienbäumen des Biergartens „Artemis 2“ am Mond vorbei. Dient es etwa als Ablenkung, so die Fragestellung an Sailer, dass man die halbe Welt zu der Raumfahrtkapsel hinaufblicken lässt, während unten die Erde im Chaos versinkt?
Obwohl es offensichtlich nicht an Energie mangelt, neue Weltraumabenteuer zu starten, grassiert am Boden die Angst vor Energielockdowns. Apropos Lockdowns: Erst vor wenigen Tagen wurde die Ehefrau des Journalisten Hüseyin Doğru gnädigerweise per Gericht aus dem Bankkonto-Lockdown entlassen, wodurch sie wieder über ihr eigenes Geld verfügen kann. Für den Fall Doğru hat Sailer mehr als nur zwei Cent beizutragen.
Nach den vielen beschwerlichen Themen, wird dem Kabarettisten und Historiker noch ein vergleichsweise erheiterndes Thema als Rausschmeißer vorgelegt: Der Künstler und Rapper Felix Blume, vormals Kollegah, inszenierte sich kürzlich wieder selbst- und siegessicher als Kanzler in spe. In seinem neuen Musikvideo, welches stilistisch den Eindruck macht, als sei es mit einer Leni-Riefenstahl-KI gepromptet worden, fordert der Sprechgesangsartist die „BlackRock-Marionette“ Friedrich Merz zu einem „Eins-gegen-eins“ auf. Als langjähriger Musiker und Musikkenner, gibt Sailer zum Besten, was diese Provokation mit Alice Cooper gemeinsam hat.
Michi Sailer: Auf ein Wort — Waffenruhe und Ausreisebeschränkungen

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