Sachsen-Anhalt: SPD lädt zu Gesprächen
Rund zwei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die SPD die CDU, die Grünen, die Linken und das BSW zu Gesprächen eingeladen. Im Mittelpunkt des Treffens steht dabei die Ernennung eines überparteilichen Ministerpräsidenten. Dieser solle eine stabile Regierung ermöglichen. Die Idee stammt ursprünglich vom BSW. Dieses begrüßte, dass die SPD den Vorschlag aufgriff, kritisierte aber den Ausschluss der AfD von den gemeinsamen Gesprächen. Ein überparteilicher Ministerpräsident solle auch von der größten Fraktion mitgetragen werden, hieß es dazu aus der Partei. Die Grünen und die Linken nahmen die Einladung an. Die CDU lehnte sie hingegen ab und hält damit an ihrem Gang in die Opposition fest. Parallel führt das BSW Gespräche mit der AfD über eine Zusammenarbeit. Dabei geht es auch um die zukünftige Neuordnung im Parlament. BSW und AfD kommen zusammen auf eine Regierungsmehrheit. Die AfD strebt dabei an, noch in diesem Jahr ihren Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten zu ernennen. Aus dem BSW hieß es dazu, eine Wahl Siegmunds zum Ministerpräsidenten wolle man nicht unterstützen.