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Im Strom des Lebens

Im Strom des Lebens

Viktor Schauberger erforschte die Fließbewegungen des Wassers und riet, im Interesse eines gesunden Ökosystems nicht in den natürlichen Lauf von Gewässern einzugreifen.

Viktor Schauberger wurde am 30. Juni 1885 in Holzschlag am Plöckenstein (Böhmerwald) als achtes von zwölf Kindern geboren. Das „Licht der Welt“ jedoch erblickte er, wie er in dem 1940 verfassten Aufsatz „Anregungen, die zum Grundbegriff der Biologie führten“ verriet, erst einige Jahre später: Von klein auf habe er einen unstillbaren Drang verspürt, die in dem alten Brunnen vor dem Forsthaus seiner Eltern schwimmenden Forellen zu beobachten, sie für ihr Gefängnis zu bedauern.

Eines Tages jedoch fiel er in diesen Brunnen und wäre fast — hätte ihn das Dienstmädchen nicht gerettet — seinen zwei Brüdern, die vor ihm auf den Namen Viktor getauft wurden, in den Tod gefolgt. Es sollte das erste von vielen Malen sein, bei denen Viktors Naturbegeisterung ihn über die Grenzen des scheinbar Möglichen zu führen vermochte.

Erst viele Jahre später, lange nach seinem Abschluss an der Försterschule 1904, oder den knapp darauf folgenden zwei Jahren Militärdienst im Salzburger Artillerieregiment, offenbarte Viktors Mutter ihm den wahren Ruf jenes Brunnens: Es war der Ruf des Lebens, nicht des Todes. Wenn Viktor einmal groß sei und sie und sein Vater nicht mehr lebten, solle er zu diesem Brunnen gehen. In ihm würde er sie finden. Wann immer er sich einsam fühle und im Leben nicht mehr weiter wisse, solle er zum Wasser gehen. Dort würden sie ihm erscheinen. Dort würde er Hilfe finden. So stand Viktor viele Male am Wasser und erinnerte sich an die Worte seiner längst verstorbenen Mutter. Er schrieb:

„Alle Verstorbenen erscheinen mit dem quellenden Wasser wieder auf Erden; und oft war es mir, wenn ich auch meine Mutter nie mehr sah, als wäre sie in meiner unmittelbaren Nähe.“

Es war diese tiefe, man könnte fast sagen transzendentale Verbindung zum Wasser, die Viktor Schauberger zu Einsichten verhalf, für welche die meisten Menschen bislang nicht empfänglich gewesen waren beziehungsweise sind.

Welche diesen, so viel sei an dieser Stelle vorweggenommen, jedoch dabei helfen sollten, langfristig ihre eigene Beziehung zur Natur zu transzendieren. Wer Schaubergers Entdeckungen versteht, der weiß, dass sie der Schlüssel zu etwas ganz Großem sind. Etwas, das über die menschliche Freiheit hinausreicht.

Be-achten und be-obachten

Der Mensch müsse, so Schauberger, die Natur beobachten. In ihr fände er alle Mittel, die es bräuchte, neue, schlauere Technik zu gestalten. Doch um die Natur in ihren Bewegungsvorgängen zu kopieren, käme der Mensch nicht drum herum, die Natur erst einmal zu kapieren.

Dieses Kapieren und Kopieren nannte Schauberger sein k. u. k. Prinzip. Zur Anwendung kam es erstmals bei Stauwerken, die seine Methoden des Holztransports in Wasserkanälen unterstützen sollten. Beispielsweise beobachtete Schauberger, dass sich eine volle Wasserflasche viel schneller entleerte, drehte man die Flasche mit der Öffnung nach unten und versetzte man die Wassermasse in schnelle Rotationen, anstatt es bloß senkrecht aus der Flasche laufen zu lassen. Denn gleich wie im Abfluss eines Waschbeckens oder einer Badewanne entwickelt sich durch diese Drehbewegung auch innerhalb einer Flasche ein Wirbel, der einen „geordneten“ Abfluss der Wassermasse zufolge hat.

Eine ähnliche, und für Schauberger sehr prägende, Beobachtung war die eines Fischadlers, dem es gelang, lebende Fische zu erwischen, ohne ins Wasser einzutauchen: Der Fischadler, so beobachtete Schauberger, zog seine Flugbahn in immer enger werdenden Spiralkurven nach oben, sodass sämtliche — in etwa 2 Meter tiefen, kegelförmigen Kratern wimmelnden — Saiblinge dessen aufschraubende Schlingerbewegungen solange nachmachten, bis sie mit ihren Flossen aus dem Wasser ragten. In dem Moment schoss der Fischadler nach unten und griff sich seine Beute. Die Präzision seiner — alles andere als strategisch wirkenden — Strategie beeindruckte Schauberger.

Und dennoch faszinierte ihn kein anderes Geschöpf so sehr wie die Forelle: Wie kann es sein, dass sie nicht nur ihr eigenes, sondern darüber hinaus auch das rasch abfließende Bergwasser mühelos zu überwinden weiß? Wie vermögen die Forellen, im reißenden Wasser bewegungslos auf der Stelle stehen zu bleiben oder bei Gefahr blitzschnell stromaufwärts zu entschwinden?

Schauberger kam später zu dem Schluss, dass „wenn die Standforellen allen Schwerkraftgesetzen zum Hohn, im abfließenden Wasser bewegungslos stehen, blitzschnell stromaufwärts fliehen respektive inmitten naturrichtig bewegter Wassermassen emporschweben können, so haben sie diese höherartigen Bewegungskünste lediglich den besonders gebauten und legierten Kiemengebilden zu verdanken, die das Wasser naturrichtig einspulen und die so beschleunigten Rohstoffmassen durch physikalische Zusatzwerte in Gestalt höherwertiger fallender und konzentrierender Temperatureinflüsse erfrischen“ (1).

Seinen vorläufigen Höhepunkt fanden Schaubergers Wasserbeobachtungen während seines Studiums alleine im Wald: Hier beobachtete er, wie Menschen und Tiere geschunden wurden, um Holz aus den hintersten Wäldern zu transportieren, wobei ihn seine Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen, schnell zu dem Urteil führte, dass die Wassertechniker „alles verkehrt machen“. Und da er, der „ungebildete“ Förster, sich nicht scheute, diese Meinung auch öffentlich kundzutun, galt er bald als — heute würde man sagen — „Wissenschaftsleugner“.

Es kam, wie es kommen musste: Schaubergers zahlreiche Vorschläge, Holz per Wasser zu liefern und sich dabei die Kräfte von Sonne und Mond zunutze zu machen, fanden lange keinen Anklang. Erst in den 1920ern ließ er die Vorbehalte seiner Försterkollegen hinter sich und begann — wider allen Erwartungen — mit der Konstruktion von Wasserstraßen zum Transport von geschlagenem Holz aus entlegenen Gebirgstälern. Nicht nur passten sich seine Triftanlagen, auch „Riesen“ genannt, dem Tal dadurch an, dass sie sich in Mäandern durch dieses schlängelten, — das Wasser selbst wurde durch besondere Mechanismen zum Sich-Eindrehen und Sich-Einrollen „verleitet“ (Hier ein anschauliches Video). Was für andere wie ein Eingriff in die Natur wirkte, war für Schauberger die naturrichtige Führung des Wassers, die er später als „zykloide Raumkurve“ bezeichnen sollte.

Für Schauberger war klar: Wo der Mensch Flusssysteme verändert, greift er in die oberirdisch verlaufenden Blutadern der Erde ein.

Wo der Wasserlauf naturwidrig reguliert wird, „stellt sich ein Energiestoffgefälle vom Grundwasser zum absterbenden Flusslauf ein, also ein Entzug der Aufbaukräfte, die — mit dem Medium, dem Wasser — durch die ‚zykloide Raumkurvenbewegung’ der Erde entstehen, Fehler wettmachen, die der moderne Wasserwirt mit Hilfe enormer Steuermittel begeht, wenn diese nicht allzu grob sind“. War der Rückgang der Bodenkraft für Schauberger demnach „die Folge der behördlich vorgeschriebenen heutigen mechanistischen Wasserlaufregulierungsart“, fragte er sich — zu Recht —, ob „man den Qualitätsstoffaufbau absichtlich gestört [hat], um üppiges Wachstum und damit allgemeinen Wohlstand auszuschalten?“ Oder „war es Unverstand, die Entwicklungsbewegung des Lebensträgers zu stören?“

„Implosion“: Wege des Lebens

„Ich muss denen, die Leben schützen oder retten wollen, eine Energiequelle zur Verfügung stellen, die Energie so billig produziert, dass die Kernspaltung nicht nur unwirtschaftlich, sondern lächerlich wird. Das ist die Aufgabe, die ich mir in dem wenigen Leben, das mir noch bleibt, gestellt habe“ — Viktor Schauberger, 1953.

Abseits seiner Tätigkeiten als Förster und Wasserfachmann, galt Schauberger obendrein als „Pionier auf dem Weg zur Gewinnung sogenannter Freier Energie“. Seitdem er bei einem Experiment mit seinem „hyperbolischen Schauberger-Trichter“ in der Spirale des Wassers nicht nur eine Grundform der Bewegung in der Natur entdeckt hatte, sondern dessen weiter unten im Trichter entstandene Doppelhelix ihn zugleich mehr als deutlich an eine pulsierende DNA-Spirale erinnerte, bestand sein Ziel darin, diese Spinbewegung in technischen Geräten nachzuahmen und so naturnahe, umweltfreundliche Energie zu erzeugen. Diese „Freie Energie“, die je nach theoretischem Ursprung entweder als Tachyonen- oder Nullpunktenergie, als Ätherkräfte, die quer durch den Weltraum wirken, oder als Skalarwellen bezeichnet wird, entspränge und entspräche hierbei einer unerschöpflichen Quelle.

Diese unerschöpfliche Quelle sah Viktor im Wasser selbst. Wasser, davon war er überzeugt, dürfe niemals als eine Einheit betrachtet werden. Es gäbe „so viele Wasserarten wie es auch Vegetationsarten gibt“. Als organische Substanz sei Wasser ebenso ein Produkt „von sich ständig ausgleichenden Gegensätzen“, wie „die Geheimnisvolle Urkraft jeder Bewegungsgestaltung und jeder Gestaltungsbewegung im Wasser ihren Ursprung hat“. Aus dem Wasser sei alles entstanden. Das Wasser bilde daher den universellen „Rohstoff jeder Kultur oder das Fundament jeder körperlichen und geistigen Entwicklung“. Und gleichzeitig läge das „eigentliche Geheimnis, das den Lebensspender umgibt, in der Möglichkeit desselben, eine bisher unbekannte Energie aufzubauen, zu akkumulieren und zu transformieren“.

Der visionäre Gedanke Viktor Schaubergers bestand folglich darin, eine neue Ära von Maschinen und Aggregaten einzuleiten. Er wollte Wege aufzeigen, die weg von konventionellen Wegen der Energiegewinnung und -verteilung führten, und damit auch weg von Rohstoffverschwendung, Zentralismus, Abhängigkeiten von staatlicher Lenkung sowie vom Profitdenken global agierender Energiekonzerne.

Kurzum: Die Energieversorgung, die Schauberger vorschwebte, war eine Energieversorung frei von Macht und Herrschaft. Um jedoch zu dieser Freiheit zu gelangen, müsse der Mensch bloß erkennen, dass „in jedem Tropfen guten Quellwassers mehr Kräfte vorhanden [sind] als ein mittleres Kraftwerk der Gegenwart zu erzeugen vermag“. Diese Energien, so Schauberger, seien „mühe- und nahezu kostenlos zu gewinnen, wenn wir die Wege gehen, die die Natur uns ständig weist, und die Irrwege verlassen, die unsere heutige Technik verfolgt“.

Zwecks dieser neuen Wege unterschied Schauberger zwischen akademisch-technisch entmagnetisiertem und damit „entseeltem“ Wasser und „biomagnetisch überladenem“ und damit „beseeltem“ und für den Menschen bekömmlichen Wasser. Für ihn übersehe die Wissenschaft samt ihrer Forschungen und Gesetze einen entscheidenden Punkt:

„Nämlich, dass auch die Erstgeburt und Entwicklungsgrundlage allen Lebens, das Blut der Erde, Wasser, keine chemisch-tote Substanz, sondern etwas Beseeltes ist.“

Wasser, so musste Schauberger zu seinem eigenen Erstaunen feststellen, besäße wie jedes organische Lebewesen seine Paarungszeit. Erst dort, wo das Wasser nicht mehr „fort- und aufpflanzungsfähig“, wo es „entseelt“ worden sei, wie beispielsweise die Wassermengen in modern regulierten Flussläufen, könne es sich selbst nicht mehr halten; würde — gleich den in ihnen enthaltenen Fischen — aufhören zu atmen.

Generell erachtete Schauberger die moderne „Explosionstechnik“, die Technik der Verbrennung und Zerstörung, als falsch und im absoluten Widerspruch zur Natur. Seine Ablehnung begründete er damit, dass der Verbrennungsvorgang zentrifugal wirke, also abbauend und lebensfeindlich. Nicht nur verwandle er hochwertige Naturprodukte wie Kohle und Erdöl in minderwertige und umweltschädigende — oder gar zerstörende Abfallprodukte wie Schlacke und Abgase.

Obendrein seien Kohle, Erdgas, Erdöl und Uran wichtige Bausteine für die Geosphäre, die der Erde auf diese Weise fehlten, um Krankes und Schwaches innerhalb von Verrottungsvorgängen aufzulösen, welche gleichzeitig die Basis für neues Leben bildeten. Also setzte er den Verbrennungsmotoren, den „feuerspeienden Ungeheuern“ die Kraft der Implosion entgegen: Im Gegensatz zur zentrifugalen Explosion wirke die Implosion nach innen, zum Mittelpunkt hin, also zentripedal. Indem sie ihre Kraft in Richtung Zentrum konzentriere, sei sie dort nicht nur am stärksten, sondern sei obendrein auch in der Lage, beispielsweise als naturbelassener Wasserlauf, auch einmündende Abwässer im weiteren Verlauf größtenteils zu regenerieren und wieder zu „verlebendigen“.

Die Implosion stellte für Viktor Schauberger eine Art „Veredelung“ dar, bei der qualitativ „minderwertige“ Stoffe in höherwertige umgewandelt werden. Während sich unsere gesamte moderne Technik und Wirtschaft über „Ausdehnung“ auf der Basis von Kredit, Schuld und — dem nur in der Mangelwirtschaft gedeihenden — Zins definiere, schöpfe die Implosion aus sich selbst — sei unerschöpflich. Eben weil sie sich Freier Energie bediene. In ihr sah er die Lösung jener großen Menschheitsaufgabe: ein System zu entdecken, das synchron mit dem Rhythmus der Natur verläuft und dadurch eine Überlebenschance über Jahrmillionen hat.

Die Sterilisierung des Wassers

„Ohne erbgesundes Wasser, das ich wie schon gesagt als ‚Blut der Erde‘ betrachte, kann es keine Fortentwicklung geben. Ohne erbgesundes Wasser ist meines Erachtens eine Wiedergesundung von Mensch, Tier und Pflanze unmöglich. Der Zerfallsprozess, der uns umgibt, ist die biologische Folge schwerer Strömungsfehler. Diese gewaltigen Fehler wurden von naturfremden Menschen in totaler Unkenntnis des inneren Wesens des ‚Blutes der Erde‘ gemacht. Der Träger alles Lebens wurde zu einer chemischen Substanz degradiert. Allerdings muss die verhängnisvolle Frage gestellt werden, ob es nicht schon zu spät ist. Wenn nein, dann ist es allerhöchste Zeit, dass radikale Änderungen auf dem gesamten Gebiet der Wasserwirtschaft eingeführt werden.“

So wie Schaubergers Ansätze universeller, alles Leben berücksichtigender Natur waren, so führten sie ihn stets auf eins zurück: das Wasser. Wasser besaß für Schauberger von Natur aus eine heilende Wirkung. Bereits in Tautropfen erkannte er Kraftquellen, die ihre organischen Energien in die Luft oder in die Körper entladen. In ihnen erkannte er, dass in der Natur niemals etwas verloren geht. Und dieses Prinzip versuchte er, sich zunutze zu machen, ging es darum, das Leben auf diesem Planeten zu beschützen. Das Leben, das er zusehends dadurch bedroht sah, dass „der qualitative Rückgang unserer Vegetationsformen nur eine folgerichtige Erscheinung der Störung der physikalischen Zusammensetzung des Wassers und der Störung der physikalischen Zusammensetzung des Wassers und der Störung der Geosphäre, hervorgerufen durch die Wühlarbeit des Menschen im Organismus Erde“ sein konnte.

Schauberger führte dies auf unsere Art, Wasser zu leiten, zurück. Er schrieb:

„Wenn das Wasser in langen, eisernen Leitungen zugeführt wird, gehen unter Umständen bedenkliche stoffliche Unwandlungsvorgänge vor sich, die mit unseren heutigen Instrumenten unmöglich erfasst werden können, die aber für den Charakter beziehungsweise die Psyche des Wassers von ausschlaggebender Bedeutung sind.“

Sollten „die Übelstände der Verschlechterung der Psyche des Wassers vermieden werden“, so müsse man als Rohrleitungsmaterial vor allem einen schlechten Wärmeleiter wählen, der organisch richtig aufgebaut ist. Hierzu eigne sich laut Schauberger Holz am besten. Und erklärt dies wie folgt:

„Die Beschaffenheit der Wandungen unserer Trinkwasserleitungen muss vor allem der inneren Gesetzmäßigkeit der geführten Substanz entsprechen, weil es sonst primär zur Zerstörung der Wasserleitungen, sekundär zur Zerstörung der Blutgefäßsysteme und damit zu den allerorts auftretenden gefährlichen Stoffwechselerkrankungen kommt.“

Gesunde Luft, gesunde Nahrung und gesundes Wasser ergäben für Schauberger nicht nur einen gesunden Körper, sondern auch gute Charaktereigenschaften. Injizierten wir jedoch übermäßige Mengen von Sauerstoff in das Wasser, so hielte dies weder eine Bakterie noch ein Mensch auf die Dauer aus.

„Zu den schwierigsten Aufgaben bei der Behandlung und Aufbereitung von Trinkwasser“ gehörte für Schauberger zugleich „die Sterilisierung des an sich gesundheitsschädlichen, für Trinkwasserzwecke ungeeigneten Oberflächenwassers oder unreifen Grundwassers“. Wo dieses Wasser Flüssen, Seen oder Stauweihern entnommen, oder, wo diese nicht vorhanden sind, durch Druck- oder Saugpumpen aus Tiefbrunnen gehoben und durch chemische Zuschlagstoffe trinkbar gemacht werde, bleibe der schlechte Geschmack von mechanisch filtriertem, von mikroorganischen Stoffen unbefreitem und durch Beifügung von Chlor, durch Bestrahlung oder durch sonstige sterilisierende Zutaten künstlich verdorbenem Wasser.

„Diejenigen Menschen, die gezwungen sind, jahraus, jahrein bloß sterilisiertes Wasser zu trinken“, appelliert Schauberger, „mögen doch endlich einmal darüber nachdenken, wie sich Wasser, dem seine von Natur aus bestimmte Fähigkeit, Leben zu erzeugen, gewaltsam genommen wurde, im Organismus auswirken muss.“ Sterilisiertes und physikalisch zerstörtes Wasser führe schließlich nicht nur gesetzmäßig einen körperlichen Verfall herbei, sondern verursache auch „geistige Verfallserscheinungen und damit eine systematische Degeneration der Menschen und der übrigen Lebewesen“. Das Gleiche gelte für alle anderen Vegetationsformen und sonstigen Voraussetzungen des gesamten Lebens in der Natur.

Medium allen Lebens

„Glück und Gesundheit stehen uns ebenso wie unbegrenzte Energiemengen nahezu kostenlos zur Verfügung, wenn wir einmal erkennen, dass im Wasser der Wille und sein Widerstand, das Leben, wohnt, um das wir heute so schwer kämpfen, weil wir diesem Träger allen Lebens ständig durch unsere Handlungen das Edelste nehmen: seine Seele“ — Viktor Schauberger.

Diesen falschen Umgang mit dem Wasser übertrug Schauberger zugleich auf des Menschen „Pflege” des Waldes: Indem wir sinnlose Änderungen an seinen Kronen- oder Wurzelsystemen vornähmen, nähmen wir dem Walde sein natürliches Neben-, Über- und Untereinander und schnürten damit auch ihm die Luft, seinen Schlund zur Aufnahme der Rohstoffe und Öffnungen zur Atmung ab. Erkenntnisse, die dem Waldsterben sein Rätsel stielt, und dessen Lösungen Schauberger bereits vor hundert Jahren aufzeigte.

„Den Wald“, so schreibt Schauberger, „sollen nur Menschen pflegen, die in Liebe mit dem Walde verbunden sind.“ Menschen, die den Wald jedoch „nur als ein Spekulationsobjekt sehen, schaden sich und allem, was auf diesem Erdboden kreucht; denn der Wald ist die Wiege des Wassers. Stirbt der Wald, dann versiegen die Quellen, veröden die Fluren, und dann muss eine Unrast auf Erden entstehen, die wir wohl alle schon, mehr als uns gut tut, wahr-nehmen können“.

Zu Recht fragt man sich: Wenn sensible Förster und Naturbeobachter viele Anzeichen schon damals erkennen konnten, warum blieben diese ihren Fachkollegen, die doch tagtäglich dieselben Wälder, dieselben Flüsse, dieselben Böden studierten, verborgen? Konnten sie die Zeichen nicht erkennen, oder wollten sie schlichtweg nicht zugeben, dass die Schäden nicht nur immer größer wurden, sondern sie für sie obendrein weder Ursache noch Lösung wussten?

Dabei standen diese Schauberger bereits mehr als klar vor Augen: In der Geradelegung der Wasserläufe und der Entwicklungswegverkürzung als Versuch, den entwicklungsgefährlichen Druck mechanisch zu verstärken, sah er die Ausschaltung der wassermischenden Mäander und Furten, quasi die Monokultivierung des Wassers. Auf diese Weise gehe die Resonanzfähigkeit verloren und es fehlten die „Sender und Empfänger geo- und atmosphärischer, wie auch kosmischer Ein- und Ausflüsse höherer ätherischer und energetischer Art“ — die „einstige Ursache unbändigen Wachstums“.

Den modernisierten Gewässern fehle, so Schauberger, „die zykloide Bewegung und damit das Energiestoffwachstum und dessen Produkte, die belebende Spannung“. Der Ursprung alles Lebens, die streng rhythmisch geregelte Bewegung des Wassers, sie wurde, so Schauberger, auf der ganzen Linie gestört.

Dabei sei das erste große Opfer dieser falschen Bewegung das Pflanzenreich und innerhalb dessen Lebensräumen in erster Linie der Wald gewesen. Der Wald, die Wiege des Wassers. Mit seiner Entwaldung ging die Bipolarität zwischen der negativ geladenen Erde und der positiv gespannten Atmosphäre verloren. Mit dem Schwund der Vegetationsdecke, so Schauberger, „wurde der Schwund des Wassers eingeleitet“. Und umgekehrt. Das „steigende Wärmegefälle“ brächte den Keim des Zerfalls. Wer wiederaufbauen wolle, der käme um das „fallende Wärmegefälle“ nicht drum herum.

„Je größer der Kahlschlag, umso schwieriger wird dessen Wiederaufforstung.“ Diese Faustregel sollte schon zu Schaubergers Zeiten jedem Förster bekannt gewesen sein. In der Wurzelzone entstehe schließlich das eigentliche Blut der Erde, das Wasser. Das Nichtbefolgen dieser Faustregel sowie die verkehrten Flussregulierungen und Abwasserverseuchungen führten, so Schauberger, langfristig zu Verkrebsung — erst beim Walde, seinen Bächen und Böden, später dann auch beim Menschen. Würde das Wachstum einer arteigenen Anomalie in seinem indifferenten Gesundheitszustand gestört, würde diese Lebensform früher oder später krebsträchtig werden und nur noch übersäuerte Lebensmittel gebären, „die den Keim des Zerfalls auf Tier und Mensch übertragen“.

„Das Übel“, so Schauberger, habe „im Walde begonnen, und [so] hat demnach auch dessen Wiederausmerzung im Walde zu beginnen. Unsere Kinder würden einer grauenhaften Zukunft entgegengehen, wenn wir den Mut nicht hätten, der Wahrheit die Ehre zu geben, dass die ganze Menschheit das Opfer derjenigen wurde, gegen die vor etwa 80 Jahren naturnahe Förster einen erbitterten Kampf um die untrennbaren Zusammenhänge zwischen Wald, Wild und naturgesunden und daher fischreichen Quellbächen führten.” „Stirbt der Wald, dann verdirbt, stirbt und fällt das Wasser …“ Auch diese Thesen blieben bei keiner bloßen Beobachtung: Viktor Schauberger stellte später fest, dass die Krebskurve im gleichen Verhältnis mit der Länge der verkehrt angelegten Trinkwasserleitungen stieg.

Fehlende Ehrfurcht, falsches Wachstum

„Diese Zivilisation ist das Werk des Menschen, der selbstherrlich und in Unkenntnis der wahren Funktionsweise der Natur eine Welt ohne Sinn und Grundlage geschaffen hat, die ihn nun zu zerstören droht, denn durch sein Verhalten und seine Aktivitäten hat er, der ihr Herr sein sollte, die der Natur innewohnende Einheit gestört“ — Viktor Schauberger, Our Senseless Toil (1934).

Seine Erkenntnisse entnahm Schauberger, wie bereits angesprochen, aus der Beobachtung. Stundenlang beobachtete er das fließende Wasser, als wäre er selbst Teil seines Stroms. Mit der Zeit begann er, mit den „geheimen Kräften“ des Wassers zu spielen, gab sich seinem „freien Bewusstsein“ hin, um dessen Bewusstsein wenigstens für einen Moment mit seinem zu verschmelzen. Erst als er sein eigenes Bewusstsein wieder an sich nahm, wurde ihm etwas zuteil, was vielen Menschen entging: Der Mensch war offenkundig dazu in der Lage, „sein freies Bewusstsein überall dorthin zu senden, wo das Auge nicht hinblicken kann“.

Schauberger meinte, in dieser „Bewusstseinserweiterung“ ein Wissen erkannt zu haben, das sich bereits uralte Bräuche und Riten aus teilweise längst vergangenen Kulturen zu eigen machten. Man denke nur an die Taufe als Symbol der Reinigung und der Aufnahme innerhalb des Christentums, den Kelch, der in seiner Form der Gralschale als Befruchtungswerkzeug diente und mit dem Sonnengott in Verbindung gebracht wurde, und auch an den Glauben der Kelten, die ihre Riten vorzugsweise an Quellen vollzogen.

Schauberger bedauerte es, dass der moderne Mensch in Wasser nicht mehr zu erkennen vermochte als eine „chemische Substanz, die für seine körperlichen Bedürfnisse als Bade- und Nutzwasser, für den Antrieb von Kraftwerken gerade gut genug ist“.

Im Gegensatz zu der Verbindung seiner Vorfahren, die Wasser noch als die Quelle des Lebens und der Fruchtbarkeit, als „Blut der Erde“, als „Mutterblut“ oder „Muttertränen unserer Allmutter Erde“ bezeichneten, steht der Mensch von heute — man könne fast sagen — auf dem Trockenen. Überspitzt könne man fast sagen: Indem der moderne Mensch seine Verbindung zum Wasser verloren hat, hat er auch die Verbindung zum Leben, zu sich selbst verloren. Sein Bewusstsein ist geschrumpft, verkümmert zu dem ärmlichsten Weltbild, das er hervorzubringen vermag: dem materialistischen.

Obwohl Schauberger diesen Riss im Bewusstseinsprozess der Menschheit auch nicht vollends zu erklären wusste, so rekonstruierte er jedoch ein physisches Abreißen der Wasserversorgung innerhalb jener Kulturen, die diese ab einem gewissen Wohlstand nicht mehr ehrten, sondern für selbstverständlich nahmen, sie ausbeuteten.

Nachdem beispielsweise im antiken Rom Wasserleitungen, Bäder sowie Warmwasser-Heizungen angelegt wurden, „die, wie Ausgrabungen zeigen, so geschickt angelegt wurden, dass die künstliche Wärme, die bekanntlich steigt, während die natürliche Sonnenwärme drückt, also fällt, weil es in den Tälern warm und auf hohen Bergen, nahe der vermeintlichen Glutpfanne Sonne saukalt ist, die Wohn- und sonstigen Räume gesetzmäßig richtig erfüllte”, sprich für jede Bequemlichkeit ausreichend vorgesorgt war, setzte ab einem gewissen Punkt der Dekadenz mit dem Ausbleiben des Wassers auch die Kulturkonjunktur ein.

Lebensbejahung und Lebensverneinung, Gesundheit und Krankheit, bis hin zu Sein oder Nichtsein — für Viktor Schauberger hingen all diese Fragen ausschließlich von der naturrichtigen Haltung und Führung des Wassers ab. Er sagte über sich selbst, in einer Verbindung mit dem Schöpfer zu stehen, und nach unmittelbarem Kontakt mit ihm, Schwingungen zu spüren, die ihn vollends durchdrängen und seinen Geist, seine inneren Seelenkräfte erleuchteten. Zudem äußerte Schauberger, von diesen Schwingungen geistige Bilder übermittelt zu bekommen, aus denen er wiederum seine Kraft und Inspiration schöpfen konnte, etwas zu erschaffen, was die Menschheit aufrichtet und fördert — etwas von dauerhaftem Wert.

Fazit

„Gutes Wasser — gutes Leben. Schlechtes Wasser — schlechtes Leben. Kein Wasser — kein Leben. Dieser Grundsatz, einfach und wahr, erübrigt jeden weiteren Kommentar“ — Viktor Schauberger.

Schauberger wollte immer „nur“ als Vermittler gesehen werden. Und doch schrieb er einst: „Nur die Natur kann und darf unsere große Lehrmeisterin sein.“ Ich denke, wir sollten Schaubergers Schriften heute mehr denn je als Mahnung lesen, gegenüber unserer Um- und Mitwelt etwas mehr Demut an den Tag zu legen. Damit fängt alles an. Damit hört alles auf.


Am 22. März ist wieder der jährlich wiederkehrende Weltwassertag. Es ist wichtig, dass Medien es nicht dabei bewenden lassen, stets nur auf den neuesten Wahnsinn in der Welt zu reagieren, sondern selbst in das Agieren kommen. Deshalb setzen wir zusammen mit einer Reihe von weiteren Medienportalen selbst ein Thema auf die Agenda. Die beteiligten Medienpartner, bei denen in der Woche vom 18. bis 24. März im Rahmen des #Wasserspezial Beiträge zu finden sein werden, sind derzeit:

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Quellen und Anmerkungen:

Die in diesem Text verwendeten Zitate entstammen den abgedruckten Aufsätzen Schauberges in: Schauberger, Viktor (2006): Das Wesen des Wassers. Originaltexte. Aarau (AT Verlag).

(1) Wer es noch genauer wissen möchte: „Das im freien Fall sich einspulende Wasser (Implosion) bildet in seinem einen in die entgegengesetzte Richtung tendierenden Sog. Die Forelle sucht diesen Sog, sie dreht sich vorbereitend meist in einem ausgehöhlten Becken, in das der Wasserfall unter donnerndem Getöse einmündet. Se kreist in immer enger werdenden Kurven um dieses brausende Geschehen. In immer enger werdenden Windungen arbeitet sie sich an das Zentrum dieses Sogs heran. Sobald sie an der engsten Stelle ist und die fallenden Wassermassen für den Bruchteil einer Sekunde eine Einschlupflücke freigeben, flitzt sie hindurch und fliegt, vom Sog dieser Mitte angesaugt, blitzschnell den Wasserfall hinauf und wird darüber hinaus noch in die Luft geschleudert. Oben landet sie im ruhigen Oberwasser und setzt ihre Reise bis zum nächsten Wasserfall fort, so lange, bis sie ihren idealen Laichplatz gefunden hat (wiederum im Sinne der Implosion in der Nähe der Quelle, des Zentrums).” Zitiert nach: Kronberger, Hans / Lattacher, Siegbert (2002): Auf der Spur des Wasserrätsels. von Viktor Schauberger bis Johann Grander. (Uranus-Verlag-Ges.), Seite 33f.

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